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Ricochet: Das große Fressen beginnt. (13. Juni 2008, 14:11)

Meine junge Kolonie C. ligniperda nahm nur sehr zurückhaltend oder gar nicht die angebotenen Insekten wie Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Maden oder Wachsmottenlarven an.

Eine zweite Kolonie die ich Anfangs noch parallel gehalten hatte war da etwas weniger mäkelig.

Seit über einer Woche jedoch haben meine Ameisen und die Brut ein Vielfaches des Appetites entwickelt!
Dies begann als ich anfing Futter "von der Wiese" zu verfüttern. Plötzlich ist der Appetit nicht mehr zu bremsen.

Wenn ich mit dem Pool-Kescher mal durchs hohe Gras fahre, fange ich dutzende unterschiedlice Insekten. Diese verfüttere ich unüberbrüht.

Am liebsten werden Mücken, Schnaken, und Spinnen gefressen. Vor allem aber grüne längliche Insekten etwa 10mm lang, welche ich noch nicht genauer identifizieren konnte. Diese Insekten sind auch meine Hauptbeute.

10 Minuten mit dem Kescher durch den Garten rennen liefert Futter für Tage bis Wochen, wenn man die Insekten in der Tiefkühltruhe einfriert.


Seit ich diese selbstgefangenen Insekten verfüttere legt meine Gyne auch endlich fleißig Eier und die Brut entwickelt sich rasch. (Soweit ich das durch die rote Folie beurteilen kann.)


Also schnappt euch den Kescher und fangt ein paar Leckerbissen!
(Eine Weile tiefgefrieren nicht vergessen, damit die Parasiten auch abgetötet werden)


Guten Appetit!

Anonymous: AW: Das große Fressen beginnt. (13. Juni 2008, 14:26)


...
Also schnappt euch den Kescher und fangt ein paar Leckerbissen!
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Dabei bitte nicht den Schutz der Flora und Fauna vergessen.
Viele der Heimischen Insektenarten stehen unter einem strengen
Schutz. Die sollte man auf jeden Fall Außen vor lassen.

Hier in der Bundesartenschutzverordnung :
BArtSchV - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
sind sie im Anhang aufgelistet:
BArtSchV - Einzelnorm

.

Ricochet: AW: Das große Fressen beginnt. (16. Juni 2008, 09:15)

Artenschutz ist natürlich eine wichtige Sache und sollte praktiziert werden!

Der Appetit meiner kleinen, neun Frau starken, Kolonie wächst immer weiter. Es ist fast immer eine Arbeiterin am Fouragieren.
Da ich nicht ins Nest gucken kann (Scheibe verschmiert) kann ich nur ahnen, dass sie einiges an Brut haben müssen.

Aus diesem Grund baue ich jetzt ein Korknest, bei dem ich keine rote Folie aufkleben werde. Stattdessen werde ich die Scheibe mit etwas lichtundurchlässigem abdecken.