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Frederick: Terrarienpflanzen (5. April 2017, 09:29)

Hallo liebe Ameisenfreunde,

da mir der Wissensteil persönlich schon oft geholfen hat und mir sehr gut gefällt, versuche ich selber einen Teil beizutragen, indem ich im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür Beiträge verfasse.
Obwohl einige Links im "Wissen" tot sind und auch noch einiges fehlt, ist die Fülle an Informationen, die derzeit schon abgerufen werden kann, erstaunlich.

Derweil habe ich es mir in den Kopf gesetzt, eine Liste mit möglichen Pflanzen zu erstellen, die sich für die Terrarienhaltung, speziell die Ameisenhaltung, eignen:

https://www.ameisenforum.de/terrarienpflanzen-t55950.html

Wie iIhr vielleicht bemerkt, ist diese Liste noch sehr unvollständig. Auf der einen Seite schreibe ich natürlich alles in meiner Freizeit und das Recherchieren alleine kostet viel davon, auf der anderen Seite aber habe ich bei vielen Pflanzen selber keinerlei praktische Erfahrung, was die Pflege in Terrarien/semi-geschlossenen Systemen angeht.
Vor allem was Kakteen, Sukkulenten, Ameisenpflanzen, etc. angeht, tappe ich leider im Dunkeln.
In unmittelbarer Arbeit befinden sich momentan noch: (sub-)tropische Grünpflanzen und Orchideen.

Daher möchte ich Euch hier in diesem Thread zur tatkräftigen Mitarbeit aufrufen - mit welchen Pflanzen habt ihr experimentiert, welche haben sich bewährt, wo gab es Probleme, wie war/ist die allgemeine Pflege (und der Pflegeaufwand?).
Welche Pflanzen wünscht Ihr Euch für die Liste, die Ihr noch nicht selber in Pflege hattet?
Ich würde Eure Vorschläge aufgreifen, eventuell in einer "Maske" zusammenfassen und, falls nötig, auch etwaige Unstimmigkeiten ansprechen.
Ebenso möchte ich Euch bitten, Fehler meinerseits anzusprechen.

Ich hoffe auf rege Mitarbeit und bis dahin wie immer liebe Grüße ;)
Frederick

Kalinova: Re: Terrarienpflanzen (5. April 2017, 14:26)

Tillandsien habe ich (allerdings erst seit 2,5 Monaten) in Verwendung. Wichtig wäre hier der Hinweis, dass man deutsche/europäische Nachzuchten kaufen sollte, denn es gab bei diesen Pflanzen wohl einen ordentlichen Raubbau an der Natur.
Sie sollten auch mit kalkarmen Wasser besprüht werden da der Kalk sonst die Saugschuppen verstopft. Eine Befestigung mit Heißkleber(wird wohl häufig so gemacht) ist auch nicht ratsam da die Pflanze durch die hohe Temperatur schaden nehmen kann.
Was die Giftigkeit bzw die Verträglichkeit für Ameisen kann ich nicht viel beisteuern, die meisten Arten sind vermutlich unbedenklich.
Vielleicht hat jemand noch längerfristige Erfahrungen damit.


Toll was du da wieder schreibst :clap:

Saskia80: Re: Terrarienpflanzen (10. Dezember 2017, 13:32)

Also ich möchte später bei der Haltung gerne auch lebende Pflanzen verwenden. Ich schaue gerade auch nach Pflanzen die gut in ein Wüste-/Steppebecken passen würden. Die vorher angesprochenen Tillandsien erscheinen mir auch am besten geeignet. Sukkulenten und Kakteen könnten aber vielleicht auch eine Option sein. Ich möchte jedoch nicht, dass sich die Tiere bei Pflanzen mit tieferen Wurzeln darunter eingraben.

Mir ist da eine Idee gekommen: Bei Pflanzen mit feinen Wurzeln könnte man die vielleicht auf einen Hohlkörper pflanzen der mit einem Schutzgitter (z.B.: https://www.antstore.net/shop/de/Bauteile/Gitter/Schutzgitter-Fiberglas-weiss-Mw-1--2mm---10cm-x-100cm.html abgedeckt ist. Sodaß die Wurzeln durch das Gitter wachsen könnten und das Ganze dann nur noch mit einen dünnen Bodenschicht/Steinchen für die Optik überdecken. Hat da jemand mal etwas in der Art versucht?

Mich würde auch interessieren ob Ameisen die Pflanzen eventuell auch anknabbern. Manche austretende Säfte (z. B. Wolfsmilch) könnten da unvorteilhaft sein. Gibt es da Erfahrungen?

Nachtrag:
Ich habe hier seit ein paar Jahren einen Kaktus (der Artenname ist mir nicht bekannt) auf einer Fensterbank stehen. Der bekommt gerade 2 neue kleine Seitentriebe und ich überlege, ob ich daraus Ableger mache könnte und dann versuche die auf so ein Gitter zu pflanzen. Allerdings habe ich ihn nie umgepflanzt und ich weiß deshalb nicht wie dick das Wurzelwerk ist. Hier ein Bild der Pflanze:

Saskia80: Re: Terrarienpflanzen (10. Dezember 2017, 14:59)

Jetzt hat mich das doch interessiert und ich habe über Google die Pflanze wahrscheinlich gefunden.

Es ist vermutlich eine Madagaskarpalme: http://www.zimmerpflanzen-portal.de/madagaskarpalme-pachypodium-lamerei/

Die ist innen tatsächlich sehr giftig - gut zu wissen. (Hundsgiftgewächs)

Die Wurzeln die aus dem Untertopf raushängen sind ungleichmäßig 1-2mm dick.

Basti87: Re: Terrarienpflanzen (10. Dezember 2017, 19:02)

Will ich mich auch mal zu wort melden.
Im großen und ganzen können wir so ziemlich alle Pflanzen verwenden die wir so kaufen können. Darauf ist nur zu achten das diese nicht gespritzt sind, was leider sehr oft der fall ist.
Mann muss halt drauf achten das die Pflanzen keine Wurzelpfäule bekommen, durch staunässe zb.
Wegen der giftigkeit von manchen Pflanzen würde ich mir nicht so den Kopf machen, die kleinen wissen meist besser über ihr Umfeld Bescheid als wir.
Ich mache es meist so das ich mich über die Herkunft der Ameisen kundig mache und dann die Pflanzen nach der Region aussuche wo die Ameisen leben, hatte somit nie Probleme mit Pflanzen im Terrarium.

Pflanzen durch ein Fliegengitter wachsen zu lassen ist kein Problem. Die Wurzeln wachsen einfach durch und das Gitter verwächst sich einfach mit den Wurzeln.
Sieht man ab und an bei Bäumen gut die neben einer Kuhweide stehen, wo der Stacheldraht mit im Baum eingewachsen ist.

Gruß Basti

Saskia80: Re: Terrarienpflanzen (10. Dezember 2017, 19:33)

Ich glaube im Terrarium würde ich mehr auf das Besprühen mit der Sprühflasche setzen und sie nur wenig gießen. Die Pflanzen können die Feuchtigkeit ja dann über die Blätter und auch über den Stamm aufnehmen.

Safiriel: Re: Terrarienpflanzen (10. Dezember 2017, 19:59)

Ich hatte mal einen Versuch mit Pflanze und Folie bzw. Gummidichtung. Da haben sich die Ameisen genau an der Stelle des Stängels durchgebissen.
Ich halte inzwischen nur noch zwei Arten von Pflanzen für ameisengeeignet:
Welche die komplett im Wasser stehen können wie Bambus oder Papyrus, ist das Wasser zugleich Tränke.
Und solche, die keine Erde benötigen, wie einige Orchideen und eben Tillandsien. Hierfür gibt es inzwischen Pflanztöpfe aus durchlässigem Ton, die einen Baumstamm simulieren. Die Pflanze wird einfach aufgebunden und der Topf wie eine Vase befüllt.
Ohne Ameisen habe ich seit 6 Monaten einen Testlauf mit Moos, Tillandsie und Orchidee. Die Tillandsie ist tot, das alte Moos verkümmert, dafür wächst neues. Die Orchidee hat zunächst nach der Blüte eine Ruhephase eingelegt und bekommt nun ein neues Blatt.

Basti87: Re: Terrarienpflanzen (11. Dezember 2017, 08:07)

@ Safiriel
Haben sie sich durch die Pflanze oder durch die Folie gebissen?

Safiriel: Re: Terrarienpflanzen (12. Dezember 2017, 22:57)

Durch die Folie. Den meisten Ameisen traue ich inzwischen aber auch zu, sich durch eine Pflanze zu beißen, wenn sie Baumaterial oder Freiheit wittern.

Basti87: Re: Terrarienpflanzen (13. Dezember 2017, 08:06)

Ah ok.
Ich nehm immer dieses Fliegengitter aus Aluminium und nehme einen Draht, mit dem ich das Gitter am Stängel der Pflanze befestige. Bei Bedarf wenn die Pflanze wächst lockere ich ihn etwas.
Klappt ganz gut und bisher keine Probleme gehabt.
Gruß Basti


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