Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Unterfamilie: Formicinae

Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 14. Januar 2018, 20:40

Hallo liebe Leser,

ich bin die Saskia aus Essen und das ist mein Haltungsbericht zu meiner ersten Ameisenkolonie.

Ein paar Eckdaten: (Händlerangaben)
Lat. Name: Camponotus rufoglaucus feae
Verbreitung: Kanarischen Inseln
Kolonieform: monogyn
Größe: Königin: Größe: 11 - 12mm, Arbeiterin: Größe: 7 - 10mm
Farbe: matt schwarz, silbrig behaart
Luftfeuchtigkeit: Arena: 30 - 50% Nestbereich: 50 - 60%
Temperatur: Arena: 21 - 30°C Nestbereich: 21- 28°C
Winterruhe: nein
Gründung: erfolgt claustral (ohne Fütterung)
Koloniegröße: einige 100 Individuen

Ich hatte mich für Camponotus rufoglaucus feae entschieden, weil:
- Diese Art keine Winterruhe hat und ich sie das ganze Jahr über im gleichen Zimmer halten und beobachten kann.
- Ich finde sie optisch ansprechend (Camponotus, Größe und Färbung).
- Sie sind recht robust und sie sind für den Einstieg wohl relativ leicht zu halten.
- Die Anzahl der Tiere, die eine ausgewachsene Kolonie erreicht, ist überschaubar.

Unterkunft:
Momentan ist die Kolonie in einer Arena (30x30x30cm) mit Rahmen und Deckel untergebracht. Den Bodengrund habe ich selbst gemischt (Sand+Lehm 2:1). Ein Reagenzglas mit Wassertank wird als Nest genutzt. Eine weitere Arena (60x30x30cm) habe ich bereits gekauft. Diese und ein richtiges Nest werde ich den Ameisen zur Verfügung stellen, sobald die Kolonie etwas größer geworden ist.

Links:
Hier könnt ihr zu dem Haltungsbericht diskutieren: https://www.ameisenforum.de/diskussion-zum-haltungsbericht-camponotus-rufoglaucus-feae-t57431.html
Meine Videos zum Haltungsbericht (Youtube Playlist): https://www.youtube.com/watch?v=_RjHlU6yK4I&list=PLtLtXRgJazjj5P8awkWdupwCFKvQTy2Xz
Meine Fotos zum Haltungsbericht: kommt noch

Das folgende Futter habe ich ihnen bereits angeboten:
(Ich habe darauf verzichtet die Futtertiere zu überbrühen und habe sie lediglich eingefroren.)

Zuckerwasser: wurde gut angenommen
Wüstenhonig, pur (Antstore): wurde nicht angenommen
Wiesenhonig, pur (Antstore): wurde nicht angenommen
Apfel: wurde nicht angenommen
Wachsmottenlarve: wurde gut angenommen
Spinne, Wildfang (ich glaube es war eine Laufspinne): wurde gut angenommen
Stummelfliege: wurde gut angenommen
Microheimchen: wurde gut angenommen

Technik:
Ich habe eine kleine Heizmatte, eine Wärmelampe und eine Belüftung. Tagsüber erreiche damit in der Arena eine Temperatur von ca. 26-27° und in der Nacht lasse ich es auf ca. 23-24° abkühlen. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 30-35%)

Ausbruchschutz:
Rahmen mit Paraffinöl beschichtet, Deckel

was bisher geschah...
Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse (Diese habe ich bereits zu großen Teilen im Einsteiger-Unterforum mitgeteilt.):

19.12.2017
Meine Kolonie mit einer Königin und ca. 30 Arbeiterinnen + Brut ist angekommen. Ich hatte sie von einem privaten Halter abgekauft, der sich von mehreren Kolonien trennte, weil es ihm zu viel wurde. Die Verpackung war gut und die Kolonie war nur einen Tag unterwegs (DHL). Die Temperaturen waren jedoch sehr winterlich knapp über dem Gefrierpunkt. Den Verkäufer hatte ich gebeten ein Heatpack beizufügen und das hatte er auch getan. Dieses war allerdings kalt als die Kolonie bei mir ankam. Die Ameisen waren in einem kleinen Reagenzglas mit leerem Wassertank und einer dunklen Umhüllung. Der vorherige Halter hatte mir mitgeteilt, dass er ihnen Zuckerwasser, Mehlwürmer und Heimchen als Futter gab. Heimchen und Mehlwürmer gab es da leider gerade nicht in meinem Zoogeschäft. Deshalb kaufte ich eine Packung Wachsmottenlarven. Eine davon hatte ich dann der Kolonie zerteilt angeboten. Die wurden auch gut angenommen. Ich konnte einige Arbeiterinnen bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Das Reagenzglas hatte ich ohne die ursprünglich angebrachte Umhüllung in das kleinere Formicarium gesetzt und ein Stück abnehmbare Pappe als Abdeckung genommen. Das Formicarium war schon mit Sand/Lehm (angefeuchtet und bereits getrocknet), Steinchen und 3 Tillandsien vorbereitet gewesen.

21.12.2017
Ich hatte eine neue Abdeckung für das Reagenzglas gebastelt, weil ich mit der Ersten nicht zufrieden war. Das Aufdecken hatte ich genutzt um ein schnelles Bild von der Kolonie zu machen:
996
Der Eingang von dem Reagenzglas wurde schon mit Sand zugebaut. Ganz unten links ist der schwarze Fleck an dem Kieselstein leider eine tote Arbeiterin. Bei der Ankunft hatte ich gleich festgestellt, dass 2 Arbeiterinnen in einem sehr schlechten Zustand waren. Die hatten sich an dem Verschluss des Reagenzglases festgehalten und hatten nur noch ganz leicht gezuckt und sich nicht von der Stelle bewegt. Die hatte ich dann vorsichtig auf den Sand gelegt. Dort hatten sie sich ein paar Stunden nicht weggebewegt. Später waren sie dann auf einmal verschwunden. Ich hatte angenommen, dass sie gestorben sind und von den anderen Arbeiterinnen in das Nest gebracht wurden. Ich vermute, dass es eine dieser Arbeiterinnen ist.

23.12.2017
Keine guten Nachrichten... Die komplette Kolonie ist in das neues Reagenzglas mit vollem Wassertank umgezogen, dass ich ihnen angeboten hatte. Als ich das alte Reagenzglas aufgedeckt hatte, bot sich mir ein Bild des Schreckens! Ich hatte 8! tote Ameisen im alten Reagenzglas gefunden. Das habe ich raus genommen und ein Foto gemacht:

997

Eine weitere Arbeiterin hat sich zusätzlich in der Arena auch noch totgelaufen. Offenbar hatten weit mehr Ameisen den Transport nicht gut überstanden. Als Vorsichtsmaßnahme hatte ich aber noch die 3 Tillandsien raus genommen. Da ich keine Ameise an der gekauften Wassertränke gesehen hatte, hatte ich noch schnell eine weitere mit Zuckerwasser selber gebastelt. Diese wurde von den Ameisen dann auch genutzt:
998

24.12.2017 - 09.01.2018
Die Lage hatte sich stabilisiert. Weitere Verluste bei den Arbeiterinnen konnte ich nicht feststellen und die Kolonie machte einen guten Eindruck auf mich. Verschiedene Futtertiere und Honig (pur) wurden von mir angeboten. Alle Futtertiere wurden gut angenommen. Der Honig wurde ignoriert. Mir ist immer wieder eine Ameise aufgefallen, die im Gegensatz zu ihren Schwestern kaum klettern kann und immer wieder abrutscht. Die Ursache ist mir bisher nicht bekannt. Da ich sie dadurch gut wiedererkennen kann, hatte ich das genutzt um ihr einen Namen zu geben: Trudy

10.01.2018
Ich hatte wieder eine neue Abdeckung für das Reagenzglas gemacht, weil ich immer noch nicht zufrieden war und ein schönere Optik wollte. Dieses Mal habe ich die Pappabdeckung noch mit Gips umhüllt. Die hatte ich ich dann ein paar Tage trocknen lassen. Beim Austausch habe ich dann das erste Mal nach dem Umzug in das neue Reagenzglas, einen Blick in das Nest riskiert: https://www.youtube.com/watch?v=kvxUZ3aOdcQ

Das Einzige was für mich tot aussah waren die Fliegen, die ich morgens bereits tot in die Arena gelegt hatte. Das hatte mich schon einmal beruhigt. Ich hatte für etwas Aufregung gesorgt. Besonders die Königin wirkte ziemlich sauer bei meiner Störung. Ich gab ihr den Namen: Zelda. Aber ansonsten war ich zufrieden mit dem was ich gesehen hatte. Die Kolonie hatte viel Futter veschwinden lassen und das sah man gut an den prall gefüllten Gastern.

13.01.2018
Meine Ameisen hatten mich ziemlich geschockt. Als ich sie in der Arena beobachtete waren 2 Arbeiterinnen aneinander geraten: https://www.youtube.com/watch?v=cV7OclcMun4
Zunächst dachte ich, dass eine Arbeiterin bei dem Streit getötet wurde. Aber mir wurde hier im Forum dann erklärt, dass es wohl eine Zwangsrekrutierung war und ein normales Verhalten darstellt. Das beruhigte die Halterin.

14.01.2018 (Heute)
Ich habe damit angefangen einen Haltungsbericht zu führen und ich versuche über Ebay an eine bessere gebrauchte Fotokamera zu ersteigern, da ich gerne bessere Fotos von den Ameisen machen möchte. Ein Fotoalbum ist nämlich auch geplant.

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Re: Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 27. Januar 2018, 22:28

Vorab noch ein paar Infos, die ich zu der Ameisenart noch gefunden habe und hiermit ergänzen möchte:

Zur Herkunft:
Die Art Camponotus rufoglaucus ist weit verbreitet von Nordafrika bis nach Indien und Asien. Die Unterart Camponotus rufoglaucus feae kommt nur auf den Kanarischen Inseln vor.

Weitere Unterarten sind: (Quelle: http://www.wikiwand.com/en/Camponotus_rufoglaucus)
Camponotus rufoglaucus controversus (Tanzania)
Camponotus rufoglaucus latericius (Namibia)
Camponotus rufoglaucus rufoglaucus (India, Sri Lanka, Kenya, Namibia, Rwanda, Zimbabwe, Borneo, Bangladesh, Cambodia, Thailand, Vietnam, Nepal, Canary Islands, China)
Camponotus rufoglaucus syphax (Democratic Republic of Congo)
Camponotus rufoglaucus tenuis (India)
Camponotus rufoglaucus zanzibaricus (Tanzania)
Camponotus rufoglaucus zulu (South Africa)

Eckdaten/Beschreibung: (Angaben von einem französischen Händler)
Die Ameise sieht ähnlich aus wie ein unsere lokale Camponotus vagus, wegen der Größe und der Farbe. Sie ist aber weniger behaart als Camponotus vagus und der Kopf ist etwas kleiner. Sie können aufgrund ihrer Verbreitung auf den Kanarischen Inseln einem weiten Temperaturbereich standhalten. Sie sind Allesfresser und mögen wie viele Camponotus Ameisen besonders süße Flüssigkeiten. Sehr aktiv für einen Camponotus. Selbst wenn es nur wenige Arbeiter gibt. Diese Ameisen können gute Jäger bei kleiner Beute sein.
Farbe:
Schwarz mit Bauchsegmenten, die von eleganten kleinen silbergrauen Ringen abgegrenzt werden. Das gibt dieser Ameise eine bestimmte Farbe entsprechend der Reflektionen des Lichtes.
Größe/Lebenserwartung:
Königin: 14 - 15 mm Königin / mehr als zwanzig Jahre
Arbeiterin: 6 - 13 mm Arbeiterin / 2 - 3 Jahre

Dann mal zum Bericht:
Zeitraum 15.01.2018 - 27.01.2018

Der Kolonie scheint es gut zu gehen. Es hat sich ein gewisse Routine eingestellt. Meistens sind 1-2 Ameisen vormittags in der Arena unterwegs. Das bei reichlich vollen Gastern. Bei größeren Futtertieren kommt auch schon mal Verstärkung aus dem Nest dazu. Mehr als 4 Arbeiterinnen habe ich in der Arena bisher nicht gleichzeitig gesehen. Die Hauptstoßzeit ist 6-8 Uhr. Da ist am meisten los. Die Halterin, die eigentlich ein Morgenmuffel ist, hat bereits ihre Verhaltensmuster angepasst und der Kaffee ist um 6 Uhr fertig gekocht - auch am Wochenende. Abends kann man allerdings auch schon mal einen Wachposten an der Zuckerwassertränke sehen.

Das folgende Futter habe ich in diesen 12 Tagen angeboten:
Zucker+Wasser (50:50): wurde gut angenommen
Honig+Wasser (50:50): wurde nicht angenommen
Ahornsirup+Wasser (70:30): wurde nicht angenommen
selbstgemachtes Jelly (Zucker, Honig, Tortenguss, Traubensaft): wurde nicht angenommen
Wachsmottenlarve: wurde gut angenommen
Stummelfliege: war der Renner
Stummelfliege-Puppe: wurde nicht gut angenommen (ich habe sie ganz, angeschnitten, durchgeschnitten und zerquetscht angeboten)
Microheimchen: war der Renner

Dann ist gestern meine Nahlinse angekommen, die ich für meine Videokamera gekauft hatte. Die musste ich heute natürlich ausprobieren. Aus den ersten Aufnahmen heute früh habe ich zwei Videos gemacht:

Fütterung Wachsmottenlarve:


Abfallentsorgung/Körperpflege:


Ich habe davor bereits ein paar andere Videos gemacht. Wenn ihr sie euch anschauen möchtet, könnt ihr sie auf meinem Youtube-Kanal finden: https://www.youtube.com/channel/UCCOysvnd1mSdkpJTI8yArLQ

Über Feedback freue ich mich - hier könnt ihr es reinschreiben: https://www.ameisenforum.de/diskussion-zum-haltungsbericht-camponotus-rufoglaucus-feae-t57431.html

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Re: Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 6. Februar 2018, 18:47

30.1.2018
Ich habe in das Nest geschaut. Dieses Mal waren die Ameisen viel ruhiger als beim letzten Mal und haben nicht so sehr rumgewuselt. Da ich dabei mitgefilmt hatte, konnte ich die Aufnahmen danach ganz gut verwenden um Mal eine Zählung vorzunehmen. Ich konnte 1 Königin (Gottseidank!), 27 Arbeiterinnen, 8 Puppen eindeutig zählen. Dazu habe ich noch einige Larven in verschiedenen Größen sehen können. Hier ist ein Screenshot:
1000
Leider habe ich auch eine tote Pygmäe im Nest liegen sehen. :(

31.1.2018
Die tote Pygmäe wurde rausgetragen und vor das Nest in die Arena gelegt.
1001
Die Todesursache ist mir leider nicht bekannt. Im Zweifelsfalle hatte die Halterin dummes Zeug gemacht. :mad:

05.02.2018
Als ich die Ameisen zuletzt beobachtete wie sie den Müll aus dem Nest trugen, war mir aufgefallen, dass sie sich nicht weit genug vom Nest entfernen konnten und mit dem Paket wieder zurück gelaufen waren. Das hatte mir nicht gefallen und dadurch bekam ich das Gefühl, dass sie mehr Platz brauchen bzw. eine Möglichkeit benötigen sich weiter vom Nest entfernen zu können. Ich habe reagiert und eine kleine Mini-Arena als Zwischenlösung gekauft (20x10x10 cm) und die beiden Arenen mit ca. 40cm Schlauch verbunden:
1002

Hier ist auch kurzes Video von der ersten Erkundung/Fütterung in der neuen Erweiterung:

Das Video habe ich mit einer "neuen" Kamera gemacht. Denn ich habe mir einen gebrauchten SONY HDR-PJ 410 Camcorder bei Ebay ersteigert. Die Nahlinse, die ich zusammen mit meiner alten Kamera bei den Videos zuvor benutzt hatte, war zwar hilfreich, aber mir war der Detailverlust einfach zu groß und ich hatte Schwierigkeiten mit der Belichtung. Deshalb hatte ich also etwas tiefer in die Tasche gegriffen und ich bin mit der neuen Kamera nun zufrieden.

Dann noch eine kurzes Update zur Fütterung:
Inzwischen wird auch Ahornsirup+Wasser (70:30) angenommen - Zuckerwasser wird aber bevorzugt
durchgeschnittene Fliegenpuppen werden nun auch besser angenommen

Abschlussanmerkung: Ich bin mir nicht ganz sicher wie oft ich diesen Bericht aktualisieren soll und welche Infos für euch Leser überhaupt interessant sind. Eigentlich hatte ich mir ursprünglich gedacht, dass ich hier einmal im Monat etwas schreibe. Aber ich habe mich jetzt einfach dazu entschieden, dass ich einfach nach Bauchgefühl hier etwas reinschreibe. Ich denke das es sich irgendwann einpendeln wird und die Zeiträume später automatisch immer größer werden, wenn ich nicht alles totales Neuland für mich ist.

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Re: Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 14. Februar 2018, 19:34

06.02.2018 - 13.02.2018
Die Außenaktivität der Kolonie hat sich erhöht. In den frühen Morgenstunden ist immer noch die größte Anzahl Ameisen in der Arena. Eine Ameise ist nun auch ständig außerhalb des Nestes antreffbar und ich sehe sie nun oft auch Abends nach der Arbeit. Als ich einmal in der Nacht gegen 3 Uhr wach wurde, habe ich sie dort auch gesehen. In dem kleinen Becken, dass ich vor 1,5 Wochen angeschlossen hatte, habe ich einen kleinen flachen Schieferstein gelegt und ihn als Napfersatz für Honig- und Zuckerwassertropfen genutzt. Dort hat sie sich in kürzester Zeit eingerichtet und unter dem Stein einen kleinen Tunnel gegraben. Bei den letzten Fütterungen waren 4-5 Ameisen gleichzeitig in der Arena.

Weiter konnte ich verschiedene Reaktionen der Ameisen beobachten:
Veränderungen der Lichtverhältnisse scheinen sie nicht so sehr zu stören (Licht an / Licht aus)
Sie sind sehr aufgeregt bei Erschütterungen und lauten Geräuschen
Sie lassen mich (meinen Finger/Pinzette) nah an sich ran ohne sich dran stören, jedoch schreckt Sie Atemluft auf

Ich konnte dazu ein kurzes Video machen, wo die "Außenposten-Ameise" auf meine Pinzette mit einem kleinen toten Fluginsekt, dass ich in meiner Wohnung gefangen hatte, zuläuft und es attackiert:



14.02.2018
Leider nicht so erfreuliche Nachrichten. Ich habe heute morgen bevor ich zur Arbeit ging eine fast tote erschöpfte Ameise in dem kleinen Becken entdeckt. Sie hatte sich wohl dort zum sterben hingelegt und als ich heute von der Arbeit zurück gekommen war, war sie dann auch leider verstorben. Das sind jetzt 2 Todesfälle innerhalb von 2 Wochen. Ich hatte schon bei dem letzten Verlust Zweifel gehabt, ob meine Haltungsparameter gut sind und spätestens jetzt bin ich beunruhigt. Ich musste heute zwischendurch immer wieder an die Ameise denken und ich habe mein Setup hinterfragt. Die zuvor beobachte erhöhte Aktivität hatte ich zunächst als positives Signal empfunden, aber vielleicht ist es doch eher ein Hinweis für einen Mangel.

Ich hatte schon wegen dem ersten Verlust zuvor im Internet nach ein paar Antworten gesucht.

In dem älteren Haltungsbericht von DeEagle hier im Forum:

https://www.ameisenforum.de/camponotus-rufoglaucus-feae-haltungserfahrungen-t34071.html

schreibt er nach 4,5 Jahren Haltungserfahrung mit dieser Art:
DeEagle hat geschrieben:Besonders die kleineren Exemplare scheinen kürzer zu leben. Gesorbene Soldaten/Majors habe ich noch nicht entdeckt.

Nun das wäre eine Erklärung, aber ich kann mir in meinem Fall nicht vorstellen dass zum jetzigen Zeitpunkt der Kolonieentwicklung es vorgesehen ist, dass Ameisen an Altersschwäche sterben.

Also habe ich weiter gesucht und ich habe beim Ameisenwiki den folgenden Beitrag entdeckt:

http://www.ameisenwiki.de/index.php/Stress

Diesen fand ich bei meinen Überlegungen sehr hilfreich. Von den dort genannten möglichen Ursachen schließe ich den Standort und Futtermangel am ehesten aus. Das die Kolonie zu wenig Platzangebot hat oder ihnen das Nest nicht zusagt finde ich wahrscheinlicher. Ich hatte ja schon das kleine Becken angeschlossen, weil mir aufgefallen war, das die Ameisen ihren Müll nicht gescheit wegbringen konnten. Das im Ameisenwiki beschriebene Verhalten:
Ameisenwiki hat geschrieben: reagieren die Ameisen durch unermüdliches Suchen nach neuen Bereichen und können sich wie oben beschrieben dabei „totlaufen“...
In der Haltung weiterer lästiger Nebeneffekt: Die Ameisen loten permanent die Ausbruchssicherungen aus und flüchten bei jeder Gelegenheit aus dem Formicarium!
konnte ich teilweise auch bei den Ameisen beobachten. Für meinen Geschmack hatten Sie den Ausbruchschutz recht oft geprüft. Aber da ich keine Erfahrung in der Ameisenhaltung habe, war ich mir nicht so ganz sicher, wie "normal" dieses Verhalten ist.
Hier im Forum konnte ich auch ein interessantes Thema dazu finden:

https://www.ameisenforum.de/topic52720.html


Nun was sind jetzt meine Schlussfolgerungen daraus...
Ich glaube ich habe aufgrund mangelnder Informationen zu der Haltung dieser Art, zu viele Aussagen zu heimischen Camponotus-Arten auf Diese übertragen. Dort wird oft die langsame Entwicklung und wenig Aktivität in den ersten 2 Jahren beschrieben und den dort genannten niedrigen Platzbedarf. Das war wohl ein Fehler. Sie kommen mir aktiver vor, als ich sie vor der Haltung erwartet hatte. Durch die höhere Aktivität kann man denke ich auch vermuten, dass sie auch in der frühen Kolonieentwicklung mehr Platz benötigen. Meine Maßnahme mit dem Anschluss der kleinen Arena hat vielleicht ein wenig geholfen, aber sie scheint allein nicht ausreichend zu sein. Ich habe noch ein paar Meter Schlauch und Anschlüsse zu Hause, die ich anschließen könnte um mehr Laufstrecke zu schaffen. Aber ich glaube das wird auch nicht reichen. Mir erscheint der Anschluss einer wesentlich größeren Arena und am besten auch ein neues Nestangebot als die sinnvollere Maßnahme.

Wenn ihr da anderer Ansicht seid oder einen Denkfehler bei meinen Überlegungen seht, würde ich mich über einen Kommentar im Diskussionsthema zu diesem Haltungsbericht freuen: https://www.ameisenforum.de/diskussion-zum-haltungsbericht-camponotus-rufoglaucus-feae-t57431.html

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Re: Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 17. Februar 2018, 13:19

17.2.2018
Meine Sorgenfalten werden größer... eine weitere Ameise ist kraftlos durch die Arena getorkelt und inzwischen verstorben. Ich habe einige ihrer letzten Lebensminuten aufgezeichnet. :(

Sie bleibt immer wieder regenslos wie erstarrt stehen und müht sie sich wieder ein paar cm weiter bis sie wieder erstarrt stehen bleibt. :confused:

Ich gehe weiter von Erschöpfung aus, aber vielleicht könnt ihr ja noch etwas anderes erkennen:



Kurz nachdem sie verstorben ist, habe ich die neue größere Arena angeschlossen:

1007

Die Ameisen haben jetzt eine 30x30x30 cm Arena + 60x30x30 cm Arena + 20x10x10 cm Arena zur Verfügung:

1008

Das wird jetzt zwar für Beobachtungen unübersichtlicher. Aber das Wohlergehen der Ameisen ist mir wichtiger.

Ich habe auch ein Ytong-Nest gekauft:

1009

Hier habe ich allerdings wohl zu fest gedreht, als ich den Schlauch anschließen wollte und so hatte ich die mit Silikon verklebte Mutter gelöst und die Befestigung drehte so durch. Ich habe es nun mit Aquariumsilikon neu verklebt. Bevor ich das Nest anschließe werde es jetzt aber erst einmal 1 Woche das Silikon aushärten lassen, wie es bei dem Silikon in der Beschreibung steht. Deshalb werde ich gleich noch ein weiteres Reagenzglas vorerst als Nestalternative vorbereiten.

Ich hoffe, dass ich das Problem richtig erkannt habe und diese Maßnahmen fruchten werden. Damit das Sterben schnell wieder aufhört. :(

Kommentare könnt ihr mir gerne hier reinschreiben: https://www.ameisenforum.de/topic57431.html

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Re: Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 28. Februar 2018, 22:08

18.2.- 27.2.2018
Es gab keine weiteren Todesfälle. :)

Der neu angebotene Platz durch die Arenaerweiterung wird voll ausgenutzt und die Kundschafter wollten schon nach kurzer Zeit wissen, wo es denn weiter geht. Ich konnte nicht wirklich feststellen, dass die Außenaktivität nun geringer geworden ist - tendenziell würde ich sagen, dass die Aktivität in der Arena sogar weiter zugenommen hat. Sie sind jetzt tagsüber zu jeder Uhrzeit draußen. In der Nacht sind sie sicher auch unterwegs, aber da habe ich sie nur begrenzt beobachten können. Eine Außenposten-Ameise die sich ständig außerhalb vom Nest aufhält gibt es nicht mehr. Alle Ameisen kehren irgendwann wieder in das Reagenzglas zurück. Sie sind nun nicht mehr so oft an der Scheibe und testen den Ausbruchschutz weniger. Aber sie tun es noch weiterhin ab und an. Hier wollte eine Arbeiterin den mit Paraffinöl beschichteten Rahmen überwinden und sie ist auch recht weit gekommen:



Ich habe ihnen ein zweites Reagenzglas in die Nähe von ihrem jetzigen Heim zur Verfügung gestellt. Das hatte ich etwas weniger komfortabel gestaltet (Abdunklung nur mit roter Folie und etwas weniger Platz), weil ich eigentlich keinen Umzug wollte. Das hatte ich ihnen nur für den Notfall reingelegt, falls ihnen das jetzige Nest aus irgendwelchen Gründen nicht mehr zusagt. Bisher haben sie dem zweiten Reagenzglas keinerlei Beachtung geschenkt. Das gekaufte Ytong-Nest habe ich noch nicht angeschlossen, weil es erstmal keinen Grund gab zu handeln. Zudem habe ich mir von Harry4ANT den Link zur berühmten regelbaren Heizmatte geben lassen und ich warte nun noch bis die neue Heizmatte da ist. Damit ich das neue Nest dann mit dem kompletten Setup anbieten kann und dann nicht noch unnötig nachträglich etwas verändere nachdem die Ameisen eingezogen sind.

In der neuen Arena konnte ich die nicht vorhandenen Kletterkünste von Ameise Trudy weiter beobachten. Sie hat nicht nur Schwierigkeiten bei glatten Flächen aus Glas und Kunststoff. Auch bei dem Bäumchen in der Arena ist sie mehrmals beim erkunden runter gefallen. Sie ist eine sehr kleine Ameise und deshalb gehe ich davon aus, dass es eine der ersten Ameisen ist. Aber sie ist sehr aktiv und erledigt trotzdem viele Aufgaben in der Arena erfolgreich:



Dann habe ich noch den Vorschlag von Basti87 im Diskussions-Thema umgesetzt und ich befeuchte jetzt jeden Tag die Arena ein bißchen mit der Sprühflasche. Die Luftfeuchtigkeit schwankt jetzt zwischen 30-60%. Einen positiven Effekt auf die Ameisen konnte ich nicht feststellen. Aber ich denke diese Schwankungen sind etwas natürlicher für die Ameisen und deshalb behalte ich das so bei.

Beim Futter würde ich inzwischen Fliegen und Heimchen als die momentan besten Futtertiere einschätzen von denen die ich getestet haben. Die werden in das Nest getragen und davon wird der größte Teil verwertet. Bei Mehlwürmern und Wachsmottenlarven wird doch recht viel übrig gelassen. Dann bin ich noch beim fouragieren im Supermarkt über eine Flasche Agavendicksaft gestolpert. Ich dachte mir, dass das was für die Kleenen sein könnte und habe sie gekauft. Was soll ich sagen... sie lieben es. Das Zeug nehmen sie auch pur an und ich muss es nicht mit Wasser verdünnen.

28.2.2018
Ich habe mal wieder nach langer Zeit einen Blick in das Nest gewagt. Es sind einige Larven und Puppen vorhanden. Für Nachwuchs ist also gesorgt:


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Re: Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 13. März 2018, 22:09

01.03.2018 - 11.03.2018

Die Kolonie wächst weiter und es gibt viel neue Brut.

1011

Eine Zählung am 11.03.2018 ergab 44 Arbeiterinnen. Am 31.1.2018 waren es noch 27 Arbeiterinnen und zwischenzeitlich waren ja noch 3 Arbeiterinnen verstorben. Das macht einen Zuwachs von 20 Arbeiterinnen in 40 Tagen.

12.03.2018
Da ich Abends noch weg war, kam ich erst spät gegen 22:00 Uhr nach Hause. Als ich dann nach meinen Ameisen geschaut hatte und das Licht eingeschaltet hatte, konnte ich nicht so recht glauben was ich da sah. In der Arena waren lauter Arbeiterinnen mit Puppen zwischen den Mandibeln. Die halbe Kolonie war in der Arena. Sie hatten sich zum großen Dekostein bewegt und sofort kam mir ein Verdacht. Ich hatte die Tage schon beobachtet wie sie hier und da Mal ein Sandkorn vom Dekostein weggetragen hatten. Sie hatten offenbar dort gegraben und wollten anscheinend umziehen. Allerdings war ich total überrascht, dass die Baumaßnahmen unter dem Stein wohl schon so weit fortgeschritten waren. Zudem konnten die Grabungen nicht tief sein, weil der Stein größtenteils direkt auf der Bodenglasscheibe liegt. Meine Ameisen hatten sich deutlich ertappt gefühlt. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich ihre Gedanken einschätzen: "Verdammt! Die Alte ist wieder da! Abbruch! Abbruch!" Auf einmal sind sie in verschiedene Richtungen gelaufen und haben die Puppen wieder alle in das Nest im Reagenzglas zurück gebracht und dann war Ruhe. Ich hatte noch EINEN Tag zuvor hier im Forum mal rumgefragt, was ihr meint, wie lange das Reagenzglas als Nest noch ausreicht und dann bringen die kurz danach so ein Nacht- & Nebelaktion. Das konnte doch nicht wahr sein.

13.03.2018
17:30 Uhr und ich komme gerade von der Arbeit zurück. Ich hatte schon damit gerechnet ein verlassenes Reagenzglas und ein neues Ameisenkönigreich unter dem Dekostein vorzufinden. Nun Pusteblume - es kam ganz anders. Meine Ameisen hatten mir offenbart was sie da wirklich treiben. Denn dieses Mal sind sie nicht geflohen. Vielleicht dachten sie sich "Die Alte weiß ja nu eh schon bescheid!" Ich muss sagen... ich stand da mit offenem Mund und war sprachlos. Der Stein scheint sie wohl gar nicht so sehr zu interessieren. Es geht anscheinend nur um die Heizmatte die da hinter dem Stein an der Glasscheibe aufliegt. Sie haben die ganzen Puppen aus dem Nest geholt und sie an die beheizte Scheibe offen in die Arena gelegt! Aber seht selbst:



Es ist nun 22:00 Uhr und die halbe Kolonie samt Nachwuchs hängt noch an der beheizten Scheibe. Was soll ich jetzt tun? Soll ich die Temperatur erhöhen? Die lag ja bei 26° - das ist ja jetzt auch nicht wirklich frostig.

Über Feedback im Diskussions-Thema würde ich mich sehr freuen: https://www.ameisenforum.de/diskussion-zum-haltungsbericht-camponotus-rufoglaucus-feae-t57431.html

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Re: Camponotus rufoglaucus feae Haltungsbericht

Beitragvon Saskia80 » 18. März 2018, 21:35

Es gibt wieder ein Update, weil im Augenblick viel passiert.

14.03.2018 - 16.03.2018

Die Anfangspanik der Ameisenhalterin ("Alle Puppen sind draußen!") ist verflogen. Stattdessen ist nun der Forscherdrang und die Neugierde an ihre Stelle gerückt.

Die Kolonie lagert ihre Puppen wieder an der Scheibe mit der Heizmatte. Ich hatte überlegt die Heizmatte an eine andere Stelle zu legen wo ich eine besser Sicht habe. Bei näherer Betrachtung war mir aber klar, dass die Ameisen die Stelle ganz genau ausgesucht hatten und die Heizmatte nicht das einzige Auswahlkriterium war. An der Stelle wo die Puppen abgelegt wurden, ist darüber der Dekostein schräg und berührt fast die Scheibe. Die Ameisen haben an dieser Stelle eine kleine Kuhle gebuddelt und seitlich davon haben sie Sand aufgeschüttet. Somit haben sie sich so etwas wie einen Brutkasten gebastelt.

Ich habe mir das Nest im Reagenzglas angeschaut, weil ich neugierig war, wie viel Brut dort noch ist. Dort waren noch jede Menge Eier und kleine Larven. Aber auch die erste Major-Arbeiterin der Kolonie! :D Sie muss zwischenzeitlich geschlüpft sein:



Es ist viel Bewegung zwischen dem Nest und Außenlager. Die Sandkörner im Strohhalm zum Reagenzglas wurden alle entfernt:

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17.03.2018 - 18.03.2018

Draußen gab es einen Kälteeinbruch - Minusgrade und Schnee mitten im März. Bei mir in der Wohnung war es dadurch auch ein paar Grad kühler und somit auch im Formicarium. Die Kolonie hat sich an der Scheibe zurückgezogen und die Brut wieder in das Reagenzglas gebracht. Trotzdem gab es viel Außenaktivität.

Es wurde viele Sandkörner an drei Baustellen bewegt:

1. Der Nesteingang wurde wieder mit Sand zugebaut:

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2. An der beheizten Scheibe wurde die Kuhle weiter ausgebaut:

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3. Der Schlauch zwischen der kleineren Arena mit dem Nest und der größeren Arena wurde verbarrikadiert:

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Es wurde auch viel Wasser geholt und ich habe der Kolonie einen flachen Napf mit einem in Wasser getränkten Schwamm in die Nähe vom Nest gelegt um die Laufwege etwas zu verkürzen. Sie haben es mir dadurch gedankt, dass ich diese Aufnahmen machen konnte:



Obwohl ich schon über 10 Minuten weggeschnitten habe, ist es noch ziemlich lang geworden, aber die Aufnahmen haben mir zu gut gefallen, um noch mehr zu kürzen.

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