Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Themen über exotische Ameisenarten.

Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon Sir Joe » 12. Februar 2017, 15:57

Also ich habe da so meine Bedenken und würde Dir davon abraten eine Mehlkäferzucht ins Formicarium zu integrieren. Hier mal zwei Bilder meiner Zucht, das zwei Cent Stück dient lediglich dem Größenvergleich.

DSCN8309.JPG
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Möchtest du so etwas wirklich in deiner Anlage haben? Die Häute der Larven häufen sich an der Oberfläche, man muss regelmäßig die Puppen aussortieren und anschließend die Käfer trennen. Das Ganze sollte gelegentlich auch mal ausgesiebt werden um den Kot zu entfernen.

sisslik hat geschrieben:Ich habe zwei Mehlwürmer die recht groß sind unten hingesetzt und die bekommen auch die Schaben zum Essen, d.h die entwickeln sich schon. ;-)

Eigentlich ernähren die sich in erster Linie von Getreide oder anderen stärkehaltigen Stoffen. Ich kann in meiner Zucht zwar auch ein wenig Kannibalismus verbuchen, was einer tierischen Nahrung wie deiner Schabe gleich kommt, das aber auch nur in geringen Mengen. Wenn die beiden Mehlwürmer bei Dir eh schon recht groß und damit fast schon vor der Entwicklung zur Puppe stehen könntest du Glück haben. Einfach mal abwarten. Wenn diese allerdings langsam immer dunkler von innen werden, deutet das auf einen Mangel und der Mehlwurm wird sterben falls er keine andere Nahrung bekommt.

Hier ist noch der Link wo der Gedanke einer Futterversorgung durch Ootheken aufkam.

" von Harry4ANT » 24. Januar, 2017, 14:24 "] Hat schon mal jemand Versuche mit den Ootheken gemacht ?

Denke da z.B. an Proteinversorgung bei Abwesenheit.
Die Eier an eine unzugängliche Stelle in der Arena platzieren. Vielleicht ein kleines Podest mit Paraffinöl. Nach und nach schlüpfen die Schaben, fallen herunter und werden erjagt und gefressen.
Geht natürlich nur bei guten Jägern alla Pheidole.


Ist noch gar nicht so lange her und wurde auch nicht in einem extra Thema bearbeitet.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis.

sisslik hat geschrieben:Ja stimmt, meine Nico's sind eigentlich eh recht Aktiv, ab dem späten Vormittag geht es meist los...


Es gibt einen Grund warum es Sinn macht den Artennamen korrekt auszuschreiben und nicht immer Kosenamen für die Ameisen zu verwenden.

https://www.ameisenforum.de/topic55709.html

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Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon sisslik » 12. Februar 2017, 16:53

Möchtest du so etwas wirklich in deiner Anlage haben? Die Häute der Larven häufen sich an der Oberfläche, man muss regelmäßig die Puppen aussortieren und anschließend die Käfer trennen. Das Ganze sollte gelegentlich auch mal ausgesiebt werden um den Kot zu entfernen.


Nein, dass wäre zu viel des guten, wenn dann auch nur für eine Zeit von 2 Monaten, bis ich aus der Kur zurück wäre... Aber dann wäre das eh ein extra Behälter, ich werde das aber wohl eher mit gefriergetrockneten Insekten versuchen, dass sollte ja auch genug Protein enthalten.

Danke für deine Bilder, ich habe auch so eine große Box, wo die Mehlwürmer rum kriechen, die Mehlkäfer habe ich in einer extra Box.

Stimmt, die futtern normal viel Getreide, aber die Schaben futtern diese auch ganz gerne, die würden sich auch selbst auffressen, wenn die es könnten. :-) Sehr unsoziale Insekten.

Es gibt einen Grund warum es Sinn macht den Artennamen korrekt auszuschreiben und nicht immer Kosenamen für die Ameisen zu verwenden.


Stimmt schon, aber der Thread Titel bei mir sagt ja alles. :-) Aber ich werde es zumindest in anderen Beiträgen, wo es nicht ersichtlich ist, berücksichtigen... :p

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Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon sisslik » 14. Februar 2017, 11:38

Gestern habe ich meinen Camponotus nicobarensis eine lebende Mittelmeergrille gegeben, ich fand die Reaktion sehr interessant. Vor allem wie schnell eine Camponotus nicobarensis sein kann, wenn Sie es mit lebendigen Futter zu tun hat und wie hektisch Sie dann in den Angriff übergeht. :baeh:

Vor allem, dann die obligatorische Markierung mit dem Gaster "Jetzt bist du fällig". Sah doch sehr lustig aus. :p
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Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon sisslik » 27. Februar 2017, 20:54

So das Projekt ist fertig, der Wassertank mit Docht befindet sich in der Mitte, habe das ganze in eine Flasche gefüllt.

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Wassertank mit Docht


Nun mal gespannt, ob die C. nicobarensis umziehen, habe das Nest schon bestrahlt und die Heizmatte ausgemacht, also ich mache es denen so ungemütlich wie möglich in der Erdfarm.

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Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon Maddio » 27. Februar 2017, 21:29

Sieht total klasse aus, da hast du dir ja richtig Mühe gegeben :clap: :clap:

Wie das immer so ist bei fertig gestellten Projekten, man will die Ameisen dann so schnell wie möglich dazu kriegen, die neuen Spielsachen zu nutzen.

sisslik hat geschrieben:Nun mal gespannt, ob die C. nicobarensis umziehen, habe das Nest schon bestrahlt und die Heizmatte ausgemacht, also ich mache es denen so ungemütlich wie möglich in der Erdfarm.


So kannst du es machen, nur denk daran, es ist oft etwas Geduld gefragt. Für deine Ameisen ist das alles neu und muss erstmal erkundet werden. Manchmal kommt es auch vor, dass die Ameisen sofort umziehen, aber in der Regel braucht es etwas Bedenkzeit, bis sie sich entschließen ihr bewährtes Zuhause aufzugeben. Sie können ja auch nicht wissen, dass du einen Schalter umgelegt hast, und die Heizmatte ihr Nest nicht mehr erwärmen wird, sondern werden erst davon ausgehen, dass die Wärme wohl zurück kommt.

Von daher gib ihnen die Zeit die sie brauchen, nicht überstürzt eingreifen, nur schmackhaft machen (neues Nest abdunkeln, beheizen), so wie du es bereits machst. Und auf jedenfall weiter berichten, bin sehr gespannt, wie sich die neue Anlage bewährt!
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Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon Harry4ANT » 27. Februar 2017, 21:50

Yo sieht supi aus :braver:

Bin au gespannt wann sie um- bzw. einziehen und wie lange es so schön strahlend weiß bleibt im Nest mit der Erde oben und den kleinen Dreckspatzen :)

Lässt du oben offen, also ganz ohne Deckel ? Hats mit dem bohren gut geklappt ?

Siehst du irgendwo einen großen Vorteil der Docht-Tränke gegenüber der Vogeltränke / RG ?
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Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon sisslik » 27. Februar 2017, 22:19

Danke euch, ja ich freue mich natürlich wenn alles genutzt wird. Aktuell wird sich nur über die Schokoschaben her gemacht, aber naja... Die müssen auch erst mal alles erkunden und bisher war noch keiner im Nest... ;-) Ich werde denen auch notfalls Wochen Geduld geben...

Ich sehe nur den Vorteil bei der Docht-Tränke, dass man viel Wasser anbieten kann, ohne das Risiko besteht, dass etwas ausläuft... Die RG Methode nutze ich auch weiterhin, aber hier habe ich öfters schon das Problem gehabt, dass seitliche RG auslaufen, verstehe das selbst nicht, weil die wo hochkant stehen, die sind dicht...

Ich werde mir da noch etwas einfallen lassen, so eine art RG Ständer :-D

PS: ich werde wohl oben auf lassen, habe aber auch ein Deckel aus Acrylglas und werde da morgen luftlöcher rein bohren.... Wie viele sollte man so rein machen und wie groß darf das bei Nicos sein?

Formicarium habe ich gekauft, dass Aquarium war kaputt und ging zurück. ;)

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Re: Meine erste Ameisenfarm mit Camponotus nicobarensis

Beitragvon Chris1985 » 28. Februar 2017, 11:11

Hi Andreas,

ich bin auch gerade dabei, für meine C. nicobarensis ein Formicarium herzurichten.
Ich habe ein Aquarium 60X30X30. Wie hoch hast du den Ytong gemacht?
Desweiteren bin ich mir noch unschlüssig, wie ich meinen Temperaturfühler in das Nest bekomme.
Hast du auch ein Loch zum Befeuchten?

Das sieht echt hammer aus.

Gruß
Christian
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