Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Unterfamilie: Formicinae

Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 1. Mai 2016, 13:19

01.05.2016

So gut wie heuer lief's wohl noch nie: alle Arenen sind gut besucht, beide Zugänge werden rege genutzt, aber es gab bislang nur 2-3 Öltote und ein paar Wasserleichen in den Tränken. Der große Run auf den Ausbruchsschutz bleibt bislang aus, alles bewegt sich dort, wo es soll. Nachts steigt die Aktivität deutlich an.

Anfangs des Monats hatten sie eine durstige Phase, die Tränken leerten sich recht schnell. Mittlerweile hat sich das Verhalten wieder gegeben, obwohl ich nichts weiter unternommen haben (also keine Farmbewässerung etc.).

Am 15.04. gab's zur Abwechslung von der Mehlwurmpuppendiät ein Stück rohes Schweinefleisch mit Blut, das sehr gut angenommen wurde. Leider habe ich das Foto dazu versehentlich wieder gelöscht. Ansonsten ist die Protein-Ernährung, wie gesagt, noch immer sehr einseitig, da aufgrund der Witterungsverhältnisse draußen kaum Insekten zu finden sind.
Beim Süßen ist Zuckerwasser mit Rohrzucker der Renner. Honig geht hingegen schlecht, allerdings habe ich gerade auch nur Langnese sowie Lindenblütenhonig aus Polen und Wildblütenhonig aus dem Ausland da. Ist vielleicht nicht ihr Geschmack, normalerweise verfüttere ich heimischen Imkerhonig. Oder der Zucker zieht einfach generell mehr.

In der Glasarena türmt sich mittlerweile in ansehnlicher Abfallhaufen.

Vor einigen Tagen lag ein kleiner Puppenstapel in einem der Schläuche in Nestnähe, der jedoch schnell wieder abtransportiert wurde.

DSCN1855[1].JPG
Abfallhaufen
DSCN1866Kopie.jpg
Zuckerwasser

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Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 21. August 2016, 11:57

23.06.2016

1 Spinne entdeckt: gut versteckt unterm Schreibtisch hinter einem unter der Tischplatte befestigten Querbrett. Den Spinnweben und ihrer Größe nach ist sie schon vor längerer Zeit eingezogen. Es fand sich auch ein ansehnlicher Haufen toter Ameisen.
Die Umsiedlung nach draußen ist erfolgt.
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Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 21. August 2016, 12:06

23.07.2016

Meinen Urlaub Anfang des Monats (Katzenfutter-Diät) haben sie gut überstanden. Aktuell gibt's hauptsächlich Fliegen. Wetterbedingt liefert der Müllplatz grade gut.
Und meine Mehlis brauchen z.Zt. recht lange zur Verpuppung: ich habe erst vor wenigen Wochen neue gekauft. Sie lagern in einer Box im Kühlschrank; etappenweise hole ich immer einige in eine zweite Box ins Zimmer zur Verpuppung. Aber sie sind wohl noch recht jung, es dauert.

Ab und an entdecke ich mal ein kleines Spinnchen mit einigen Leichen.

Heute wurden mal wieder die Farmen gecheckt. Auch hier gibt's nicht wirklich was Neues:
Farm 1: feucht
Farm 2: nicht mehr ganz so trocken. Habe auf Bewässerung verzichtet, da sich Tiere drin aufhielten (scheint also doch irgendwie zu passen) und sie ja eine feuchtere Ausweichmöglichkeit haben. Wasser drin ist schnell, aber raus geht es leider nicht mehr so leicht
Farm 3: schwer zu prüfen, da der Ausbruchsschutz versandet und die Farm gut bewohnt ist. Scheint so mittel zu sein

Da es im Ameisenzimmer so knapp 25 Grad, kühle ich Farm 2 derzeit mit Kühlakkus, die 2x/Tag gewechselt werden

In den Arenen herrscht derzeit wenig Aktivität. Fleisch geht ganz gut, Honig wird dagegen schlecht genommen. Ich glaube, meine Mutter hat sie mit letzterem im Urlaub ziemlich vollgepumpt :) .
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Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 21. August 2016, 12:33

20.08.2016

Fliegenmade vs. Lasius niger: heute gab's 5 Maden frisch aus der Biotonne. 3 lebende, 1 halbtote und 1 tote. Obwohl die Arena, in die ich das Futterschälchen mit den Maden platzierte, kaum besucht war, fanden sich nach kürzester Zeit die ersten Ameisen ein. Made 1 wurde ziemlich schnell abgeschleppt, Made 2 attackiert, d.h. eine Ameise verbiss sich in den Madenkopf und zerrte. Dabei scheint sie sich jedoch selbst verletzt zu haben: jedenfalls kreiste sie kurz darauf desorientiert wirkend und wild die Fühler putzend durchs Schälchen. Sie ignorierte die Maden und schaffte es nicht mehr, den Schalenrand hochzuklettern. Irgendwann wurde Made 2 von 2 anderen Ameisen ebenfalls in die Untiefen des Bodengrundes gezogen.
Währenddessen krabbelte Made 3 (die kleinste) gemütlich aus der Schale, drehte draußen unbehelligt einen Kreis und krabbelte wieder zurück. Erst dann wurde sie von einer neu hinzugekommenen Ameise gepackt und verschleppt.
Die Maden 4+5, obwohl die leichteste Beute erregen am wenigsten Aufsehen. Eine Ameise zerrte eher halbherzig an Made 4 rum, Made 5 wird lange ignoriert bzw. nur mal kurz angesehen.
Ca. 5-10 Minuten nach dem Einsetzen kreisen die desorientierte und 2 weitere Ameisen lebhaft durchs Futterschälchen, ohne die verbliebenen Maden 4 und 5 recht zu beachten. Nochmals ca. 10 Minuten später ist nur noch Made 4 - jetzt tot- zusammen mit 4 Ameisen vor Ort. Nach einer weiteren Viertelstunde ist das Schälchen leer, die Arena so ruhig und wenig besucht wie vorher.

Wohin die Erbeuteten gebracht werden, ist leider nicht erkennbar: an den Arenaausgängen tauchen sie jedenfalls nicht auf, d.h. sie werden offenbar versteckt vor Ort verarbeitet.
DSCN2090Kopie.jpg
DSCN2095Kopie.jpg
Die Ameise links ist die Desorientierte


Generell läuft alles schon wieder im ruhigen Spätsommermodus, obwohl ja heuer noch nie extrem viel los war. Was mich etwas irritiert ist, dass ich schon lange keine leeren Puppenhüllen mehr gefunden habe. Da Fleisch jedoch durchgängig genommen wird/wurde, scheint alles in Ordnung zu sein. Vielleicht lagern sie sie ja auch nur nicht auf dem bisherigen Müllplatz in der eckigen Glasarena sondern anderswo.

Als "besonderes" Futter gab's in letzter Zeit auch mal lebende Mehlmottenlarven und immer mal wieder Schweineblut (vom Schnitzel). Erstere wurden diesmal wirklich erbeutet und spannen sich nicht - wie in Vorjahren - irgendwo unentdeckt ein.
Honig gibt's mittlerweile wieder überwiegend aus heimischen Landen.
DSCN2062Kopie.jpg
Ameisen mit Mehlmottenlarven
DSCN1903Kopie.jpg
Schweineschnitzelstück mit Blut


Farmcheck:
Farm 1: feucht und gut bevölkert, wie eh und je
Farm 2: minimal feucht; nicht strohtrocken, aber das feucht zu nennen ist fast zu viel. Zudem so gut wie ausgestorben. Da diese Farm zudem ziemlich ausgebaggert ist, habe ich jetzt mal feuchte Sand-/Lehmmischung nachgefüllt und bin mit 8ml zusätzlichem Wassers "in die Vollen gegangen". Mal sehen, ob sich was tut.
Die Reaktivierung der mittlerweile ausgetrockneten Mischung aus meinem Fundus klappte wunderbar mit Hilfe eines Blumensprühers: Erde zerkrümeln, ansprühen, vermischen. Je nach Bedarf wiederholen. Es entsteht feuchte, krümelige Erde, so wie nach dem Kauf.
Farm 3: feucht, wenig bevölkert, aber nicht leer

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Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 25. Dezember 2016, 21:05

29.08.2016

In den Biotonnen vorm Haus wubbeln die Maden, ca. 5-6 mm lang, schön schlank: handliche Lasius niger - Portionshappen, dachte ich. Also landete gestern ein Schwung lebender Maden in den Arenen. Es waren nur wenige Ameisen unterwegs und diesmal blieben es wenige. In einem Schälchen fanden sich mit der Zeit 3 Ameisen ein, die sich alle jeweils 1 Made schnappten - und alle wurden sie ausgenockt:
die Ameisen packten die Maden jeweils am Kopf. Letztere schleuderten sich durch so wilde Bewegungen mit dem Körper herum, dass sie die Angreifer mitrissen. Zurück blieben 3 verletzte Ameisen (Hinterleib, Fühler, Beine, was man so erkennen kann). Die torkelten dann umher bzw. putzten sich, während die Maden erstmal unbehelligt blieben. Verstärkung kam nicht, es war wirklich wenig los.
Viel später am Abend, als dann auch deutlich mehr Betrieb herrschte, torkelte 1 verletzte Ameise durch die Arena und 1 Ameise transportierte eine tote Made ab. Ob die Made getötet wurde oder alleine verendet ist und ob es sich bei der Verletzten um eine der Angreifer vom Nachmittag handelt, kann ich natürlich nicht feststellen.

Jedenfalls gibt's jetzt nur noch lebende Maden, wenn viel Betrieb ist und nicht mehr in der Menge auf einmal. Ansonsten nur noch tote.
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Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 25. Dezember 2016, 21:09

03.10.2016

Die letzten Wochen verliefen so ruhig wie eh und je dieses Jahr. Nachts herrschte etwas mehr Betrieb, auch wie eh und je.

Mittlerweile habe ich bereits alle Arenen bis auf das eckige Glasbecken abgekoppelt. Dort scheint jetzt viel Betrieb zu sein, aber der Eindruck ist wohl eher subjektiv, da sich zwangsweise sämtliche Außenaktivität auf diese Arena konzentriert. Selbst als stundenlang ein Schlauch offenlag (beim Abkoppeln einer Arena rutschte durch die Erschütterung ein Farmanschluss mit ab) krabbelten verhältnismäßig wenig Exemplare draußen rum.

Zwischenzeitlich herrschen am Dachboden brauchbare Temperaturen. Letzte Woche hatte es dort noch 22 Grad. Ich denke, Mitte der Woche wanden Sie nach oben.

Farmen 1 und 3 wurden heute mit 3ml bewässert, Farm 2 mit 5 ml. Die dort nachgefüllte Erde ist mittlerweile völlig trocken. Farm 1 ist definitiv das Hauptnest.
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Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 25. Dezember 2016, 21:13

18.10.2016

Seit 13.10. stehen die Farmen im Kühlschrank. Das Einräumen verlief problemlos. Nachdem es die letzten Jahre mit dem Überwintern in der Arena im RG für die Ewig-Wachen nicht geklappt hat, habe ich heuer die letzten ca. 10-20 Tiere eingesammelt und in Farm 2 geworfen. Da es am Dachboden recht kühl und die Tiere daher sehr gemächlich waren, verlief auch das ohne Probleme.
Natürlich entdeckte ich dann in der Küche nochmal welche, aber auch die ließen sich noch unterbringen. Auf jeden Fall stürmten diesmal keine Massen den Farmdeckel :) .

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Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitragvon Skia » 4. April 2017, 18:54

09.01.2017

Nestkontrolle

Farm 1: feucht, viele Ameisen
Farm 2: trocken, kaum Ameisen; 5 ml Wasser reingegeben
Farm 3: mäßig feucht, mäßig viele Ameisen;
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