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SpitfireV: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 15:08)

Hallo

Ich habe heut im Garten Ameisen beim Schwarmflug beobachtet und sah vor meine Füßen 3 jungköniginen die gerade ihr Flügel abbrachen ich nahm die drei in eine messkywete.

Was nun?

NIPIAN: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 15:13)

Hoi,

um das ausbessern zu können, soll messkywete zufällig Messküvette heißen? Und sind es eher Eppendorfgefäße , die Du meinst? Küvetten lassen sich nicht verschließen, deshalb meine Frage.

Octicto: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 15:13)

Hier nachschauen und lesen.

SpitfireV: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 15:21)

ok habe die Sachen da für ein RG-Nest .
Aber kann ich alle drei in ein N est setzten?
und wie [ muss die Warm ] warm sollte es ringsrum sein?

Gilthanaz: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 15:54)

Es ist schön, wenn Du Interesse an der Ameisenhaltung zeigst. Es ist nicht schön, die Tiere bereits zu fangen, wenn man noch überhaupt keine Ahnung von der Materie hat. Also lernst Du entweder sehr schnell, oder setzt die Tiere besser wieder aus wo Du sie gefunden hast, um dann nach reichlich Lektüre in Forum und Fachbüchern - meinetwegen auch nur Forum und Wissensbereich (Octicto hat bereits darauf hingewiesen!) - eine 'frische' Gyne beim nächsten Schwarmflug zu erwischen.

Folgendes Problem
Um zu wissen, ob man alle drei Gynen in einem RG halten kann, müsste man schon mal wissen, um welche Ameisen es sich handelt. Es fehlen Fotos um diese zu bestimmen. Wahrscheinlich ist, dass ein gemeinsames Halten zu einer Gründung in pleometrose führt, und beim schlüpfen der ersten Arbeiterinnen mindestens zwei - mit Pech sogar alle drei - Gynen getötet werden. Die Temperatur ist wieder eine andere Sache, aber mal ganz logisch an die Sache gegangen und ganz kurz nachgedacht: Wenn Du die Tiere hier gefangen hast, werden sie wohl die Temperaturen brauchen/mögen, die in Deiner Umgebung üblich sind. Also möglichst an diese Temperatur anpassen, ein RG Nest aber auch keinen Fall direkt beleuchten! Der Wassertank ist äußerst wichtig, da die Tiere sonst sicher vertrocknen.

Es fehlen alle Informationen über die Tiere, also lässt sich sonst auch kaum etwas sagen. Fotos zur Bestimmung, Fundort, Farbe, Größe - gar nichts wurde mitgeteilt :(

Zur Haltungsproblematik
Das fangen der Tiere wirkt Deiner Erzählung nach, nach einer Kurzschlussreaktion ohne lange darüber nachzudenken. Wenn Du Ameisen halten willst, musst Du Dir einiger Dinge bewusst sein, z.B.:
* Ameisenkolonien leben bei guter Pflege SEHR lange, leicht auch mal länger als Katze oder Hund
* Urlaub etc. kann man knicken, wenn man niemanden hat, der sich um die Tiere kümmert
* Große Kolonien bedeuten auch Arbeit - Füttern, ausmisten, neue Becken anschließen, ...
* Das ganze kann ordentlich ins Geld gehen, also sollte auch der finanzielle Hintergrund gegeben sein
* Da Du 17 bist, sollten die Eltern einverstanden sein, sofern Du noch bei ihnen wohnst
* Außerdem sollte Dir bewusst sein, das Du wegen Arbeit, Studium, Schule, Freundin, ... sicher noch umziehen musst in Deinem Leben. Nicht jeder Vermieter akzeptiert die Krabbler! Große Anlagen über große Strecken umsiedeln ist auch kein Spass...
* Platzbedarf - je nach Art und maximaler Koloniegröße reicht eventuell ein Jugendzimmer nach zwei Jahren nicht mehr aus, um die Anlage ausreichend ausbauen zu können

Also bitte gründlich darüber nachdenken, ob Du wirklich der Konsequenzen bewusst und dem Aufwand gewachsen bist :)


lg,
- G

ford prefect: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 16:37)

Nun, Gilthanaz, in Punkte 1 und 2 schließe ich mich ohne weiteres an. Der Arbeitsaufwand wird aber nur dann erheblich, wenn man eine sehr, sehr große Kolonie hat. Und wenn man nicht gerade Atta hält, muss amn auch nciht dauernd ein neues Becken anschließen. Wenn man mal von einer normalen einheimischen Art ausgeht, kostet die Haltung einen Witz, das bischen Honig, die Futtertiere - in der Regel kann auch ein jugendlicher Halter das bezahlen.
Und auch bei großwerdenden Kolonien, etwa Lasius niger, reichen zwei 60 x 30 Becken mit einigermaßen viel Schlauch ziemlich lange. In den meisten Fällen wird die Kolonie in der Haltung nicht einmal so groß.
Gerade am Anfang braucht die Kolonie kaum Platz und Futter.

@SpitfireV Ich will nicht sagen, dass su dir keine Gedanken machen sollst - allerdings kann durch Gilthanaz´ Beitrag leicht ein falscher Eindruck entstehen, auch wenn das sicherlich nicht beabsichtigt war.

SpitfireV: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 17:04)

Also die haltung von Ameisen interessirt mich schon seid ein hablen Jahr. Da ich aus betriebskostgrüden mein Aquarium (240l) abschlaten musste und wir im Haus schon immer ein Terrarium oder Aquarium hatten. Meine Mutter mag die tier als da habe ich keine problem mit ihr.^^Zu den kosten: ein Aquarium ist verdammt teuer in der unterhaltung (abgesehen von der anschafung) da es aus ist ist das geld dann da für die Ameisen.

Leider kann ich keine Bilder reinstellen da wir keine Digicam haben.
Aber sie sind 5-7mm groß der körper ist schwarz die gaster schimmert im bestimmten winkel gelb-braun die beine am ende dukelbraun

versuch aber bald eine digicam zu besorgen

SpitfireV: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 17:08)

Ach ja fast vergessen ^^
Der Fundort war in Reihnlandpfals, Landkreis Bad Kreuznach im Ort Boos.
Bei einen normalen Landregen im Graten!

ford prefect: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 17:18)

Als Rat für die Zukunft: Mit einem Knopf in der rechten unteren Ecke deines Beitrages kannst du ihn editieren und so Doppelposts vermeiden.

Nur anhand der Beschreibung ist keine Bestimmung möglich; übrigens willkommen im Forum :-)

Gilthanaz: AW: Blutiger Anfänger (20. Juli 2011, 20:09)

Aloha!

Ich wollte eher zum Nachdenken anregen und mir ist klar, dass die meisten Punkte relativ leicht zu bewältigen sind, selbst für Schüler :)

Der Arbeitsaufwand bei zwei Kolonien ist bei mir ca. 20 Minuten täglich - Müll ausräumen, alles kontrollieren, nachfeuchten, Futter entfernen resp. anbieten, Honig wechseln, Tote unter dem Mikroskop auf Parasiten absuchen... das unterschätzt man leicht.

Und Futtertiere - also meine beiden Kolonien fressen inzwischen etwa um 30 - 40 Euro im Monat. Für mich mit Vollzeitjob kein Problem, aber als Schüler geht das wohl ordentlich an das Taschengeld :)

Ausbau der Anlage - sowohl Myrmica rubra als auch Messor barbarus Becken platzen aus allen Silikonnähten; Zwei 60x30x30 Aquarienbecken habe ich ja extrem günstig auf dem Flohmarkt erstanden, aber alleine das Material das ich heute gekauft habe (Schlauch, Plexiglas für Deckel, Kantenteile, Silikon, ...) waren wieder mal 70 € für die Kleinen. Da kommen aber sicher nochmal 120 Euro dazu, das Regal für die Becken will ja auch noch gebaut werden. Und eine Wand muss durchbohrt werden, damit ordentlich Platz zum krabbeln ist - aber das kostet ja nur Energie :P

Ich möchte ihn ja nicht davon abhalten, Ameisen zu halten - aber zum nachdenken anregen. Der Pflegeaufwand wird oft unterschätzt, auch die Futterkosten sind eben nicht "mal eben 5 Euro" (Anmerkung: Ich entnehme keine Tiere aus der Natur, da mir das Risiko zu groß ist, aus Versehen eine geschützte Art zu verfüttern - also gibt es 'Can o Worms' und 'Grasshoppers' normal resp. XL für die Messor). Von größeren Erweiterungen gar nicht erst zu reden :)

lg,
- G

Edit:
@SpitfireV: Bitte bemühe Dich etwas mehr mit der RS und Grammatik - dein vorletzer Beitrag ist schwer zu lesen. Die Signatur (die übrigens auch Fehler enthält...) schützt Dich nicht vor den Moderatoren, die zwar sehr gutmütig, aber Liebhaber des korrekten Sprachgebrauchs sind. "Ich bin Legastheniker" ist auch keine Ausrede; Das bin ich auch, und habe (inzwischen!) keine 35 Fehler mehr auf zwei Absätze (höchstens noch 20!) :)


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