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#11
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| 16.10.2009 Alles wieder gut!? Mittlerweile habe ich auch noch, da die Pflanze ziemlich klein ist, einen "Spielplatz" angeschlossen ^^. Und zwar habe ich einige Stöcker und Pappe mit Hilfe von Bodengrund, vermischt mit etwas Fliesenspachtel, in einen Blumentopf gesteckt und damit einen Auslauf gebaut. Dort sind einige Plattformen zum Sonnen vorhanden sowie die "Honigstelle". Der s.g. "Spielplatz" ist einer ihrer Lieblingsorte - es halten sich grundsätzlich ca. 50-100 Ameisen auf ihm auf. Sie nehmen Honig auf und sind ständig auf der Jagt. Tja, ob alles wieder gut ist, kann man trotzdem nicht sicher sagen! Denn es kann immernoch sein, dass möglicherweise die Königinnen gestorben sind und deren Körper noch im Nest liegen. Und wenn nicht können die Königinnen auch noch jederzeit sterben... Mal schauen. Aber, wie geschrieben, im Moment sieht alles sehr gut ist. Kaum Tote Ameisen, ständiger Hunger und sehr hohe Akivität. Nur 1 Problem gibt es da noch: Eine viel zu kleine Pflanze! Zwar habe ich meinen "Pestizidpflanzen" einige Sonderbehandlungen unterzogen (Umtopfen, mit Wasser abspritzen, Blätter putzen) aber ich traue mich nicht, diese wieder anzubieten. Der Schreck und die Angst sitzen zu tief! Aber ich habe Kontakt zu jemanden, der mir vielleicht Pachira aquatica besorgen kann. Dort könnte ich vielleicht Glück haben denn die Pflanzen, die er besorgen kann, sind derzeit auch bei weiteren Oecophylla Haltern im Einsatz ohne das etwas passiert ist... So, nächste Woche dann ziehe ich um! Das heißt dass die Ameisen mal wieder on Tour sind (das können sie aber echt gut) und dass sie endlich eine richtig tolle, eigene Ecke im Wohnzimmer bekommen. Und zwar gibt es einen eigenen Tisch mit einen richtig geilen Beleuchtung von oben und zusätzlich einen Luftbefeuchter, der in intervallen feuchte Luft auf die Ameisen und die Pflanze rieseln lässt. Tja, wie ihr sehr könnte die Haltung dieser Art eigentlich recht simpel sein. Aber die Suche nach einer geeigneten Pflanze in der richtgen Größe gestaltet sich als schwierig. Daher meine Empfehlung für alle unter euch, die diese Art halten wollen: Lasst euch vor der Anschaffung der Ameisen viel Zeit!!! Kauft euch einige Monate bevor ihr die Ameisen kauft einige Pflanzen und unterzieht denen eine Spezialbehandlung (umtopfen, waschen). Am besten ihr zieht Pflanzen aus Samen selbst auf, nur da kann man sich sicher sein. Bilder gibt es heute nicht, ich hoffe das Update gefällt euch trotzdem. Gruß EastGate
__________________ Zur Zeit keine Signatur! Geändert von eastgate (18.10.2009 um 22:32 Uhr). |
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#12
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| 08.12.2009 08.12.2009 ![]() Nach fast 2 Monaten muss ich mal wieder ein Aktualisiering bringen. Ich muss mich bei denen entschuldigen, die sehnsüchtig auf eine Aktualisierung gewartet haben...ich war in letzter Zeit nicht nur ziemlich faul, sondern privat auch etwas unter Stress. Ich werde versuchen in Zukunft wieder öfter zu schreiben Koloniewachstum / Anlage Also nachdem die letzten Monate ja ziemlich turbolent waren bin ich mir mitlerweile wirklich sicher, dass alles überstanden ist. Die Kolonie ist stark angewachsen und unheimlich aktiv. Das neueste Nest, welches sie schon seit ca. einem Monat bewohnen (das ist sehr lang; Rekord) ist ca. Handflächengroß. Bereits ins kleinste Nester passen Unmengen von Ameisen und Brut... Nun ist es natürlich so, wenn ein Nest gebaut ist, sich wenig Ameisen und wenig Brut in ihm befinden, ist ein Nester leichter, als wenn es langsam voll wird ^^. Mit der Zeit bog sich der gesamte Ast, andem das Nest hängt, immer weiter herunter. Von einer nahezu vertikalen Ausrichtung, ging es in die komplette horizantale. Es drohte höchste Gefahr durch abstürzen des Nestes. Also musst ich reagieren und habe eine "Behilfshalterung" montiert: Ich denke man sieht ganz gut die Stöcker da... Man, das war ne Aktion... Bei einer Kolonie dieser größe am Nest herumzufummeln ist keine Gute Idee... Innerhalb von Sekunden waren hunderte Ameisen auf dem Nest und haben versucht mich anzugreifen. Das gelang ihnen auch! Nach der Aktion hatte ich 3 Ameisen an den Händen, diese hatten sich total verbissen, ich konnte sie nichtmehr lösen - leider mussten sie ihr Leben lassen... Schmerzhaft war es nicht wirklich, zumindest nicht für mich. Summa summarum sollte die Kolonie ca. 1000 Arbeiterinnen stark sein. Nahrungsbeschaffung Wie immer verhalten sie sich dabei extrem agressiv.Außerdem sind sie echte Nimmersatts! Im Moment benötige ich pro Tag sicherlich 4-8 mittlere Heimchen. Außerdem gibt es immer Fliegen und deren Maden. Die Fliegen selbst werden sehr gern angenommen und provozieren das natürliche Verhalten der Art: Je mehr sich das Opfer wehrt, je mehr Arbeiterinnen werden rekrutiert und packen zu. Wenn die Fliegen dann noch anfangen mit den Flügeln zu schlagen, dann rasten die Ameisen quasi direkt aus. Hier mal ihr Lieblingsfutter in relativ frisch geschlüpfter Form: Und wie es endete: Hier erlegen sie eine Made... diese muss ich aber immer vorher anschneiden, weil sie sehr kräftig sind, dadurch dass sie sich drehen und wenden: Honig gibt es stets und ständig: Planungen für die Anlage Ich werde wohl nicht drum herum kommen (und das will ich auch garnicht), demnächst die neue Anlage herzustellen. Dazu werde ich mehrere Pflanzen in einen sehr großen Topf pflanzen. Nachdem sie einige Wochen anwachsen konnten, dürfen die Ameisen rauf. Die Pfanzen, die ich verwenden werde, besitze ich bereits seit Juni oder Juli. Seitdem wurden sie mehrmals umgetopft und Abgespült. Und was machen die Racker sonst so?Wat halt Ameisen so machn, wa! Rumlaufen: Sonnen und Faulenzen: Unterschlüpfe bauen: (Hierhin verziehen sie sich immer, wenn ich sprühe ^^) So, das war es ersteinmal wieder für heute. Ich hoffe das Update hat euch gefallen! Feedback, Kritiken, Lob und Anregungen nehme ich immer gern im Diskussionthread (Klick!!!) entgegen. Gruß eastgate
__________________ Zur Zeit keine Signatur! Geändert von eastgate (08.12.2009 um 16:55 Uhr). |
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#13
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| AW: Oecophylla smaragdina - Haltungserfahrungen 03.02.2010 Könnt ihr euch vorstellen wie es weh tut, wenn sich diese Mandibeln in die Haut bohren: ![]() Oder noch viel wichtiger, wie gut man damit Blätter festhalten kann: ![]() Diese Ameisen sind Spezialisten, perfekt angepasst für ihren Lebensraum in den Bäumen, zwischen den Blättern! Von Kopf bis Fuß angepasst. Das fängt eben bei den Mandibeln an. Diese sind besonders stabil gebaut, fest im Kopf der Ameise verankert, und sind mind. genauso spitz wie eine Nadel. Somit bohren sie ihre Mandibeln überall hinein. Blätter, Haut, Beutetiere. Weiter gehts mit den Komplexaugen. Diese sind hoch entwickelt. Die Ameisen nehmen ihre Umgebung bewusst war. Sich nähernde Beutetiere werden entdeckt, die Ameise wartet auf den passenden Augenblick und schlägt zu. Die Mandibeln bohren sich in das Beutetier, es wird festgehalten. Das Mesosoma (Thorax/Brust) sowie die Verbindung zu Kopf, Beinen und Gaster sind extrem zugresistent. Die Beine sind überprportional lang. An deren Ende sitzt eine spezielle Klaue (Tarsalklaue) welche mit ganz besonderen Haftorganen ausgestattet ist. Ein Sekret sorgt dafür, dass die Oecos sich an jeder Glatten Oberfläche festhalten können. "Das funktioniert so ähnlich, wie wenn man zwei Glasplatten aneinander presst, zwischen denen sich ein dünner Flüssigkeitsfilm befindet" beschreibt es Thomas Endlein von der Uni Würzburg ganz passend. Zu guter letzt die Gaster. Ausgestattet mit einer besonders starken Giftdrüse mit derer Hilfe die Ameisen starke Säure zur Verteidigung oder zum Angriff verteilen oder spritzen können. Gleich unter der Giftdrüse befindet sich die Dufourdrüse, mit dieser die Ameise hoch wirksame Pheromone produziert. Rekrutierung, Warnung und weitere Nachrichten werden so verteilt. Das sogar über die Luft. Koloniewachstum / Anlage Die Kolonie wächst und wächst und wächst. Kaum zu beschreiben aber es geht in großen schritten voran. Ich würde schätzen, die Kolonie ist jetzt sicher über 1500 Arbeiterinnen groß. Durch gewissen Nestumbauten und Transport der Brut zwischen dem alten und dem neuen Nest konnte ich auch jede Menge Brut entdecken. Sie haben noch einiges vor. Zum Glück habe ich den neuen Pflanzentopf schon fertig. Aber mit dem Umsetzen warte ich, solange wie es geht, damit die neue Pflanze noch schön wachsen kann. Aber wenigstens habe ich den Auslauf der Ameisen ausgebaut indem ich eine kleinere Pflanze einfach dazugestellt habe.Hier die momentane Anlage: Das linke Nest ist das große Hauptnest. Das ganz rechte Nest ist bekannt aus dem letzten Video. Seit diesem Video haben sie also das linke Nest gebaut und gestern dann das in der Mitte. Sie mögen es nicht, wenn die Blätter vertrocknen - zu wenig Luftfeuchte im Nest. Die Brut tingeln sie immer hin und her. Immer dahin, wo grad die besten Bedingungen herrschen. Aber das rechte Nest habe ich nun entfernt. Der Baum muss wachsen, dass kann er nicht wenn er zusammengeklabt ist. Leider habe ich die letzte Nestbauaktion verpasst. Sie haben das Nest komplett hochgezogen während den 11h, die ich auf Arbeit war. Ich konnte während der Endmontage aber noch ein paar Bilder schießen: Im gegensetz zum Hauptnest ist dieses hier sehr dünn, ausgerichtet zur Wärmelampe. So wird soviel Hitze wie möglich getankt. Gut um Puppen, Larven und Eier zu lagern und die Entwicklungszeit so kurz wie möglich zu halten. Sehr geschickte Baumeister! Täglich sitze ich vor dem Baum, füttere, drehe Videos, schieße Bilder, ärgere sie und schaue oft einfach nur zu. Viele Minuten täglich. Auch nach einigen Monaten der Haltung lässt die Faszination nicht nach. Für mich als Ameisenhalter ist es unverständlich dass es Menschen gibt, die dem ganzen Spektakel nur einen kurzen, gerade zu unwürdigen Blick, zuwerfen. Naja...man braucht halt liebe zum Detail. Nicht jeder hat die. Wir Ameisenhalter schon. Wie könnte man "Liebe zum Detail" nicht besser ausdrücken als durch ein paar Fotos: Vielen Dank fürs Lesen. Über Kommentare, Kritiken und Diskussion freue ich mich immer sehr. Hier ist der Diskussionthread (Klick!!!). Gruß eastgate
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#14
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| AW: Oecophylla smaragdina - Haltungserfahrungen 05.03.2010 Ja, es geht ihnen wirklich gut. Aber was soll ich Berichten? Bin jetzt im Moment an einen Punkt angekommen, an dem ich nicht viel neues erzählen kann. Sie bauen immer mal wieder ein neues Nest, meistens wenn ich auf Arbeit bin. Komme ich Heim stehe ich vor vollendeten Tatsachen. Aber das macht nix!Der Kolonie gehts gut! Es ist mitlerweile eine stabile Kolonie. Brut ist in allen Stadien immer ausreichend vorhanden. Ich kann sie immer sehen, wenn sie die Brut zwischen den Nestern ab und zu hin und her transportieren. Die beiden Königinnen leben noch immer (ist auch gut so ^^) und die Arbeiterinnenanzahl steigt und steigt. Die Königinnen selbst bewegen sich ab und zu mal zwischen den Nestern hin und her. Manchmal ist die ein oder andere auch im RG zu finden. Nahrung wird in großen Mengen aufgenommen. Vor allem beim Honig langen sie richtig zu. Ein Teelöffel täglich oder alle 2 Tage ist da schonmal drin. Heimchen, Fliegen, Käfer...alles was es halt so gibt wird erjagt und gefressen. Gut, die Marienkäfer werden lediglich umgebracht und dann ins Wasser geworfen. Sie sind eben ungenießbar aber ein Eindringling. Die Reinigung der Anlage wird immer Komplizierter weil die Kolonie auch agressiver wird. Die neue Anlage werde ich anschließen, sobald sich die Pflanzen vom Umtopfen erholt haben - bis dato haben sie noch keine neuen Blätter gebildet. Joa, ansonsten hier ein paar Bilder: Weiterhin beobachte ich sie gerne und oft! Sitze immer mal wieder davor und schaue was sie tun und lassen. Ich hoffe ihr wisst was ich mit dem meine, was ich jetzt schreibe: Ich finde jede Art hat ihr eigenes Wesen. Die einen sind hektischer, die nächsten richtig faul, einige gutmütig und andere total agressiv. Oecophylla smaragdina ist, wie ich finde, eine sehr gutmütige Art. Sie bewegen sich immer recht gemächlich vorwärts, putzen sich immer mal gegenseitig, schauen sich alles in Ruhe an - bis sie gereizt werden! Ärger man sie werden sie plötzlich unheimlich schnell. Kommt man ihnen zu nahe beißen sie gnadenlos zu. Aber meist sind sie "freundlich" :-) Tja, das wars dann schon. Wenn ihr spezielle fragen habt würde ich mich freuen, wenn ihr das äußert. Vielleicht bekomme ich ja ein paar Anregungen für das nächste Update. Hier kann diskutiert werden: http://www.ameisenforum.de/meinungen...astgate-8.html Gruß eastgate
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#15
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| AW: Oecophylla smaragdina - Haltungserfahrungen 14.03.2010 Zweignestbildung Da ich mich gerade mit jemandem via PN darüber unterhalten habe wollte ich noch folgendes hier zeigen: 1.) Das, meiner Meinung nach, Hauptnest. Es ist das größte und neueste Nest. In ihm befinden sich beide Königinnen. Es wird direkt von der Lampe angestrahlt. 2.) Das Nest ist schon etwas älter. Zu meinem Ärgernis mit dem "Spielplatz" verwebt... Das macht das Säubern der Anlage nicht einfacher, weil die beiden Töpfe verbunden sind. Das Nest wird nur leicht angestrahlt. 3.) Da ganz hinten, ca. 50cm Luftline vom Hauptnest entfernt. Ca. 1,5m Laufweg. Das Nest dürfte nur Zimmertemperatur haben. Es wurde gleichzeitig mit Nest 1 gebaut. 4.) Dort hinten sind ein paar RG's. Hier sind immer viele Arbeiterinnen drin. Wenn ich sprühe verkriechen sie sich hier. Auch lagern dort immer mal Larven, vielleicht 50 Stück. Keine Puppen, dafür ists da zu kalt. Nahrung wird in alle 4 Nester gebracht. Brut wird auch immer mal hin- und her transportiert. Gruß eastgate
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