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#1
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| Umsiedlung Formica cunicularia + Flügelverlust der Jungköniginnen durch Arbeiter? Erstmal eine Frage vorweg: Heute bin ich stundenlang vor dem Nest der Formica cunicularia gehockt, um das Schlüpfen von 3 Jungköniginnen zu betrachten. Einige Minuten nach der Geburt haben die Arbeiter plötzlich begonnen, den Königinnen die Flügel zu entfernen, einige Königinnen haben noch ein paar Flügel dran. Warum das denn? Die Königinnen haben auch nix dagegen gemacht. Wie sollen die Königinnen nun am Hochzeitsflug teilnehmen? ?: Zur Umsiedlung: Naja die cunis hatten sich ja vor einiger Zeit im Wassergraben des Ytong Nests eingenistet. Eine Vermutung, das es da drin sehr feucht ist und das der Grund wäre, war anscheinend vollkommen richtig. Denn nun ist der Wassergraben ausgetrocknet, und ein Teil der Kolonie siedelte in das Wasserreagenzglas um, wo sie so an der Watte rumzerrten, das ihnen das ganze Wasser von hinten später wohl entgegengekommen wäre... Also ihr Wunsch ist mein Befehl. Eine Grillenschachtel von 20x10cm genommen und losgelegt. Feucht muss das Nest sein, und wenns mal austrocknen sollte, muss es leicht und schnell wieder befeuchtbar sein. Also erstmal das ganze mit einer dünnen, feuchten Sandschicht gefüllt. Dann habe ich mit feuchtem Klopapier Wände drin geformt, die einen ca. 5x5, kann auch mehr sein, großen Raum abgrenzten. Ein Stück von einer Seite Papier rausgerissen, das Loch soll dann als Eingang dienen. Dann noch grobkörnigen, feuchten Sand in die Kammer als Bodenschicht auf den lockeren Sand. Auf die feuchten Papierwände dann eine zurechtgeschnittene rote Folie gelegt, zusätzlich mit feuchtem Papier befestigt, und ein Loch in eine Seite des Plastikgefäßes geschnitten. Soweit so gut, erste Aufklärer folgten sofort, da sie sofort gesehen haben, das ich etwas neues reingetan habe. Als sie die Kammer entdeckten, folgten bald darauf schon Trageaktionen, wo Arbeiter, die die neue Kammer entdeckt haben, Arbeiter aus dem Wasserreagenzglas dorthin geschleppt haben. Inwzischen ist das gesamte Teilnest aus dem Glas umgezogen in die Kammer, sprich ca. 10 Arbeiterpuppen, ca. 30 Arbeiter und eine (nicht mehr geflügelte, aber nicht begattete) Jungkönigin. Das ursprüngliche Nest im Wassergraben tendiert lansam auch zur neuen Kammer, und ein Großteil der Arbeiterschaft und Brut ist nun schon drüben, einschließlich aller Königinpuppen und Jungköniginnen. Die begattete Königinmutter sitzt noch mit Eiern, Larven und dem Rest an Arbeitern im alten Nest und dürfte auch gleich geholt werden. Hoffentlich geht das mit diesem ja sehr einfachen Nest gut...
__________________ vG Joschi |
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#2
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| Nacktpuppen von Königinnen Seltsam, beim Hauptumzug habe ich gesehen, dass neben den normalen Geschlechtstierpuppen auch Nacktpuppen von Königinnen vorhanden sind. Sieht etwas merkwürdig aus neben den Arbeitern, aber was solls. Ich frag mich auch woher es kommt, sowohl ihr altes als auch ihr neues und sowieso das ganze Terarium sind mit grobkörnigen und weichem Sand gefüllt...
__________________ vG Joschi |
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#3
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| Gut die erste Frage ist mir zwar immer noch ein Rätsel, aber heute nacht sind 2 Königinnen geschlüpft, die ihre Flügel behalten haben. Nur bei den ersten sind nun die Flügel ab, warum das die Arbeiter auch immer gemacht haben ?:
__________________ vG Joschi |
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#4
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| Von: Ares - Die Nackpuppen-Königinnen würde ich mit der unglaublichen Hitze in deinem Zimmer erklären... Aber wieso die A den anderen Jungköniginnen die Flügel abgebissen haben... Vielleicht waren's keine echten Königinnen sondern Intermorphe? Keine Ahnung, ob das auch bei Serviformica (oder überhaupt Formica) vorkommt. ?: |
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#5
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| Bei Formica sanguinea sind m.W. Mischformen nicht selten, findet man zumindest im Internet (ob das wahr ist?), ob das auch bei cunicularia so ist k.a. Weißt du oder jemand anders wie sich cunicularia paart? Wenn sie sich nämlich im Nest paaren, ist das vielleicht der Grund. Denn ehrlich gesagt habe ich hier noch nie cuni-queens beim Hochzeitsflug gesehen, doch hier sind auch nur wenige Kolonien ![]()
__________________ vG Joschi |
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#6
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| Von: Ares - Ich bin gerade in der Firma (huu, wenn mein Chef auch noch zum Ameisenfan wird und hier liest... 8)), habe daher mein heißgeliebtes Seifert-Büchlein nicht zu Hand. Werde heute abend mal nachschauen, wenn sich bis dahin noch niemand deiner erbarmt hat... Tja, was verborgst du auch dauernd deinen Seifert! In vielen Fällen kann man ja Intermorphe von fertilen Königinnen äußerlich kaum unterscheiden, da hilft nur sezieren... Angenommen, es sind Intermorphe, wie haben die A das so schnell mitbekommen? Sitzen die degradierten JK eigentlich im Nest herum oder müssen sie schaffen? Apropos schaffen........da fällt es mir doch gleich wieder ein: Ich habe gestern meine kleine Kolonie F. fusca (3K + 40A) mit Futter beglückt. Sie leben zur Zeit noch in einem kleinen provisorischen Plastikgefäß. Mit etwas Sand und einer TicTac-Schachtel. Dort drin ist auch ihr Nest. Naja, jedenfalls füttere ich so und natürlich kommt auch etwas Unruhe ins Nest. Etliche tummeln sich am Futternapf und ein paar überängstliche A schnappen sich die Puppen und rennen damit aus dem Nest. Soweit nichts ungewöhnliches, aber eine der Königinnen flitzt auf einmal auch aus der TicTac-Box, mit einer Puppe zwischen den Mandibeln! Ist doch irgendwie entwürdigend, oder? Naja, aber ich wollte nicht von deinen entflügelten Cunis ablenken! |
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#7
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| Hehe ![]() Es hat den Anschein, als ob sie nicht als Arbeiter fungieren. Genau wie die geflügelten Königinnen laufen sie ab und an im Nest rum, werden von Arbeitern umringt und gefüttert. Langsam gleicht sich ihre Färbung der Königinmutter an, da sich ihr Chitin härtet. d.h. das einzigste Mittel die zu unterscheiden ist, das die Mutterkönigin nur noch einen Fühler hat. Mal sehen was sich da weiter tut.
__________________ vG Joschi |
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#8
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| Hmm...die Lage scheint sich "stabilisiert" zu haben, keiner bis jetzt neu geschlüpften Jungkönigin wurden die Flügel abgebissen. Vielleicht mussten sie den Arbeitern ja nur erklären, das sie Geschlechtstiere und ihre Flügel haben müssen, um dann fliegen zu können Die Kolonie ist ja noch ziemlich klein, viel zu klein für so anscheinend sehr nahrungsaufwendige Jungköniginnen, die dauernd gefüttert werden wollen...deshalb wunderts mich ein bisschen, das gleich so viele Jungköniginnen geboren werden.
__________________ vG Joschi |
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