Pharaoameisen

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Pharaoameisen

Beitragvon Jan » 3. August 2005, 18:56

Hallo,
obwohl es in NEO 's Beitrag schon durchgeklungen ist, würde ich trotzdem gern noch mal wissen warum Pharaoameisen so gefährlich sind.
"Wie ist das genau? Die Blattschneider Ameisen züchten ja dieses Pils,..."- ein Forenteilnehmer

Blattschneiderameisen: Braukultur, lange bevor es Menschen gab...
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Beitragvon Antastisch » 3. August 2005, 19:01

Bitteschön: http://www.bbghev.de/download/pharao.pdf

Ich sehe grade, dass dort nicht viele Informationen über die Gefahr der Pharaoameisen stehen, also doch Ergänzungen von mir.

Sie sind wie gesagt eine Pestant, die sich in Häusern festsetzt und sich durch Zweignestbildungen und schnelle (Inzest)vermehrung rasend verbreitet. Durch die Zweignestbildung kann man sie nur sehr schwer ausrotten.

Sie gelten außerdem als gefährliche Krankheitsüberträger, denn wenn sie auf Nahrung herumalufen verunreinigen sie diese.

Besonders in Hospitalen sind sie eine Plage, außerdem knabbern sie gerne an frischen operationswunden, was oft Infektiöse Verunreinigungen mit sich bringt. Es heißt sogar, sie knabbern die Haut von Säuglingen an.
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Beitragvon Witzman » 3. August 2005, 19:02

Stichwort Inzucht.

Maennchen und Jungkoeniginnen der seben Kolonie paaren sich im Nest und bilden Zweignester.
Auch ein paar Arbeiterinnen, die mit Brut entkommen, koennen aus diesen dann Geschlechtstiere aufziehen, und schon haben sie ein neues Nest.

Sie sind sehr schreckhaft, wodurch sich die Kolonie bei Gefahr einfach aufteilt.
Dadurch sind sie, wenn sich einmal ein Nest etabliert hat, fast nicht wieder wegzubekommen.

cu
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http://www.AmeisenWiki.de
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RE: Pharaoameisen

Beitragvon Jan » 4. August 2005, 10:44

Krass! Danke für die Antworten.
"Wie ist das genau? Die Blattschneider Ameisen züchten ja dieses Pils,..."- ein Forenteilnehmer

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Beitragvon seth » 4. August 2005, 11:06

ich kann da aus erfahrung sprechen...wir hatten sie mal als "haustier". da war ich aber noch kein ameisenfreund. scheinbar haben wir sie an einem flughafen mit unseren koffern mitgeschleppt. wir haben zu haus immer nur ein paar gesehen, aber nach einem halben jahr krochen die einfach aus jedem spalt im haus. bis dahin hatten vier häuser in unserer nachbarschaft sie auch schon. unser kammerjäger allein hat damals allein schon ca. 2000Dm gekostet für ein jahr, bis sie endgültig weg waren...also wirklich keine sehr begehrenswerte meisenart!
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lang bitte trotzdem lesen- danke

Beitragvon Conny » 5. Februar 2006, 23:56

Boah....3 Versuch....(immer kommt sie sind nicht angemeldet-definitiv DOCH)

Hallo,
habe mich nur wegen den Pharaos reg.
Ich habe die nämlich in der Wohnung.
Bisher beschränken sie sich -noch- auf Küche und Bad.
Sind auch vom Experten bestimmt (;) *wink* Holger, wenn du das liest- wollte dich nicht schon wieder per mail nerven :rolleyes: und daher...)

Nachdem mich Herr Prof. Buschinger wegen der Gefährlichkeit (habe das alles gelsesn) eher beruhigt hat, lese ich jetzt HIER wieder SOWAS :eek:
Bei mir krabbelt und wühlt nämlich ein 1 Jähriger Knirps in allen Ecken und Ritzen und so...
Und Essen KANN ich nicht hermetisch abriegeln- geht bei Kindern einfach nicht, und der Knirps läßt auch mal was (versteckt) liegen und "findet" es dann wieder,mjam,*igitt*, ich weiß, und erst recht wenn ich an die Ameisen denke...
Unser Vermieter ist auch der Verursacher. Konditorei direkt im Haus und auch Ameisengekrabbel...
Leider läßt er sich nicht belehren, WAS da krabbelt, er weiß es X( sind Ameisen -fertig- und tut eher ganz entrüstet wen man was sagen will.

Über den Hausverwalter hat er uns ein Gift "Pharomet" gegeben.
Das ist so graubraunes Granulat und wird anscheinend nicht aufgenommen.
Kurz nach Auslegen stürzen sich die Biester drauf und schleppen das weg. Das Granulat ist aber größer, als die Schlupflöcher. Das ist immer gut zu beobachten, wie sie dann ziehen, zerren und schieben. Zu guter Letzt fällt das Zeug dann runter und das Interesse geht verloren. Man läuft wieder dran vorbei und läßt es links liegen X( .

Ich habe es auch schon versucht in Zuckerwasser aufzulösen, mit echt durchschlagendem Erfolg: Das Zuckerzeug setzte sich ab und wurde natürlich wie doof weggesüffelt, das Granulat löst sich nicht und liegt noch da- war tolles Futter :rolleyes:

Für ein paar tage dachte ich, das Gift wirkt DOCH, weil plötzlich kaum noch welche zu sehen waren.
Aber hier im Haus wird komplett umgebaut und ein HILTI rattert seit Wochen jeden Tag.
Das Haus vibriert und ich denke mal, daß sich die Ameisen nur zurückgezogen haben, denn nach ein paar tagen Ruhe ging das Gekrabbel wieder los.

Jetzt ein paar Fragen:

Nach gut 3 Monaten Gift auslegen sollte sich doch langsam mal was TUN, oder?

Die Firma, die das Granulat verkauft bietet auch GEL an...das mal ausprobieren?

Wie putzen?

Ich will ja nicht die Wegmarkierungen zum Gift wegputzen, oder finden die das immer wieder?

Alle Biester die man sieht "erledigen"?

Ich meine nämlich zu beobachten, daß sie sich dann neue Wege suchen, wenn von den "alten Wegen" keine mehr zurückkommen...
Deswegen laufen die im moment noch ziemlich unbehelleigt, möchte aber echt mal richtig durchputze, und alle Straßen dabei wegputzen....

Ehrlich, ich steh hier abends gute 2 Stunden abwechselnd in Küche und Bad um die zu beobachten....

Danke fürs lesen (ich brauch echt "Leute" mit denen ich da drüber reden kann....)

mfg
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Beitragvon heldgop » 6. Februar 2006, 00:12

du kannst das gift ja mal zermahlen und dann mit zucker mischen.

mfg
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Beitragvon LilWyte » 6. Februar 2006, 08:50

Hallo Conny,

die Bekämpfung der Pharao-Ameise ist eine äußerst langwierige Angelegenheit, da sie durch Zweignestbildungen faktisch überall sein könnten. In Deinem Fall würde ich Dir eher empfehlen, da Du ja auch einen kleinen Knirps hast, einen Experten (Kammerjäger) zu Rate zu ziehen. :(

Drück Dir die Daumen! ;)

Gruß LilWyte
Je kleiner der Geist, um so größer die Einbildung.
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