Ameisenart - Haltungsdauer - Koloniegröße

Allgemeine Fragen und Themen über europäische Ameisenarten.

Ameisenart - Haltungsdauer - Koloniegröße

Beitragvon benai » 11. März 2007, 23:25

Nabend,

mich würde mal interessieren wie alt eure Kolonien sind und wie viele Arbeiterinnen die Kolonien so haben. (wäre schön wenn es auch Zwischendaten gäbe, also mit 1 Jahr mit 2 jahren usw; wenn nicht auch nicht schlimm)

Ist nämlich interessant, so könnte man die Größe seiner Kolonie/Kolonien einzuschätzen und sich auch auf deren Wachstumsvermögen einzustellen.

Ich persönlich kann leider nix angeben^^ zumindest nix was wirklich hilfreich wäre.

gruß
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AW: Ameisenart - Haltungsdauer - Koloniegröße

Beitragvon Patrick » 11. März 2007, 23:34

Crematogaster sp. aus Argentinien ist meine größte Kolonie, die ich gerade habe. Sind mehr als 500 Arbeiter und das in ca 3 Monaten ;)

Die anderen Arten, die ich halte, sind nich derartig groß.

Viele Grüße
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Beitragvon Rolande » 12. März 2007, 02:23

Camponotus ligniperda - über 8 oder 9 Jahre.

Haltungen sind oft sehr lange möglich.

Gruß Rolande
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Beitragvon Patrick » 12. März 2007, 15:35

@ Rolande: Hälst du dir Camponotus schon so lange? Wenn ja, wieviel Individuen hat die Kolonie?

Grüße
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Beitragvon Oberst Emsig » 1. April 2007, 14:37

Würde mich auch interessieren.


@all

Möchte diesen Thread gerne weiterführen, denn es geht hier ja um einen äußerst wichtigen Punkt in der Ameisenhaltung!
Ich wundere mich, warum dieses Thema relativ selten besprochen wird, aber das liegt wohl daran, dass viele Halter gar nicht so lange Ameisen halten, bis diese Fragestellung interessant wird.

Hält man Ameisen und das auch noch erfolgreich und ausdauernd, wird sich jeder einmal die Frage stellen: "Bis zu welcher Koloniegröße ist mir die Haltung möglich?"

Diese Frage sollte man sich natürlich schon am Anfang stellen und es sind viele Faktoren mitbestimmend bei der Beantwortung derselben:
- Welche Art halte ich, wie schnell wächst die Kolonie, wie viel Platz beanspruchen diese (oft unterschiedlich durch simple Größe der Individuen -> Lasius sp. < Camponotus barbaricus)
- habe ich die finanziellen Mittel (Becken, Beleuchtung, Futter)
- bin ich ausdauernd genug (Pflege, die immer aufwenidger wird)
- habe ich den nötigen Platz für die Becken
- halte ich noch andere Arten, die ebefalls wachsen werden
usw...

Ameisen passen sich in ihrem Wachstum ja nicht an die Umgebungsfläche an. Viel eher kann man ihr Wachstum ein wenig mit der Regulierung der Temperatur, aber vor allem durch die Zugabe von Futter beeinflussen.
Aber ist es sinnvoll die Kolonie hungern zu lassen?
Wahrscheinlich eine sehr umstrittene Frage. Ich selbst würde soetwas nur in sehr kleinem Rahmen machen, denn die Ameisen werden unruhig und ausbruchsfreudiger, außerdem soll es den Schützlingen ja gut gehen (Bedürfnisse sollen erfüllt sein, wenn man sie durch die Haltung sowieso schon einschränkt).


Was kann man tun, wenn es zu viele Individuen werden oder schon sind?

Scheinbar viele Halter halten eine Art nur für eine bestimmte Zeit und geben diese dann wieder ab. Sicher eine gute Möglichkeit, wenn man Abwechslung sucht. Genügend Interessenten gibt es ja.
Dazu muss die Kolonie aber noch überschaubar sein und auch transportabel.
Sehr gut geeignet ist dazu die Haltung in YTong Nestern. Hier muss man nur einen Gasbetonstein verschicken, oder anderweitig abgeben.
Hier fallen aber schon einige Arten weg, denn was macht man mit webenden Arten, oder mit Erdnestern? Ganze Becken abzugeben ist schon umständlicher (besonders wenn die Kollos schon sehr groß sind).

Manche Halter wollen auch eine große Kolonie heranziehen (die Masse machts) und wollen sich gar nicht unbedingt von ihren Lieblingen, die vllt von Königin an groß gezogen worden sind, trennen.
Was bleibt hier?
Im Notfall könnte ich mir vorstellen, gewisse Teile der Ameisen einzusammeln und abzubrühen. Wäre natürlich schön, wenn man diese Tiere dann noch sinnvoll verwerten könnte (Futter für eine andere Art?).

Also ich slebst habe ja nun vor, meine Cmaponotus substitutus sehr, sehr lange zu halten (fruet euch auf einen langen Haltungsbericht).
Faszinierend finde ich auch die Masse an Ameisen und hängen tue ich auch an ihnen. Sicher, würde ich auch gern mehrere Arten halten, oder welche die spezielle Verhaltensweisen habem, wie Weber, oder Blattschneider, aber ich muss auf eine einfachere Ahltung achten. In Kauf nahm ich dabei die Größe der Individuen, wodurch mehr Platzbedarf entsteht, aber auch eine weniger problematische Ausbruchssicherung und Beobachtung.
Das Problem einer Umsiedlung auf Grund einer Winterruhe der Anlage (die ja auf lange sicht immer größer wird) habe ich nicht, dafür aber ein ganzjähriges Koloniewachstum.
In den nächsten 3 Jahren habe ich auch nur mein Zimmer zur Verfügung, in dieser Zeit müsste aber der Platz für einige Becken ausreichen, danach gibt es mehr Platz in einer eigenen Wohnung, mit ellenlangen Schläuchen (sicher alles nur Zukunftsgedanken).
Verzichten tue ich auch wohl auf die Haltung von mehreren Arten,weil der Platz einfach nicht ausreichen wird.
Alles Überlegungen und Einschränkungen die man machen muss.



Jedenfalls bestaune ich Halter, die sich Ameisen der Gattung Atta halten. Selbst eine ganze Wohnung wird vermutlich schnell nicht mehr ausreichen (eine Wohnung plane ich ja schon für eine "normale" Ameisenart ein). Da muss schon irgendwann die Abgabe der Kolonie geplant werden, oder die Kolonie wird selbst leiden. Da diese Art aber nicht in YTongnestern wohnt, viele Becken beansprucht und einen sehr empfindliche Pilz hält, gibt es hier gr. Probleme.
Also ich würde diese Art niemals halten, wenn ich nicht schon einen Zoo als Abnehmer habe. Es bedeutet einfach seehr viel Aufwand und die Abgabe oder Überbrühung ist sicher.
Auch bei Acromyrmex ist das wahrscheinlich nicht sehr anders, obwohl einige von einem geringeren Wachstum sprechen und sich so beruhigen. Aber was heißt das schon im Vergleich mit einer Atta Art?!

Auch würde ich niemals Polyarchis dives halten, oder generell Weber (wie gesagt, wenn nicht eine langfristige Planung mit Abgabe der Kolonie besteht).
Ein schönes negativ Beispiel gab es bereits im Ameisencafe Forum. Warum soll man auch keine Namen nennen? Es war Erne, der seine Kolonie überbrühen musste. (Bericht leider nicht mehr existent)
Diese Art wird meiner Meinung nach irgendwann nur noch unkontrolliebar.
Das sie Weber sind brauch ich wohl nicht erwähnen, da lässt sich ein Nest nicht einfach mal woanders hinsetzen.

Naja, hoffe das liest sich jemand durch.
Würde mich wirklich interessieren was ihr so für Erfahrungen und Überlegungen gemacht habt. Sicher sind Infos von erfahrenen Haltern sehr interessant.

So jetzt muss ich aber das gute Wetter ausnutzen.
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Beitragvon Murex » 1. April 2007, 14:58

Oh da hat sich jemand aber angestrengt mit nem langen pst...:respekt:

Naja nun zu mir... Lasius niger - etwas mehr als 1 Monat - 10 Tiere incl. Queen
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Beitragvon Ant13 » 1. April 2007, 20:18

Meine: Lasius niger
Habe sie schon ca 3wochen und 7Arbeiter + queen und die ersten 6Puppen :)
Friss oder stirb!
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Beitragvon Ich92 » 1. April 2007, 20:45

Ohoh! Ich hab leider noch keine Kolonie wird aber bald folgen! Ich werde mir als erstes nur eine kleine Art (Lasius niger) bestellen und dann wieder schreiben.:yellowhopp:

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