Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Unterfamilie: Myrmicinae

Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 19. September 2015, 10:49

Eine dieser kleinen Königinnen (Micro Gyne).



Wie zu sehen, sie ist noch kleiner als die großen Arbeiterinnen.
Seit Tagen ist sie zu beobachten, wie sie die Arena untersucht.
Trinkend am Zuckerwasser oder wie hier an einer Fliegenmade.
Auch im Nest ist sie unterwegs.
Diese Königin lässt sich gut verfolgen, wie Ihr seht, sie ist gut zu erkennen.
Warum sie allerdings nur einen oder nur noch einen Flügel hat, blieb mir verborgen.

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Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon trailandstreet » 19. September 2015, 19:59

Dass sich eine Gyne mal einen Flügel abbricht, bevor sie je geflogen ist, kommt vor. Hab ich bei meinen Leptothorax auch schon beobachtet.
Warum sie jetzt so klein ist, kommt mir da etwas komischer vor. Möglicherweise eine Störung in der Entwicklung. Vielleicht jat sich aber auch da nur ein Flügel entwickelt oder es handelt sich um eine Intermorphe, die halb Gyne, halb Arbeiterin ist oder gar halb Männchen. Dazu müsste man sie aber wohl sezieren.
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Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 20. Dezember 2015, 21:24

Volk ohne Winterruhe
Na ja das stimmt jetzt so nicht mehr.
Es sind reichlich viele Ameisen und wie zu sehen war, sie wollten noch kräftig zu legen.
Grund für mich, sie auszubremsen mit einer Winterruhe
Vor ca. 8 Wochen wurde diese von der Natur eingeleitet.
Wie das?
Seit der Zeit stehen sie Draußen, den dortigen Temperaturen ausgesetzt.

Sie haben nicht vergessen wie es mit der Winterruhe geht.
Vorhandene Puppen sind geschlüpft, Larven wurden nicht weiter aufgezogen, ihre Königin hat die Eiablage eingestellt.
Heute sieht es in ihrem Nest so aus.
Manica rubida _1.jpg

Manica rubida _2.jpg

Manica rubida _3.jpg

Manica rubida _4.jpg

Arbeiterinnen hocken verteilt im Nest, fast starr und unbeweglich.
Was bemerkenswert ist, richtig Kälte gab es noch nicht und momentan liegt die Temperatur bei 12°C.

Etliche Jungköniginnen überwintern mit.
Die Arena ist leer, nur im Verbindungsschlauch befinden sin noch wenige Arbeiterinnen, die hocken dort allerdings schon seit Tagen.

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Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 29. Januar 2016, 22:15

Bei so vielen Interessierten, hat ein armer Mehlwurm keine Chance.

232 231



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Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 4. März 2016, 23:27

Noch einen letzten Blick, bevor es wieder richtig losgeht, jedenfalls ist das meine Hoffnung.



Ist das Volk das ich letztes Jahr ohne Winterruhe gehalten habe.
Ausgewintert von jetzt auf gleich, mit anderen Worten, gestern von Draußen (ca. 2 °C) ins warme Zimmer geholt.
Was sich jetzt schon abzeichnet, ganz ohne Verluste haben sie den Winter nicht überlebt.

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Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 30. März 2016, 23:21

Meine Beiträge in diesen Thread sind, wie Ihr mitverfolgen konntet, nicht auf ein Volk bezogen.
Manika rubida, von dieser Art halte ich 12 Völker.

Wie Ihr mitlesen konntet, mit unterschiedlichsten Haltungsbedingungen.
Mein eigentliches Ziel, diese Art nach zu züchten, bevor Ihr nachfragt, bis Dato erfolglos.

Bei mir ist die Winterruhe für diese Ameisen vorbei, jedenfalls für die, die eine bekommen haben.
Wenn sie richtig überwintert haben, mit richtig kalten Temperaturen, die durchaus auch etliche Tage im Frostbereich gelegen haben, legen Manica rubida gleich wieder enorm los.
Diese Ameisen konnte ich in den Bergregionen der Alpen noch in 2000 Metern Höhe beobachten, meine Folgerung daraus, die können es richtig kalt vertragen.

Innerhalb weniger Tage (eine Woche) sind sie wieder voll dabei und ohne große Mühe, ist das Wachstum ihrer Larven zu erkennen.
293
Die Folgenden Bilder sind von einem Volk, das jetzt seit 3 Wochen wieder aktiv ist.
289 288

Erste Larven sind kurz davor sich zu verpuppen, andere Larven sind deutlich gewachsen.

Das Volk hat grob 800 Arbeiterinnen und der Futterbedarf ist enorm.
5 frisch gehäutete Mehlkäferlarven, 5 frische Mehlkäferlarven, 10 Stubenfliegen, 5 mittlere Heimchen und 2 mL Zuckerwasser, muss ich pro Tag schon liefern.
Jungköniginnen in größerer Anzahl (30 -60), ca. 20 Männchen haben mit überwintert und sind schon ein paar Tage, in den frühen Vormittagsstunden, beim Schwärmen zu beobachten.
Es gibt unzählige neue Eier, damit wird es richtig interessant, das Volk hatte nur eine Königin und die ist in der Winterruhe gestorben.
291 292

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Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Safiriel » 31. März 2016, 00:20

Meine Beiträge in diesen Thread sind, wie Ihr mitverfolgen konntet, nicht auf ein Volk bezogen.
Manika rubida, von dieser Art halte ich 12 Völker.

Wow!
...und ein sehr interessanter Bericht.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
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Re: Manica rubida aus der Sicht eines Halters

Beitragvon Erne » 10. Mai 2016, 21:50

Volk ohne Königin

Sie verhalten sich so wie ein normales Volk nach der Winterruhe.
Haben die mit überwinterten Larven aufgezogen

316

Diese haben sich verpuppt
318 319 323

Es schlüpfen Arbeiterinnen, Jungköniginnen und Männchen, alles wie gehabt.
In der Arena ganz normale Aktivitäten, Ameisen, die sich wie immer überaus für Futter interessieren.

Aus den von Arbeiterinnen gelegten Eiern, sind Larven geschlüpft.
322 321
Mal schauen was wird?

Da es jetzt Jungköniginnen und Männchen gibt, für mich die Fragestellung,
kann es zu Begattungen kommen, um eine neue Königin zu erhalten?

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