Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Unterfamilie: Myrmicinae

AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 20. November 2014, 20:53

Irgendwann haben die Arbeiterinnen genug von ihren Jungköniginnen.
Zerren sie herum und attackieren diese.
Eine Beobachtung, die es wohl nur in der Haltung zu machen gibt.



Ist schade um diese schönen Tiere.
Eine überaus traurige Seite der Ameisenhaltung.

Grüße Wolfgang

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AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon fink2 » 20. November 2014, 21:19

Hallo Wolfgang,
gab es keine Anzeichen für einen Schwarmflug diese Jahr?

Was ich bei meinem Außenbeobachtungen gesehen habe, ist der ziemlich unspektakulär, einzelne Jungköniginnen steigen auf kleine Zweige und fliegen ab, ohne das es von den Arbeiterrinnen nur irgend eine Reaktion gibt.

Wirklich schade, ich hoffe das meine Findelkinder nächstes Jahr doch weg fliegen, ein paar Sandbänke hätte ich ganz in der nähe, wo auch Manica rubida leben.

Grüße, fink2
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AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 22. November 2014, 13:42

Jeden Morgen waren sie dabei zu beobachten, dass sie schwärmen wollten.
Liefen an den Scheiben und anderen höheren Gegenständen hoch und versuchten abzufliegen.
Sie haben keine Möglichkeit aus dem Becken zu kommen und somit Pech gehabt.
Etwa 6 Wochen waren sie bei ihren Bemühungen zu beobachten.

Männchen gab es so gut wie keine und die sind auch bald gestorben.

Grüße Wolfgang
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AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 21. Dezember 2014, 18:01

Verloren in der großen, weiten Welt?
Das kleine Volk ohne Winterruhe, kennt keine Gnade und nötigt ihren Halter zum Handeln.
Weiterhin keinerlei Anzeichen, dass sie gewillt sind, eine Winterruhe einzulegen.
Eher im Gegenteil, Nachwuchsaufzucht was immer nur geht.
Die Folge, ihr kleines Nest, alle Kammern bis unter die Decke voll Nachwuchs gestopft.
Das haben sie derartig weit getrieben, dass eine Fliege im Stück nicht mehr hinein passte und vorher zerkleinert werden musste.

Damit ich nicht gleich wieder bei muss, gleich was richtig Großes.




Wie zu sehen, nur eine Kammer.
Geht das?
Genau das will ich herausfinden.
Meine Lasius flavus gefällt so ein Großraumnest nicht sonderlich, Manica rubida auch nicht?
Das Nest steht in einer flachen Schale, um Wasser für notwendige Befeuchtungen zu ermöglichen.
Weiter ist der Boden des Nestes so aufgebaut, das er nicht überall bis auf den Boden der Schale reicht.
Damit komme ich zu einen weiteren Grund für ein Großraumnest.
Ohne beeinflussende Kammergrößen, Kammerwände will ich untersuchen, welche Nestfeuchtigkeitsbereiche diese Ameisen aufsuchen.
Wo sie ihre Brut lagern und wo sie die unterschiedlichen Brutstadien deponieren.

Dürften schon locker 400 Ameisen sein, stellt sich die Frage, wie sind diese ins neue Nest zu bekommen?
Eigentlich ist das keine richtige Frage.
Haben diese Ameisen ihr Nest mit Nachwuchs vollgestopft, finden sie dann ein größeres Nest mit passender Feuchtigkeit, ziehen sie fast von jetzt auf gleich um.
Alles was Beine hat trägt den Nachwuchs ins neue Nest.
In der Haltung machen sie das auch bei voller Beleuchtung.

Dieses Volk macht da keine Ausnahme, sie sind schon angekommen.
Der feuchteste Ort im Nest ist jetzt ihr Heimat.
Womit ich zurückkomme auf die Anfangsaussage, verloren in der großen, weiten Welt.




[Neues Nest --altes Nest]

Schauen wir mal wie sich die Sache entwickelt.

Grüße Wolfgang
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AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon fink2 » 21. Dezember 2014, 18:19

Hallo Wolfgang,
wirklich spannend dein Versuch, ich bin schon gespannt wie sie das Großraumnest annehmen, besonders welche Feuchtigkeitsbereich sie vorziehen.

Grüße, fink2
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AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 22. Dezember 2014, 12:39

Noch ein kleiner Nachtrag zum Umzug.





Zusehen der Ausgang ihres alten, kleinen Nests.
Diese Ameisen schaffen es zwar an Glas hoch zu krabbeln, haben allerdings reichlich Mühe damit.
Das Erweiterungsloch ihres kleinen Beckens, befindet sich auf halber Höhe der Seitenwand.
Um ihnen den Umzug zu erleichtern, ist ein schmales Brettchen angelegt.

Grüße Wolfgang
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AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 26. Dezember 2014, 18:51

Wie erwartet, haben sie sich dort eingefunden wo es Feuchtigkeit im Nest gibt.




Dass sie jetzt in einem übergroßen Nest leben, stört sie nicht im geringstem.
Noch ein paar Bilder von ihrer Nachwuchsaufzucht.





Bilder die belegen, dass dieses Volk den Winter (Winterruhe) auslässt.

Wie ihr es nachlesen könnt, nutzen manche Ameisenarten noch nicht benötigen Raum, in einem zu großen Nest, um diesen zuzumüllen.
Manica rubida gehören nicht dazu, sie sind besonders reinliche Ameisen.
Im Nest herrscht Ordnung, aller Unrat wird herausgetragen.
Noch ein kleiner Rundgang durch ihr neues Heim.



Nicht zu übersehen, der plötzlich Lichteinfall, bringt ordentlich Hektik ins Nest.

Grüße Wolfgang
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AW: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 31. Dezember 2014, 12:54

Wie erwartet, transportieren sie ihren Nachwuchs immer dahin, wo die feuchten Bereiche im Nest aufzufinden sind.
2 Bilder wo jeweils eine andere Ecke des Nestes feucht gehalten wurde.


Auch gut sichtbar, diese Ameisen trennen ihre Brut nach Alter.
Puppen kommen in leicht feuchte Bereiche, Larven wo es richtig feucht ist.

Was mich verwundert, das sie jüngere Larven zwischen die Puppen und den älteren Larven lagern.

Wünsche ein frohes neues Jahr.
Grüße Wolfgang
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