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Angus: Ein paar Fragen... (12. August 2009, 12:08)

Hallo,

da mir in letzter Zeit nochmal das Interesse für Ameisen "hochgekommen" ist, habe ich mich intensiv mit deren Haltung beschäftigt. Trotzdem sind mir noch ein paar Fragen offen geblieben.
Sollte ich später mal Ameisen halten, werden es wohl Camponotus vagus/herculeanus/ligniperda sein.

1. Wie lang sollten/dürften die Verbindungsschläuche zwischen Nest und Arena sein? Am besten schreibt ihr auch dazu, ab wieviel Ameisen welche Länge angebracht wäre und wie man einen Schlauch austauscht, ohne gleich die Invasion der Ameisen im Zimmer zu haben.
2. Welchen Innendurchmesser sollten die Schläuche für Camponotus v./h./l. haben? Ich habe nämlich gehört, dass sie, wenn der Schlauch zu groß ist, darin ihren Müll ablagern.
3. Kann man ein Ytong-Nest auch so befeuchten, indem man den Ameisen einfach Wasser zur Verfügung stellt , sodass sie ihre Kammern selbst befeuchten können? Oder kann man das Ytong-Nest auch zur Befeuchtung einfach mit Wasser besprühen?
4. Welchen Bodengrund könnt ihr mir empfehlen? Ich weiß, dazu sollte man eigentlich was finden können, aber überall steht was anderes und nie was konkretes...
5. Wie schaffen es manche, die Höhlen ihrer Ytong-Nester so "glatt" auszuarbeiten? Hier ein Beispiel von "glatter" Ausarbeitung: http://www.ameisenhaltung.de/formicarien/details.php?id=65/
6. Wie verhindere ich, dass die Ameisen auf das "Dach" des Ytongs gelangen? Da wäre dann ja eventuell(siehe Frage 3) der Wassertank, worin sie ertrinken könnten.
7. Wie gewährleiste ich die Luftzufuhr in einem Schlauch? Kann ich einfach kleine Löcher reinpicken?


Das wären dann auch schon die Fragen, die mich die letzten Tage "gequält" haben. Sollten weitere hinzukommen, werde ich sie einfach hineineditieren.

Danke schonmal im Vorraus!

MfG
Angus

ewisch: AW: Ein paar Fragen... (12. August 2009, 12:18)

Hi

4. Für die Arena ist eigentlich fast egal. ‚Ich habe Sand genommen aber auf keinen Fall Vogelsand ist Gift für die Meisen. Und nicht so viel sonst beginnen sie, wenn du Pech hast dort zu buddeln.

6. Ich weis nicht was daran so schlimm sein sollte ich heb im Wassertanke einfach Watte drin und dann kann dort nix mehr ertrinken.

7.Wenn du nicht grade einen Schlauch von 2 Metern hast genügt die Luft die von links und rechts einströmt.

Angus: AW: Ein paar Fragen... (12. August 2009, 12:34)

Wenn du nicht grade einen Schlauch von 2 Metern hast genügt6 die Luft die von links und rechts einströmt.

Ich wollte eigentlich mal einen 4m Schlauch benutzen ;)

Danan: AW: Ein paar Fragen... (12. August 2009, 12:44)

Hallo Angus,
1) Zu der Länge kann man nicht viel sagen, da manche sogar Ihr Nest in die Schläuche verlegen . Besser Du schreibst was Du verbinden willst (was hast Du für eine Idee im Kopf).
2) Innendurchmesser würde ich mit Ameise+Futtertier+Spielraum rechnen, damit wird der Durchmesser dann oft schon gross genug.
3) Das sind 2 Fragen ;o) zu a nein sie befeuchten nicht den Ytong aber sie nutzen es schon als Wasserquelle. Besprühen ist sehr aufwendig baue einen Tank(Hohlkammer im Ytong) fülle ihn mit Seramis und befeuchte wenn der Seramis heller wird.
4) zum Bodengrund kann ich leider nicht viel sagen. Ich hatte Quarzsand getestet und hat auch gut funktioniert. Nur mit Last wurde es dann doch zum Problem ,da rutschen sie förmlich weg. Wähle einen Untergrund, der auch hart genug ist. Vielleicht hat da ja auch jemand mehr Erfahrung.
5) Mit gleichmäsigem Abstand beim bearbeiten. z.B. einer Fräse oder einer Ständerbohrmaschine um nur 2 zu nennen . Auch ein Dremelset bietet gute Dienste.
6) Ich würde mir erstmal Gedanken machen , wo das Nest steht ob in oder per Schlauch verbunden, ausserhalb der Arena...Seramis bietet bei solchen Ideen trotzdem hohe Sicherheit.
7) Schilder mal in kurzen Zügen Deine Idee. Normalerweise braucht man keine extra Luftzufuhr im Schlauch.

Und bitte editiere nicht Deine Beiträge sondern hänge einen neuen Beitrag dazu.
ich hoffe ich konnte ein wenig helfen

lg Danan

Angus: AW: Ein paar Fragen... (12. August 2009, 12:58)

Ich habs mir so vorgestellt: Ich nehme zwei Aquarien, lasse in jedes ein Loch bohren und verbinde sie dann mit einem Schlauch.
In das eine Aquarium stelle ich das Ytong-Nest hinein. Dieses ist dann das "Nest-Aquarium". Das andere Aquarium würde ich dann zur Arena gestalten.

Also letztendlich zwei Aquarien, die mit einem Schlauch verbunden sind.

markus1182: AW: Ein paar Fragen... (12. August 2009, 13:19)

Hallo Angus,

schöne Formicarium-Idee. Find ich nicht schlecht.
Deine Fragen würde ich so beantworten:

1) Kommt u. a. auf die Koloniegröße an. Kleine Kolonien mit wenigen Arbeiterinnen scheuen meist noch größere Entfernungen zurückzulegen. Dies kann sich jedoch später ändern, dann kann oder sollte man sogar längere Schläuche anbieten, damit sich der Bewegungs- oder Auslaufspielraum für die Ameisen erhöht. Ich hab bei meinen Lasius niger derzeit einen Schlauch von Arena in die Farm von ca. 45 cm. Denke ein halber Meter dürfte nie problematisch sein (Ausnahmen bestätigen die Regel, z.B. Messor barbarus - kleine Kolonie).

2) Der Durchmesser kommt auf die Größe der Art an. Mind. 20 mm wären wohl schon angebracht. Bei meinen Lasius hab ich 8-10 mm, aber die sind auch klein genug dafür ;)

3) hab ich keine Erfahrung

4) Ich habe als Bodengrund in der Arena eine dünne Schicht Sand-Lehm-Mischung (wirklich nur so viel das der Boden gerade bedeckt ist). Einmal besprüht und trocknen lassen dann ist es ein für die Ameisen fester, angenehmer (rutschen nicht weg) und schnell hergestellter Untergrund in dem sie auch nicht graben können.

5) Geht mit den entsprechenden Werkzeugen. Man könnte die Kammern im Ytong nach dem ausfräsen/auskratzen auch noch mit Gips einstreichen. Besonders bei kleineren Arten evtl. ratsam wegen der groben Poren des Ytong´s.

6) Sicherster Schutz gegen ertrinken dürfte eine Seramis-Füllung o. ä. sein. Watte tuts auch.

7) Ameisen kommen i. d. R. mit sehr wenig Sauerstoff aus, wundert mich auch oft. Aber die Formicarien sind meist auch nicht 100%ig Luftdicht, und das ist auch gut so.

Hoffe das hilft dir etwas weiter ;)

Sahal: AW: Ein paar Fragen... (12. August 2009, 13:25)

Hola,

zu 1)
ein Verbindungsschlauch kann gar nicht lang genug sein, um den Ameisen nach Möglichkeit so möglichst viel Auslauf wie möglich zu ermöglichen!
Allerdings sollte der Schlauch einen entsprechendden Durchmesser haben, denn ein 4m langer Schlauch mit 10mm Durchmesser bringt Ameisen und Halter eher Verdruss. Auch hier gilt: zu groß gibt nich!
Meine Meinung: Camponotus ligniperda / C. herculeanus ab 20mm aufwärts. WOHLGEMERKT: nur meine Meinung... und eine weitere: alle 1.5 - 2m bastel ich eine Lüftung ein.
zu 1.1)
gar nicht! Sobald Du einen frequentierten Schlauch befummelst oder abkoppelst, werden die Kleinen Amok laufen und den (Ein)Gang zu verteidigen suchen.
Am Besten wartet man die Nacht ab, um den Schlauch zu tauschen, wenn nix bis wenig los ist! Zuerst die Schlauchausgänge mit einem Propfen verschließen (Watte, TschiTschu) und dann die Löcher in der Arena mit einem Klebeband versiegeln. So kannst Du die Schlauche abkoppeln, ohne ein Tier zu verlieren.

Und wie die Tiere aus dem Schlauch bekommen? Nun, beide Seiten öffnen, Schlauchende in die Arena halten und einmal sehr kurz und kräftig in den Schlauch pusten...


zu 2)
siehe 1)
und selbst wenn ein wenig Müll abgelagert wird, wen juckts? Sobald das Volk den Schlauch mehr frequentiert, wird der Müll von selbst entsorgt. Zudem sind bei mir noch keine Auffälligen Müllablagerungen im Schlauch zu sehen gewesen, wenn die Ameisen den Schlauch nutzen mussten (zum Futter, zum Honig)
Ich meine eher beobachtet zu haben, dass mit steigendem Schlauchdurchmesser die Tiere mehr und mehr den Schlauch als Arenabestandteil nutzen.. und nicht als Gang oder Nestbestandteil!

zu 3)
Ameisen können sehr wohl ihr Nest selbst befeuchten... aber der Ytong ist kein natürliches Nestmaterial und saugt Wasser auf. Dh die Ameisen müssten soviel wasser ins Nest spucken, dass die Nestkammern kein Wasser mehr saugen würden... det geht wohl eher nicht!
Besprühen ist keine Alternative, da der Kern des Ytong nicht feucht wird bzw das Wasser die Kammern nicht erreicht.

zu 4)
das überall etwas anderes steht, hat wohl seinen Grund: jeder sieht es anders, vieles ist geeignet und das meiste ist subjektiv :D
Da gibs Gips, Fliesenkleber, Beton, Plastik und gar keinen Bodengrund. Sand, Blähton, Kies, Ytong und Holz als eher losen Untergrund... und und und

zu 7)
kleine Löcher, ein sorgfaltig aufgeklebtes Gitter, ein löchriges Verbindungsstück und und und... Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Sehr gut als Kreuzungen der Schläuche haben sich bei mir die Kugel-Formicarien von Antstore bewährt.


Das wären dann auch schon die Fragen, die mich die letzten Tage "gequält" haben. Und damit sie Dich nicht mehr quälen, quälst Du uns damit :D

Angus: AW: Ein paar Fragen... (4. Mai 2010, 11:53)

Nach langer Zeit melde ich mich nochmal wieder, mit neuen Fragen.

1. Wie verbindet man ein externes Ytong-Nest mit einem Verbindungsschlauch, der z.B. zur Arena führt? Gibt es auch Möglichkeiten, wie man den Schlauch wieder entfernen kann?
2. Wie verschließt man das Nest während der Winterruhe? Einfach Stopfen drauf und fertig? Und wo findet man einen passenden, nicht durchzubeißenden Stopfen?
3. Was ist mit angegebenen Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerten gemeint? Also Arena, Nest, oder was?
4. Wie entfernt man die Müllhaufen von Ameisen? Nur während der Winterruhe? Man kann ja nicht einfach den Müll entnehmen, weil man gleichzeitig dann auch viele Ameisen nimmt.
5. Welcher Glasbohrer ist geeignet, wenn man Löcher in ein Aquarium bohren möchte? Wieviel bezahlt ihr für eine Lochbohrung beim Glaser im Durchschnitt?
6. Wo kann man diese Vogeltränken kaufen/bestellen, die von vielen Ameisenhaltern unten mit Watte ausgestopft werden und so einen gesicherten, sich selbst nachfüllenden Trinkbereich darstellen?
7. Wie verhindert man, dass sich Arten wie Messor barbarus durch den Ytong in die "Freiheit" durchnagen?
8. Kann man heimische Ameisen während der Winterruhe auch einfach auf den Balkon/in den Garten stellen? Schließlich herrscht dort ja auch die Temperatur, die die Ameisen sonst in der Natur hätten.
9. Ich habe gehört, dass man z.B. Messor barbarus während der Winterruhe füttern muss. Stimmt das, und wenn ja, wie sollte man sie füttern? Schließlich sind sie ja im geschlossenen Nest.
10. Welche folgender Ameisenarten kann an echtem Glas hochklettern?: Camponotus ligniperda, Camponotus herculeanus, Camponotus vagus, Camponotus marocanus, Camponotus barbaricus, Messor barbarus

Eventuelle weitere Fragen werde ich in weiteren Beiträgen stellen.

Moya: AW: Ein paar Fragen... (4. Mai 2010, 12:26)

@1: Loch in den Ytong bohren. Etwas kleiner als der Außendurchmesser des Schlauchs. Schlauch erwärmen mit z.B. warmem Wasser und dann reinquetschen. Eventuell abdichten mit Silikon oder Patafix.

@2: Stopfen gibt's z.B. bei Antstore.

@3: Es ist das Nest gemeint.

@5: Die Aufsätze von diesem Anbieter wurden schon erfolgreich verwendet.

@6: Tränken gibt's bei Antstore. Sicher aber auch in anderen größen im Zoofachhandel oder auch im Baumarkt.

@7: Durch das Anbringen von z.B. Edelstahlgaze. Gibt sicher andere Varianten.

@8: Sicher. Oder in die Garage. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.


Den Rest müssen Dir Leute mit mehr Haltungserfahrung beantworten. Ich bin nur der Materialientyp. ^^

Moya

Krabbeltierfan: AW: Ein paar Fragen... (4. Mai 2010, 13:40)

4. Wie entfernt man die Müllhaufen von Ameisen?

Gibt da Leute die nehmen einen Exhaustor. Damit kann man den Müll einsaugen und Ameisen im Nachhinein in Ruhe entfernen. Natürlich kannst du auch alles mit einer Pinzette rausfummeln. Eine weitere Variante ist, einfach Müll+Sand (wenn du Sand als Bodengrund hast) durch ein Sieb zu jagen. Was übrig bleibt ist Müll+Ameisen, das dann nurnoch Sortieren.

Stimmt das, und wenn ja, wie sollte man sie füttern?

Ja und nein. Messor barbarus halten keine Winterruhe wie unsere heimsichen Arten. Sie sind bei Temperaturen von ca. 14-16°C (mal mehr mal weniger, je nach Herkunft) in ihrer Winterruhe. Dabei sind sie jedoch noch relativ aktiv und benutzen ihre eingelagerten Körner als Energievorrat. Die Arena sollte jedoch angeschlossen bleiben, denn Körnerhülsen und Kot muss ja durchaus mal raus.

MfG


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