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Saskia80: Blutige Anfängerin (13. November 2017, 17:22)

Hallo liebe Forumleser,

ich bin die Saskia und ich möchte im kommenden Jahr nach der Winterruhe eine neue Ameisenkolonie in meinem Heim gründen. Die Zeit bis dahin möchte ich nutzen um mich vorher gut zu informieren und vorzubereiten.

Eine Wunsch-Ameisenart habe ich mir bereits ausgesucht: Camponotus vagus

Es ist keine der empfohlenen Einsteigerarten und ich habe auch bereits gelesen, dass die Koloniegründung bei den größeren Ameisenarten sehr lange dauert und dort erst einmal so gut wie nichts passiert. Zudem benötigt diese Art zusätzliche Wärmequellen. Das sind durchaus gute Gründe eine andere Ameisenart zu wählen, aber missfällt auch der Gedanke nun 2-3 Jahre eine andere Art irgendwann vor die Tür zu setzen, um dann Platz für die Ameisenart zu haben, die ich eigentlich von Anfang an haben wollte. Die Koloniegründung wird auch nicht kürzer, wenn ich vorher eine andere Ameisenart hatte. 2 Arten gleichzeitig/parallel zu halten ist hier keine Option für mich. Immerhin ist eine europäische Art und sie lebt auch in Deutschland (zwar selten – aber immerhin). Somit ist es auch kein totaler Exot.

Warum ich mir diese Art ausgesucht habe?

Nun ich wünsche mir eine europäische Camponotus Art. Ich finde Camponotus vagus wunderschön. Die Volksstärke ist etwas kleiner als bei den für Anfänger empfohlenen Camponotus-Arten: ligniperdus und herculeanus

Für den Anfang hatte ich mir gedacht, dass es besser ist eine kleine Arena und ein kleines Nest anzuschaffen. Da dachte ich an ein gängiges Starterset mit getrennter Arena und einer Farm. Welche Größe sollte die Arena und das Nest für die ersten beiden Jahre haben? Eigentlich möchte ich der Kolonie so viel Platz wie möglich zur Verfügung stellen. Aber dadurch dass ich gelesen habe, dass die Koloniegründung am Anfang sehr langsam ist, dachte ich mir, dass ich sie so besser beobachten kann. Wenn die Kolonie etwas größer geworden ist, würde ich sie dann in etwas Größeres umsiedeln lassen. Sie sind wohl ganz scharf auf Korknester. Deshalb möchte ich Ihnen dann auch eine Farm mit Kork geben, auch wenn ich schon gesehen habe, dass es nicht zwingend Kork sein muss. Mir gefällt zudem auch, dass die Ameisen sich selber eigene Kammern und Gänge in Kork bauen können. Da habe ich auch eine Nest-Idee für die Zukunft im Kopf:

Ich hoffe das kann man so realisieren. Ich würde nämlich gerne ein rundes Nest bauen. Sodass sie sich praktisch in einem kleinen Miniaturbaumstamm befinden. Das Nest bauen wollte ich beispielsweise mit einem Acrylzylinder bauen:

https://www.antstore.net/shop/de/Formicarien---Nester/Acrylglas-Formicarien/Acrylglas-Zylinder/#178

und da dachte ich mir ich könnte da vielleicht so runde Korkplatten (evtl. Tassenuntersetzer aus Kork oder so) stapeln. Die ersten Kammern würde ich dabei selber reinmachen, damit sich die Kolonie überhaupt erst einmal ansiedeln kann. Den größten Teil würde ich unbearbeitet lassen, damit sie sich ihre Gänge und Kammern so anlegen können wie sie das möchten. Naja nicht ganz – ich möchte ja auch Einsicht in das Nest haben. Deshalb dachte ich mir, dass ich die Mitte der Scheiben rausschneide und sie dann praktisch wie Ananasscheiben aussehen. Das Loch in der Mitte könnte ich dann mit einem anderen Material füllen (eventuell Gips oder ein Kunststoffröhrchen).

Naja das ist so mein erster Plan als blutige Anfängerin. Ich hoffe, dass es kein schlechter Plan ist.

Für Ratschläge, Links und Tips wäre ich dankbar. Ich hoffe, dass ich nun nicht zu doll gepöbelt werde, weil ich mir nicht Lasius niger ausgesucht habe.

Grüße Saskia

Moudebouhou: Re: Blutige Anfängerin (13. November 2017, 17:45)

Hallo Saskia und willkommen im Forum!
Du hast schon super geplant, mit der nötigen Geduld (die bei Camponotus vagus wirklich groß sein muss ^^) sind alle deine Pläne gut. Die ersten beiden Jahre solltest du sie in ihrem Reagenzglas wohnen lassen (Wenn du nur mit Königin anfängst, du kannst dir natürlich gleich ne kleine Kolonie kaufen, dann hast du schneller was zu beobachten), das reicht aus und man kann keine Fehler bzgl. Befeuchtung machen (wenn die Kolo groß genug ist, regelt sie das dann eh selber). Tatsächlich kann man nämlich zu viel Nestplatz anbieten, dann laden sie im Nest ihren Müll ab und es bestünde Schimmelgefahr. Aber wenn du sie den größten Teil selbst buddeln lässt (ich würde wenn überhaupt nur eine Kammer vorbauen), kann das natürlich nicht passieren. Das Loch in der Mitte würde ich mit einem möglichst groben (damit sie sich nicht da einbuddeln), aber wasserspeicherndem Material füllen.
Hast du eigentlich auch drüber nachgedacht, einfach morsches Holz zu nehmen? Das ist wesentlich authentischer und lässt sich auch super bearbeiten.

LG,
Moudebouhou

Saskia80: Re: Blutige Anfängerin (13. November 2017, 18:03)

Hallo Moudebouhou,

vielen Dank für die Willkommensgrüße.

Über Holz habe ich nachgedacht und ich hatte auch etwas im Internet nach selbst gebauten Holznestern gesucht. Die die zunächst gefunden hatte, hatten leider wegen Schimmelbildung nicht funktioniert. Ich hatte dann irgendwo auch gelesen, dass von Holz generell wegen Schimmel abgeraten wird und man lieber Kork nehmen soll. Deshalb habe ich nicht weiter in diese Richtung geschaut.

Bei der Startkoloniegröße bin ich mir noch nicht ganz sicher. Auf der einen Seite ist es natürlich megacool bei den ersten Eiern und Larven dabei zu sein. Aber da ich keinerlei Erfahrung mit Ameisen habe und ich auch ein paar Haltungsberichte gelesen habe, wo die Königin ihre erste Brut frisst... werde ich es vielleicht lieber mit ein paar vorhandenen Arbeiterinnen versuchen.

Gruß Saskia

Masti: Re: Blutige Anfängerin (13. November 2017, 18:42)

Ich habe erst dieses Jahr mit der Ameisenhaltung begonnen und kann dir sagen, dass mehrer Völker zu halten ,besonders in der Gründungsphase, einfach ist und garnicht so viel Platzt benötigt, falls du es dir doch noch überlegen willst.

Ansonsten viel Glück mit deiner kolonie im Frühjahr

Kalinova: Re: Blutige Anfängerin (13. November 2017, 22:49)

Ich habe erst dieses Jahr mit der Ameisenhaltung begonnen und kann dir sagen, dass mehrer Völker zu halten ,besonders in der Gründungsphase, einfach ist und garnicht so viel Platzt benötigt, falls du es dir doch noch überlegen willst.

Ansonsten viel Glück mit deiner kolonie im Frühjahr

Die Frage ist nur wie viel Platz und Fürsorge die Kolonien in 3-4 Jahren benötigen. C. vagus kann laut Artenbeschreibung recht stattliche Kolonien bilden nimmt man noch die Körpergröße der einzelnen Individuen dazu nimmt das Nest schon einiges an Platz ein und dann muss ja auch noch eine Arena Platz finden. Ich finde den Ansatz schon ganz gut, abhängig von Platz, Zeit und auch den finanziellen Möglichkeiten die Anzahl der gehaltenen Kolonien nicht zu umfangreich zu wählen. Ich halte auch nur eine Kolonie und bin damit voll zufrieden. :)

Gruß Kalinova

Serafine: Re: Blutige Anfängerin (14. November 2017, 01:14)

Ein 30x200mm Reagenzglas als erstes Nest (wenn das RG in dem sie kamen austrocknet) hat sich bei mir für Camponotus sehr bewährt.
Wenn man beim befüllen aufpasst (vorher Hände waschen, saubere Watte aus der Apotheke, sicherstellen dass keine Luftblase im Wasser-Reservoir ist) und den Eingang mit einem Wattepfropf und Strohhalm größtenteils abdichtet (Strohhalm muss so groß sein dass auch die Königin durchpasst, Partystrohhalme aus dem 1€-Laden (die fürs Sangria-Eimersaufen) passen perfekt), dann hält so ein zu 2/3 befülltes Reagenzglas 8-12 Monate (oder mehr).
Glas.jpg

Bonustip: Wenn man das zum ersten Mal macht frisch befüllte Reagenzgläser am besten erstmal eine Nacht über auf einem Handtuch probeliegen lassen, nicht dass sie auslaufen und die Arena überschwemmen oder die Ameisen nasse Füße bekommen (so wie bei mir, da wars zum Glück nur ein frisches Alternativ-RG, nicht das in dem die Ameisen saßen).

Saskia80: Re: Blutige Anfängerin (14. November 2017, 11:17)

@Masti & Kalinova

Man sollte schon ein paar Jahre in die Zukunft planen finde ich. Es soll ja ein Langzeitprojekt sein und wie ich gelesen habe können Königinnen 20+ Jahre alt werden. Deshalb ist mir die langsame Anfangs-Entwicklung der großen Ameisenarten auch sehr sympathisch. Ich hatte mal ein paar Jahre ein Zwerggarnelenaquarium und habe deshalb auch großen Respekt vor großen Bevölkerungsexplosionen. Bei mehreren Kolonien ist für mich die Gefahr noch deutlich größer, dass etwas sich so entwickelt wie ich es nicht möchte. Die Bevölkerungsgröße wäre auch für mich jetzt noch der Punkt warum ich mich bis zum Frühjahr vielleicht doch noch für eine andere Ameisenart entscheiden könnte. Da muss ich mich noch etwas informieren und einlesen. Ein bißchen Platz habe ja schon für die Kolonie… ich habe einen kleineren Raum wo die Ameisen ungestört wären und dort ist ein Schreibtisch 200x90cm den die Ameisen theoretisch haben könnten und an beiden Seiten des Tisches ist jeweils noch ein Highboard 45x40cm. Aber das ich so viel Platz zur Verfügung stellen kann, heißt nicht automatisch, dass ich auch so viel möchte. Die Koloniegröße bei Camponotos vagus soll bei 1000-4000 liegen und manchmal sollen es bis zu 10000 Tiere werden. Die Arbeiterinnen werden 6mm-13mm groß. Was würdet ihr schätzen, wie viel eine ausgewachsene Kolonie an Platz benötigt?

@Serafine

Vielen Dank für die Anleitung! Eine Frage habe ich dazu. Sie benötigen ja zusätzliche Wärme. Wie sollte ich das am besten machen, wenn Sie im Reagenzglas wohnen? Sollte ich da eine von diesen Heizmatten in der Nähe befestigen oder sollte ich da vielleicht mit einer Wärmelampe arbeiten?

Kalinova: Re: Blutige Anfängerin (14. November 2017, 12:32)

Es ist wirklich kaum zu sagen wieviel Platz die Tiere benötigen, denn es gibt zuviele Faktoren. Bei der Arena hängt es hauptsächlich von der Aktivität der Tiere ab, je nach Deko kann man die Lauffläche vergrößern aber als Halter möchte man die Tiere ja auch beobachten.

Viel schwieriger ist es dann noch Nestplatz anzugeben, denn es kommt auf die Art des Nestes an und natürlich auf die (ich nenne es mal) "Nutzfläche". Was ich machen kann, ist dir ein Beispiel geben. Hier ->Klick<- siehst du den Beitrag vom Nestbau meiner Kolonie (Arbeiterinnen Größe ist mit der von C. vagus quasi identisch, daher ein guter Vergleichswert), inzwischen ist die Kolonie gut gewachsen und ich kann in etwa Abschätzen das das Limit für das Nest wohl bei ca. 1000-1200 Arbeiterinnen liegt.
Ich habe bereits Überlegungen zu einer anderen Nestart bei der ich viele Tiere auf möglichst wenig Raum unterzubringen hoffe. Natürlich werde ich davon auch hier im Forum berichten, aber erstmal muss das Nest gebaut werden :rolleyes: .
Um eine gute Vorstellung zu bekommen, ist es auch hilfreich verschiedene Haltungsberichte zu lesen. Da kann man auch nebenbei oft noch den einen oder anderen Kniff abschauen.

Gruß Kalinova

Serafine: Re: Blutige Anfängerin (14. November 2017, 14:25)

Die Koloniegröße bei Camponotos vagus soll bei 1000-4000 liegen und manchmal sollen es bis zu 10000 Tiere werden. Die Arbeiterinnen werden 6mm-13mm groß. Was würdet ihr schätzen, wie viel eine ausgewachsene Kolonie an Platz benötigt?
Meine Camponotus barbaricus (etwas größer als C. vagus, ca. 7-18mm), sitzen im Moment ein einem 18x18x2cm-Nest, und füllen es so ungefähr zur einem Drittel aus (ca. 400 Arbeiterinnen, wobei 50-80 davon immer im Wasser-RG sitzen). Würde sagen insgesamt sollten da etwa 1000 Ameisen reinpassen (mit der Brut dürfte es dann allerdings etwas eng werden).
3.jpg

Ein Nest von ca. 40x40cm Grundfläche (oder zwei von 40x20) sollte mit einer ausgewachsenen Kolonie C. vagus eigentlich ganz gut zurecht kommen - bei höherer Kammertiefe (z.B. 4cm) erhöht sich das natürlich nochmal so um 25-50% (je nachdem wieviel Wändfläche es hat), da die Ameisen auch an den Wänden sitzen können - im Extremfall läuft es vielleicht auf 2 Nester mit ca. 50x30cm Kantenlänge raus (gute Platzeffizienz im Nest vorausgesetzt), die man bei guter Bauweise sogar mit etwas Abstand übereinander stapeln kann (da würde es selbst dann nicht grob mehr Platz verbrauchen, wenn noch ein drittes Nest oben drauf käme).

Keine Ahnung wie das bei einem Holzblock in einem Acrylzylinder oder -becken aussähe, vermute aber mal die Dimensionen dürften recht ähnlich sein. Den Anschluss für das Wärmekabel muss man dann entweder irgendwie improvisieren oder man macht es rein über Wärmelampen (die Arbeiterinnen können beim Sonnenbad Wärme aufnehmen und die später im Nest als Infrarotstrahlung an die Umgebung abgeben).

Ameisen können sich allgemein erstaunlich gut stapeln und verbrauchen weniger Platz als man denkt. Die Arenen sind da eher das Problem, die kann man nämlich meist nicht aufeinanderstapeln (aber immerhin kann man den Schlauch zweimal um das Becken wickeln um effektiv größere Laufstrecken für die Ameisen zu schaffen und kleine, leichtere Arenen auf Regale über dem Hauptbecken stellen).


@Serafine

Vielen Dank für die Anleitung! Eine Frage habe ich dazu. Sie benötigen ja zusätzliche Wärme. Wie sollte ich das am besten machen, wenn Sie im Reagenzglas wohnen? Sollte ich da eine von diesen Heizmatten in der Nähe befestigen oder sollte ich da vielleicht mit einer Wärmelampe arbeiten?
Ich würde Ameisen im Reagenzglas ehrlich gesagt garnicht beheizen und stattdessen eher zusehen, dass der Ort an dem sie liegen (Winterruhe ausgenommen) allgemein warm ist (so 24-28°C, je nach Wetterlage).
Bei Heizmatten und -kabeln in Kombination mit Reagenzgläsern riskiert man immer Überhitzung (Stauwärme in RGs kann wirklich extrem werden) und Kondensation (selbst als ich das mit einem geknickten Pappzettel abgedeckte große RG mit ner Wärmelampe bewärmt hab bildeten sich da Kondensationstropfen, besonders bei Erwärmung von unten (Heizkabel, Heizmatte) kann das bis zur Überflutung gehen).
Was sich bei mir ganz gut bewährt hat war eine Wärmelampe auf einen Punkt ca. 10-15cm vor dem abgedeckten RG zu richten, so dass der Eingangsbereich des RGs noch was abbekommt - die Ameisen lagern dann die Puppen im Strohhalm und sitzen oft selbst am Eingang um ein Sonnenbad zu nehmen.

Hat man erstmal ein Nest ist das ganze dann ziemlich einfach, viele Nester haben mittlerweile Vorrichtungen um Wärmekabel anzubringen (mein 3D-Druck-Nest beispielsweise hat ein externes Modul für ein Heizkabel (15W), dass man statt einem "Tor" mit Schlauchanschluss anbringen kann, das erwärmt dann die komplette Seite des Nest, hab das an eine Seite montiert und auf der anderen Seite mit etwas Vinylschlauch als Halterung ein Reagenzglas mit Wasser angebracht - das bewährt sich sehr gut, da die Ameisen so die junge Brut an der Wasserquelle einlagern können, was sie auch oft und gern tun).
Nest Text.JPG
14.jpg

Bei einem Holzblock im Becken/Zylinder könnte man einfach an eines der Schlauchportale ein abgedecktes Reagenzglas mit Wasser anschließen (ggf. mit etwas abgedecktem Schlauch der ins RG ragt), das sollte auch gut funktionieren.

Maddio: Re: Blutige Anfängerin (14. November 2017, 18:56)

Hi Saskia,

ich halte seit 2015 Camponotus vagus , es sind wirklich wunderschöne Ameisen und beeindruckend groß.

Ich möchte dir meinen Haltungsbericht ans Herz legen, da kannst du erfahren, wie die ersten Schritte bei dieser Art ablaufen können:

https://www.ameisenforum.de/camponotus-vagus-maddio-s-haltungserfahrungen-t56030.html


Und ich würde dir definitv ein Holz- bzw. Korknest nahelegen, denn C. vagus nistet so gut wie immer in diesen Materialien. Das in der Haltung zu realisieren ist überhaupt kein Problem, denn C. vagus gehört zu den wenigen Ausnahmen, die auch in einem staubtrockenen Nest gut gedeihen. Und dann gibt es auch keine Probleme mit Schimmel. Ich würde dir sogar eher zu einer anderen Art raten, wenn du ihnen kein Holz-/Korknest zur Verfügung stellst!

Bis zu einer Größe von ca. 20 Arbeiterinnen solltest du sie im RG halten, danach kannst du ihnen bedenkenlos ein trockenes Holz-/Korknest anbieten; sie werden schnell ihrer Vorliebe nachkommen und es beziehen. Trinkwasser brauchen sie natürlich trotzdem, in Form einer Wassertränke in der Arena.

Eine Heizmatte ist bei dieser Art durchaus angebracht, sie sind ausgesprochen wärmeliebend.

Alles in allem ist Camponotus vagus genauso schwer oder genauso leicht zu halten, wie die meisten anderen Arten auch. Du solltest aber auf einen guten Ausbruchschutz achten, die Tiere können wie gesagt in Holz nisten, und können auch Bauschäden verursachen wenn es richtig blöd läuft. Also besser gar nicht erst entkommen lassen ;).


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