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PHiL: AW: Frage zu Puppen! (6. August 2008, 15:21)

Hm, wobei es auch fraglich wäre ob die Ameise sich dann auch um die Puppen kümmert. Vielleicht brauchen die irgendeine Ermutigung durch z.B. Duftdrüse von der Königinn, damit die sich da zu schaffen machen? Sind es eigendlich immer die selben Ameisen, die im Bau arbeiten, und immer die selben, die jagen gehen? Oder ist es gar mit Bienen zu vergleichen, die jedes einmal in ihrem Leben durchmachen?

Nuptial: AW: Frage zu Puppen! (6. August 2008, 15:22)


Hätte ich nicht selbst die Kokons mit spitzen Fingern geöffnet, wobei trotz größter Vorsicht einige Tiere zu Schaden kamen, wären nach einiger Zeit wohl alle Ameisen in den Kokons vertrocknet.

Das scheint zu stimmen! Ich hab das mal gefilmt, wie die Arbeiterinnen die Kokons förmlich aufschneiden mit den Mandibeln und die neuen Geschwister "herauszerren". Unermüdlich! Stelle ich vielleicht demnächst wieder ein.. Erinnert ein wenig an Geschenkauspacken. Und dauerte! Obwohl zwei Arbeiterinnen dran gezerrt haben, dauerte es fast 10 Minuten.

Daher glaube ich kaum, dass man da ohne fremde Hilfe von selbst raus kommt.

Grüße
Nuptial

TRIA: AW: Frage zu Puppen! (6. August 2008, 15:33)

@Phil:Ich rede aus Erfahrung :D Ja es funzt, habs als Neueinsteiger gemacht und später eine Gyne dazu gepackt. Wie lange die Gyne gelebt hat, brauch ich ja nicht sagen :( Naja, dann hab ich ja das Forum gefunden und alls wurde gut, schleimmmmm :D

supi004: AW: Frage zu Puppen! (8. August 2008, 16:44)

dazu gabe es vor einiger zeit mal was, was ich ihr gene Posten möchte^^

von Wiseman Koloniegründung bei Waldameisen in Gefangenschaft


Vor mittlerweile zwölf Jahren fing ich eine Formica pratensis -Königin, die im Hof unseres Wohnhauses herumlief. Da ich wußte, dass sie temporär sozialparasitsch gründen, holte ich aus einem Serviformica fusca -Nest zehn Arbeiterinnenpuppen und lagerte diese für ein paar Tage trocken und warm in einem Glas. Ich beobachtete jeden Tag die Entwicklung der Puppen im Inneren des Kokons, indem ich sie vor eine lichtstarke Lampe hielt (dadurch kann man sehr gut das Innere des Kokons durchleuchten). Als sich die Puppen zu regen begannen, öffnete ich die Kokons vorsichtig und schälte mit viel Fingerspitzengefühl die Arbeiterinnen aus ihren Puppenhäuten. Danach setzte ich sie sofort zu der Königin.
Ein, zwei Tage später begann diese Eier zu legen, aus denen dann nach etwa anderthalb Monaten die ersten Formica pratensis -Pygmäen schlüpften.
Nachdem die Kolonie etwa einhundert Tiere stark war, ließ ich sie an einer geeigneten Stelle (nicht zu sonnig, nicht zu schattig, keine anderen Waldameisen-Nester in der Nähe usw.) am Waldrand frei.
Bei einem meiner späteren Besuche waren sie von dort verschwunden. Ich habe keine Ahnung, ob sie eingegangen sind oder sich eine geeignetere Stelle zum Nisten gesucht haben.


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