Diskussion zu Camponotus brasiliensis von Ameisenstarter

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Re: Diskussion zu Camponotus brasiliensis von Ameisenstarter

Beitragvon Ameisenstarter » 18. Oktober 2018, 23:29

Hallo Chiale.

Aktuell nutze ich die Heizmatte nicht, habe jedoch bis zu 27°C tagsüber und ca. 23°C nachts, deshalb ist das nicht notwendig (Sonne sowie 3 Halogenstrahler für Mantidenterrarien heizen das Zimmer am Tag auf).
Zur relative Luftfeuchtigkeit kann ich nichts sagen, dass Hygrometer scheint nicht zu funktionieren. Mit der Feuchtigkeit bin ich noch am Experimentieren, werde im nächsten Update genauer berichten.

Eine Arbeiterin, Gyne sowie Eier haben einen Bedarf gegen Null, da würde ich mir keine Gedanken machen.


Liebe Grüße :)

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Re: Diskussion zu Camponotus brasiliensis von Ameisenstarter

Beitragvon Harry4ANT » 5. Januar 2019, 21:57

Falls das mit den Milben doch noch akuter werden sollte:

Ich hatte auch mal einen Befall bei meiner damals recht großen Pheidole Kolonie und ich habe dann das Mittel "Vita Biosa" verwendet.
Hatte davon in einem Thread bzgl. Milbenbefall gelesen. Habe geringe Mengen davon in alle Tränken, Befeuchtungswasser usw. gegeben.

Nach ca. 3-4 Wochen war der Befall weg wobei ich zusätzlich noch
- die Beheizung (Heizmatte) eingestellt
- Befeuchtung heruntergefahren
- Müll häufiger und sorgfältiger entfernt habe

Negative Auswirkungen auf die Ameisen von dem Mittel konnte ich keine feststellen.
A.octospinosus_ :verrueckt: _C.cosmicus_ :) _T.nylanderi_ :verrueckt: _C.nicobarensis_ :) _P.megacephala_ :verrueckt: _A.gracilipes_ :) _M. barbarus_ :verrueckt: _C.japonicus_ :) _C.fellah

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Re: Diskussion zu Camponotus brasiliensis von Ameisenstarter

Beitragvon Formicarius » 19. Januar 2019, 23:29

Hey,
habe seit August auch eine Campontous brasiliensis Kolonie vom gleichen Anbieter wie Ameisenstarter. Bis auf das Nest halte ich meine komplett trocken und es gibt keine Probleme.
Diese Art kommt sehr gut mit Trockenheit klar und zu viel Befeuchtung führt nur zu Milben und anderen Problemen. Halte meine bei 28-29 °C Tagestemperatur und um die 23 °C Nachttemperatur.

Muss aber sagen das diese Art sehr extrem ist. Die Kolonie ist innerhalb von 5 Monaten von 11 auf um die geschätzten 400 Arbeiterinnen mit Unmengen an Brut gewachsen.
Die Kolonie ist so gut wie immer hungrig. Ich füttere um die 30-40 adulten Schokoschaben in der Woche und die werden auch noch tagelang bis auf den Chitinpanzer bearbeitet.
Das 16cm Reagenzglas gefüllt mit Invertzucker haben sie jetzt in 1 1/2 Monaten komplett leer getrunken.
Man müsste meinen die Brutentwicklung würde bei diesen großen Ameisen länger dauern aber nein sie ist vergleichbar mit Lasius niger oder Camponotus nicobarensis.
Unsere heimischen oder die südeuropäischen Camponotus bräuchten für so eine Entwicklung einfach mal mehrere Jahre. :irre:
Ich will nicht wissen wie es mit dieser Kolonie in einem Jahr aussieht wenn ich sie überhaupt noch realistisch halten kann.

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Re: Diskussion zu Camponotus brasiliensis von Ameisenstarter

Beitragvon Formicarius » 7. August 2019, 22:58

Hey,
ich glaube du hältst deine Kolonie etwas kühler und fütterst weniger oder? Falls du vor hast die Kolonie länger zu halten kann ich dir noch sagen was dich erwartet.
Ich musste meine Kolonie aufgrund eines bald anstehenden Umzugs verkaufen aber eigentlich bin ich auch etwas froh das die Kolonie jetzt weg ist. Am Ende waren es sicher 4000-5000 Ameisen mit Bergen von Brut.
Der verbrauch von Invertzucker und Ahornsirup war einfach nur noch extrem. Mehr als einen halben Liter haben sie in einer Woche getrunken.
Futterinsekten konnte ich praktisch vergessen. Viel zu wenig dran und die leeren Chitinhüllen hätten das Becken nur zugemüllt.
Also was habe ich verfüttert? Nicht gelogen es war jede Woche eine Packung Katzenfutter (Diese flachen viereckigen Schachteln) Diese wurden restlos gefressen. Am Ende der Woche konnte ich die leere Schachtel mit einer Pinzette aus der Arena entfernen.
Keine Katzenfutter für die Woche? = Ausbruchsversuche ohne Ende. Die sicher über 2cm großen Majore konnten sogar die Plastik Beckenverbinder bearbeiten.
Der Ausbruchsschutz war dann oft an einem Tag abgelaufen und ich musste dann aufwändig die Ameisen vom Deckel entfernen.

Gut das ganze klingt jetzt nicht so schön aber jetzt kommt noch das beste und warum ich persönlich diese Art nie wieder halten werden und ich es auch jedem abraten kann.
Kurz gesagt es war ihre Ameisensäure. Ich konnte echt nur noch mit Schutzmaske an die Arena weil sobald ich den Deckeln hochgehoben habe hat mir der Hals gebrannt und die Augen getränt.
Was unsere heimischen Waldameisen verspritzen ist eine absoluter Witz im Vergleich.

Hier ist noch ein Video wo ich einen großen Shrimp verfüttert haben. Der war am nächsten morgen einfach verschwunden.


Ach ja die Kolonie wäre jetzt erst knapp 1 Jahr alt geworden.
(Habe die Königin mit 11 Arbeiterinnen im August 2018 bekommen)

Ich weiß jetzt nicht ob das alles wirklich hier in den Diskussionsthread gehört aber ich wollte dir mal sagen auf was du dich vorbereiten solltest.

Grüße
Formi

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