Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Themen über andere Insekten und Spinnentiere.

Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 4. August 2010, 17:23

Es ist soweit!

Habe mir die Tiere diesen Montag im spanischen Ameisenladen bestellt und nur 2 Tage später finde ich gerade die Benachrichtigung im meinem Briefkasten, dass ich mir meine Termiten-Kolonie noch heute Abend bzw. morgen früh im Postamt abholen kann.

Außerdem habe ich mich entschlossen, hier im Forum über meinen Haltungsversuch zu berichten, selbst wenn er kläglich scheitern sollte!

Habe mit der Termitenhaltung bisher keine Erfahrungen sammeln können, über die Haltung dieser Tiere gibt es im Internet außerdem so gut wie keine praktischen bzw. nützlichen Erfahrungsberichte.

Zur Vorgeschichte:
http://www.ameisenforum.de/off-topic/40568-spanischer-ameisenladen-verkauft-termiten.html

Wichtig finde ich noch zu betonen, dass ich selber auch in Spanien lebe, die Tiere wurden also nicht nach Deutschland oder in ein anderes Land verbracht, in dem sie weder auf natürliche Weise vorkommen noch vorkommen sollten!

Bin gespannt wie ein Flitzebogen, ob die Tiere lebend und wohlbehalten bei mir ankommen werden.


Vorab aber schon mal ein paar allgemeine Infos, um was genau es geht:

Erdtermiten der Gattung Reticulitermes grassei
Diese Termiten kommen im europäischen Raum hauptsächlich in Spanien und Portugal vor!

Es gibt dazu eine interessante Website: http://www.holzfragen.de/seiten/termiten.html

Daraus eine Zusammenfassung:

""In der Praxis teilt man die Termiten in zwei große Gruppen ein: die Erdtermiten und die Trockenholztermiten.

Beide Arten können Holzelemente oder -konstruktionen im Gebrauch beschädigen, wobei die Erdtermiten die gefährlicheren sind, insbesondere aufgrund der Größe der Kolonie, die bis zu einer Million Tiere umfassen kann und weil im allgemeinen ihre Termitenhügel in den Boden gebaut sind und sie nur zur Nahrungsaufnahme zum Holz kommen.

Ernährung

Die Ernährung der Termiten basiert auf Zellstoff, der im Holz enthalten ist und den sie mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen abnagen und auf Flagellaten, die in ihrem Magen leben und den für die Termiten selbst unverwertbaren Zellstoff verdauen.
http://www.holzfragen.de/seiten/termiten.html#oben Die Protozoen Flagellaten leben in einer symbiotischen Verbindungund in Koexistenz mit Bakterien und Pilzen im Enddarm in der sogenannten Gärkammer, einem Beutel oder Darmdehnung der Termite.

Sie produzieren eine zähe, anaerobe Flüssigkeit. Die Termiten reissen Holzfasern mit den Chitinmandibeln ab, schlucken die Partikel und zerreiben sie nochmals auf Höhe des Thymus. Anschließend wandert das Holz weiter zum Magen oder Mitteldarm, wo es durch protein- (proteolitische) und stärkespaltende (amylolytische) Enzyme zersetzt wird. Von hier gelangt es in die Gärkammer, wo es die Protozoen mit ihrem Hinterleib aufnehmen. Das Zytoplasma der Protozoen greift den Zellstoff an, der durch anaerobe Gärung in Traubenzucker gespalten wird. Von diesen wiederum ernähren sich die Protozoen und wandeln ihn letztendlich in Essigsäure, kohlenstoffhaltiges Anhydrid und Wasserstoff um. Sowohl die Säure, wie auch der Traubenzucker werden von den Termiten aufgenommen und versorgen sie mit Energie. Neuere Studien untersuchen diese Art Holz abzubauen, um sie für mögliche Anwendungen in der Industrie und sogar für die menschliche Ernährung zu nutzen.

Die Soldaten werden proktologisch (Trophallaxis) ernährt. In dem Fall, dass das königliche Paar fehlt, ermöglichen diese Speichelabsonderungen das Verschwinden der Protozoen einer Arbeiterin und sie kann Eierstöcke entwickeln und Eier legen; dieses Phänomen wird als "Neotenie" bezeichnet.

Entwicklung

Die Entwicklung der Termiten durchläuft eine besondere Metamorphose. Das fruchtbare Weibchen bzw. die Königin legt Eier, die Nymphen, die verschiedene Entwicklungswege einschlagen können, zum Arbeiter, Soldaten oder sogar zum geschlechtlichen Individuum (Geschlechtstier).

Normalerweise wird eine Termitenkolonie in den ersten Entwicklungsstadien von einem einzigen ursprünglichen Paar von sexuell reifen geschlechtlichen Tieren, dem königlichen Paar, gebildet, die die Vorgänger von allen anderen Mitgliedern der Kolonie sind.
Während des ersten Jahres ihres reproduktiven Lebens legt die Königin nur wenige Eier, aber die Eierstöcke vergrößern sich mit der Zeit (schrittweise), wodurch sich der Körper verlängert und ausweitet. Als Konsequenz steigert sich die Fähigkeit, Eier zu legen, rasant und die Anzahl der Tiere in der Kolonie steigt schnell auf sogar mehrere Tausend.

Die Neotecnicos oder die sekundären Geschlechtstiere, die auf natürliche Weise oder gezwungenermaßen die Fähigkeit entwickeln, Eier zu legen und somit die primären Geschlechtstiere oder Könige der Kolonie ersetzen oder die gleiche Funktion einnehmen.
Dies findet statt, wenn eine bestimmte Anzahl von Termiten die königlichen Pheronome nicht mehr wahrnehmen. Dieses Phänomen ermöglicht es, dass eine Konolonie unendlich lange überleben kann und erklärt auch, warum die Satelitengruppen, isoliert vom zentralen Kern, neue Kolonien darstellen.

Besonderheiten
http://www.holzfragen.de/seiten/termiten.html#oben Man kann davon ausgehen, dass uns das Verhalten der Termiten noch recht unbekannt ist.
Da die Termiten Freiluft vermeiden und völlig isoliert von der Außenwelt leben (außer während des kurzen Hochzeitfluges), gibt es nach Aussen wenig Anhaltspunkte für ihre Anwesenheit im Holz, selbst wenn das Holz im Inneren bereits völlig vernichtet ist.


Um Luftzufuhr (die die dünne Haut der Insekten vertrocknen würde), das Eindringen von Licht und Feinden zu vermeiden (Ameisen, andere benachbarte Termiten, etc.) sowie um optimale Bedingungen von Feuchtigkeit und Temperatur der Kolonie aufrechtzuerhalten, versiegeln die Termiten die von ihnen benutzten Bereiche völlig gegen die Aussenwelt.


In der Tat hat sich gezeigt, dass die Luftfeuchtigkeit in den geschlossenen Galerien den Sättigungspunkt erreichen kann. Die bevorzugte Feuchtigkeit und Temperatur, welche Einflussfaktoren auf die Aktivität des Hauptteils der Termiten sind, begünstigen die Entwicklung von Fäulnis und anderen Pilzen im Holz.
Über die im Inneren vorherrschenden Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen hinaus verschaffen die von ihnen angelegten Galerien Raum für das Wachstum von Pilzmyzelien und erlauben auch die Entwicklung von Fruchtkörpern.
Somit kann die Zerstörung des Holzes durch Kollektivarbeit von Fäulnis und Termiten verursacht sein, wobei sich die holzzerstörenden Pilze weiterentwickeln können, auch wenn die Termitenkolonie längst verschwunden ist.


Im Fall, dass die Termiten in die Aussenwelt treten müssen, errichten sie "Lehmkanäle". Oft führen diese Wege ins Nirgendwo.""


So, jetzt erst mal genug Theorie, sobald ich die Kolonie abgeholt habe, melde ich mich wieder und wir kommen zur Praxis! ;)

Werde versuchen, mit meiner Digi-Cam einige erste Fotos zu machen und einzustellen, außerdem erstelle ich noch einen Diskussionsthread zum Thema. P.S.: Hier der link zum Diskussionsthread: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-disk.html

Bis bald und viele Grüße
stefan87
 


AW: Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 5. August 2010, 20:26

Sie sind da!

habe sie heute vom Postamt abgeholt,
war ziemlich aufgeregt beim auspacken, leben sie noch?, krabbeln sie wohlmöglich schon im Karton herum?

War aber alles Bestens!

Gut und sicher verpackt, ca. 60 muntere kleine Kerlchen, die einen sehr vitalen und neugierigen Eindruck machen.

Erste Eindrücke

Ich tippe mal, sie sind noch nicht lange in dem Formicarium untergebracht, es sind noch keine Kotspuren von ihnen am Plexiglas zu sehen, mit dem sie gegen den Lichteinfall und neugierige Blicke angehen.

Die Körper sind glänzend, sie wirken feucht und weich, auf jeden Fall empfindlich.
Ebenso war ihr Habitat gut befeuchtet, ein bißchen Kondenswasser am Plexiglas. Scheint mir optimal für die weitere Haltung zu sein.
Hauptsache, es bildet sich kein unerwünschter Schimmel.
Werde also vorerst nichts an der Feuchte ändern, allerdings habe ich mich dazu entschlossen, ihnen dazu nur destilliertes Wasser zu verabreichen, um nicht unnötig Kalk und andere Mineralien im Formi anzureichern.

Auch scheinen die Temperaturen zu passen, momentan tagsüber 28° Raumtemperatur, nachts nur wenig drunter :-(

Eine "Königin" konnte ich nicht entdecken, auch hat keines der Tiere einen größeren Hinterleib o.ä.
Aber das kann ja noch werden..... :-)

Die Kolonie hat aber 2 Soldaten!

Nicht nur gut erkennbar an ihren säbelförmigen Zangen sondern auch an ihrem Verhalten:
Bei Unruhe oder Nestbewegungen stürmen sie als erste aus ihrer Kammer vorran, etwas vor, ein bißchen Zucken, wieder etwas vor und so weiter.
Gefolgt von den Arbeiterinnen, denn die wollen auch wissen was los ist!

Überhaupt scheinen mir die Termiten sehr kommunikativ zu sein.
Immer wieder kehrender Körperkontakt und Vibrieren untereinander. Sehr interessant und beobachtenswert.

Habe auf die schnelle ein paar Schnappschüsse gemacht
Werde am Wochende etwas am Licht und der Auflösung neuer Fotos feilen und wieder berichten!

Viele Grüße



Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Zum Diskussionsthread: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-disk.html
stefan87
 


AW: Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 6. August 2010, 23:32

Termiten tapezieren!

Ja, da geht es schon los:

Das von Merkur vorhergesagte Zukleistern der Gänge hat schon (leicht) begonnen.
Zwar benutzen die Tiere weder ihren Kot noch irgendwelche hochgewürgten Substanzen dazu, sondern verwenden hierfür die feuchten Zellulose-Schnippsel, mit denen die Gänge im Formicarium gefüllt sind und den Termiten eigentlich als Nahrung dienen sollen.

Ich schatte das Formi daher, wann immer es geht, mit licht-un-durchlässiger Folie ab, um die Tiere vorerst nicht unnötig unter Zugzwang zu setzen.

Ansonsten herrscht ein reges Treiben in der Kolonie, alles bestens!

Absolut cool sind die beiden Soldaten, sie machen ihren Job hervorragend und stehen an den wichtigen Schlüsselpositionen!;
am Ausgang zur Arena und am Eingang zur Nistkammer, sie zucken und vibrieren bei Berührung mit den Arbeiterinnen wild herum, eine fantastische Kommunikation

Die Tiere scheinen mir eher nachtaktiv zu sein, auf jeden Fall haben sie sich in der gestrigen Nacht aus ihren Gängen in die Arena gewagt und diese ausgiebig erkundet, jetzt gerade im Moment sind sie auch wieder dort unterwegs.

Dieses Verhalten konnte ich tagsüber nicht beobachten.

Und das obwohl die Luftfeuchte in der Arena deutlich unter der Feuchte der Farm liegen muss.

Zugeschaltetes Licht hat sie aber weder zur Flucht bewegt noch sonstwie auffallend irritiert.

Angeblich sollen sie zwar blind sein, trotzdem erkenne ich bei genauem Hinsehen zwei Püncktchen, da, wo normalerweise die Augen sind! (Punktaugen) Gibt es für die Tiere immerhin noch die Möglichkeit, zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden?

Bis jetzt eine bequeme und unkomlizierte Haltung!
Umgebungs-Temperaturen: 24 - 28°C
Luftfeuchte im Habitat: gesättigt, 100%
Nahrung: schon reichlich vorhanden, Zelluloseschnippsel in den Gängen
Licht: am besten vermeiden!
Besonderheiten: im Moment keine, weder Schimmel, Krankheit, Gechlechtstiere, Ausbrüche, Eier etc......

Meine zwei größten Bedenken im Augenblick sind:

- ist die dem Becken zugesetzte Zellulose in den nächsten Wochen und Monaten tatsächlich eine vollwertige und ausreichende Nahrung für die Tiere?

- ich befürchte bei der hohen Temperatur und Luftfeuchtigkeit die Gefahr von (schädlichem!) Schimmel im Formicarium, sind die Tiere bei Befall dagegen gewappnet oder gar immun?
Muss ("guter") Schimmel, also Pilz sogar sein, um den Tieren die Nahrung vorher aufzuspalten oder wertiger zu machen o.ä.?

Ihr könnt gespannt auf die nächsten Fotos sein,
bis dahin viele Grüße.

Zum Disskusionsthread: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-disk.html
stefan87
 


AW: Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 8. August 2010, 12:34

Ein kurzer Zwischenbericht

Alles unverändert so weit, die Tiere sind agil und augenscheinlich gesund, sie tunneln jetzt auch bereits auch unter den Zellstoff-flocken.

Ist aber nicht weiter wild, wie ihr sehen könnt:

Bild


In diesem Bild könnt ihr auch einen der Soldaten entdecken, am Ausgang der Nistkammer:

Bild

Bin immer noch mit meiner Digi-Cam am experementieren, wegen mehr Zoom und Bildschärfe.
Werde weiter daran basteln....... :-)

Viele Grüße

Zum Diskussionsthread: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-disk.html
stefan87
 


AW: Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 8. August 2010, 16:54

Video

Und wer mag, kann sich hier:

http://www.youtube.com/watch?v=0lUoGq-Bpk0

ein kleines Video anschauen.
Gut zu sehen, wie wuselig und aktiv die Kleinen sind!
In der Mitte der Wohnkammer ist ein Soldat, erkennbar an seinen dunklen Zangen.

Der zweite Soldat verlässt am Anfang des Films gerade den Bildbereich nach rechts unten.

Auch wird in dem Filmchen deutlich, wie die Termiten schon anfangen, ihren Bau mit der vorhandenen Zellulose-flockung nach oben hin abzuschirmen (im Gang unterhalb der Wohnkammer).

Viel Spaß!

P.S.: Christian, danke für das Lob!

Zum Diskussionsthread: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-disk.html
stefan87
 


AW: Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 14. August 2010, 19:09

Tag 10

Soweit alles unverändert.

Die Tiere sind gesund und agil,
keine zu beobachtenden Krankheiten oder Todesfälle.

Glücklicherweise bis jetzt auch keine sichtbare Schimmelbildung im Termitarium, trotz der eigentlich schon sehr feuchten Haltung.
Bisher scheint sich noch keine der Arbeiterinnen / Larven auserkoren zu fühlen, die Rolle der zukünftigen Königin (ERGÄNZUNG: und des zukünftigen Königs) übernehmen zu wollen.
Die Termiten gleichen einander immer noch wie ein Ei dem Anderen (mit Ausnahme der Soldaten), ich habe noch keinerlei Veränderungen des Körperbaus einer Einzelnen oder eine Veränderung des Verhaltens wahrnehmen können.

Sie arbeiten weiterhin daran, das Plexiglas nach oben hin mit den Zellstoff-flocken abzudichten, wenn auch nur sehr zaghaft, da ich das Tunnel-Nest eigentlich immer mit schwarzer Folie abdunkel.
Lässt sich also immer noch alles prima beobachten!

Weil es so gut läuft, werde ich an den momentanen Haltungsbedingungen vorerst nichts großartig verändern,
hoffe, es werden sich bald zwei Geschlechtstiere herausbilden und die Kolonie wird anfangen, sich zu vermehren.

Soweit erst mal,
viele Grüße aus Spanien.

Meinungen und Fragen bitte hier: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-disk.html
stefan87
 


AW: Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 22. August 2010, 12:30

Es tut sich was....

Upps, das ging schneller als ich dachte!
Noch vor ca. einer Woche gab es (ohne Lupe) keine gravierenden Unterschiede zwischen den Arbeitern, doch bei meinem heutigen Blick in´s Termitarium nun das hier: (duch anklicken vergrößert sich das Bild in einem neuen Fenster)

Bild

Erste Auffälligkeiten:

- die Tiere bewohnen jetzt 2 Kammern, vorher haben sie sich hauptsächlich nur in einer Kammer aufgehalten.

- in der rechten Kammer befinden sich ausschließlich ganz normale Arbeiter / Larven in gewohnter und typischer Form.

- in der linken Kammer befinden sich, außer dem Soldaten (oberer Kreis) und einigen Arbeitern aber auch neuerdings deutlich gestrecktere Tiere, die sich optisch von den Arbeitern unterscheiden!

Es muss in den letzten Tagen bei einigen Termiten wohl zu Häutungen gekommen sein.

Sind das schon neue Geschlechtstiere?
Ich glaube, ja!
(ob männlich und/oder weiblich, wird sich noch herausstellen!)

Am auffälligsten sind diese Veränderungen bei den beiden Tieren im unteren Kreis der linken Kammer zu sehen:

veränderter Habitus, deutlich dunklerer Kopf, "gefiederte" Antennen, und extrem gestreckter Körper, außerdem "hängen" die beiden Racker gerne zusammen...... :-)

Jetzt fängt die Sache an, spannend zu werden.

Bin mit meiner Digi-Cam an die Grenzen gekommen, was die Auflösung meiner Fotos angeht, ich denke mal, jetzt muss schnellstens ein Auflicht-Mikroskop oder ähnliches her,
mit 10-20facher Vergrößerung sollte zukünftig schon einiges mehr zu erkennen sein.

Soweit erst mal,
Fragen oder Meinungen bitte hier: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-diskussionsthread-von-stefan87.html

Viele Grüße!
stefan87
 


AW: Termiten - ein Haltungsversuch! (Reticulitermes grassei)

Beitragvon stefan87 » 27. August 2010, 21:23

Die zweite Kolonie (B-Kolonie) ist heute gekommen!


Dieses mal war aber etwas anders: Roberto (der Besitzer vom spanischen Ameisenladen) hat die Termiten nicht schon ins Termitarium einziehen lassen, sondern sie in einer kleinen Petri-Schale beigelegt:

Bild

Der Blick in die Schale vermittelt einen (un)guten Eindruck davon, wie die Tiere sich im wahrsten Sinne des Wortes tatsächlich "zuscheißen" können und dadurch eine Beobachtung so gut wie unmöglich machen.

Das zeigt mir, das mein Haltungsbericht in nicht all zu ferner Zukunft mal genau aus diesem Grunde enden wird....
Naja, vielleicht gibt es ja noch andere Optionen...

Hier eine Nahaufnahme der Situation, ihr könnt die Fotos durch anklicken vergrößern. Hoffe, bei Sahal funktioniert das mittlerweile auch. ;-)

Bild

Habe die geöffnete Schale eben in die Arena gesetzt und das ganze dann abgedeckt, mal schauen, ob sie morgen schon umgezogen sind.....

Werde am Wochende außerdem mal wieder einen Blick in die A-Kolonie werfen, wenn sich dort etwas Neues getan haben sollte, berichte ich!

Bis dahin,
viele Grüße!

Meinungen und Fragen bitte hier: http://www.ameisenforum.de/andere-insekten-spinnentiere/40615-termitenhaltung-diskussionsthread-von-stefan87.html
stefan87
 


Nächste

Zurück zu Andere Insekten & Spinnentiere

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder