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#1
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| Bert Hölldobler: Evolutionsbiologische Wurzeln der Ablehnung des Fremden Heute, 22.01.08 18 c.t. in Göttingen. Ich mach mich gleich auf den Weg :> |
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#2
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| AW: Bert Hölldobler: Evolutionsbiologische Wurzeln der Ablehnung des Fremden Leider habe ich meine Ausgabe von "The Ants" nicht dabei gehabt, ich hätte mich über eine Signatur gefreut ![]() Bert Hölldobler ist Live ein Erlebnis. Er begann mit grundlegenden Erläuterungen genetischer Verwandtschaftsbeziehungen an dem Modellorganismus Ameise (was Wunder) und folgerte aus dem auftrten altruistischen Verhaltens und ihrer evolutiven Stabilität die logische notwendigkeit des "Fremdenhasses". In der tat ist es so, das insbesondere eusoziale Arten das am stärksten ausgeprägte Territorialverhalten aufweisen. Dies lässt sich leicht damit erklären, das das Vorkommen starker Konkurrenz altruistisches Verhalten eher belohnt als egoistisches. Das dieses altruistische Verhalten jedoch in letzter Konsequenz natürlich für die Gene höchst egoistisch ist, belegte er durch einfache Rechnungen, die zeigen, dass bei haplo/diploiden Organismen (wie der Ameise) unter den Geschwistern eine 75% Verwandtschaft besteht (wenn man von einem Vater ausgeht), während Mutter und Tochter lediglich zu 50% miteinander verwandt sind. Die haploiden Brüder der Arbeiterinnen weisen sogar nur 25% Verwandtschaft auf. Die Übertragbarkeit dieser Erkenntnisse auf andere Arten bis zum Menschen zeigte Hölldobler anhand zahlreicher Beispiele und endete damit, dass Xenophobie elementare Evolutive Wurzeln hat, aus diesen Gegebenheiten jedoch keineswegs der (naturalistische Fehl)schluss gezogen werden darf, dass die natürliche Ordnung auch die erstrebenswerte Ordnung ist. Amen Danach aßen wir alle ein Eis und erzählten uns von unseren schönsten Ferienerlebnissen. |
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#3
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| AW: Bert Hölldobler: Evolutionsbiologische Wurzeln der Ablehnung des Fremden Hallo Spion, danke für die Zusammenfassung, wollte dich noch darum bitten. Schön dass du auch noch zusätzlich herausgearbeitet hast, dass die "natürliche Ordnung" nicht kompatibel sein muss mit gesellschaftlichen Idealen! Klingt nach einer tollen Vorlesung. Gruß, Necturus |
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#4
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| AW: Bert Hölldobler: Evolutionsbiologische Wurzeln der Ablehnung des Fremden In der tat, leider lag der Altersdurchschnitt der Zuhörerschaft bei ca. 102. Wenn ihr die Gelegenheit habt den Vortrage einer Koryphäe auf ihrem Gebiet zu hören, tut das. Es ist wirklich ein nicht vergleichbares Erlebnis. |
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#6
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| AW: Bert Hölldobler: Evolutionsbiologische Wurzeln der Ablehnung des Fremden Hey Spion, danke, dass du darauf hinweist! Schön dass die Unis langsam im digitalen Zeitalter ankommen.Hat ja lange genug gedauert. Lade es grade herunter. Gruß, Necturus |
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