Lasius niger (2009) - Nymphes Haltungsbericht

Unterfamilie: Formicinae

Lasius niger (2009) - Nymphes Haltungsbericht

Beitragvon Nymphe » 1. Juli 2011, 15:16

Hallo allerseits,

von Lasius niger gibt es ja nun wirklich ausreichend viele Haltungsberichte, daher habe ich bisher auf einen verzichtet. Nachdem Berichte größerer Kolonien deutlich seltener sind, scheint es mir aber allmählich sinnvoll, doch ab und an mal etwas über mein Volk zu erzählen. Daher nehme ich den heutigen zweiten Hochzeitstag Ihrer Majestät zum Anlass, mit einer Beschreibung des Status Quo zu beginnen.

Bilder, Worte, Dings, daher vorweg:



Die Königin habe ich Anfang Juli 2009 nach ihrem Hochzeitsflug eingesammelt, damit ist die Kolonie jetzt in der dritten Saison und genau zwei Jahre alt.

Derzeit befindet sie sich im Umzug in ein größeres Nest (Baubericht) - vom alten Nest habe ich die rote Folie entfernt und befeuchte es nicht mehr, um die Kolonie bis zur Winterruhe möglichst komplett im neuen Block zu haben und damit Platz im Kühlschrank zu sparen. Das neue Nest habe ich vor zwei Wochen angeschlossen. Momentan befinden sich die Königin, die meisten Puppen und Eier noch im alten Nest, fast alle Larven, ein paar Puppen und viele Arbeiterinnen schon im neuen.

Die Kolonie ist gut gefüttert, daher gibt es heute wenig Aussenaktivität zu beobachten.

Aufbau: Zweimal Ytong 20x20x5, einer davon in einer Glaswanne 30x20x5, Glasbecken 30x20x20 mit offener Abdeckung (alles von Antstore). Insel aus zwei Blumenuntersetzern (Durchmesser des Landteils, also der Unterseite des inneren Blumentopfes ist ca. 16cm, Breite des Grabens ca. 5cm). Durchmesser der Verbindungsschläuche 10/14mm. Ausbruchsschutz ist Talkum.

Einrichtung: Ein paar Rollen papierumwickelter Basteldraht, weisser Aquarienkies und -sand, weisse Kieselsteine, Papier, Glastropfen, Uhrgläser.

Futter: Reiner Honig, gelegentlich Ahornsirup, Schaben, Asseln, Regenwürmer.

Derzeitige Koloniegröße: Eine Königin (ach was ;)), ein paar hundert Arbeiterinnen, jede Menge Brut in allen Stadien. Konkreter wird's nicht, zum zählen bin ich zu faul. Das Volk ist für sein Alter wohl verhälnismäßig klein, vermutlich, weil die beiden Winterruhen jeweils sieben Monate dauerten statt sechs.

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Historie im Zeitraffer

Beitragvon Nymphe » 1. Juli 2011, 18:25

Eine kurze Geschichte der Kolonie:

Bestimmungsfoto der Gyne, entführt Anfang Juli 2009 auf dem Weg in eine Gehwegplattenritze:

Bild


Saison 2009

Bild


Winterruhe im RG im Kühlschrank von Mitte Semptember 2009 - Mitte April 2010.


Saison 2010


Mein erster Ytong:

Bild


Glasarena, zu diesem Zeitpunkt noch mit RG-Nest

Bild


Und wieder die Insel als Futterplatz

Bild


Das ganze als Rundlauf angeordnet, was den Nachteil hatte, dass die Glasarena nach dem (recht zügigen) Umzug kaum noch genutzt, sondern nur auf dem kürzesten Weg zwischen Nest und Futter-Insel gependelt wurde. Leider konnte ich aufgrund des niedrigen Regals auch nicht in die Arena greifen, um abwechselnd dort zu füttern.

Bild


Winterruhe im Ytong im Kühlschrank von Mitte Semptember 2010 - Mitte April 2011.

Bisher haben die Tiere in beiden Jahren die Aussenaktivitäten Mitte September bei Zimmertemperatur von alleine eingestellt. Nachdem an Brut auch nur noch Larven vorhanden waren, habe ich sie dann eingewintert. Und nachdem ich auch beide male Anfang April in Urlaub war, wurden sie erst sieben Monate später wieder ausgewintert. Scheint ihnen nicht geschadet zu haben.



Seit der Saison 2011 haben sie ihre eigene Vitrine mit mehr Platz zum Hantieren und Spielraum zur Erweiterung mit einem zusätzlichen 60x30x30-Becken auf dem Regal daneben, sobald es nötig werden sollte. Ich bin jetzt schon gespannt, ob zwei Becken, eine Insel und reichlich Schlauch (natürlich zusammen mit entsprechend größeren Nestblöcken) für die Kolonie-Endgröße reicht. Ansonsten räume ich auch mehr Platz frei, "langweilige Anfängerart" hin oder her.

Irgendwie habe ich ja ein Herz für "Anfängerarten". Mein ganzer derzeitiger und ehemaliger Tierbestand (Phasmiden, Mantiden, Schaben, Spinnen, Reptilien) sind welche. Dabei könnte ich nach etlichen Jahren Terraristik vermutlich problemlos auch anders. Offenbar bin ich leicht zu unterhalten, wenig ehrgeizig, und ausreichend frust-avers. Womit ich gut leben kann. ;)


Zuletzt noch ein Video, das kurz nach dem Auswintern 2011 aufgenommen wurde. Es zeigt die Anlage vor dem Anschluss des zweiten Nestes, und ein bisschen mehr Aktivität als im neuesten Video im ersten Posting.



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Temperatur und Bruttransport

Beitragvon Nymphe » 4. Juli 2011, 17:42

Unterhaltsame Experimente mit einer 15-Watt-Glühlampe, die die rechte obere Ecke des neuen Nestes erwärmt. Kurz nach dem Einschalten werden viele Puppen und einige Larven in die Wärme getragen:




Obwohl bei gut 30cm Abstand von der schwachen Lampe im hinteren, alten Nest nur ein sehr kleines Temperaturgefälle vorhanden sein kann, werden auch hier die Puppen in den Lichtkegel gebracht. Die zusätzliche Helligkeit scheint die Ameisen überhaupt nicht zu stören. Auch nicht, dass Mama bei der Aktion eingemauert wurde. Hilfe! ;)

Bild

Inzwischen sitzt die Gyne übrigens in einer Kammer zwei Etagen tiefer. Wie auch immer sie das geschafft hat. Wenn man einmal nicht hinschaut ...


Zum Thema einmauern bzw. verschütten noch eine Beobachtung: Da ich das neue Nest zur Hälfte mit gewaschenem Sand ohne Lehmanteil gefüllt angeboten hatte, wurden immer wieder Ameisen beim Graben von nachrutschendem Sand verschüttet. Beim ersten mal habe ich mir noch Sorgen gemacht - es sieht schon recht jämmerlich aus, wenn so ein kleines Tierchen festgedrückt an der Scheibe zappelt. Die wackeren Pioniere wurden aber jedesmal rechtzeitig wieder von Kolleginnen ausgebuddelt, die, sobald sie an der entsprechenden Stelle vorbeikamen, dort umgehend hektisch anfingen zu graben. Das Gebuddel hörte auch nicht sofort auf, nachdem die verschütteten Arbeiterinnen befreit waren. Ich schätze, es hatte einen Hilferuf per Duftsignal gegeben, der auch nach geglückter Rettungsaktion an dieser Stelle noch ein Weilchen in der Luft lag.

Ob die Gyne und die eingeschlossenen Arbeiterinnen hinter dem Puppenberg im Bild oben wohl auf dieselbe Weise protestiert haben? Dass der Platz in der Kammer gerade so reichte, um sich durch Umschichten der Puppen selbst zu befreien, kann natürlich auch sein.

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Trockenfutter

Beitragvon Nymphe » 9. Juli 2011, 00:53

Ein kurzes Update: Gestern ist mir eine Probe "bio-mark" Ameisenfutter in die Hände gefallen, die ich vor ein paar Monaten auf einer Börse geschenkt bekommen und bisher nicht geöffnet hatte. Seit 24 Stunden liegt das Zeug jetzt auf einem Uhrglas auf der Insel. Ergebnis: Sand ist interessanter, damit kann man wenigstens bauen. Es wurde auch nicht ein Krümel davon bewegt.

Ich hab's noch nicht als Alleinfutter versucht, ohne Honig und Insekten als Alternative, und ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, ob das dringend sein muss. Als haltbares Urlaubsfutter wäre sowas aber andererseits ja schon nett - hat irgendwer von euch dieses oder ähnliches Trockenfutter seinen Ameisen schon schmackhaft machen können, oder ist der Kram grundsätzlich sinnlos?

Über Antworten im Diskussionsthread würde ich mich freuen.
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Gyne umgezogen

Beitragvon Nymphe » 9. Juli 2011, 18:28

Letze Nacht ist die Königin in den neuen Ytong umgezogen. Natürlich habe ich die Prozession verpasst. :( Ich hätte ja zu gerne gewusst, wieviel Schubsen und Ziehen seitens der Arbeiterinnen nötig war. Einige scheinen jedenfalls sehr vehement für einen kompletten Umzug zu sein und tragen sogar zusammengerollte, frisch geschlüpfte Arbeiterinnen vom alten Nest ins neue.


Business as usual im neuen Block:




Aktuelle Besetzung des neuen Nestes:

Bild


Altes Nest:

Bild

Im alten Nest befinden sich noch etliche reife Puppen, frisch geschlüpfte Arbeiterinnen und ein paar Ammen. Davon abgesehen ist jetzt die komplette Brut und ca. 2/3 der Ameisen im neuen Block. Damit hat es knapp vier Wochen gedauert, bis der neue Ytong als Hauptnest akzeptiert wurde. Finde ich gar nicht schlecht.


Nachträge zu vorherigen Einträgen:



Diskussionsthread
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Umzug erfolgreich!

Beitragvon Nymphe » 18. Juli 2011, 13:16

Nachdem bis gestern noch ganze drei Puppen, bewacht von vier Arbeiterinnen, im alten Nest lagen, waren heute morgen nun auch die letzten Reste entweder abtransportiert worden oder geschlüpft und freiwillig rübergekrabbelt. Damit hat der Umzug exakt fünf Wochen gedauert. Geduld ist echt eine Tugend in der Ameisenhaltung. Was mich überrascht hat: wie sauber die Tiere den alte Nestblock hinterlassen haben. Die Kammern sind teilweise ganz leicht gelblich, ansonsten sieht das Ding aus wie neu.

Da die Schläuche dermaßen voll sind mit Sand, dass jede Bewegung eine Lawine auslösen würde, sehe ich erst mal davon ab, den alten Ytong abzuklemmen. Sollten die Damen doch nochmal auf die Idee kommen, Brut auszulagern, dürften das in dem trockenen Stein allenfalls Puppen sein, also nichts, was überwintert. Wichtig war mir, dass bis zur Winterruhe alle im neuen Nest sind und ich nicht beide Blöcke in den Kühlschrank packen muss.


Aktuelle Nestauslastung:

Alter Block: leer. Neuer Block: 15 Kammern permanent besetzt, Tendenz steigend.

Bild Bild


Trockenfutter-Experiment: beendet. Nach ein paar Tagen habe ich das Zeug aufgrund von null Interesse der Tiere entsorgt.


Experiment Rote Folie:


Da die rote Folie den Nesteinblick doch arg behindert und ich im Rahmen des Umzugs den Eindruck hatte, dass sich meine Ameisen von weissem Licht nicht ernsthaft stören lassen, gibt es ein neues Experiment. Ich habe die Folie vor dem neuen Block ein Stück verschoben, so dass in die am dichtesten besetzen Kammern rechts jetzt Licht einfällt. Sollten die Tiere sich innerhalb von ein, zwei Wochen nicht nach links in die abgedeckten Kammern zurückziehen (Platz ist ja genug), entferne ich die Folie ganz.

Bild


Anmerkungen, Ideen und Ratschläge bitte im Diskussionsthread. Besonders interessieren würde mich, was ihr für Erfahrungen mit der Verwendung oder Nicht-Verwendung von roter Folie bei Lasius niger gemacht habt.http://www.ameisenforum.de/meinungen-fragen-zu-den-haltungsberichten/43901-diskussion-zu-lasius-niger-2009-nymphes-haltungsbericht.html
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Experiment Rote Folie

Beitragvon Nymphe » 27. Juli 2011, 00:16

Status nach einer guten Woche Folienentzug:

Bild

Ich würde sagen, im Vergleich zum Bild im letzten Eintrag kann man allenfalls eine minimale Präferenz für die Kammern unter der Folie erkennen, wenn überhaupt. In den unteren beiden hellen Kammern werden weiterhin fleissig Unmengen Larven versorgt. Die Puppen aus den oberen Kammern sind inzwischen in den Schlauch ausgelagert worden - da scheint Licht also auch keine Rolle zu spielen.

Falls noch jemand ein gutes Argument dafür hat, die Folie auf dem Nest zu belassen, würde ich ich über eine Antwort im Diskussionsthread freuen. Ansonsten entferne ich sie wohl in den nächsten Tagen ganz, wenn das die Tiere offenbar so wenig beeinflusst.
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Frühling 2012

Beitragvon Nymphe » 4. Juni 2012, 02:33

Ich bin eine schlechte Ameisenmama ... :(

Nach der planmäßigen Einwinterung Anfang Oktober habe ich meine armen Mädels erst Ende Mai wieder aus dem Kühlschrank geholt. Ich wollte unbedingt eine neue Insel bauen, weil mir die alte zum einen optisch nicht mehr gefiel, und zum zweiten durch den Zugang von oben im Fall eines Schwarmfluges nicht abzudecken war. Trial and Error für den Bau haben sich ewig hingezogen, zwischendurch war ich zwei Wochen im Urlaub ... aber jetzt steht die neue Anlage endlich und es herrscht wieder Gewusel. Die winterlichen Verluste halten sich für die Größe der Kolonie in normalen Grenzen, ein großer Haufen Brut exisitiert noch, und die Gyne scheint auch fit und munter. Zähes kleines Volk.


Hier der derzeitige Aufbau:

Bild

Bild Bild

Bild Bild


Die neue Insel gefällt mir richtig gut. Die Glaswanne mit zwei Bohrungen habe ich in einem Terrarienladen machen lassen, die Insel selbst ist aus weisser Thermoknete (ein Fimo-Billigkonkurrent) und innen hohl, so dass das Wasservolumen mehrere Liter beträgt. So trocknet der Graben nicht so schnell aus, was nötig ist, weil ich häufiger mal ein paar Tage nicht zuhause bin.

Der Schlauch läuft unter der Insel durch und mit einer wasserdichten T-Verbindung in der Mitte der Insel nach oben.


Ich hoffe, die Insel bewährt sich praktisch. Zwei Aspekte sind kritisch: Zum einen die Chemie, das Ding stinkt nämlich ziemlich nach Plastik. Angeblich ist das Zeug ungiftig und kann sogar gefahrlos verschluckt werden, aber der Geruch ist schon deutlich. Es wird langsam besser, und vermutlich wäre es schlauer gewesen, das Teil einfach eine Woche oder zwei auslüften zu lassen, aber ich war ja schon so spät dran und wollte die Ameisen endlich auswintern. Da das Wasser im Graben ebenfalls nach Plastik riecht und schmeckt (ich hab's jetzt schon einmal weitgehend ausgetauscht, und beim Ansaugen mit einem Schlauch bekommt man zwangsweise etwas davon in den Mund, yuck) habe ich eine zusätzliche Wasserquelle in einem RG in der Arena angeboten. Ich hoffe mal, dass das näherliegende Wasser bevorzugt ins Nest eingetragen wird. Bisher sieht das gut aus.

Zum zweiten hoffe ich, dass die Ränder nicht zu steil oder zu glatt sind. Bei dem alten, unlackierten Tonuntersetzer war das kein Thema. Jetzt war ich übers WE weg und habe vorhin etliche tote Ameisen im Wassergraben gefunden. Das können allerdings auch dort entsorgte Leichen gewesen sein. Der Wassergraben wurde schon auf der alten Insel gerne als Müllhaufen benutzt, und es reicht ja, wenn eine einzelne Ameise beschließt, dass das eine gute Idee ist - aus dem Graben zurück trägt den Müll schließlich keine mehr. Der Müllhaufen in der Arena scheint mir kleiner geworden zu sein - ganz sicher bin ich allerdings nicht.

Ich hab mal alle toten Tiere aus dem Wasser rausgesammelt und werde das im Auge behalten. Falls wirklich Ameisen ertrinken, rauhe ich den Rand noch mit Stahlwolle o.ä. an, das Plastik kann man gut bearbeiten.


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