Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

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Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon Diffeomorphismus » 9. Dezember 2016, 16:49

Eine sehr interessante und sehenswerte Dokumentation rund um den Honig und die Imkerei:

Auf Brot oder im Tee, Honig ist in Deutschland so beliebt wie sonst nirgendwo auf der Welt. Woher kommt unser Honig, wenn nicht jeder "regionale" Honig wirklich aus der Region stammt?
Außerdem werden dem Honig wahre Wunder-Wirkungen als Heilmittel zugeschrieben. Hält uns der Honig wirklich gesund? Selbst noch der vom Discounter?

45 Min begleitet deutsche und ausländische Imker durch das Bienenjahr, klärt über die modernen Produktionsbedingungen für eines der ältesten bekannten Lebensmittel auf, das im unverfälschten Zustand praktisch ewig hält - selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Etiketten etwas anderes suggeriert.




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Re: Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon blackbird1 » 9. Dezember 2016, 20:22

Ich bekomme Gastritis und Allergie Symptome vom Honig also für mich ist das ekliges Teufelszeug...(leider?.)
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Re: Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon benai » 9. Dezember 2016, 20:40

Hallo,

interessanter Bericht.

Am interessantesten empfand ich die Aussage, das die guten Stoffe sprich das was die Bienen via Drüsensekrete, Speichel usw. hinzufügen nur 3-4% Prozent ausmachen und der Rest Zucker und Wasser ist. Und dadurch das dass Kreuzkraut auf dem Vormarsch ist Honig auch giftig sein kann. Was keine Neuigkeit ist, da die Viehbauern schon länger rumheulen wegen dem Zeug.

Interessant fand ich die kurze Aussage zu dem Antibiotika und der Varroamilben. Das Antibiotika auf Dauer nix bringt und es da nur zu Resistenzen kommt und er nun mit Säuren (?) arbeitet. Kennen wir ja schon aus den Mastbetrieben und vom Menschen allerdings hat das wenig Konsequenzen mit sich gebracht. Hauptsache das Fleisch ist billig und die Medis kommen an den Mann oder die Frau.

Witzig ist das die Killerbienen die ja einen negativen Ruf haben in Mexiko die einzige Bienenart ist die noch da ist weil sie alle anderen gefressen hat und daher der würzige Geschmack im Honig kommt^^.

gruß
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Re: Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon Dottakopf » 11. Dezember 2016, 00:34

Also.. da ich mal ne zeitlang damit gespielt hatte selbst Imker zu werden, möchte ich euch einige Infos dazu geben.

Überall wo "Deutscher Honig" drauf steht. Ist absolut nur Deutscher unbehandelter(!) Honig drin.
Sofern auf diesem Honig nicht Akazien/Lindenhonig steht kristallisiert dieser auch aus.
Das finden Kinder und leider ich auch eher unschön ist aber ein absolut deutliches Zeichen für absolut guten Honig!!
"Deutscher Honig" MUSS absolut unbehandelt sein, jede andere Bezeichnung ist nicht zulässig wenn dieser behandelt wurde.
Das heißt auch, da ist kein Zucker oder sonst was extra drin.. so wie es aus der Wade kommt wird es abgefüllt.. es ist sofort genießbar!

Honig von Heimischen Imkern ist in keinem Jahr absolut gleich, auch kann man den Bienen nicht befehlen so Ihr fliegt bitte nur den Löwenzahn an aber den Klee lässt Ihr bitte.
So ist das auch mit dem Springkraut.. Honig der mit Springkraut erzeugt wurde schmeckt auch nicht sooo dufte, noch dazu kristallisiert(Steinhart) dieser auch schnell aus. Ich wenn das zeug in meinem einfluggebiet hätte würde es gleich vernichten !

Warum ist der übliche Otto Normal Verbraucher Honig immer so toll schön flüssig ?
Das liegt daran das es sich hierbei um Massen von verschiedenen Honigen handelt. Diese werden mittels Hochdruckfiltration und starkem erhitzen alle Kristaline entzogen, darum kann dieser nicht kristallisieren. Damit dieser immer "gleich" schmeckt gibt es tolle Computer welche die Zusammensetzung aus diesem und jenem Honig steuern.


Zur Behandlung:
Die Varoa.. eine wirkliche Bedrohung und schrecken jedes Imkers. Diese Milben sind in jedem Stock zu finden, das gehört einfach zum Imkern dazu.
Die Milben befallen nur die Bienen und nisten nicht im Honig oder so.. keine sorge das bleibt alles sauber.
Um die Varoa zu behandeln gibt es verschiedene feste Termine, eine der wichtigsten ist kurz vor bzw. eigentlich schon während des Winters wenn sich das Volk in der Wintertraube befindet. Hierbei wird das Volk mit Säure XY (Habe nur gutes über Milchsäure gehört) behandelt. Zu dieser Zeit hat das Volk keinen Honig, außer das was in den Futterwaben(außerhalb der Traube..) drin ist. Eine Futterwabe befindet sich auch nicht in der HonigZarge, diese ist getrennt und wird nur zu Tracht aufgesetzt..also auch hier kommt nix an den Menschen.
Auch so ein Lebenszyklus der Biene von Behandlung bis zur Tracht... diese Bienen erleben das überhaupt nicht mehr da Sie zu "alt" sind..also auch hier kein Kontakt.

Ich denke ich habe hier noch ganz viel vergessen und lasse mich gerne gerne ergänzen :)

zum Abschluss:
bei einem Imker(Privatperson <20 Völker) kostet der Honig ca. 7€ wenns deutlich drunter ist, ist doch was komisch.. Das Glas Akazienhonig für 7,50€ im Laden ist also schon ein Dumpingpreis..
Bilden sich Kristalle in eurem Glas(auch verschlossen) ist das wirklich sehr gut ! Es ist ein Qualitätsmerkmal !!! Einfach das Glas langsam erwärmen und es ist wieder alles gut !
Zu viel Hitze killt die Inhaltstoffe und es ist wieder instanthonig :)

Schade das hier bei uns Sperrgebiet ist, scheiß Faulbrut...


nein ich bin kein Hippi, mein Schuhe sind von Kinderhänden gefertigt und meine Handys töten arme Chinesen, ... Jeans Hosen für 15€ ..leider Geil
Gruß
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Re: Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon Sajikii » 11. Dezember 2016, 10:17

Lieber Dottakopf, du bist mein Held des Tages! Du hast so ziemlich die wichtigsten Details auf den Punkt gebracht, sodass es auch Laien verstehen können. Wenn man die Google-Suche aktiviert und nach "Inhaltsstoffe Honig" bei "Bilder" sucht, findet man rasch bunte Tabellen die aufzeigen, wie wertvoll der Honig ist. Man sollte auch die gute Kraft und Wirkung der Pflanzen nicht unterschätzen, die man ebenso im Honig hat!

Es ist leider schon oft passiert, dass der heimische Honig keine Wertschätzung erfährt, wirklich traurig. Da sieht man, wie blauäugig die Welt doch geworden ist! Dafür aber lieber Nutella essen... :huh:

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Re: Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon Erne » 11. Dezember 2016, 13:06

Wird auch immer wieder hervorgehoben, dass Bienen dem Honig Substanzen zugeben die den Honig mit konservieren, die Mikroorganismen und Pilze abtöten.
Ist das für Ameisen, besonders deren Larven wirklich zuträglich?
Oder kann das zu Entwicklungsbeeinträchtigungen führen, denke da an Mikroorganismenabtötung im Darm der Larven, die dort für Verdauungsprozesse gebraucht werden.

Grüße Wolfgang

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Re: Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon Dottakopf » 11. Dezember 2016, 15:05

Naturhonig im Sinne von "Deutscher Honig" oder dem Imker um die Ecke, im absoluten Zweifelsfall den Honig einfach einige minuten in heißem/kochendem Wasser "überbrühen".
Schlecht wird er dadurch nicht...

Sicher ist einigen schonmal aufgefallen das in den fertigen Honig Zuckerlösungen sich auch nach einiger Zeit Kristalle bilden können(Vielleicht hat es manch einer als Schimmel abgetan). Das kommt aber vom Zucker der in die Lösung eingeführt wurde um den Honig noch mehr zu verflüssigen.
Würde man mit Wasser den Honig verdünnen würde dieser wahrscheinlich schnell schimmeln.

Wird auch immer wieder hervorgehoben, dass Bienen dem Honig Substanzen zugeben die den Honig mit konservieren, die Mikroorganismen und Pilze abtöten


Habe ich so in den Imker-Foren noch nicht gelesen, denkbar ist es schon. Der Hauptgrund warum Honig sich aber so lange halten kann(Jahrhunderte bei richtiger Lagerung #Pyramiden) ist der sehr geringe Wasseranteil im Honig. Dieser Wasseranteil bestimmt auch ab wann ein Honig geerntet werden darf. Hierzu nutzt der Imker ein Refraktometer. Auch wenns nicht so aussieht ist Honig ein sehr "trocknes Produkt" :)
Das Mindesthaltbarkeits Datum auf den Honig Packungen dient einfach nur der Absicherung des Produzenten. Wenn nicht sogar als anreiz den Käufer zu einem Neukauf anzuregen, ist ja "abgelaufen".

Viele Imker haben teilweise Honig aus vor 2 Jahren noch im Keller gebunkert und noch nicht abgefüllt. Der Verkauf an Großabnehmer würde ich auch nur machen wenn ich sofort Geld bräuchte. Ein Beispiel: auf dem Markt am Sonntag verkauft Ihr das für 7€ beim Industrieabnehmer für unter 3€ und wenn der irgendwas beanstandet kanns auch mal praktisch nichts sein....
(Reich durch Imkern.. wird man leider nicht, ist aber eines der wenigen Hobbys die sich Kostendeckend betreiben lassen. Aber auch nur wenn man weiß was man tut, Imkern hat schon teiweise was von Vodoo Zauber...)

überlegt doch mal.. habt ihr schon mal irgendwo eine verschimmelte Honigpackung gesehen ? xD (nicht Kristalisiert.. )

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Re: Honig: Wirklich so gesund? (NDR-Dokumentation)

Beitragvon hundelover32 » 13. Februar 2017, 17:04

Interessante Doku, habe ich gern geschaut. Mag persönlich Honig sehr, aber versuche ihn in guter Qualität zu kaufen und in Maßen zu essen. Lg
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