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Mike: Pheidologeton diversus Problem (2. Januar 2006, 23:58)

Hallo zusammen

Ich hätte da mal ein paar fragen und zwar halte ich Pheidologeton diversus jetzt ca. 1 Jahr und sie hatten sich prächtig entwickelt und bald schon wurde das Formikarium das eine Fläche von 25x15 cm hatte zu klein und ich hatte alles vorbereitet für den Umzug.
Jedoch war die Talkumschicht soweit weg das sie einen Weg fanden und ich sie trotz Deckels mit Sieb nicht mehr im Gefäß halten konnte da das Teesieb ungleichmäßig große Löcher hatte die sie zum Ausbruch benutzten.

Meine Lösung war sie erst mal in den Keller zu stellen bei ca.16 Grad und sie etwas abkühlen zu lassen um sie dann am nächsten Tag in das neue Formikarium umzusiedeln.
Leider waren 8 Stunden für fast alle Arbeiterinnen tödlich und nur die größeren(Minor und kleine Major) haben alle überlebt.
Ich denke mal so ca. 1000 Arbeiterinnen sind dabei draufgegangen und das war mein erster großer Rückschlag seit ich Ameisen halte und ein sehr trauriger Tag.

Soviel zur Vorgeschichte und jetzt zu meinem Problem.
Das ist jetzt 3 Monate her und sie erholen sich einfach nicht richtig obwohl alles perfekt(24-28 Grad und ca70% Luftfeuchtigkeit) ist und ich langsam nicht mehr weis was ich machen soll.

1,Könnte es sein das durch die vielen Soldaten( ca.50 ) die übrig geblieben sind die Arbeiterinnen total überlastet sind und nicht mehr nachkommen und es deswegen zu wenig Arbeiterinnen gibt?

2.Konnte auch bei meinem Blick gestern sehr wenig Larven sehen ,vielleicht fressen die großen den Nachwuchs weil die Arbeiterinnen nicht genügend zum fressen ins Nest tragen?

3.Sollte ich versuchen einen Teil der Soldaten zu vernichten um somit ein Gleichgewicht herzustellen oder würde nachwuchs eines andere Halters angenommen werden?

Bin mir nicht sicher ob mir jemand helfen kann aber schon mal danke.
Gruß Mike

Frey: (3. Januar 2006, 01:24)

Hallo,

die Soldaten verbrauchen viel Energie, deshalb ist es meistens besser bei solch starken Rückschlägen die Soldaten rauszunehmen.
Es kann sein das durch die vielen Soldaten und wenig Arbeiterinnen die Königin/nen nicht richtig versorgt werden.

Warte aber damit noch bis mein Post von anderen Haltern bestätigt wird, ich hoffe es hilft dir und ich wünsche dir viel Glück.

fab: (3. Januar 2006, 04:21)

trotz allem sterben die arbeiter nicht nach 8 stunden bei 16 grad, da muss irgendwas anderes schief gelaufen sein.. manche kolonien / arbeiter werden ja auch zu noch kühleren temperaturen verschickt und überleben das ganze ohne jegliche verluste, auch ohne heizkissen und sind dabei immer zwischen ein bis zwei tagen unterwegs.

Mathis Funke: (3. Januar 2006, 12:06)

Hallo,

ich hatte vor nicht allzu langer Zeit ein ähnliches Problem! Innerhalb von ein paar Tagen sind alle fast Arbeiter ohne ersichtlichen Grund eingegangen! Daraufhin hab ich erstmal hier gefragt was ich machen kann und dann versucht neue Arbeiter zu bekommen (alles leider erfolglos)! Ich denke wenn du deine Kolonie einige neue Arbeiter hinzufügst wird sie sich wieder berappeln! Am besten du fragst mal bei Mario Dejung (Foren Nick = Würmchen) vielleicht verschickt er jetzt wieder welche! Oder du fragst Gerhard Kalytta der kennt jemanden der dir wahrscheinlich helfen kann!

Mfg Mathis

Mike: (3. Januar 2006, 15:22)

Danke schon mal und werde Würmchen mal kontaktieren

Heimameise: (5. Januar 2006, 09:53)

>trotz allem sterben die arbeiter nicht nach 8 stunden bei 16 grad, da muss irgendwas anderes schief gelaufen sein.. manche kolonien / arbeiter werden ja auch zu noch kühleren temperaturen verschickt und überleben das ganze ohne jegliche verluste, auch ohne heizkissen und sind dabei immer zwischen ein bis zwei tagen unterwegs.<


Beim Transport sind sie aber in einem Reaglas verpackt. Wenn sie im (offenen?) Formicarium stehen, wird bei einer Temperaturabsenkung die Luftfreuchtigkeit stark zurückgehen. Meine Theorie ist da schon seit längerem, dass es deswegen die meisten Todesfälle gibt. 70% finde ich gerade ausreichend, wenn man bedenkt wie hoch sie in ihrem Ursprungsland ist.
Ich würde ausserdem immer Erde als Boden benutzen. Als ich den Kies bei meinen durch Gartenerde auswechselte, blühten sie richtig auf, obwohl sie schon vorher ein Erdnest hatten, in dem sie lebten.

Bei mir hatte eine Aufnahme von anderen Arbeiterinnen nicht geklappt. Sie legten ein eigenes Nest an und gelegentlich kam es zu Rangeleien, teilweise mit Todesfolge. Als die dazugesetzten Ameisen immer inaktiver wurde und schließlich eingingen, lebte die eigentliche Kolonie auf.
Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich immer Pheidologeton diversus ist, die da eingeführt ist. Wer weiß schon, wieviele ähliche spec.-Arten es in Asien gibt, und wer kann diese bestimmen??