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deXXXa: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (14. Mai 2007, 10:53)

Hallo zusammen,
ich weiss, ich nerve langsam mit meinen Fragen aber es gibt da noch ein paar Sachen die ich wissen muss, bevor es bei mir nächsten Monat mit den Ameisen los geht. Beim benutzen der SuFu bin ich leider auch nicht auf konkretes gestossen.

Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, den Ameisen möglichst häufig und konstant Insekten zu bieten. Dabei bin ich auf Maden (Pinkies) im Ameisenshop gestossen. Meine Frage: Kann ich die Maden durchgehend verfüttern (also ohne irgendwelchen anderen Insektenkram zuzufüttern)? Kann ich die Maden lebend verfüttern? Wenn Nein, muss ich sie abbrühen? Welche Krankheiten könnten Maden aus dem Ameisenshop übertragen? Wie siehts mit der Verpuppung aus? Wie kann ich die Maden töten ohne sie Leiden zu lassen(Falls ich sie nicht lebend verfüttern kann/darf)?


Ich glaube das wars jetzt erstmal, ich hoffe das ihr mir wieder so fachkundig helfen könnt wie bei den letzten beiden malen :spin2:.

mfg
deXXXa

paulsenior: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (14. Mai 2007, 13:15)

Die aus dem Shop würde ich dort nicht kaufen,sondern in einen Angelladen,bzw Terraristikshop.
Das hat mehrere Vorteile:
Du siehst wieviel in den Dosen ist,und du hast keine Portokosten.

Aber ich würde die zu Mehlkäferlarven raten,da diese mehr hergeben ,wenn man sie vorher anfüttert.
Krankheiten können die Maden eine ganze Menge übertragen,also am besten abbrühen.
Ach ja: No kill without pain;)
Aber wenn Du Mehlkäfer abbrühst zappeln sie nur 1-2 Sekunden.

Arkas: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (14. Mai 2007, 13:27)

Ich würde nicht ständig das gleiche verfüttern, etwas Abwechslung schadet sicher nicht. Natürlich kannst Du mal ein paar Wochen lang Maden verfüttern, bis die Dose halt leer ist. Dann mal Mehlwürmer, Heimchen oder auch was Selbstgefangenes.

Ob Myrmica rubra mit den lebenden Maden überhaupt fertig wird weiß ich nicht. Am Anfang, wenn bei einer kleinen Kolonie nur wenige Arbeiterinnen auf Nahrungssuche sind sicher nicht. Das Problem sind aber in der Tat die Krankheiten oder Parasiten die gekauftes Lebendfutter haben kann. Wenn Insekten als Futter massenweise gezüchtet werden sind die auch anfälliger für sowas (Monokultur), weshalb ich das Risiko nie eingehen würde.

Deswegen ganz klar, überbrühen. Eine bessere Todesart fällt mir auch nicht ein, ob einfrieren unangenehmer für die Maden ist weiß ich nicht, eingefrorenes Futter wurde bei mir aber vom Myrmica rubra schlecht angenommen. Überbrühen geht jedenfalls sehr schnell.

Die Verpuppung zögert man durch kühle Lagerung hinaus. Ich hab meine Maden im Keller, Kühlschrank würde es natürlich noch mehr verzögern. Bei kleinen Kolonien wirst Du eine Dose Maden nie so schnell leer bekommen, dass sich keine verpuppt, aber das ist eigentlich kein Problem, weil man die Puppen und die Fliegen ja genauso gut verfüttern kann.

der Petto: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (14. Mai 2007, 15:01)

Hallo,
also ich verfüttere an meine Pachycondyla und Myrmecia Kolonien auch Maden und das Lebend! Ich beziehe die Maden aus einem Anglerladen ganz in der Nähe und ich untersuche die Tiere mit dem Mikroskop (stichprobenartig) auf Milbenbefall oder ähnliches! Allerdings verfüttere ich diese eher selten, ich warte meist bis sich aus diesen Maden Fliegen entwickelt haben!

deXXXa: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (14. Mai 2007, 18:14)

Also kann ich die Maden in jedem Stadium an meine Ameisen verfüttern? Klingt sehr praktisch. Dann werde ich mir wohl so einen Becher in den Keller stellen und mich je nach Bedarf daran zu bedienen.

Wie sieht es mit Heimchen aus? Oder Fliegen die ich so fange (also wenn sie im Haus herumschwirren)? Tote Bienen/Wespen?

Kolibril: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (15. Mai 2007, 00:21)

An sowas dachte ich auch schon, "in Petto". Ein günstiges Mikroskop besorgen und auf Parasiten untersuchen, bevor man verfüttert. Ist außerdem interessant und auch für die Ameisenbeobachtung toll, unter gewissen Umständen.
Ist man damit denn auf der sicheren Seite? Haben die angesprochenen Futter-Insekten denn öfter innere Parasiten, die man auf die obige Art und Weise natürlich nicht entdecken würde?
Weil wenn nicht, fände ich die Variante sinnvoll.

Grüße, Dawid

Ich92: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (15. Mai 2007, 15:46)

Tote bienen sind kein Problem. Man kann ja auch mal "jagen" gehen.
Aber meistens findet man ja tote. Ist es überhaupt legal Bienen bzw Hummeln zu töten?

MFG Ich

chrizzy: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (15. Mai 2007, 17:35)

Nein, alle einheimischen Bienen und Hummeln, auch ein paar Wespenarten, sind geschützt und dürfen nicht gefangen und getötet werden.

Und totes Futter würde ich auch nicht unbedingt geben.... wer weiß, ob nicht der Nachbar großzügig mit dem Insektenspräy war oä ;).

lg, chrizzy

katzenhai2: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (17. Mai 2007, 01:09)

Wie lange hält sich denn so ne tote Fliege z.B.? Ich habe hier eine gefangen, überbrüht und dann in die Arena gelegt. Aber sie wurde nach 3 Tagen noch nicht angerührt (hab bisher erst eine Mrymica Königin + eine Arbeiterin). Fängt die nicht nach einiger Zeit an zu schimmeln oder zu verrotten? Ameisen sind doch keine Aasfresser oder?

chrizzy: AW: Maden (Pinkies) lebend und unabgebrüht an M. rubra verfüttern? (17. Mai 2007, 12:37)

Hallo,

Insekten sollte man nach 12 Stunden wieder entnehmen, um Schimmelgefahr zu vermeiden. Das heißt natürlich nicht, das du sofort mit ner Pinzette ins Nest greifst und das Futtertier herausholst, weil die Ameisen es länger verwenden ;) Sobald es nach der Fütterung in die Arena getragen wurde, solltest du das Futtertier entnehmen. WEnn es nicht ins Nest getragen wird, nach ca. 12 Stunden.

Viele Ameisenarten sind Aasfresser, es werden tote Insekten u. tote Säugetiere gefressen, wenn sie noch nicht zu stark verwest sind.
Es gibt auch Ameisenarten, die sich nur auf Aas spezialisiert haben. Einige Arten der Gattung Cataglyphis, die zT trockene Wüsten bewohnen (zB die Sahara), fressen nur Insekten, die in der Hitze der Wüste umgekommen sind. Sie gehen meißt in der Mittagshitze auf Nahrungssuche, da dann die meißten Insekten in der Hitze umkommen.

lg, chrizzy

lg, chrizzy


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