Frage zu Koloniegründung

Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Rulamann » 25. August 2018, 20:58

Hallo Zusammen,

nachdem wir Anfang Juli in unserem Garten drei Königinnen fanden und diese in Reagenzgläser inkl. Wassertank hinter Wattepfropfen einquartierten, stellten wir diese Woche bei der Rückkehr aus unserem Urlaub fest, dass eine Königin erfolgreich Nachwuchs hervorgebracht hat.

Daraufhin haben wir auf die Schnelle etwas gebastelt. Über einen Schlauch können die Ameisen nun das RG verlassen und in eine "Arena".
In dieser haben wir bereits drei Fruchtfliegen platziert welche auch in das RG abgeholt und wohl verspeist wurden.
Erwähnen muss ich, dass das RG kein "echtes" RG ist, sonder ein viel längeres Glasröhrchen das ich gefunden hab, damit man sich nicht wundert.

Die Arena besteht aus einer Plastikkiste mit gegipstem Boden, am Deckel haben wir eine Öffnung angebracht und mit Paraffinöl gegen Ausbruch gesichert.

Die Kolonie besteht aus der Königin und rund 20 kleinen Ameisen (Pygmäen?)

Bislang verbrachte die Königin ihre Zeit ausschließlich im inneren des RG in unmitrtelbarer Nähe des Wattepropfens hin zum verbiebenen Wassertank. Seit heute früh aber, verbringt die Königin zunehmend Zeit am Übergang zum "hellen", also dem nicht abgedunkelten Bereich des RG. Man könnte annehmen die Königin macht anstalten das RG zu verlassen. Richtig weit raus traut sie sich aber bislang nicht.

Bisher haben lediglich einzelne kleine Ameisen die Aren aerkundet, am Honigwasser geleckt, eine der Fruchtfliuegen geholt und sind dann aber wieder im RG verschwunden.

Mit der Wasserhaltung bin ich mir unsicher. Es scheint dass der Vorrat im RG bald zur Neige geht.Ich betreufele die Arena ab und an mit Wassertropfen.

Ist es normal, dass die Arean bislang kaum besucht wird?

Bedingt durch die Länge des RG beträgt die Wegstrecke zwischen dunklem Nest udn Arena ca. 30 cm.
Ist das vielleicht zuviel ?

Die Kleinen haben bereits jede Menge Gipsbrösel gelöst( wie aucxh immer ?!) udn schleppen diese an die Stelle wo dieKönigin seit heute früh gerne mal sitzt, also den Übergang zwischen dunklem und hellem Bereich.

Anbei einige Bilder der Arena.

Wir würden uns riesig freuen wenn ihr uns Tips für die nächsten Schritte geben könntet bzw. einen Kommentar zur momentanen Situation hättet.

Das die kleinen zeitnah ein "Nest" benötigen ist mir bewußt und ich habe heute bereits eine passende Dose von IKEA besorgt um etwas zu basteln.
LG
Rulamann
Dateianhänge
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"neuer Hauptaufenthaltsort der Königin"
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Gesamtansicht
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Hier sieht man die Gipsbrösel am Übergang von Glas zu Schlauch
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Re: Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Roteameise » 25. August 2018, 23:38

Hallo,
Es ist völlig normal das sie am Anfang nicht oft in der Arena ist. Der weg zur Arena ist auch nicht zu lang. Einmal in der Woche sollten sie 2-3 Fruchtfliegen oder 1 Größeres Insekt bekommen und Zuckerwasser oder Honigwasser. Das sie denn Eingang des RGs verkleinern ist völlig normal. Darf ich fragen wie du das Nest aus der IKEA Box baust ?
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Re: Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Quader » 27. August 2018, 08:19

Finde den Standort vielleicht etwas ungünstig. Wie sieht es denn mit Sonne und Hitze aus? Vielleicht wird es ihr darin einfach zu heiß. Ameisen regulieren sich ja selbst, wenns zu heiß mit der Abdeckung wird gehen sie eben in den kühleren Schlauch. Das wäre logisch und ein Standortwechsel vielleicht empfehlenswert.

Grüße
Quader
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Re: Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Rulamann » 27. August 2018, 21:26

Danke für das Feedback.

@Roteameise
Gut gefallen tut mir die Idee von ReliAnt der mit den godmorgon boxen von ikea und einem Gips /Sand/Lehm Gemisch recht ansehnliche formicarien baut.

download/file.php?id=51676&mode=view

Hab bereits erste versuche gemacht, bin aber noch nicht ganz zufrieden und probiere noch ein bisschen.

@Quader
Der Standort ist zwar am Fenster, allerdings geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung.
Allerdings habe ich etwas sorge wegen meinem 'überlangen' Reagenzglas.
Es ist eine rund 40 cm lange glasröhre.

Aus der hätte ich sie gerne raus vor der winterruhe.
Mein Plan ist, den Ameisen mittels T-Stück im Schlauch den weg zur neuen Arena + Nest (aus ikea Box) zu zeigen damit sie hoffentlich umsiedeln.

Meint ihr ich kann noch hoffen dass das klappt bzw etwas dafür tun im sie zu animieren....
Rulamann
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Re: Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Quader » 28. August 2018, 16:26

Hallo Rulamann,

die Idee die dir so vorschwebt halte ich an sich für gut. Allerdings wäre ein Nest in der Größe vermutlich erst nächstes Jahr wirklich lukrativ.
Habe letztens etwas ähnliches gebastelt, mit zwei Nestern in einem Block, wo ich dann einen Eingang verschließen werde um das Nest erstmal klein zu halten. Vielleicht auch etwas was du tun solltest, da 1-2 Kammern vermutlich momentan mehr als genug sind.
Um das neue Nest attraktiver zu machen solltest du es feucht halten, lichtgeschützt und vor allem adäquat groß.
Ein Umzug könnte dann noch mit Lichteinfall ins alte "Nest" beschleunigt werden, wobei man abwägen muss ob es nicht sinnvoll wäre die Ameisen einfach da zu belassen wo sie sind. Notfalls kann man am Schlauch ja auch noch eine RG-Tränke anbringen falls ihr aktueller Wasservorrat zur Neige gehen sollte.
Aber falls dies für dich keine Option darstellt kannst du es wie gesagt versuchen sie mit Licht zu verscheuchen.
EDIT: Ich würde übrigens gleich die alte Arena abstöpseln und gegen die neue mit Nest eintauschen, so wären sie gedrungener ins neue Gebiet vorzustoßen.

Grüße
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Re: Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Sammuel » 28. August 2018, 22:46

Quader hat geschrieben:..um das Nest erstmal klein zu halten. Vielleicht auch etwas was du tun solltest, da 1-2 Kammern vermutlich momentan mehr als genug sind. Um das neue Nest attraktiver zu machen solltest du es feucht halten, lichtgeschützt und vor allem adäquat groß.


Meinst du mit adequat groß es erst einmal klein zu halten?
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Re: Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Quader » 29. August 2018, 17:42

Richtig, lieber nur so viel Platz wie dieses Jahr auch gebraucht wird.
Das gezeigte Nest im Link ein paar Beiträge weiter oben wäre meiner Meinung nach für weniger als 100-200 Arbeiterinnen wohl viel zu groß. Verglichen mit der Natur wo sie meist nicht mehr Kammern haben als wirklich nötig kommt so einfach viel zu viel Platz zum Zumüllen raus.
Es wäre doch schade, wenn ein so liebevoll gemachtes Nest dann vor sich hin schimmelt noch bevor es überhaupt richtig benutzt wird.
Bei der Kammergröße würden wohl grob geschätzt zwei Kammern für dieses Jahr ausreichen. Vorallem wenn man bedenkt wie Ameisen ihre Brut stapeln.
Generell wäre es vermutlich eh besser erstmal ein Nest für die Winterruhe zu machen und sich nächstes Jahr um ein größeres zu kümmern.
Vielleicht noch bisschen von meinen Erfahrungen mit Nestern:
Pheidole yeensis stapeln Brut ohne Ende, ein geplantes Ytongnest mit 13x15cm wird da vermutlich auch etliches an Ameisen beherbergen können. Vor allem wenn man dran denkt das ein mal 100+ Arbeiter mal in ein Standard RG gepasst haben.
Camponotus rufipes wohnen aktuell im Gipsnest, zwei Kammern die rund 3x6cm groß sind langen da für 30 Arbeiter und die kommende Generation also über 60 Ameisen komplett aus. Wenns eng wird werden sie auf die Gänge ausweichen, der Moment in dem ich ihnen was neues geben werde.

Hoffe das verschafft Klarheit.
Grüße
Quader
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Re: Frage zu Koloniegründung

Beitragvon Rulamann » 4. September 2018, 19:52

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IMG_20180904_2022475.jpg
Kurzes update

Habe nun das ursprüngliche Gips Nest gegen ein Gips Lehm -Sand-Nest a la ReliAnt getauscht. ;)
(Danke ReliAnt falls du dies liest, macht Spaß damit zu modellieren. ;))

Mein Hauptproblem ist, dass die röhre in der die 20 Arbeiterinnen samt Chefin hausen, extrem unhandlich und zudem auch noch auf einer Seite gesplittet ist.Ausserdem geht der Wasservorrat so langsam in Bälde zur Neige.

Ich geh davon aus, dass ich Lasius niger habe von denen ich überall lese, dass sie ungern ihr Nest wechseln.

Ich hab ihnen jetzt mal ein abgedunkeltes reagenzglas samt wassertank in die Arena gelegt da ich dem gips-lehm-sand Nest nicht so traue.

Noch eine Frage an die erfahrenen:
Schlüpfen denn die Arbeiterinnen noch aus den Eiern die die Königin gelegt hat bevor es in gut vier Wochen in die winterruhe geht oder was geschieht mit der brut?

Anbei noch ein paar Bilder:
Rulamann
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