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Alt 25.06.2008, 22:07
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shar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreshar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreshar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreshar sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
 
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AW: Neues Formicarium + Nest für meine Lasius niger

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Weitere Bilder zum Nest im Folgenden Beitrag.


Der Bau:

Das Nest:
Als aller erstes habe ich mir Gedanken und Skizzen zum Nest gezeichnet. Anschließend, nachdem ich eine Vorstellung zum Aussehen, Platzierung der Zugänge, Kammern und Gänge (so, daß sie später befüllt beim Freiräumen nicht der Sand nachrutscht), Ort und Größe des Wassertanks und schließlich der eigentlichen Größe des Nests hatte, habe ich auf einem Zeichenbrett das Nest 1:1 aufgezeichnet.
Anschließend habe ich ein entsprechendes rechteckiges Stück von dem Ytong abgeschnitten - dabei dies so geplant, daß ich zwei gute, ebene und intakte "fertige" Flächen für die Sichtscheiben erhalte, sprich ich für so eine Seite keine von mir geschnittene Seite nehmen muss.
Nun nochmals alles im Kopf beim Betrachten des Steins durch gegangen und dann begonnen, den Stein mal grob für die eigentliche Außenhaut zurecht zu schneiden und folglich zu bearbeiten, bis er die gewünschte Form hat.
Ich habe Überhänge heraus gearbeitet, damit meine ´Meisen "geschützt" umher huschen können. Dabei dies so angefertigt, daß sie später auch in der Lage sind, Beute an den oben gelegenen Ein-/Ausgang zu ziehen - der unten angelegte Zugang ist für wesentlich später gedacht und wird erstmal zugeschüttet.
Da ich nicht weis, wann die Umzugsmuffen umziehen, habe ich eine Senke oben in das Nest geschliffen, wo das Rg-Nest sicheren Halt findet.
Nachdem die Außenhaut fertig war, zeichnete ich als erstes die Kammern ein und anschließend die Gänge. Nochmals kurz kontrolliert, ob wirklich alles so passt und ausreichend Material überall vorhanden ist, sowie, ob genügen Platz für die Schrauben vorhanden ist und sodann mit dem Dremel begonnen, die Kammern und Gänge auszuschleifen. Dabei fing ich mit den beiden ersten Kammern und den verbindenden Gang an.
Anschließend den Zugang gebohrt und angepasst, um nun folgend mit den restlichen Gängen, Kammern und Zu-/Erweiterungsgänge fort zu fahren. (wie groß ich alles gewählt hatte, steht ja oben)

Nach der Nachkontrolle aller Gänge und Kammern über Form und Größe, bestrich ich die Kammer- und Gangböden, entsprechend meiner oben aufgeführten Gedanken bis etwas über die Hälfte (auf die Höhe bezogen) mit weißen, ungefärbten Gips. Dabei kann man zu groß geratene Kammern/Gänge wieder etwas verkleinern.

Nun hob ich die Wasserkammer aus, fräste eine Stufe mit ca. 3mm breite rundherhum ein, und schnitt noch zusätzlich in die Ecke dieser Stufe einen Schlitz ein, um ein zurecht geschnittenes Metallgaze dort einklemmen zu können. Nun arbeitete ich die Gaze bei der Stufe mit Gips noch zusätzlich ein, um den kleinen Lasius niger auch das absolut letztes Schlupfloch in das Wasserbecken zu nehmen.

Gleich im Anschluss schonmal den ersten Grundanstrich für die Außenhaut aufgetragen. Hierzug habe ich eine Mischung aus Gips, Holzleim und o.g. Farbe genommen. Dabei die beiden Seiten, an die die Sichtscheiben kommen, wie gehabt, ebenfalls weiß/grau belassen.

Zwischen den Trockenphasen schnitt ich bereits die beiden Sichtscheiben und die Bodenplatte zurecht, hielt sie später mehrmals an und setzte sodann die Markierungen für die Bohrlöcher zur Befestigung mittels den Schrauben um im Anschluss mit einem 3er Bohrer die Schraubenlöcher zu bohren und mit einem 12er die Senken für die Schraubenköpfe einzubringen.

Nun bestrich ich die Außenhaut mehrmals mit einer Mischung aus Leim, Wasser und Farbe und streute feinen Sand darüber.
Zur schöneren farblicheren Gestaltung brachte ich erneut einen Anstrich aus der Wasser, Sand, Leim-Mischung leicht unterschiedlicher Tönung auf und streute vereinzelt etwas beiges Lehm darüber.

Nachdem nun das Nest bis auf die Glasplatten fertig war, brachte ich als erstes die Bodenplatte an - sie schützt später den Bodengrund vor der Feuchtigkeit des Nests. Ich befestigte sie mit Silikon und vier Schrauben.
Zur Sicherheit habe ich einen Streifen aus Metallgaze über das nach unten zeigende Erweiterungsloch, zwischen Ytong und Bodenplatte geschoben und für dieses in die entsprechende Sichtscheibe eine kleine Aussparung, damit ich das Gitter später auch heraus ziehen kann.
Nun habe ich angefangen, die überschüssigen Gänge und Kammern mit dem gröberen Sand zu füllen. Dabei fing ich nicht mit der Seite an, wo die Scheibe am Eck übersteht, damit beim Anbringen der 2. Scheibe diese direkt anliegt.
Da auf der Seite mit der ich begonnen habe ein Kippen ohne "Sandrisseln" nicht möglich war, verschloss ich die beiden Gänge mit einem Wattestopfen, den ich an eine Schnurr gebunden habe, um diesen dann bei angebrachter Scheibe entnehmen zu können´- ebenso habe ich den 2. Eingang so verschlossen.
Beim Auffüllen habe ich immer wieder die Platte aufgelegt und leicht drauf geklopft, damit sich der Sand in den Kammern/Gängen setzt. Sodann an entsprechenden Stellen Küchensilikon dünn aufgetragen und die Scheibe aufgesetzt und angeschraubt.
Gleiches anschließend mit der zweiten Seite und abschließend das überschüssiges Silikon entfernt.
Mit der Wasser-Leim-Lehm-Mischung noch die Kanten bzw. Seitenflächen der Scheiben bestrichen und diese so in das Gesamtbild des Nests integriert.
Mit einer Nadel die Luftschächte nochmal nach gestochen und als aller letzte Arbeit am Nest, einen dünnen Streifen von dem Türdichtband rundherum aufgeklebt, um den Zwischenraum zw. Formicariumscheibe und Nestscheibe gg. das Eindringen von den kleinen Ameisen zu sichern.
Das Nest habe ich dann so zwei Tage noch auslüften lassen.


Das Formicarium:
Auch hier hatte ich mir im Vorfeld eine grobe Vorstellung zum Aussehen des Formikariums gemacht.
Für den untersten Bodengrund schnitt ich die Styrodurplatte so zurecht, daß sie in das Formicarium passt und zu jeder Seite ein Spalt von ca. 2mm zur Scheibe vorhanden ist (wichtig!!).
Da ein Hügel rein sollte, habe ich weitere immer kleiner werdende Styrodurplatten zurecht geschnitten (übereinander gelegt sieht das so aus, als würde man ein Berg in einem Atlas Betrachten - Stichwort Höhenringe) und zu den entsprechenden Seiten schrägt angeschnitten, um grob eine "glatte" Steigung zu bekommen.
Mit Heißkleber und den langen Spaxschrauben habe ich dann die Platten auf der Basis befestigt.
Da das Nest auf eine leichte Erhebung sein Platz finden sollte, brauchte ich nochmals eine kleinere Platte - eine, da es eben nur eine leichte Erhebung werden sollte. Befestigung erfolgte wie bei dem Hügel oben.
Da der Bonsai einen längeren Metallfuß nach unten hin hat, musste ich bei dem Hügel ein entsprechendes Loch ausheben, um den Bonsai später dann mit den freiliegenden Wurzeln am Boden aufliegend einkleben zu können.
Nun puzzelte ich am Fuße des Hügels mit den gesammelten Steinen ein wenig, um eine schöne und möglichst spaltfreien Hang aus ihnen zu bekommen und klebte diese dann mit reichlichst Heißkleber an ihre ermittelten Stellen.
Während der Heißkleber auskühlte, rührte ich die erste Ladung an eingefärbten (wichtig) Gips an - einfärben deswegen, damit später der Untergrund schon einmal einen passenden Farbton hat und daß, sollte doch etwas Gips abbrechen nicht gleich dessen Weißton wie eine Warnleuchte aus den Erdtönen heraus leuchtet.
Beim Auftragen der Gipsschicht mit einem mittelgroßen Pinsel habe ich wieder den Zufall ein bisschen mit reinspielen lassen, um einen nicht so glatten, eher natürlicheren Untergrund zu bekommen. Dabei versuchte ich schonmal, die unnatürlichen eher eckigen Formen der Styrodurplatten weicher werden zu lassen, um dann mit jeder weiteren Schicht eine natürlich wirkende Oberfläche zu bekommen.
Den Rand des Steinhangs habe ich auch schon mit dünn aufgetragenen Gips in die Umgebung einfließen lassen.
Bei der zweiten Gipsschicht, zuvor prüfte ich den Sitz und das Aufliegen der Wurzeln des Bonsai und besserte diesen hier nochmals aus, habe ich auf den noch feuchten Gips leicht den feinen Aquariumsand gestreut um die durch den Gips entstehende eher glatte Oberfläche langsam weg zu bekommen.
Während diese Schicht am Anziehen war, bestrich ich die Stelle, wo der Bonsai dann stehen sollte mit der Wasser-Leim-Farben-Mischung (WLFM) - Farbton mischte ich für den Bereich unterhalb bzw. um den Bonsai herum so an, daß er etwas erdiger wurde - und klebte schließlich mit Heißkleber, auch hier wieder reichlich, um eben auch Zwischenräume zu füllen, den Bonsai an seine Stelle.
Nachdem ich durch ein klein wenig probieren mit den verschiedenen Steckpflanzen deren gleichmäßig verteilte Positionen ermittelt hatte, stach ich mit einem spitzen "Schraubenzieher" Löcher in den Gips/Styrodurboden und klebte dort mit ein wenig Heißkleber die Pflanzen ein und richtete sie so aus, daß sie gut und schön sitzen.
Nun noch das Wurzelholz platziert und eingeklebt um anschließend die Dritte und dünnste Gipsschicht aufzutragen. Wie gehabt, den Gips habe ich immer eingefärbt. Loser Sand von der 2. Schicht habe ich drauf belassen - dieser verklumpt ggf. - auch hier etwas den Zufall spielen lassen und nur unschöne grobe Körneransammlungen entfernt.
Dabei habe ich, wie beim Steinhang auch, durch auftragen bzw. Einbringen von Gips zwischen und unter die Wurzeln des Bonsai, diesen in das Umfeld integriert, sodaß dieser zu einem zugehörigen Teil der gesamten Szene wird. Dabei noch vorhandene Zwischenräume mittels Spritze und dünnen Gips aufgefüllt. Gleiches galt für die Steckpflanzen.
Auch bei dieser 3. Schicht habe ich bevor der Gips anzieht, etwas Sand verstreut - aber nur etwas, da ich eben kein Wüstenboden wollte.
Als alles getrocknet war, mischte ich wieder eine WLFM an und bestrich damit den Boden großzügig, um anschließend an entsprechender Stelle mittels etwas Modellbahngras, einiges an je beigem und erdfarbenen Lehm/Sand-Mischung (weeenig Sand, viel Lehm), sowie auch in purer Form, etwas feinem Sand, weniger gröberen Sand und ganz wenig von den ca. 4mm großen Schiefersplitter den Boden zu überdecken, bis eine schöne Landschaft entsteht.
Die Standfläche für das Nest habe ich bei jedem bisherigen Arbeitsschritt ausgelassen, sodaß dort nach wie vor das Styrodur zu sehen ist.
Nach einem halben Tag, schleifte ich den übergetropften Gips an der Seite ab und bestrich die Seite der Bodenplatte mit einer WLFM.
Nach drei Tagen Auslüft- und -trocknungsdauer, kam die Probe aus Exempel - vorher noch die Scheiben gereinigt und entfettet und anschließend das Einsetzten der Bodenplatte in das Aquarium.
Nun füllte ich zwecks der Optik den umlaufenden Spalt zw. Bodenplatte und Scheibe mithilfe eines gefalteten Stück Pappe auf, sodaß die Syrodurplatten nun hinter einer dünnen Sandschicht (feiner Sand) verschwindet, wobei ich die Spalte nur soweit füllte, daß noch etwa 1-2mm übrig blieben. Diesen Minigraben befeuchtete ich nun etwas, füllte ihn dann mit einer Sandlehmmischung entsprechender Färbung auf und ließ ihn austrocknen, um ein eventuell Eingraben der Ameisen zu unterbinden.
Da nun der Bodengrund eingesetzt war und von der Höhe her nun nicht mehr verändert wird, konnte ich das Loch für den Schlauchanschluss bohren.
Die Position wählte ich so, daß die in das Formicarium sitzende Gegenmutter möglichst mit dem Boden abschließt.
Nach dem Anschrauben des Anschlussstutzen, befeuchtete ich die Mutter und den Bodengrund rundherum, um dem anschließend drauf gestreuten Lehm Halt zu bieten. Um die Schicht stabiler und auch schöner zu machen, brachte ich mehrere Schichten auf, bis die Mutter als kleiner Höhleneingang getarnt war.

Nun fehlte noch das Nest. Um ein Graben unter das Nest zu unterbinden, habe am Nest die Schrauben in der Nestbodenplatte versenkt. Die Standfläche für das Nest im Formicarium bestreute ich mit einer ca. 2mm starken lockeren Schicht aus purem Lehm und drückte nun das Nest in diese Lehmschicht, wobei ich gleich darauf achtete, daß das Türdichtband am Nest rundherum an der Scheibe gut anliegt. Nun befeuchtete ich den Rand und den Boden am Nest herum, und kehrte mit einem Pinsel eine Sandlehmmischung an den Übergang, was ich mehrmals wiederholte und dann austrocknen ließ.
Damit das weiße Türdichtband am Nest nicht heraus leuchtet, befeuchtete ich auch dieses etwas und puderte es mit purem Lehm ein paarmal ein.
Als alles trocken war, putzte ich die Scheiben nochmals und brachte dann den Ausbruchschutz aus Paraffinöl auf.

Zum Schluss noch zwei rote Folien zugeschnitten und mit rotem Isolierband an die Formicariumscheibe angeklebt - ich habe zusätzlich noch zwei Pappkartons angebracht, damit das Nest wirklich 100%ig für Lasius niger dunkel ist.
Das Hygro-/Thermometer noch hinter den Bonsai "verstecken", die drei Wattestopfen aus dem Nest entnehmen und das Formicarium ist Einsatzbereit.

Befeuchtung:
Es hat drei bis vier komplette Füllungen erfordert, bis der Ytong dunkel und damit feucht wurde.
Durch das Gitter muss das Einfüllen etwas vorsichtiger erfolgen, da sonst schnell Wasser "über" die Gaze davon läuft.
Durch die helle Färbung der Oberfläche, kann man gut die Feuchtigkeit, die sich etwa 3cm um den Wasserschacht herum vorhanden ist erkennen und dient mir als Hinweis für den Befeuchtungsgrad des Nests.


Über Feedback, Meinungen etc. würde ich mich freuen!


Grüßle ~Shar~
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Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zu Gunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient. (B.F.)
Und wenn noch so oft ethisch/moralische Fanatiker mich wegen d. Meinungsäußerungen in einer Diskussion neg. bewerten, ändert dies nichts an meiner geäußerten Meinung und der Tatsache, daß ihre Ethik & Moral nicht die einzig wahre und richtige auf dieser Erde ist!
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