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Tamara-Jasmin: ein paar Zeiten/Daten (9. Juli 2012, 16:14)

Hi, das letzte Foto der Lasius niger habt ihr ja gesehen - wirklich ein Prachtexemplar. Sie hat sich nun erfolgreich in meiner Bonsaibirke vergraben die auf dem Balkon steht, aber nur weil ich ihr einen "Deckel" verpasst habe.

Die Frage zu diesem Thread lautet:

Wie lange braucht sie nun ungefähr bis zur Eiablage?

Kann ich dann ohne bedenken den Behälter über ihr abnehmen, ohne das sie umgehend wieder flüchten wird? Denn bisher hat sie sofort das weite gesucht, sobald sie frischluft geschnuppert hat.

Die Gefahr besteht sicher dann auch wieder, wenn die ersten Arbeiterinnen da sind - wie kann ich es ihnen gemütlich machen, so das sie GERNE in dem Topf bleiben?
Sollte ich die Pflanze am besten nur noch von unten giessen (also in die Schüssel Wasser kippen, damit die wurzeln es von unten holen)?

Liebe Grüsse:
Tammy

Tamara-Jasmin: AW: ein paar Zeiten/Daten (9. Juli 2012, 21:25)

Ohmann, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll - ich kann nicht schon wieder einen neuen Thread starten ... will hier eigentlich noch meine Erfahrungsberichte reinhauen, auch, weil dieser vielleicht nicht lang werden wird aufgrund der Begebenheiten.

Also zuerst ...
dieses Viech schwanzelte mind. 2 Stunden um meine Gyne (die aber geschützt war).
http://www.woistwaslosindeutschland.de/pvt-bilder/ameisen/feindnr1.jpg
Wahrscheinlich so eine "Schmarotzerwespe"

Aber RICHTIG überrascht war ich heute.
Unfassbar! Hab doch echt wieder EINE Arbeiterinnen-Ameise heute mehr gesehen - also 2. Und gerade eben gehe ich raus, mach das Licht auf dem Balkon an - und was sehe ich? Eine GANZE STRASSE der kleinen Racker !!!!
http://www.woistwaslosindeutschland.de/pvt-bilder/ameisen/strasse.jpg
Wo haben die sich nur versteckt?

Nun eine weitere Frage:

WIE gross ist die Chance, das sie die neue Gyne akzeptieren, annehmen und ihre Brut grossziehen? Oder werden sie sie eher attakieren? Sie ist immer noch vergraben und kommt nicht mehr raus (hab die Oberfläche geglättet).

Und wie lange leben die Arbeiterinnen normal ohne Gyne? Wären sie denn ohne Gyne wirklich so aktiv? Es ist ja eine richtige kleine Strasse - das Nest liegt direkt am Baumstamm. Hab den Hinterleib der Gyne gefunden und bin deshalb sehr sicher das diese beim Umtopfen meiner Bekannten gematscht wurde.

Liebe Grüsse:
Tammy

Anonymous: AW: ein paar Zeiten/Daten (10. Juli 2012, 08:36)

Wo fängt die Geschichte an? Das was in diesem Thread hier steht kann ja nicht alles sein, ich versteht überhaupt nicht was du da versuchen willst, und was das für eine komische Frage ist?

LG Mr.Ameise

Anonymous: AW: ein paar Zeiten/Daten (10. Juli 2012, 08:51)

Hallo Tammy!


Und wie lange leben die Arbeiterinnen normal ohne Gyne? Wären sie denn ohne Gyne wirklich so aktiv?


Ja wären sie, schließlich müssen sie sich auch ernähren. Sie wollen auch weiter leben. Sie benötigen eigentlich nur Kohlenhydrate. Nehmen sie auch Proteine an, kann es sein, das doch noch eine Gyne vorhanden ist. Evtl. hast Du ja auch die Gaster einer sozialparasitären Art gefunden die, die versuchte Nestübernahme nicht überlebt hat. Evtl. hat sie aber doch überlebt und deswegen ist die richtige Gyne tot und die vorhandenen Arbeiterinnen, pflegen jetzt die neue Gyne, also den Sozialparasit. Es handelt sich bei der Gattung Lasius um Ameisen der Untergattung Chthonolasius.


Die Weibchen schwärmen zusammen mit den Männchen zwischen Ende Juni und Ende September an schwülwarmen Nachmittagen bis in die ersten Nachtstunden hinein und versuchen, nachdem sie sich in der Nähe der Mutterkolonie gepaart haben, so schnell wie möglich ein Wirtsnest zur sozialparasitären Gründung zu finden. Als Wirte können Lasius niger , Lasius brunneus oder Lasius platythorax dienen, Lasius psammophilus kommt wahrscheinlich auch in Frage. Vor dem Eindringen in die Wirtskolonie muss die Jungkönigin zuerst eine Arbeiterin der Wirtsart töten, um Duftstoffe von deren Oberfläche auf sich selbst übertragen zu können. Auch werden die zerstückelten Reste noch eine Weile in den Mandibeln getragen, was die Täuschung der Angehörigen der Wirtskolonie anscheinend zusätzlich erleichtert. Unmittelbar nach dem erfolgreichen Eindringen in das Wirtsnest wird die neue Königin durch die Arbeiterinnen stark umsorgt und gefüttert, so dass sie nach etwa zwei Wochen mit der Eiablage beginnt. Die alte Königin wird entweder vom Sozialparasiten oder in Folge von dessen Bevorzugung von den eigenen Arbeiterinnen getötet.


Quelle: Ameisenwiki

Lasius birgt aber noch andere Untergattungen dieser Lebensweis, auch folgenden Arten sind temoräre Sozialparasiten:
Dendrolasius, Austrolasius gründen ebenfalls nicht selbständig.

Zurück zur Frage:

Ist die Kolonie ohne Gyne, gehen die Arbeiterinnen trotzdem ihren Weg und werden spätestens an Altersschwäche sterben. Allgemein ist jedoch die Aktivität geringer, da sie keine Brut versorgen müssen, also auch nicht so oft die Futterstellen anlaufen. Jetzt gilt es halt nur noch den Eigenbenbedarf zu decken. Das Nest muss auch nicht mehr erweitert werden. Die Ameisen sind mehr oder weniger ohne Aufgabe.

LG Imago

Tamara-Jasmin: AW: ein paar Zeiten/Daten (10. Juli 2012, 10:06)

Wo fängt die Geschichte an? Das was in diesem Thread hier steht kann ja nicht alles sein, ich versteht überhaupt nicht was du da versuchen willst, und was das für eine komische Frage ist?

LG Mr.Ameise


Hi, hätte vielleicht den Link mit angeben sollen:

http://www.ameisenforum.de/einheimische-europ-ische-ameisen/47928-lasius-niger-einfach-nur-ein-sch-nes-foto.html#post327027

Welche Frage findest Du denn komisch? Habe ja mehrere hier stehen. Mir geht es eigentlich nur darum, dass die neue Gyne angenommen, und ihre Brut gepflegt wird, und wie wahrsch. das ist.

Liebe Grüsse:
Tammy

Tamara-Jasmin: AW: ein paar Zeiten/Daten (23. Juli 2012, 21:15)

Hi, wirklich erstaunlich. Sie haben sich am Stamm der Birke eingegraben und gehen zu dritt immer auf Futtersuche. Habe sie heute Abend gut eine Stunde beobachtet.
Eine kommt zurück - zack, streckt eine andere ihre Fühler aus dem Loch an dem sie vorbeigeht, "wedelt" etwas damit und geht auf Wanderschaft. Die andere verschwindet auf der anderen Seite des Stammes im Boden. So geht das in einer Tour. Eine kommt - eine geht. Aber sie benutzen immer nur einen AUSGANG, und einen EINGANG.

Hier mal wieder 2 Fotos:

http://www.woistwaslosindeutschland.de/pvt-bilder/ameisen/kleineflitzer.jpg

letztens haben sie sich eine kleine Obstfliege gekrallt.

Und das alles mit einer toten Königin ... ich blick da nicht mehr durch!

Liebe Grüsse:
Tammy