Manica rubida - Haltungserfahrungen (Fortsetzung)

Unterfamilie: Myrmicinae

Manica rubida - Haltungserfahrungen (Fortsetzung)

Beitragvon Corsair » 14. Juli 2010, 19:05

Hier nun meine letzte verabsäumte Fortsetzung und gleichwohl das Ende meiner damals seit 2005 gehaltenen Manica rubida!

Link zum damaligen Anfangsthread:
http://www.ameisenforum.de/ameisenforum-2001-2005-archiv/23413-manica-rubida-gr-knotenameise.html

Hier gehts zum Diskussionsthread:
http://www.ameisenforum.de/meinungen-fragen-zu-den-haltungsberichten/40279-manica-rubida-haltung-corsair-ab-2005-a-post260008.html#post260008

FORTSETZUNG!
Formicarium 2 - uncensored!
PS: Wer sich fragt was aus Formicarium 1 wurde vom alten Thread - mit denen ist es weit früher bergab gegangen und es endete bereits am 28.5.2005 mit diesem Formicarium 1.

23.01.2005 Hab heute wieder eine genau Besichtigung unter Sonnenlicht gemacht. Der Königin und ihren 4 Arbeiterinnen geht es gut. An der Oberfläche auf der rechten Seite fand ich die Überreste einer der verfütterten Lasius-Königinnen. Die großen Larven sind noch großer geworden sowie einige neuen kleineren Larven kamen hinzu. Auch der Haufen an Eiern überteigt locker an die über 2 Dutzend.

30.01. Bekamen heute außer Saft noch Ei-Honig Mischung hinein welche sie hoffentlich bald entdecken werden.

06.02. Heute bei der Honigwasserfütterung hab ich wieder geprüft ob alles in Ordnung ist. Alle 4 Arbeiter und die Königin sind wohl auf.

21.02. Heute erst bemerkt das sich dort wo ich das Futter einfach reintropfen lasse sich um die Hundert gelblicher Milben gesammelt haben! Diese gleich mit einer leichten Wassertraufe und einem Sandumstechen vernichtet und danach eine seitlich angebrachte Nahrungsspritze mit dem Formikarium verbunden damit dies nicht mehr passiert. Habe aber keine Milben bei den Ameisen ausmachen können. Anscheinend sind diese nur auf das Nahrungsangebot der Ameisen ausgewesen. Hab heute auch 2 neue Nacktpuppen ausmachen können - und den 4 Arbeiterinnen und der Königin geht es immer noch gut (obwohl eine Arbeiterin wirkte am Vorderbein verletzt/da wenig bewegt beim laufen).

24.02. Heute hab ich eine Schicht Schnee in das Formikarium verteilt um mit der Kälte die restlichen Milben zu töten.

25.02. Anscheinend konnten einige Milben dem kalten Tod entgehen indem sie am Abdeckungsnetz gewesen sind (beim nächsten Schneetodversuch werd ich diese wohl waschen müssen). Hab heute um 15 Uhr leider entdecken müssen das die erste 4,5mm Arbeiterin im externen Futterresorvoir in einem Honigwassertropfen ohne ein Lebenszeichen geschwommen ist. Hab natürlich sofort erste Hilfe geleistet (abgewaschen und auf saugfähiges Papier) aber ob sie noch einmal aufwacht liegt im Ungewissen - mal sehen. HA! 15:25 die Arbeiterin fängt sich langsam dann immer mehr zu bewegen an! Sie lebt! Ihre Bewegungen ähneln zwar noch mehr dem eines angetrunkenen aber immerhin lebt sie noch! 15:32 Sie versucht sich immer noch etwas ungeschickt zu putzen - aber ihre Bewegungen werden immer koordinierter! Wahnsinn sie muss etliche Stunden ohne Sauerstoff gewesen sein und trotzdem ist sie so schnell wieder fast ganz fit! 15:36 Setze die Pygmäen Arbeiterin in die externe Futterspritze (diesmal ohne Honigwasser aber mit kleinem Batzen Nesquik Schokopudding-vielleicht mögen sie auch dies). 15:48 Arbeiterin krabbelt nachdem sie längere Zeit still stehen geblieben ist wieder in den Nesteingang (nochmal gut gegangen).

27.02. Gab heute eine tote 2mm Kugelspinne und eine mir unbekannte männliche und angeschlagene 7mm Mücke hinein. Bis zum Abend wurde die Nahrung aber nicht entdeckt weil kein Arbeiter nach oben kam (normalerweise wenn dann eh nur Pygmäen Arbeiterin).

28.02. Die bereits gestorbene Mücke war verschwunden und wohl hinein gebracht worden - die kleine Spinne lag noch immer da.

01.03. Die kleine Spinne war jetzt ebenfalls noch geholt worden.

02.03. Hab heute ein totes 13,5mm Heimchen als Nahrung für die Larven hinein getan (das schon im sterben liegende Heimchen tötete ich ganz durch einfrieren und untersuchte es dann unter dem Stereoskop suchte ich noch vergebens nach Milben).

04.03. Anscheinend ist das Heimchen doch zu groß für die noch eher kleinen Arbeiterinnen der Manica rubida Königin.

05.03. 8.30 Uhr: Hab das tote Heimchen entfernt und stattdessen nur Wasser in die externe Futterspritze getan - sowie ein lebendes kleines 11,5mm Heimchen (männl.) welches nur noch ein Sprungbein hatte. Es verzog sich gleich in den Eingang der Manica-doch nur wenig tief,sodass es nicht auf die Ameisen getroffen ist. Die Brut der Manica besteht derzeit aus 2 Nacktpuppen, 4 Larven und aus über 2 Dutzend Eiern.

06.03. Heimchen lebt noch - hab heute eine verdünnte Apfelessiglösung etwas auf der Oberfläche aufgetragen um gegen Schimmelbildung vorzubeugen (soll ja angeblich helfen).

07.03. Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam (19:20) lag schon wieder die 1. Arbeiterin die leicht über 4mm Pygmäen Arbeiterin in einem kleinen Honigwassertropfen... sie konnte es nicht lassen. Ich hatte diesmal keine Sorgen um sie da ich sie sicher bald wieder aufwachen würde. Nachdem sie über eine halbe Stunde schon weg war wurde ich mir etwas unsicherer - doch dann endlich nach 50 Minuten bewegte sie sich wieder und erholte sich wieder langsam! 20:23 sie wirkte noch sehr ungeschickt und konnte noch nicht geradeaus gehen aber hab sie schon wieder eingesetzt - muss mir was einfallen lassen damit sie Honigwasser aufnehmen können ohne darin das bewusstsein zu verlieren.

9.03. Die kleine Arbeiterin war auch heute sowie gestern nicht mehr im Nest zu finden und gilt ab heute für verschollen! Wird wohl nicht wieder kommen - egal was mit ihr passiert ist. So sind nur noch die Königin und die 3 Arbeiterinnen übrig.

13.03. Kann sein das sich heute beim Nahrungsspritze austausch das noch drinnen vorkommende Heimchen vertschüsst hat. Fand es nicht mehr im Formikarium.

17.03. Als ich heute eine kürzlich verstorbene 8mm Jagdspinne gefunden habe, hab ich sie später um 18:30 gleich zu den Manica rubida getan - hoffentlich wird sie überhaupt bemerkt! Seitdem die 1. Arbeiterin verschollen ist, hab ich keine andere Arbeiterin draußen herum laufen gesehen. Die 2 Puppen in der Bruthöhle sind schon leicht Orange und werde wohl bald erwachen.

18.03. Hab die 8mm Jagdspinne hinaus getan und ins Myrmica rubra Formikarium - da sie hier wohl niemand braucht. Gab heute um 23.00 Uhr eine 6mm braune Jungschrecke hinein die ich heute an diesem 24°C Tag gefunden hatte.

20.03. Die zwei neuen Manica rubida Puppen sind schon ziemlich dunkel und sie müssen jetzt wirklich bald zur Unterstützung hinzukommen.

21.03. Eine neue Arbeiterin ist heute erwacht! 6mm groß und noch etwas wackelig unterwegs - aber nun sind es wieder 4 Arbeiterinnen (5. Arbeiterin/gesamt).

21.03. Gab ihnen heute Abend ein großes Apfelstück hinein um zu sehen ob sie es annehmen - doch leider nichts beobachten können. Der neuen Arbeiterin gehts noch immer gut und die Brut besteht derzeit aus einer Nacktpuppe, 3 großen Larven, etlichen kleinen überall herumliegenden Larven sowie einem kleinen Haufen Eiern.

23.03. Heute den Apfel entfernt - war unnötig da sich niemand oben Blicken ließ.

27.03. Als ich heute bemerkt hab wie sich eine der drei für die gestrige Formica s. str. Bestimmung (beim Transport gestorben an eigenen Säuredämpfen) die ich als Nahrung hinein gab bewegte glaubte ich meinen Augen nicht! Erst als ich ganz genau nachsah sah ich eine kleine Ameise die sich dort abplagte! Es war die letzte Nacktpuppe die zur Imago geworden ist - sie ist nur 3,5mm groß und auf den ersten Blick fast eine Myrmica. Doch bei genauer Betrachtung und nachsehen bin ich froh das endlich wieder eine Ameise erwacht ist, die wieder etwas anpackt bei der Nahrungssuche! Sind jetzt 5 Arbeiterinnen und die Königin.

28.03. Heute zusätzlich zum Honigwasser eine sonderbare tote Fliege hinein gegeben die ich vorher mit heißem Wasser behandelt habe bis keine Milben mehr auf ihr zu sehen waren.

29.03. Heute sind ca. ein Dutzend Myrmica rubra in das Nest der Manica rubida eingetrungen und schienen wohl sich in der ersten Brutkammer einnisten zu wollen - zu kämpfen oder Verlusten kam es zum Glück nicht - da die Manica schon noch tiefer ihre neuere Bruthöhle hatten. Trotzdem schon etwas beunruhigt gewesen auch wenn es nur die als friedlich bekannten Myrmica waren. Auch wenn die Manica Königinn mit ihren 5 Arbeitern sicher sehr wehrhaft sind - bei einer aggressiv vorgehenden Übermacht sehe es auch für sie schlecht gegen Myrmica aus. Am Abend keine der eingedrungenen Myrmica gefundnen Zugang besser abgeschlossen (kam durch kleine Mulde oberhalb der Versorgungskammer hinein). Doch die 5 Myrmica die sich mit einigen Eiern eingenistet haben sind immer noch eine Bedrohung für meine Manica die viele Eier, einige kleine Larven, eine große und wieder eine helle Nacktpuppe haben.

03.04. Hab seit gestern keine Myrmica mehr im Formikarium sehen können - vielleicht sind sie ja wieder gegangen nachdem sie gemerkt haben, dass kein Nachschub kommt.

06.04. Seit 2 Tagen gräbt sich die kleinste unter den Manica kurz Oberhalb von der ehemaligen ersten Brutkammer wo auch die Myrmica drin waren (und von dort verschwunden sind) einen Gang hinunter der wohl bis wohl zur jetzigen unteren Brutkammer führen soll - während die anderen bei der Königin bleiben. Komisch das immer nur die kleinsten am meisten arbeiten. Oben hat sie schon einen über ein Zentimeter hohen Hügel aus verklebten Sand aufgeschüttet.

09.04. Heute in der Früh gabs die Überraschung (nicht nur das die tote schwar Mücke weg war die ich gestern reingegeben hatte)- die kleinste Arbeiterin trank gerade an einem Tropfen süssem und eine andere war bei Grabungsarbeiten. Später waren auch noch 2 größere Ants draußen zu sehen - ja sie waren jetzt wirklich aktiv unterwegs. Mal sehen ob sie schon größere Beute reißen - gab also eine lebende 25mm Wachsmottenlarve hinein in die Futterspritze. Naja als eine 6,5mm Arbeiterin (die etwas humpelte) vorbeisah wollte sie nur Honigwasser trinken und die darin herumbadende Raupe wurde eigentlich nicht weiter beachtet. Hab dann alles vom Honigwasser befreit und nochmal die Raupe (auch gereinigt) hinein gegeben. 10:53 die Arbeiterin kommt wieder und krabbelt etwas über die Raupe und geht dann wieder nach unten. 11:27 Diesmal waren 2 Arbeiter da und sahen sich die Raupe an - zogen sich dann aber wieder schnell zurück. 12:48 Erst nachdem die Raupe den Fehler machte und in den Nesteingang kroch wurde sie von einer Arbeiterin attackiert die sich in sie verbiss.

16.04. Um 12:28 hab ich den 11,5mm schwarzglänzenden Hautflügler oder Moderkäfer hineingegeben. Dieser verschwand bald im Nesteingang und fing drinnen an zu graben bis er von den Manica hinaus verscheucht wurde wo er sich dann länger aufhielt - und sich dann durchs Fliegennetz durchbeißen wollte - was aber nicht von Erfolg gekrönt war.

17.04 Heute schön gesehen wie der schwarze Moderkäfer seine Flügel geputzt hat nachdem er sie ausgefahren hat - streifte er mit der Oberseite seines Hinterleibs kurbelnd über die Unterseite der Flügel welches er sicher 20x wiederholte. Kaum bemerkte er mich hat er die Flügel blitzschnell wieder eingzogen um sie nachher mit hoch aufgestellten Flügeldeckblätter und nach oben ausholenden Hinterleibbewegungen wieder auszufahren und diesmal mit Vor-, Zurückbewegungen zu pflegen.

22.04. Beobachtete wie sich heute ein 6mm Arbeiter heute am Bein des schwarzen Moderkäfers verbiss und dieser hin un her lief. Die Arbeiterin ließ erst viel später einmal aus und dies nur um gleich wieder anzugreifen mit vielen Versuchen den Schwarzen zu stechen. Dieser wandte nachdem das Weglaufen nichts half das ausharren an - doch die Ameise ließ nicht locker! Nach ca. 3 Std. sah ich nur das die Ameise bewegungslos in der Ecke lag - während der schwarze Moderkäfer ein halbsteifes Bein davongetragen hatte. Anscheinend muss die Ameise sich so verausgabt haben das sie fertig gefahren war. Unter dem Stereoskop bewegte sie sich noch leicht - gab auch den schwarzen Moderkäfer raus aus dem Formikarium. Der 3. Arbeiter - ringt nachdem dranhängen am Käfer mit dem Tod - vielleicht hat auch dessen Geruch am Schwanzende dazu beigetragen? Bißverletungen hatte die Ameise jedenfalls keine.

23.04. 6mm Arbeiterin ist tot - jetzt sind es wieder 4 Arbeiterinnen - aber 2 Arbeiter werden wohl bald als Nachschub erwachen.

24.04. Nein! In der Früh entdeckt das wieder eine Arbeiterin (diesmal 5mm) das bewusstsein in der Eis-Honig-Wasser Lösung verloren hat... - da achtet man einmal nicht genau auf die Größe des Tropfens und... Gab sie raus - reinigte sie und wartete ab ob sie noch aufwacht. Etwa ne Stunde später lief sie dann zum Glück wieder schnell herum.

25.04. Nahrung für heute eine tote 4mm Krabbenspinne und eine lebende männliche Tanzfliege (Raubfliege: Empis tesselata).

26.04. Die Raubfliege lebt noch - hab eine totes 12mm Steinfliegenmännchen (Perlodes spec.) als heutige Larvennahrung hinein gegeben.

27.04. Gab heute ein totes 12mm kl. Heimchen (die Leiche reinigte ich vorher mit heißem Wasser von Milben).

29.04. Totes 7mm Jagdspinnenmännchen als Larvennahrung hinein gegeben - obwohl einen Tag schon tot wurde es gern in das Nest geschleppt nach der Entdeckung.

29.04. Heute sind endlich die 2 neuen Arbeiter erwacht und somit sind sie schon sechs Arbeiter plus einer Königin.

30.04. Tote 4mm Netzspinne stand heute am Speiseplan

02.05. Heute wurden die 2 kleinen Raupen (ca. 6mm Raupen) gleich im Doppelpack von einer Arbeiterin hinein getragen und unten zu den Larven gebracht. In letzter Zeit wird auch ziemlich viel ausgebaut vor allem da ja jetzt 6 Arbeiter zur Verfügung stehen. 2 Sind bei der Königin mit Brutpflege beschäftigt und die anderen 4 Arbeiten am Ausbau des Nestes und nehmen hin und wieder Honigwasser auf.

05.05. Um 13:35 bekamen eine Arbeiterin die letzte damals gesammelte hellgrüne 7mm Raupe die zu Dutzenden an Spinnfäden von den Bäumen hingen. Der Umwicklungsversuch half der Raupe wenig und sie wurde schnell ins Nest getragen. In der Brutkammer steht eine neue Arbeiterin wieder kurz vor dem erwachen sowie eine Nacktpuppe bei der dies sicher noch dauern wird. Auch ca. 20 mittlere bis größere Larven liegen derzeit dort. Geht also gut voran mit dem Nachschub an Arbeitern. Auch haben sie schon ordentlich neue Gänge ausgehoben an der anderen Glasseite.

07.05. 02:22 Da ich gerade noch eine Arbeiterin erwischte gab ich ihr eine noch gestern gesammelte hellgrüne Raupe wie die vorigen Raupenarten hinein. Diesmal der bis dahin schwerst Brocken mit 11mm - doch auch diese konnte nach einer ca. 3minütigen Überwätigungsphase mittels Stacheleinsatz halb gelähmt und mit einiger Kraft in den Nesteingang gezogen werden - wo sie weiter nach unten gebracht wurde mit Hilfe einer zweiten Arbeiterin. Der Transport war aber wegen der Größe der Beute und den Kurven der Gänge schnell in stocken geraten an einer Biegung. So wurde sie wieder etwas zurückgetragen zu einer Kammer neben der 1. Gründungskammer und dort bearbeitet.

07.05. Heute kam ein 11,5mm verstorbener Rüsselkäfer und ein toter 15mm Tausendfüssler hinein zum Futterplatz - doch diese wollten die Manica nicht... Gab dann halt als Ersatz noch eine 11mm blassgrüne Raupe. Eine später noch hinein gegebene angeschlagene und im sterben liegende 12mm Schlammfliege (Sialis spec.) wollten sie auch nicht. Aber Honigwasser nehmen sie wie immer sehr gerne auf neben den Grabearbeiten.

08.05. Die Raupe von gestern liegt am Abfallhaufen? Diese Raupenart haben sie wohl nicht brauchen können.

11.05. Als ich heute eine 11mm Raupe hinein gab bemerkte ich, dass es sogar schon ganze 7 Arbeiterinnen sind! 4 Sind bei der Königin, eine putzt eine andere und die Siebente sitzt allein in einer Nebenkammer.

15.05. Kleine 10mm Raupe wurde heute tapfer von einer zähen Arbeiterin ins Nest gezogen. Am Abend noch eine 13mm Traubenkirschen-Gespinstmottenraupe (Yponomeuta evonymella) hinein gegeben.

16.05. Die Mottenraupe wieder hinaus gegeben weil sie sich eingespinnt hat und auch nicht beachtet wird von den Arbeiterinnen.

18.05. Heute gabs zur Feier des Tage „Rache der Sith“-Premiere gleich 6 schon tote Traubenkirsch-Gespinstmottenraupen (13-16mm).

22.05. Heute die Raupen entfernt von denen sie keine einzige genommen haben! Seh das bald eine 8 Arbeiterin erwachen wird (schon dunkler). Auch haben sie die Brut in zwei andere verschiedene Kammern verfrachtet und die Königin ist allein in der Brutkammer. Verfrachteten aber dann alles in die nun neue Brutkammer wo die Königin auch hinein ging. Die neue Brutkammer ist deutlich länger als die alte - und hat somit mehr Platz für die Brut. Gab heute eine 6mm Camponotus fallax hinein die an einem Raupengespinst hängen blieb und dadurch..

,,so geschwächt wurde, dass sie bald darauf starb. Gab dann am Abend noch eine tote, grüne 4mm Krabbenspinne hinein - da sie ja die Mottenraupen nicht nahmen.

24.05. Zwei neue Arbeiterinnen zu den vorigen Sieben dazu gekommen (eine 5 und ein 4,5mm) - seh auch das bald die 10. Arbeiterin erwachen wird. Insektenbedarf haben sie anscheinend in letzter Zeit keinen - da auch die Spinne vom 22. liegen blieb.

26.05. Eine tote Mottenraupe hinein gegeben - die sie etwas später auch genommen habe.

27.05. In der Nacht einen heute gefangenen schwarzen 10,5mm Fadenkanker hinein gegeben der hoffentlich bei der Zersetzung des Friedhofes mithilft - glaub nicht das er den Manicas gefährlich werden kann, wenn dann eher umgekehrt.

30.05. Ab heute sind es schon 11 Arbeiterinnen und weiterer Nachschub ist immer mehr unterwegs - gab heute noch 4 Raupen hinein und feuchtete den Boden etwas an.

31.05. Gab heute ein 13mm Glühwürmchen Weibchen (Lampyris noctiluca) in das Formikarium welches draußen von einer Arbeiterin nicht so heftig angegriffen wurde wie erwartet. Der große Leuchtkäfer ist dann behäbig in raupenähnlicher Bewegung hinein in den Eingang des Nestes. Sah auch das die Brut in die vorige Brutkammer (die bis jetzt am längsten bezogen war) zurück gebracht wurde - anscheinend sind dort die Bedingungen günstiger für die Brut als in der weit größeren Kammer. Das Glühwürmchen ist dann bald wieder hinaus gekrochen aus dem Eingang und ist in die Futterspritze hinein. Dort kam es bald wieder hinaus und machte sich dann auf den Weg in die andere Richtung. Seine Stillhaltetaktik schien zuerst zu klappen - doch als es sich dann doch bewegte als eine Manica sie inspezierte prüfte die Ameise gleich auch die Zähigkeit ihrer Ummantelung und ließ dann von ihr ab. Gab dann noch einen halb toten 2,5mm Käfer hinein der zuerst eingehend inspeziert und dann nach unten getragen wurde. Das Glühwürmchen ist in die Gründungskammer ganz oben hinein gegangen wo sie 2 Arbeiterinnen in Schach halten. Sehe in der jetztigen Brutkammer, dass 4 neue Arbeiter kurz vor dem erwachen stehen.

02.06. Gab heute in der späten Nacht eine geschwächte und unbegattete 5mm Lasius fuliginosius Jungkönigin hinein die bald von einem Arbeiter entdeckt wurde und an den Fühlern ins Nest hinein gezogen wurde. Das Glühwürmchen lebt immer noch in der 1. oberen Kammer. Später noch eine tote 11mm Camponotus vagus media-Arbeiterin hinein gegeben - da mir das Futter langsam ausgeht (länger nicht mehr zum Futtertieresammeln gekommen). Auch die tote vagus wurde zum Glück in den Bau getragen - lag also richtig mit der Vermutung das sie jetzt dringend Futter für die Larven brauchen (egal welches). Es sind jetzt schon 14 Arbeiter + der Königin und der Nachschub wird auch nicht so bald abreißen bei der reichlich vorhandenen Brut. Sah auch noch wie zwei kleinere Arbeiterinnen in der Brutkammer zu zweit an der toten L. fuliginosius Könign herumzerrten und bissen.

03.06. Heute in der Früh fehlte der 11mm vagus schon der Hinterleib und auch mit der fuliginosius Queen hatte sich noch zu beissen. Eine halbtote 8mm Motten Images kam auch noch heute rein - und wurde bald nach unten getragen. Sah die Überreste von der gestrigen Ameisenmahlzeit draußen liegen. Ein Flügel von der Queen und zwei Beine sowie der unversehrte Kopf der vagus Arbeiterin. Gebe heute noch einen lebenden 10mm Gebüschohrwurm (Apterygida media) und zwei Zweiflekige Zipfelkäfer (Malachius bipustulatus) hinein (7-7,5mm) - der Ohrwurm und die Käfer werden heftigst bei Kontakt attackiert - doch einen zu überwältigen gelingt nicht. Der Ohrwurm labt sich dann noch am Honigwasser welches er auch drohend mit dem Hinterteil verteidigt. Die räuberischen Käfer wehren sich nur selten mit Bissen und flüchten regelmässig. Gebe den Ohrwurm dann über Nacht hinaus.Nach mehrmaligen zählen kom ich schon auf 16 Arbeiterinnen und es werden noch mehr nachkommen.

04.06. Heute lagen beide Zipfelkäfer auf dem Friedhof aber nicht verwertet - nur einem wurde die Flügeldecke entfernt. Anscheinend wollen die Ameisen diese Käfer nicht. Als ich den Ohrwurm wieder hinein gebe und dieser über den größeren Zipfelkäfer läuft lebt dieser doch noch und bewegt sich aber nur noch trägr mit den Beinen. Hab dann wieder die Formikariumaussen & Innenscheiben gereinigt sowie das Abdeckungsnetz erneuert.

05.06. Heute brachte eine Arbeiterin das tote Ohrwurmweibchen hinaus und legte es zum Friedhof. Sie arbeiteten wieder fleissig am Ausbau des Nestes und nahmen oft Honigwasser auf.

06.06. Heute eine kleine 4mm mir unbekannte tote Netzspinne (männlich) hinein gegeben. Bald wurde sie entdeckt und sofort nach unten gebracht! Spinnen sind halt besonders beliebt bei den Ameisen.

09.06. Sind jetzt schon 20 Arbeiterinnen und es werden immer noch neue nachkommen. Gebe heute am Abend noch eine 9mm Mottenraupe hinein die gleich von 2 Arbeiterinnen im tandem nach unten getragen wird. Der Rüßelkäfer lebt auch noch immer.

11.06. Ein toter 10mm Ameisen-Sackkäfer (Clytra laeviuscula) sowie ein kleiner totet 5mm Ohrwurm kamen heute als Larvennahrung hinein. Der Ohrwurm wurde sofort genommen - der riechende Käfer gar nicht beachtet da sie den Geruch nicht mögen. Gab dann noch eine im sterben liegende 6mm Lasius fuliginosus Königin dazu. Ein Abend trugen sie die tote Königin hinaus (von der sie nur den Hinterleib verwenden konnten). Gab ihnen noch ein kleinere lebende Schnake, die nachdem sie mit ihrem langgezogenem Hinterteil einer Manica zu Nahe kam - gleich hinein gezogen wurde (da half auch kein heftiges Flügelschlagen mehr). Auch eine im sterben liegende 5,5mm Arbeiterin wurde heute hinaus getragen auf den Friedhof wo sie auch schließlich starb. Müssen aber trotzdem schon leicht über 20 Arbeiterinnen sein. Doch nun sind die Puppen erstmal ausgegangen und ich seh nur noch kleine Minilarven im Nest.

13.06. Futter für heute war eine tote weibl. 15mm Skorpionfliege (Panorpa communis) sowie eine kleien 5mm Fliege. Seitdem ich gestern das Formikarium befeuchtet habe, haben sie in dem angehäuften Auswurfshaufen einen Gang hinein gegraben. Die Skorpionfliege nahmen sie aber nicht - deshalb wieder hinaus gegeben.

15.06. Heute eine Menge schwarzer Bohnenläuse (Aphis fabae) in die Futterspritz getan die ich vorher im Gefrierschrank abgetötet habe - mal sehen ob sie sie mögen. Gleich nachdem sie entdeckt worden sind, ist gleich Verstärkung in Form von 4-5 Arbeiterinnen aufgetaucht und hat mitgeholfen die meisten der Blattläuse in die Brutkammer zu tragen.

16.06. Alle Blattläuse wurden verwertet - am Abend noch eine 6mm dickere Larve hinein gegeben die einen aromatischen Duft verströmte - doch auch sie wurde von den M. rubida erbeutet und zuerst in das oben neu eingerichtete Art Sonnendach geschleppt von wo sie dann in das Innere des Nestes zu einer Kammer kurz vor der Brutkammer gebracht worden ist. Die Aktivität der Arbeiterin hat schon ordentlich zugenommen seitdem sie über 20 sind.

17.06. Heute gab es zwei noch lebende Federlibellen (Platycnemis pennipes) die von den Ameisen überwältig und zerlegt wurden sowie die grüne Wepsenraupe die irgendwie aus dem Camponotus Formikarium deluxe entkommen konnte - hier aber ihre Meister fand und trotz einigen Fluchtversuchen schließlich einer Überzahl erlag und nach unten gebracht wurde.

18.06. In der Früh eine lebende 15mm Schnake hinein gegeben - die können sie sich holen wann sie wollen.

19.06. 2 geschwächte Formica rufibarbis wurden nach der Entdeckung angegriffen und überwätigt nach unten gebracht. Eine 5,5mm Manica rubida-Arbeiterin starb heute wohl nach natürlicher Altersschwäche - und wurde auf den Friedhof gebracht.

22.06. Heute einen schwarzen 10mm Rüsselkäfer und später die Schrecke aus dem Formikarium deluxe hinein gegeben. Dem Käfer können sie anscheinend nichts anhaben und die Schrecke ist noch zu flink und meistens an der Obersteite unterwegs.

23.06. Heute kam eine kleine 4mm Springspinne sowie eine ebenso große Minifliege hinein. Die Minifliege ließ sich doch glatt von einer Ameise erwischen und wurde getötet und von einer Arbeiterin hinunter getragen wo sie zerteilt an die Larven verfüttert wurden die selbstständig daran knabberten. Die kleine Springspinne muss wohl auch erwischt worden sein - weil ich sie nicht mehr fand etwas später (wohl auch immer zu riskant nah an Ameisen heran gegangen). Die Schrecke und der Rüssler leben noch.

24.06. Eine 9,5mm Eintagsfliege wurde sofort von einer Arbeiterin gepackt und unter das neu gebaute Sonnendach gebracht wo sie sich zu dritt um die neue Beute gekümmert haben bevor es damit abwärts ging. Und am Abend noch eine 4,5mm Flachstrecker-Spinne hinein getan. Auch ein toter 10mm Wasserzünsler gab es noch zusätzlich. Zählte heute 21 Arbeiterinnen.

25.06. Kam noch zusätzlich 2 Grashüpfer (13mm rotbrauner u. 15mm braungrüner) hinein - die sich aber nicht fangen ließen da noch immer hoch genug sich fortbewegen. Probierte heute auch andere ungewöhliche Futtertiere wie 4 Marienkäferlarven und eine 4mm Raubwanze. Die Kleinste 3mm Larve wurde als erstes entdeckt und leicht überwältigt. Die Raubwanze wurde als 2. erwischt und auch abtransportiert. Nur die größte Marienkäferlarve ca. 7mm wehrte sich mit einem Sekret aus ihrem Hinterteil dessen Geruch die Ameisen überhaupt nicht mochten! So entkam sie zwei Mal den angriffen der Ameisen - auch nachdem eine sie schon länger am Bein hielt griff eine zweite Ameise nicht an, weil sie den Geruch nicht mochte. Die Ameisen scheinen das Sekret direkt beim Mund los werden zu wollen und sind so immer beschäftigt mit dem Wehrsekret der Larve.

26.06. Alle Marienkäferlarven sind verschwunden! Vielleicht geht ihnen ja der Abwehrstoff aus und so könnten sie überwältigt worden sein. Fand aber keine Leichen in der Brutkammer? Als ich heute wieder nachgefeuchtet habe bauten sie in der Miete einen Hügel mit Gängen.

29.06. Gab den 13mm Junikäfer (vom Myrmic Form.) in dieses - vielleicht schaffen es die Manica ihn zu überwältigen. Die Manica waren gerade mit dem noch immer lebenden Rüsselkäfer beschäftigt als ihnen der Junikäfer über den Weg krabbelte und unter eines der beiden Sonnendächer gekrabbelt ist. Der Junikäfer ist am Nachmittag verschwunden gewesen? Ist aber unmöglich hier auszubrechen. Gab am Nachmittag noch eine 15mm Schrecke hinein die vorher gegen eine andere männliche Schrecke (zusammen gelagert) ihr beiden Sprungbeine verloren hat sowie die hälfte eines der vier Vorderbeine. Auch eine lebende 9mm Motte kam noch hinein - die nachdem sie erwischt worden ist bald von 2 Ants nach unten getragen worden ist. Die eingeschränkte Schrecke wurde auch attackiert - wehrte sich aber nicht und die Manica ließen dann später sogar ab von ihr und sie überlebte so vorerst.

30.06.2005 Eine dicke braune weibl. 8mm Springspinne kam heute hinein ins Formikarium - die Spinne sah sich alles genau an - und blieb vorerst immer außer dem Gefahrenbereich. Die Myrmica hatten ja nicht so gut ausgesehen gegen eine Springspinne - mal sehen wie das bei

den Manica so läuft! Die Manica graben auch in der Mitte nach unten (wo sie auf die Querisolierverbindung treffen werden und wohl aufhören müssen) nachdem die 2 Sonnendächer von dem randalierenden Junikäfer gestern zerstört worden sind und dieser heute im Honigwasser auf dem Rücken gedreht zur ruhe kommt. Ein zuviel gegebenes Wasser ging glimpflich aus - da es sich in dem neuen Loch sammelte wo noch 2 Arbeiterinnen drinnen waren - beide überlebten aber den Tauchgang.
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AW: Fortsetzung Manica rubida Formikarium/Corsair

Beitragvon Corsair » 14. Juli 2010, 19:06

02.07.2005 Heute um 00:20 hab ich eine ordentlich Aktivität meiner Manica feststellen können. Zählte mindestens 14 die mit schnellen Grabearbeiten beschäftigt waren! Der Junikäfer ist wieder irgendwo verschwunden und die Ameisen graben und graben - und graben an zwei Stellen gleichzeitig obwohl sie bald auf die Trennung stoßen werden die ich dort eingebaut habe und die nur von unten erschließbar ist und dort einen Lufthohlraum bildet. Vielleicht werden sie so erstmal kurz unter der Oberfläche entlang graben - mal sehen. Sie sind aber ziemlich flott damit selbst große Steinchen wegzuschleppen die im Vergleich zur Größe für einen Menschen nicht mal zu heben wären! Dann merkte ich das sie dort in kleine Kammern schon umgezogen sind und alle Larven, Eier und Puppen ebenfalls dort sind wo ich nachgefeuchtet habe! Werde jetzt die alte Kammer ordentlich anfeuchten - vielleicht ziehen sie ja wieder ins größere Nest um. Eine Ameise bekämpft auch den Rüßler der sich in einer Erdmulde versteckt hatte! Doch dieser hat wie immer eine viel zu Starke Panzerung, sodass die Ameisen ihn nicht erjagen können - trotzdem versuchen sie es immer wieder.

02.07. Die Ants sind wieder zurück eingezogen in die alten neu angefeuchteten Kammern! Heute hab ich sie dann erwischt wie sie weiter die alten Kammern ausgruben und sogar so einen hohen Turm (Turm zu Babel) errichteten! Gab ihnen dann noch einen toten Grashüpfer hinein.

03.07. Bekamen eine kleine tote Schrecke - gab den noch lebenden Junikäfer hinaus und noch eine tote Schrecke hinein. Am Abend bekamen sie noch einen halb toten 14mm Grashüpfer.

04.07. Ein toter 20mm Grashüpfer war es heute den sie bekamen.

05.07. Heute eine lebende 9mm braune Lasius Königin hinein gegeben die schon durch Pilz am Hinterteil (diesen entfernt) und einem steifen Bein geschwächt war unter meinen Lasius Königinnen - und die es sowieso nicht mehr lange gemacht hätte! Sie traf bald auf eine 5mm Arbeiterin die die Lasius Königin am Kiefer festhielt und diese von unten öfters in den Mund stach - danach wurde die nur noch schwach bewegende Königin von der einen Arbeiterin nach unten geschleppt. Gab dann noch die tote Lasius Königin hinein die von den Camponotus seit 2 Tagen nicht genommen wurde. 2 Arbeiterinnen entdeckten diese und schleppten sie aber nicht gleich hinein. Die andere Königin wird inzwischen von mehreren Arbeiterinnen in der ersten Kammer unten bearbeitet. Die 2. Lasius Königin muss wohl schon zu trocken gewesen sein - denn sie wurde bei Seite geräumt und nicht genommen! Die große Springspinne lebt noch - hat aber inzwischen wohl ein Bein eingebüsst (gegen Ameisen od. Schrecke?) - die 15mm Schrecke lebt auch noch immer noch. Die Ameisen sind heute überwiegend (wie immer) mit Honigwasser einsammeln und Sand raus tragen beschäftigt.

06.07. Heute kam am Abend ein lebendes 15mm Schreckenweibchen hinzu (gleiche Art wie schon drin/verlor bei Lagerung gegen andere Schrecke beide Sprungbeine/Länge ohne Legestachel gemessen wie immer) - mal sehen wie die beiden Schreckenweibchen bei dem wenigen Nahrungsangebot (können nur Überresten herum kauen) verhalten werden. Der schwarze Rüsselkäfer ist in den letzten Tagen immer bewegungsunfähiger geworden und starb heute früh.

07.07. Eine tote 3mm Fliege wurde zuerst von einer größeren Arbeiterin begutachtet - bis eine kleinere hinzu kam die die Beute konsequenter einfach hinein ins Nest schleppte. Entdeckte heute auch, dass die Brut aufgeteilt wurde in eine obere Kammer und eine tiefer liegende - dabei wurde aber nicht zwischen Eiern, Larven und Puppen getrennt. Ist schon wieder ziemlich viel Brut geworden! Hab dann eine sterbende 5,5mm Manica von der Decke baumeln geshen - die vielleicht gebissen wurde oder einfach was ich eher denke sich solange versucht hat zu befreien bis sie am Ende ihrer Kräfte war. Die Mitarbeiterinnen haben die Arbeiterin die sich noch irgendwie ins Nest schleppte nachdem ich sie befreit habe wieder zum sterben nach draußen neben den Abfallhaufen hingelegt (so dankt man bei den Ameisen für die Lebensarbeit). Hab sie dann hinaus genommen und die Springspinne gleich mit und danach das Formikarium von den angehäuften Spinnenfäden gesäubert wobei sich die inzwischen als gewöhnliche Strauchschrecken (Pholidoptera grisoaptera) identifizierten Schrecken über die Feuchtigkeitstropfen gefreut haben und gierig nach dem Wasser leckten. Eine tote 8mm Camponotus vagus wurde nicht genommen - da anscheinend schon im Zersetzungsstadium. Sie verhielten sich zuerst äußerst Vorsichtig dem Kadaver - sogar mit gespreitzten Mandibeln. Die Strauchstrecke ohne Sprungbeine fing in der Nacht an - an den verdrockneten Insektenleichen zu knabbern (Crackers?). Die intakte Strauchschrecke hat inzwischen die Futterspritze Schritt für Schritt von ihrem Honigwasser für die Ameisen befreit - und falls sie von einer Manica gestört wurde reichte schon ein Sprungbeinschnepfen um die Manica zum Rückzug zu überreden.

10.07. Hab heute die beiden lebenden Strauchschrecken hinaus getan weil ich sie mit einem Männchen eventuell verpaaren will. Dafür gab ich ihnen ein bewusstloses frisches weibliches 20mm Heimchen hinein - mal sehen ob sie mit dem großen Brocken zurecht kommen!? Die Ameisen kamen aber nicht und so ist das Heimchen nach über einer Stund aufgewacht und verkroch sich im Eingang. Später als das Heimchen wieder raus kam hab ich es rausgenommen. Dafür gab es zwei erforene 8 & 7 mm Fliegen (bläulich kariert) die ich vorher noch auf Parasiten im Stereoskop untersucht hatte. Komisch! Bis am Abend hat sich noch keine der schon über 23 Arbeiterinnen (Nachschub weiter unterwegs) blicken lassen - um die beiden Fliegen abzuholen!

11.07. Hab die beiden Fliegen heute früh rausgegeben - da keine Manica hinaus kam! Und sich nur die Spinnmilben darüber freuten. Am Vormittag noch einen lebenden 2mm Springschwanz hinein gegeben der die Milben bekämpfen soll - doch verlor später seine Spur. Hab dann am Abend eine lebende kleine hellgrüne 8mm Schrecke hinein gegeben (noch nie vorher so eine gefunden). Dann nach 24 Uhr endlich Aktivität - gleich 9 Manica (größte eine 6mm!) waren zugleich mit Honig trinken beschäftigt (sonst max. nur immer drei gewesen)! Gab dann eine lebende 12mm Raupenfliege (Cylindromyia bicolor) hinein die sich erstmal länger putzte und die attackierenden Manica nicht mal richtig ernst nahm und einfach abstreifte. Schrecke hüpft zu Manica in Futterspritze - entkommt aber leicht als sie entdeckt wird.

12.07. Die hellgrüne Schrecke hat sich heute in der Früh gehäutet wies aus sieht. Heute in der Früh lag die Fliege so gut wie tot am Rücken und ich schob sie näher zum Manica Eingang wo sie auch bald von den jetzt wieder Grabaktivität zeigenden Manica. Diese schleppten unglaubliche Steinchen nach oben! Steinchen die ein vielfaches ihres Gewichtes haben! Die Fliege wurde dann gleich in die erste große Kammer unter der Oberfläche gezogen. Später haben sie zuerst beide Flügel der Fliege hinaus getragen und danach kamen die Beine nach. Den Rest hatten sie unten zerlegt zu den Larven gelegt. Probierte noch aus ob sie ein 8,5mm noch im Puppenstadium verstorbenes unbekanntes Ameisenmännchen nehmen - doch anscheinend ist es schon zu trocken und wird nicht genommen - ja wird Richtung Abfallhaufen geschleppt (nehm es lieber raus bevor es als Milbennahrung dient und gebe es einem Ohrwurm).

13.07. Heute gab ich 2 lebende gelbgraue Schrecken hinein sowie einen lebenden 13mm Schmalbock-Käfer (Strangalia quadrifasciata) hinein sowie eine tote 8mm Schwebefliege (Conopos quadrifasciata) die sofort nach der Entdeckung nach unten gebracht wurde. Der letzte Rest von der roten Fliege (Hinterteil) von gestern wurde auch heute hinaus getragen. Die hellgrüne Schrecke lebt auch noch.

14.07. Heute 2 Lasius species Königinnen (9-9,5mm) hinein gegeben die sich nicht mehr zur Haltung eigneten wegen Verletzungen. Die erste stolperte gleich beim Eingang in ihr Verderben und fiel genau vor die Füße 2er Arbeiterinnen die sie sofort töteten. Gab dann nochmal 4 Lasius spec. Königinnen hinein (3x9mm + 1x9,5mm) von denen sich 2 noch etwas bewegten und die anderen beiden schon mehr tot als lebendig waren. Auf einer hängte sogar noch eine fremde Lasius Arbeiterin die diese überlebt hat. Sah dann das die hellgrüne Schrecke irgendwie in das Nest gekommen ist und dort von etlichen Manicas gejagd wird. Die 2 schon nicht mehr bewegenden Lasius Königinnen werden als erstes entdeckt - die anderen beiden konnten noch etwas vom Platz wegrobben. Eine kräftigere Manica schleppt eine Königin hinein während die kleinere Manica diese nicht fortbewegen konnte. Dann kommen plötzlich drei weitere Manica hinaus die wohl herbei geholt wurden und schleppen die 2 weg - sowie die eine mit der dranhängenden Lasius-Arbeiterin die sich nicht mehr gescheit verteidigen kann. Die letzte der 4 sowie die eine der ganz am Anfang hinein gegebenen Lasius Königinnen können sich noch am rechten Rand des Formikariums in Sicherheit wähnen. Die 4. wird jedoch entdeckt und wehrt sich trotzdem aber noch so sehr, dass diese zurück geht und 3 weitere Ameisen Verstärkung holt. Der Stich den sie aber schon vorher bekommen hat, hat die Lasius-Königin nun aber völlig wehrlos gemacht und so wird auch sie hinein geschleppt in den Bau. Jetzt gehen dann weitere 4 Arbeiterinnen auf die Suche nach weiteren Königinnen und kommen der ganz am Rand im Abfallhaufen sitzenden Lasius-Königin (ganz am Anfang hinein gegeben und noch am vitalsten drauf) gefährlich Nahe - doch sie hat vorerst Glück nicht gefunden zu werden auch wenn jetzt verstärkt Manica Patroulien herum laufen! Die erlegten Futterameisen sind inzwischen in der obersten und der 3. Kammer untergebracht - doch keine in einer Kammer wo Larven sind - weil sie vorher noch etwas vorbearbeitet werden bevor sie dort hingebracht werden. Bekamen am Abend dann noch eine Lasius (noch mit Flügeln) - diesmal aber eine tote die verstorben ist. Wurde dann nach unten getragen. Sah, dass die anderen Lasius-Königinnen in einer Kammer über der Hauptbrutkammer mit der Manica-Königin wie als Vorratskammer gelagert wurden! Wirklich alle heute erlegten liegen dort auf einem Haufen wo auch der großteil der hellgrünen Schrecke liegt. Stunden später sah ich, dass eine Lasius-Königin in der Kammer noch lebte und sich davon schleppen zu versuchte - doch ihr Abdomen schien schon halb abgebissen aus sowie die es nachzog! Sah auch um die 7 neue Manica von denen 2 gerade erst erwacht sein müssen. Die letzte tote Lasius haben sie dann doch wieder hinaus getragen - war wohl schon zu lange tot gewesen und ist nicht mehr verwendbar.

23.07. Als ich heute vom Urlaub zurück kam fand ich das Formikarium weit ausgebaut vor. Die Manica haben bis in die untersten Schichten gegraben was mir der Haufen weißer Steinchen eindeutig zeigte. Auch waren die Arbeiterzahlen nach ersten Zählungen auf leicht über 30 angestiegen und gehen auf die 40 zu - trotz einem 5,5mm Arbeiter-Verlust in der Honigwasserkammer. Brut mit Nacktpuppen ist auch noch immer vorhanden. Hab ihnen aus Chalkidike in Griechenland einen besonderen, aber gefährlichen Leckerbissen mitgebracht - eine bissige 23mm Käferlarve! Doch diese vergräbt sich sofort im weichen Sand und entkommt so vorerst mal meinen Manica rubida...

24.07. Heute eine kleine tote Motte hinein gegeben die gleich hinein getragen wurde - haben schon einen kleinen Berg aufgeschüttet. Nachdem sie wohl unten angekommen waren mit dem graben und entlang gegraben haben - graben sie jetzt doch wieder über der weißen..

Steinschicht. Am Abend noch eine geschwächte 11mm Bremse hinein gegeben die vor die Füße einer Manica gefallen gleich am Kopf attackiert und in diesen gestochen wurde. Dann von ihr und einer dazukommenden Arbeiterin in den Bau gezogen worden. Eine lebende 18mm hellgrüne Schrecke vielleicht junge Eichelschrecke hinein gegeben. In der Nacht noch eine Alarmbereitschaft ausgelöst indem ich eine kräftige 7mm Messor species hinein getan habe. Zuerst entkam die Messor einer Manica - doch dann versteckte sie sich in den Tunnels unter dem neuen Berg und dort wurde sie von einer entdeckt die sogar zuerst 2 Verstärkung holte - und das dann noch mehr Verstärkung hervor rief. Doch in den beengten Verhältnissen konnte sich die Messor gut wehren und hatte es so mit fast immer nur 2 Gegnern zu tun. Gab dann noch eine 6mm Messor hinein. Die 7mm schien gegen 3 ca 4-5mm Manica zu unterliegen. Als der gelähmte Messor hinaus geschleppt wurde hab ich noch einen halbtoten 6mm und 2 gesunde 5mm Messor species hinein gegeben. Und dann die letzte 5mm für heute hinein gegeben.

25.07. Nur ein 5mm Messor scheint bis jetzt noch im Formikarium überlebt zu haben. Nach diesmal genauem nachzählen hat die Manica Kolonie schon etwas über 40 Arbeiter. Hab heute noch einen toten 8mm Ohrwurm hinein gegeben der gleich genommen wurde.

26.07. Doch noch 2 Messor am Leben - eine 5 und eine 5,5mm. Gab heute noch eine streunende 2,5mm Tetramorium spec. Ameise hinein die gleich attackiert - jedoch entkommen konnte. Erst am Abend war nur noch eine Messor zu sehen! Die grüne Schrecke hängt von oben hinunter und will sich wohl häuten.

27.07. Heute in der nachdem ich die hellgrüne Schrecke deren Häutung wohl daneben geht hinunter geschupft habe damit sie von den Manica entdeckt wird - hab ich beobachtet wie die noch verbliebene Messor einen Kampf mit der arbeitenden 5mm Manica hatte! Dabei gab die Messor anscheinend ein Sekret ab welches der Manica überhaupt nicht bekam - den sie war dann wie benommen und bewegte sich eher wie ein Angetrunker. Die 5mm Messor dann auch wieder entdeckt die mit der 5,5mm kommunizierte. Dann plötzlich taucht die große Käferlarve auf und beisst den Hinterleib der wehrlosen Heuschrecke - und zieht diese sogar etwas mit! Doch das ist die Nahrung für die Ants und ich bringe die Verletzte Manica dazu die Käferlarve zu attackieren worauf die die Schrecke vor den Manica eingang rutschen lässt und selbst in diesem halb zugeschütteten verschwindet! Auch seh ich dass die Manica inzwischen zum großen Hohlraum vorgegraben haben und in diesem schon fleissig herum laufen. Vor dem Eingang der Manica zu liegen ist dann wohl auch das Ende der Schrecke - auch wenn bis jetzt nur eine Manica unruhig versucht ihn dort wegzubringen. Schrecke wurde dann vermutlich von Larve in die Erde gezogen halb noch lebend - tötete die Schrecke damit sie weniger leidet. Gegen Abend leben die beiden Messor immer noch und der Eingang zum Ameisennest scheint immer noch zugemacht zu sein.

28.07. Heute die maroudierende Käferlarve aus dem Formikarium entfernt und siehe da die Manica haben den Haupteingang wieder geöffnet und graben fleißig. Gab ihnen heute auch noch 2 unbekannte 6mm Ameisenköniginnen hinein die wohl parasität gegründet hätten und mir beim claustral gründen eingegangen sind! Die 2 Messor Arbeiter schlagen sich noch immer wacker und leben noch. Eine tote Arbeiterin lag heute in der künstlichen mittleren Luftkammer. Die Messor haben sich vor den grabenden Manica nach oben zurück gezogen.

29.07. Bekamen irgendeine unbekannte 10mm Eintagsfliege am Abend.

30.07.2005 Gab heute um 01:30 eine 15mm Eintagsfliege (Potamanthus luteus) hinein - die erst noch etwas hinstossen von über 5 Arbeiterinnen überwältigt worden ist. Die 2 Messor leben immer noch und die Manica scheinen sie nicht direkt angreifen zu wollen - und gehen nicht weiter bis zu der Stelle wo sich diese aufhalten. Nur wenn sie zu Nahe an den Eingang kommen (ca. 3-4cm) werden sie attackiert und vertrieben. Es gab dann auch noch später um 02:25 als die Ameisen noch fleissig am graben waren 2 4mm hellgrüne Wanzen - eine davon wurde gleich zu zweit eingebracht. Die 5mm Messor wird heute früh von einer Manica angegriffen die sich an dem Fühler der Messor gehängt hat und wohl attackiert wurde. Jetzt hängt die Manica fast leblos noch immer daran und sie wird wohl drauf gehen da ihr auch Beinteile fehlen! Die Manica halfen dann ihrer Kameradin und griffen die Messor an! Die eine Manica wurde von der Messor befreit und diese kampfunfähig gemacht von größeren Manica Arbeiterinnen. Die 5,5mm Messor ist jetzt allein. Die verletzte Manica ist wohl aber nicht mehr arbeitsfähig und wird wohl jetzt echt bald als Verlust gelten. Die sterbende Messor wurde dann gleich rausgetragen an die Stelle wo sie sonst immer Posten bezogen hatte gleich neben der unbrauchbaren Manica Arbeiterin die sich so eingesetzt hatte. Beide wurden dann noch weiter weg vom Nesteingang getragen. Gab heute dann wieder die Käferlarve aus Griechenland hinein die verletzt war und und nur so von den Manica nach unten gebracht werden konnte wo sie sich hoffnungslos bis zuletzt gegen eine große Übermacht von Ameisen wehrte die sie öffnen wollten. Gab dann noch eine schwer verletzte 12mm Camponotus ligniperda hinein als Larvenfutter. Als zugabe eine schwer verletzte Camponotus spec. aus Griechenland. Die Camponotus wurde sofort von einer Übermacht angegriffen und gleich wie die ligniperda in den oberen neu gegrabenen Bau gezogen. Die Manica bauen nun nachdem ich auch die rechte Seite des Formikariums befeuchtet habe auch die Gänge dieser Seite weiter fleissig aus - ja sie scheinen nun überall im Formikarium zu graben!
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AW: Fortsetzung Manica rubida Formikarium/Corsair

Beitragvon Corsair » 14. Juli 2010, 19:09

01.08.2005 Das Formikarium Innenleben hatte wieder eine neue Gestalt - nach langem graben wuchsen 3 Hügel empor! Sie zeigten diesmal rege Grabaktivität bis etwas nach 19 Uhr. Gab ihnen heute eine 11mm grüngelbe Schrecke sowie eine 11mm weibl. Skorpionfliege (beide schon vorher tot). Hab dann auch die Hügel etwas angefeuchtet damit nicht so viele Erdlawinen bei diesen steilen Hängen passieren. Die ganze Müllhalde wurde auch übergraben.

05.08. Heute bekamen sie ein 15mm Raubfliege die von den Arbeiterinnen gepackt worden ist und bald überwältigt war. Gab dann später noch eine gestrandete halb verdurstete Myrmica hinein und 3 aggressive Tetramorium caespitum - die gleich angriffen und die Manica in einen Kampf verwickelten den sie nicht gewinnen konnten. Dann am späteren Abend noch eine 10mm hellgrüne Florfliege hinein gegeben an der sich eine Arbeiterin dran gehängt hat bis ihr Gift wirkte und diese hinab fiel - wo sie bald hinein getragen wurde.

07.08. Gab heute eine 8mm Messor spec. hinein die von mehreren Arbeiterinnen überwältigt wurde. Später gabs dann noch eine im sterben liegende 10mm C. vagus - die gleich in ein Erdloch gezogen wurde und dann weiter abgeschleppt wurde.

10.08. Bekamen heute eine lebende grüne 20mm Raube (gelblicher Längsstrich) die sich zuerst stark durch Drehrollen wehrte um dann immer müder zu werden und nur noch kurze Wehrversuche zu starten und schließlich nach unten über die Kammer der Königin gebracht worden ist. An Brut ist noch immer im Nest verteilt reichlich übrig und neue Arbeiterinnen kommen auch immer wieder hinzu. Später gab ich noch eine 11,5mm Deutsche Wespe (Vespula germanica) hinein die erst nach längerer Zeit und etwas durch meine Runterschupshilfe endlich festgehalten werden konnte und von vielen Arbeitern überwältigt und halb lahm gelegt werden. Danach trugen nur noch ein paar Arbeiter die Wespe umher. Auch das aussehen der Aufschüttungen hat sich eher in einen breiten statt einen hohen Berg verändert.

Gab später noch eine 10mm Bremse & eine männliche grünliche 10mm Mücke.

11.08. Gab heute eine lebende 16mm weibl. Skorpionfliege hienin die sich ziemlich gut wehrte und die Manica abstreifte bis sie den Fehler machte und in einen Gang hinein kroch - und dort von bis zu 10 Manica angegriffen wurde bis es aus mit ihr war. Sah auch das heute schon einige Arbeiterinnen mit ausgehöhlten Bruchstücken des Wespenchitin von gestern herum liefen um diese los zu werden.

12.08. Heute eine 5mm Messor spec. hinein gegeben die zu den Manica hinein fiel und dort gleich von zweien überwältigt wurde. Danach kam noch eine 12mm Cataglyphis hinein die nachdem sie entdeckt wurde von 15 Manica verfolgt und attackiert wurde - dabei wurde nur eine Manica leicht verletzt bis die Cataglyphis gelähmt und ins Nest abtransportiert wurde! Die Cataglyphis war jedoch nicht mehr ganz die fitteste (fehlte schon ein Bein) und wirkte leicht geschwächt. Gab heute noch zwei junge 9 & 10,5mm Heimchen (Acheta domesticus) hinein - die sich mit ihren Beinen und ihren flinken Sprüngen noch die erste Zeit leicht von den Manica Arbeitern retten können. Dann noch ein 6mm Heimchen hinein gegeben sowie ein 7mm mit kürzeren Fühlern und einem halbiertem linken Mittelbein.

13.08. Die zwei größeren Heimchen wurden heute früh erlegt - nur die beiden kleineren Heimchen konnten mit mehr Geschicklichkeit immer flüchten. Gab dann noch ein totes 9mm Heimchen hinein (von Cataglyphis getötet) welches auch abtransportiert wurde. Gab dann noch eine 9mm Gespinstmotte hinein die in Honigwasser gefallen ist und stellte das Formikarium etwas in die Sonne. In der Nacht leben die Heimchen im Formikarium immer noch. Auch ist heute wieder neuer Arbeiterinnen-nachschub erwacht.. sie werden immer mehr und mehr.

14.08. Gab eine 9,5mm Bremse hinein die gleich von 5 Manica attackiert (zuvor hielt sie nur eine Arbeiterin am Bein fest) wurde und ein paar Mal gestochen - nach etwas mehr als einer Minute war die Bremse zu nichts mehr in der Lage und wurde hinein gezogen in den Bau. Am Abend zuerst ein 8mm und dann ein 9mm Heimchen hinein gegeben. Das 8mm verlief sich sofot im Gangsystem unter dem neu aufgeschüttetem Berg (geht bis ganz rauf) und wurde und lief sich dort fest und wurde gestochen und gleich danach seinen Sprungbeinen entledigt. Dann dauerte es noch etwas und das tote Heimchen wurde weggeschleppt. Das 9mm hielt sich bis jetzt gut.

15.08. Sah heute auch wieder 4 Veteranen bei Grabarbeiten die wahrscheinlich beim Kampf so verletzt wurden aber trotzdem noch arbeiten können - die 6mm hat ihr rechtes hinteres Bein verloren sowie die linke Fühlergeißel. Eine 6mm ihr komplettes rechte Vorderbein. Eine 5mm hat nur ihre rechte Fühlergeißel verloren. Eine 5mm fehlte das ganze rechte Mittelbein und trotzdem schleppte sie einen Riesenstein. Alle waren wohl beim Kampf gegen die 12mm Cataglyphis dabei gewesen. Hab dann wieder das Formikarium gereinigt und dabei leider eine Arbeiterin (den Veteran mit rechtem fehlenden Bein & keinem linken Fühler) - diese wurde am Hinterleib gequescht wodurch Innereien nach hinten heraus hing und diese ziemlich aggressiv herum lief. Sie wurde dann öfters von einer Arbeiterin weg getragen - ganz so als wäre sie nutzlos für die Kolonie und müsse ihr fern bleiben! Später starb der verletzte Arbeiter.

16.08. Gab noch ein lebendes 9mm Heimchen hinein. Heimchen frass toten Arbeiter fast ganz weg.

17.08. Beide 9mm Heimchen leben noch und können wenn es brenzlig wird durch Beinschnepfen die Ameisen kurzfristig wegschleudern oder aber mit einem hohen Sprung bis fast zu 100mm wegspringen.

19.08. Gab heute um 16:08 Uhr eine 23mm Wanderheuschrecke (hellgelb/schwarz) ins Formikarium. Sie wurde vorerst attackiert konnte dann aber später noch oben flüchten. Erst in der Nacht um kurz nach 24 Uhr als sie schon etwas geschwächt war und nach unten rutschte wurde sie von einem Dutzend Manica Arbeiterinnen angefallen und schließlich getötet. Danach mühten sich die Arbeiter ab die Schrecke zu verwerten was nach 2 Std. immer noch nicht viele Fortschritte gemacht hat - die Schrecke steckt nur halbert in einem Eingang neben den Haupteingang fest.

20.08. Heute wurde der Rest des Hinterleibs und der ausgehöhlte Kopf der Wanderheuschrecke hinaus getragen. Gab heute meine 10mm Wolfspinne ins Formikarium die nach langer Zeit bei mir nun verstoreben ist. Auch haben die Manica die nach letzter Zählung gestern auf über 60 Volksstärke angewachsen sind heute wieder viel Erde verlegt. Die Spinne war bald von etlichen Manicas umgeben - doch sie ließen sie dann doch nur liegen! Nahm sie wieder raus und gab sie den Myrmicas. Gab heute die eine verbliebene Arbeiterin von „Athena“ hinein eine 5mm Manica rubida Arbeiterin - diese wurde dann etwas unsanft an den Fühlern hinaus befördert - jedoch nicht getötet.

21.08. Gab heute einen schw. 10mm Rüssler hinein - er wurde gleich von 7-8 Manica Arbeiterinnen umringt die versuchten ihn zu töten - doch der Rüssler harrt einfach aus, da er wahrscheinlich annimmt, dass nichts seine Chitinpanzerung durchdringen kann. Die neue Manica wurde immer weg geschleppt doch niemals ernsthaft angegriffen. Sie wollten sie nur aus ihrem Revier haben doch das ging halt nicht, weil sie eingeschlossen sind. Zeigten heute wieder verstärkte Grabaktivitäten.

22.08. Nachdem schon vor drei Tagen ein Heimchen verschwunden und wahrscheinlich erwischt worden ist - ist heute das etwas kleinere jüngere Heimchen erledigt worden. Die fremde Manica seh ich nicht mehr - aber auch keine Leiche von ihr. Sie wurde immer am Postpetilus weggetragen von einer größeren Manica und zum Abfallhaufen gebracht. Feindseligkeiten wurden aber keine Ausgetauscht und das obwohl es verschiedene Kolonien sind! Sie werden anscheinend nur in ihre Schranken gewiesen. Der Rüssler ist noch in Ordnung und das Heimchen verschwand auch bald im 1. Ameiseneingang.

23.08. Bekamen heute eine sterbende 20mm Schrecke mit krummen Legesäbel. Nachdem zuerst nur ein paar Arbeiter zur Stelle war - waren kurz danach schon über ein Dutzend am Werke und schleppten die schwere Schrecke auch ein Stück Richtung Eingang.

24.07. Heute in der Nacht wurden die übrigen Teile der Schrecke - (zerschnittene Flügelteile, augehöhlte Rückenpartie, krummes Legesäbel) hinaus zur erhöht liegenden Müllhalde getragen.

26.08. Gab heute ein neues lebendes 9mm Heimchen hinein. Sowie ein 12,5mm großes Heimchen. Fand heute eine im sterben liegende (nur Taster noch hauchfein bewegt) 5,5mm Manica Arbeiterin tot ca. 2m vom Formikarium entfernt am Boden liegen. Beim herum hüpfen des 9mm Heimchens wurde eine Manica Arbeiterin verschüttet und etwas später hielt eine größere Arbeiterin das Heimchen nur für kurze Zeit fest doch dies reichte den 2 weiter als Verstärkung kommenden Manica um das Heimchen so gut wie zu erledigen. Dann in eine Kammer hinunter und das Heimchen war innerhalb kürzester Zeit tödlich gelähmt. Es dauerte lang aber schließlich wurde die verschüttete Manica geborgen von zwei grabenden Mitarbeiterinnen.

28.08. Gab heute eine lebende 33mm Wanderheuschrecke hinein (die letzte von den 1. gekauften) - sie wurd erst das zweite Mal energischer attackiert und dann plötzlich in Ruhe ..
..gelassen - doch die Schrecke fiehl dann wie von selbst durch das Ameisengift gelähmt von der Scheibe an der sie sich lange festgekrallt hat den Ameisen vor die Füße - nur noch imstande die Fühler, Mundtaster und leichte Kopfbewegungen auszuführen um so den Ameisen ausgeliefert zu sein. Doch auch viele Stunden später lebte sie noch immer im Formikarium - die Ameisen haben nur ihren Hinterleib etwas unter die Erde gebracht.

29.09. Die Schrecke war schon halb im Sand vergraben bewegte sich aber immer noch hin und wieder leicht mit einem Sprungbein - gegen Abend hab ich sie hinaus geholt aus dem Sand und wirklich - ihre Mundtaster bewegten sich auch noch. Halten sie die Ameisen noch absichtlich am Leben oder ist das eine besonders zähe Wanderheuschrecke? Gab dann auch noch ein kleines Stück Kiwi aus Neuseeland hinein um zu testen ob sie den mögen.

30.09. Die Schrecke war heute tot und regelrecht in einen Sims eingearbeitet unter dieser ein Gang hinab durch die mitte des Formikariums führte. Gab heut ein zufällig im Zimmer gefundenes 5mm Ameisenmännchen unbekannter Herkunft hinein welches nicht zu aggressiv angegriffen wurde - aber letztlich doch noch nach längerem herum ziehen nach unten in den sicheren tot gebracht wurd. Heute waren wieder viele Bau Aktivitäten am späten Nachmittag bis in die Nacht hinein zu beobachten. Zählte heute schon über 70 Arbeiterinnen! Ach so den Kiwi mochten sie nicht.

04.09. Heute gab ich einen lebenden 12mm männlichen gemeinen Ohrwurm hinein sowie eine lebende 15mm Mistbiene. Auch hab ich vorher noch etwas ausgehobenen Sand entfernt sowie die Gläser innen und außen gesäubert. Um 17:48 verbiss sich eine Manica in das Bein der herum krabbelnden Mistbiene und diese fing sich dann noch zwei weitere Manica ein die sich in Kopf und Bein verbissen - dann war sie schon halb gelähmt am Boden und wurde nun von über einem halben Dutzend Manica rubida Arbeiterinnen angegriffen - ein letztes Mal bäumte sie sich mit ihren hohen Flügelton auf und konnte nur noch ganz leicht um 14:52 ihre Beine bewegen und wurde schon etwas fortgeschleppt. Der Ohrwurm wurde auch erwischt nachdem er vorher kurz von einer Ameise geschwächt wurde an den Beinen. Er versuchte sich zu wehren doch die Ameisen ließen ihn nicht mehr laufe und so war auch er bald danach gelähmt und wurde fortgeschleppt.
Dockte heute auch eine Brutspritze der Lasius alienus statt der Futterspritze an. Bei den Lasius war leider die Königin verstorben - so könnte ich sehen wie die Manica reagieren - ob sie zB die Puppen der Lasius plündern. Und tatsächlich - die erste Manica wurde von den Lasius attackiert worauf bald bis zu 20 Manica hinein sind um den Wiederstand zu bekämpfen die eh schon tote Lasius Königin zu stechen und wegzutransportieren und um Brut der Lasius fortzuschleppen. Einige Lasius wehrten sich tapfer einige versuchten die Brut in Sicherheit zu bringen doch auch wenn sie sich in die Fühler der Manica verbissen so hatten die kleinen 2-2,5mm Arbeiterinnen keine Chance. Dann ebnete alles ab - doch trotzdem wurden erst zögerlich und langwierig die restliche Brut der Lasius abtransportiert. Nur eine Lasius Arbeiterin überlebte länger da sie nur mit schnellen Vorwärtsbewegungen die Manica antippte und vorerst nicht attackiert wurde von diesen.

07.09. Ich gab ihnen heute eine nur noch eine 17,5mm Bremse die wohl von einem Auto betäubt worden ist. Sie hatte keine Verletzungen und bewegte nur hin und wieder wohl nur noch nervlich ihr Bein. Zuerst sammelte sich eine - dann 2 dann ein Dutzend und schließlich über zwei Dutzend Arbeiterinnen die sich an dem großen Ding zu schaffen machten. Zuerst leckten sie nur daran da ich die Bremse abgewaschen hab mit heissem Wasser - dann wollten sie sie wegtransportieren. Hin und wieder bewegte sich noch ein Bein der Bremse.

08.09. Ich gab ihnen heute eine nur noch eine 17,5mm Bremse die wohl von einem Auto. Gab heute das letzte Heimchen hinein das ich gefunden hatte nachdem es mir vor 4 Tagen ent-
kommen war. Es ist ca. 11mm lang - und immer noch sehr fit drauf.

09.09. Am Abend gab ich ein 14mm Weibchen des gemeinen Ohrwurms hinein der sich gleich in einem Eingangsloch verkrochen hat - wo es wohl nicht mehr lebend raus kommen wird. Dann noch später gegen Abend noch eine männliche 17mm Würfelmotte hinein gegeben die fast sofort festgesetzt wurde von einem Haufen Manica-Arbeiterinnen und bald in einen Gang nach mühseliger langarbeit hinein gestopft wurde. Später sah ich auch das Ohrwurm Weibchen welches getötet in der Nähe der Manica rubida Königin bei einigen Larven abgelagert wurde. Von der Motte trugen sie auch schon bald die Flügel hinaus.

10.09. Heute gab ich eine weiße 6mm Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia / weibl.) hinein die gleich beim ersten Kontakt mit den Ameisen eine 5,5mm Arbeiterin mit einem Biss ausschaltete der die Ameise ein paar Minuten danach tötete. Hab sie weit später dann öfters am Boden krabbeln lassen und dabei wurde sie dann von drei Arbeiterinnen zugleich attackiert. Die Spinne wehrte sich zwar aber ihr gelang kein tödlicher Biss. Die Krabbenspinne verlor drei Beine und ging dann in eine Passive Taktik über bei der sie mehrmals versuchte sich schnell loszureißen. Auch nachdem die Ameisen sie ins Loch stopfen wollten kam sie noch ein paar Mal dort raus doch dann verließen sie ihre Kräfte und sie wurde in eine tiefere Kammer getragen wo sie ihr Hauptkörper dann zu den Larven gebracht wurde.

11.09. Bemerkte heute, dass auch noch eine 2. Arbeiterin im verzweifelten Kampf der Krabbenspinne von gestern durch das Gift getötet worden sein muss und danach raus getragen. Kann mich erinner, dass im Gefecht wirklich eine Arbeiterin noch gebissen worden sein muss. Hab heute wieder nachgefeuchtet im Formikarium und beim Futterspritzen reinigen kam eine Arbeiterin um die mit einigen anderen für einige Zeit ausgebüchst ist. Muss sie mit irgendwas unabsichtlich erdrückt haben so wie sie aussah.

12.09. Gab heute eine weibl. 13,5mm Würfelmotte hinein die zuerst nur von einer vereinzelten Arbeiterin und dann von 3-5 attackiert wurde und als sie schließlich halb gelähmt nach längerem Befreiversuchen hinunter fiel sind gleich um die 20 auf sie los gegangen und es ging dann schnell mit ihr zu Ende. Das eine Heimchen - das letzt lebt noch immer noch..

13.09. In der Früh entdeckte ich das einige Arbeiterinnen (ca. 8) nach draußen kamen an einer kleinen Öffnung unter der Futterspritze - hab sie verschlossen und alle wieder eingesammelt. Am Abend hab ich Heimchen wieder etwas geärgert, sodass es plötzlich von einer Manica am Sprungbein gehalten wurde. Das Heimchen geriet in Panik und verlor dabei sein Sprungbein. Dann kurz danach sein zweites nachdem es wieder attackiert und festgehalten wurde. Nun war es eine leichte Beute für ein halbes Dutzend Manica Arbeiterinnen die die Beute nachdem sie niedergestochen wurde ins Nest eintrugen.

14.09. Die Manica bekamen heute eine kürzlich gehäutete 45mm Schwarzkäferlarve hinein nachdem ich den Alarm ausgelöst hab. Sofort haben sich die ersten Manica an der Larve festgehalten und versuchten mit vereinten Kräften dieser Herr zu werden. Die Larve wehrte sich mit schnellen Beug- und Streckbewegungen, die aber nichts gegen die über 20 versammelten Arbeiter tun konnten. Nach einigen Minuten ließ die Kraft der Larve nach und sie wehrte sich nicht mehr so schnell - die vielen Manica-Stiche müssen nun ihre Wirkung entfalten. Dann noch die gelähmte Larve zerteilt da sie wohl nicht ganz mit dem Ding zurecht kamen und noch 3 firsch gehäutete 20-23mm Mehlkäferlarven hinein gegeben die wild herum zappelden doch auch alle erbeutet wurden.

15.09. Heute bekamen sie wieder Nachschub in Form von 2 23mm Mehlwurmlarven und einer 22mm Mehlwurmlarve die alle grad frisch gehäutet waren - ihre letzte Häutung.

16.09. Verfütterte heute zwei lebendige Mehlkäferlarven und später eine 8mm Spaltenkreuzspinne (männl.) die trotz gegenwehr auch ziemlich schnell erledigt war.

17.09. Eine Mehlkäferlarve verfüttert.

20.09. Heute eine 14mm Mehlkäferpuppe hinein gegeben - ihre wilden Hinterteilkreise halfen nichts gegen die Ameisen.

22.09. Wieder eine Mehlkäferlarve hinein gegeben.

23.09. Eine tote 40mm Schwarzkäferlarve nahmen sie heute nicht.

24.09. Gab Schwarzkäferlarve hinaus und dafür große Mehlkäferlarve hinein die unter anderem von großen Arbeitern überwältigt wurde.

25.09. Heute wieder zwei Mehlkäferlarve geopfert sowie später sogar noch eine 22mm Kohlschnake. Gab wieder Honigwasser - rettete später daraus eine Arbeiterin und hab noch mehrmals versucht an die Volksstärke der Kolonie mittels zählen heran zu kommen. Dürften mittlerweile über 100 sein und nach der zahlreich vorhandenen Brut werden die Zahlen drastisch weiter steigen! Ganz rechts wurde auch ein Friedhof errichtet auf dem bereits schon 4 verstorbene manica-Arbeiterinnen hingebracht wurden. Heute auch wieder nachgefeuchtet.

26.09. Bekamen wieder zwei weiche Mehlkäferlarven und in der Nacht bemerkte ich verstärkte Grabaktivitäten auf der noch nicht so benützten rechten Seite. Über 20 Arbeiterinnen schafften dort das Sandmaterial in Schlangen nach oben.

28.09. Heute wurden insgesamt ganze 4 Mehlkäferlarven geopfert.

30.09. 2 Mehlkäferlarven und eine 6mm Wolfsspinne gab es heute für die Manica.

02.10. Heute bekamen sie eine 18mm Mehlkäferpuppe sowie eine lebende Lasius alienus Königin in die Futterkammer. Sah dann länger nicht mehr hin - doch dann lag die Königin sterbend in einer Honigwasserlache sowie eine Arbeiterin die nur leicht verletzt war (linker Fühler war halbiert). Manica wollten sie nicht und so bekamen sie Myrmica.

05.10. Eine Mehlkäferpuppe glaubte heute dran. Gab dann noch später eine am Abend gefangene 19mm Köcherfliege (Halesus radiatus) hinein die bis jetzt aber alle Manica abschütteln konnte die sich an sie geheftet hatten.

06.10. Nachdem anfeuchten gestern wurde wieder viel Sand nach oben transportiert! In der Mitte der freigelassenen Riesenkammer hat sich schon eine weitere große Ansammlung an hellen Nacktpuppen gebildet und ich einige sind auch vor kurzem schon erwacht. Diese Manica vermehren sich wirklich ziemlich schnell! Lenkte heute mit Licht die Köcherfliege mehrmals zu den Manica Arbeiterinnen die dann eine regelrechte Hetzjagd auf diese gemacht haben bis sie schließlich einmal zuviel hinunter geflogen ist und am Boden überwältigt, gelähmt und langsam ins Nest befördert worden ist.

07.10. Eine Mehlkäferlarve geopfert.

09.10. Heute starb eine Mehlkäferpuppe die wieder mit stichen bewegungsunfähig gemacht wurde - und dann noch länger an der Oberfläche gehalten wurde.

12.10. Bekamen heute eine Mehlkäferpuppe - sie graben und graben immer weiter und unermüdlich - werde sie wohl im nächsten Frühjahr in ein neues Formikarium umsiedeln lassen müssen wenn die Kolonie so weiter wächst!

16.10. Nach mehrmaligen Zählungen heute müssen bereits über 130 Arbeiter im Formikarium sein und sie bauen aus und aus - die Erde steht schon cm weise bis zur Decke des Formikariums auf einer Seite rauf und es wird wirklich Zeit sie im nächsten Frühjahr umsiedeln zu lassen in ein größeres Formikarium. Der Nachschub an Arbeitern nimmt noch immer keinen Abbruch und täglich erwachen einige neue Arbeiterinnen! Die Königin hat auch noch immer ein für ihr Hinterteil sehr angeschwollenes Abdomen und die größten Arbeiter sind schon 7mm groß! 9mm wäre das größte was eine Arbeiterin dieser Art erreichen kann. Hat sich also ausgezahlt ihnen verstärkt sehr eiweißhaltige Nahrung in Form von Mehlkäferlarven & puppen zu geben.

19.10. Hab jetzt erst jüngere Mehlkäferlarven gekauft. Bekamen kleinere Mehlkäferlarve und -puppe.

20.10. Kleinere Mehlkäferlarve hinein gegeben. Hab auch heute das Formikarium zur Winterschlafvorbereitung ins Klo überstellt - welches ich allmählich abkühlen lasse.

22.10. Heute eine Mehlkäferlarve hinein gegeben sowie ein schwarzes unbek. 4,5mm Ameisenmännchen welches von einer Arbeiterin getötet wurde sowie eine männliche 15mm Würfelmotte die ich heute an einem warmen Tag noch gefunden habe. Die Würfelmotte hielt dank ihres Pelzmantels ziemlich lange den angriffen der Manica stand - war jedoch zu geschwächt zum flüchten.
Beobachtete auch wie eine aus dem Formikarium gelangte 5mm Arbeiterin von zwei Myrmica rubra festgehalten wird. Eine 4mm hält sie am linken Fühler und eine 4,5mm beisst in ihr rechtes Vorderbein. Die Manica hält ihre Mandibeln weit geöffnet - aber si kann keine Gegnerin erreichen. Das ganze spielt sich am unteren Fuß des Mantels ab welcher das Formikarium vor Licht schützt. Nach längerer Zeit ließ die ein los die den Fuß bearbeitete und ging auf Erkundung. Die Manica blieb weiterhin defensiv und zog nur in die Gegenrichtung - doch dann auf einmal ein weitere viertel Stunde später griff die Manica an und ein wildes Gerangel entstand bei dem jeder der Kontrahenten einen Stich zu platzieren versuchte. Dann wurde wieder gezogen und schließlich gab die Myrmica klein bei und ließ los und zog sich zurück - während sich die Manica triumphal putzte. Später traffen sie wieder aufeinander und die Manica umbiss den ganzen Kopf der Myrmica die daraufhin wieder flüchtete. Gab die Manica dann wieder ins Formikarium und stellte auch das Formikarium wieder an seinen Winterplatz.

23.10. Eine Mehlkäferlarve geopfert.

27.10. Wieder eine Mehlkäferlarve geopfert.

30.10. Heute wurden ganze 4 frisch gehäutete Mehlkäferlarven verfüttert an die Ants. Später noch zwei nachgelegt.

01.11. Heute bekamen sie noch 5 Mehlkäferlarven als Vorrat hinein. Hat vorige Nacht um die 15°C bei ihnen gehabt. Am frühen Nachmittag kamen dann noch 3 hinzu. Die Brut der Manica hat noch genug Larven die versorgt werden müssen. Hab auch eine Menge Nacktpuppen gesehen die sogar noch mehr als Larven vorhanden sind.

06.11. Eine Mehlkäferlarve hinein gegeben.

10.11. Bekamen eine Mehlkäferlarve als Futter hinein.

12.11. Heute einen Kampf beobachtet zwischen einer hinaus gelangten Manica Arbeiterin und einer Myrmica (siehe bei Myrmica Bericht). Am Abend bekamen sie mal Ananassaft den sie auch mal zur Abwechslung (statt Honigwasser) gerne nahmen - sowie eine größere Mehlkäferlarve die von einem Dutzend Arbeiter attackiert wurde. Sind immer noch ordentlich Brut vorhanden und neue Arbeiter erwachen immer noch laufend.

13.11. Heute gab es wieder zwei Kämpfe zwischen Manica rubida und Myrmica rubra! Gab wieder Ananassaft - blockierte Spritzenloch nun besser.

14.11. Bekamen eine Mehlkäferlarve hinein.

19.11. Bekamen eine Mehlkäferpuppe sowie eine Larve.

20.11. Nachdem ich gestern Abend die Futterspritze gereinigt hatte und nicht ganz lückenlos angeschlossen habe sind in der Nacht 6 Manica rubida nach draußen gelangt und am Fuß des Formikariums auf Myrmica rubra gestoßen die wahrscheinlich noch Verstärkung bekommen hatten (da ihr Formikarium ja offen steht). Jedenfalls muss das Scharmützel wohl die ganze Nacht angedauert haben da in der Früh einige tote und tödlich Verletzte Ameisen herum lagen und um 11:23 immer noch 4 Manica gegen 5 Myrmica kämpften! Zählte insgesamt 12 Myrmica und 6 Manica wobei ich eine zuerst frei herum laufende Manica wieder hinein gab bevor ich abcheckte das sie dort unten kämpften. 5 Myrmica waren bereits tod und 2 tödlich verletzt sowie eine Mittelschwer. 1 Manica war tödlich verletzt. Es kämpften noch: Zwei Myrmica die in der Oberhand eine Manica festhielten. 1 Manica gegen 1 Myrmica wobei die Myrmica stärker wirkte und aber beide je 1 Arbeiterin hin und wieder Verstärkung bekamen. Was sich später aber dann in zwei Einzelkämpfe aufsplittete. Die größte Manica lief noch an den Fühlern verletzt herum und auch eine Myrmica half hin und wieder kurz war aber auch eher Planlos. Transportierte die Toten und die tödlich verletzten erstmal ab und verschloss die Bresche aus der die Manica kamen. Später wurde auch die zweite Manica von zwei Myrmica angegriffen wobei die zweite ebenfalls am Zwischenstück zwischen Rücken und Hinterleib mit den Mandibeln angriff was generell eine wenn verletzt tödlich für die Ameise ist. Da die Manica keine mehr Verstärkung bekommen können (Arbeiter schlürfen in Futterkammer neues Honigwasser zuhauf) und die Myrmica anscheinend die bessere Ausgangsposition haben und die Manica auch wohl schon viel Energie bei den vorausgegangenen Kämpfen haben liegen lassen müssen werden wohl die Myrmica den Ausgang des Scharmützels entscheiden können mit mehr Verstärkung. Doch die eindeutig viel besser kämpfenden Manica - die ungefähr gleich groß waren (richtig große Manica kamen nicht durch die Bresche) zeichneten sich schon aus durch wohl bessere Mandibeln oder Stacheln und auch Chitinpanzerung. Genau kann ich den besonderen Vorteil der Manica noch nicht erkennen aber auch ihr Hinterleib scheint besser geschützt als der der Myrmica. Die größte tödlich verwundete Myrmica rubra war 5mm groß - die einzig bis jetzt im sterben liegende Manica war ebenso 5mm. Weit später am Abend von ich das Ende des Kampfes - vier tote Manica rubida lagen überall verteils sowie zwei weitere tote Myrmica. Insgesamt starben bei diesem bis jetzt größten Scharmützel zwischen Manica rubida vs. Myrmica rubra ganze 5 Manica rubida (6-4,5mm) und 9 Myrmica rubra (5,5-3,5mm). Es wären sicher noch mehr Myrmica gefallen hätten die Manica mehr Verstärkung bekommen.

24.11. Heute kam wieder eine Manica hinaus und kämpfte gegen eine zuerst in ihr Bein verbissene Myrmica. Doch dann hatte die Manica die Überhand als sie sich in den Hals der Myrmica verbiss und diese das Bein los ließ und die Gegnerin nicht mehr erreichen konnte. Beobachtete die Pattsituation mittels Stereoskop - beide konnten auch keinen Stichtreffer..
..landen und so war der Kampf nach einer 3/4 Stunde noch immer in einer Drawsituation mit leichten Manica Vorteilen. Gab beide Kontrahenten (ließen nicht los) in einen geschlossenen Raum mit einen mini Honigwassertropfen für den Gewinner. Mal sehen wer gewinnt - Manica nur einen Hauch größer als die Myrmica aber beide sehr offensiv gewesen vor dem Kampfzusammentreffen.

11.12. Bekamen heute seit längerem wieder mal eine Mehlkäferlarve - sonst nur immer Honigwasser nachgegeben in Futterspritze. Wobei sich dort immer schnell viele Arbeiterinnen einfanden.

15.&16.12. Je immer eine helle Mehlkäferlarve geopfert - sowie öfters Honigwasser nachgegeben.

18.12. Bekomen eine schöne Mehlkäferpuppe hinein.

28.12.2005 Heute Temperatur im Lagerraum sogar auf 13°C hinunter gebracht (sonst meistens immer so um 15°C gewesen).
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Das Jahr 2006 - der Weg ins neue Formikarium!

Beitragvon Corsair » 14. Juli 2010, 19:16

04.01.2006 Bekamen heute Nacht noch eine große Mehlkäferpuppe hinein als Kraftnahrung.

07.01. Um 1 Uhr heute eine Mehlkäferlarve geopfert. Die Manica haben das gesamte Formikarium ausgehölt - das nächste muss doch tiefer gehen was ich ihnen im Frühjahr anbieten will.

07.02. Temperatur jetzt meistens am Tag sowie in der Nacht bei 12,5°C - nur selten kommt eine Arbeiterin hervor um träge an dem vorhandenen Honigwasser zu trinken.

08.02. Als ich heute das Fliegennetz wusch bemerkte ich unter der Schutthalde einen größeren Friedhof der Ameisen! Dort lagen aber nicht nur Manica rubida - anscheinend sind hin und wieder oder mehrere auf einmal durch zu den Manica rubida eingedrungen wo es unweigerlich zum Kampf kommen musste - glaub eher die Myrmica rubra haben den Kampf gesucht. Jedenfalls lagen unter den toten der Manica ganze 8 tote Myrmica von denen einige Kampfverletzungen davon getragen hatten. Unter den 19 toten Manica waren 3 jüngere Tote. Die meisten sind wahrscheinlich natürlich gestorben - nur eine starb sicher durch Kampfeinwirkung. Eine 6mm Manica hatte sich in den Fühlerschaft einer 4,5mm Myrmica verbissen. Die Myrmica muß wohl im Todeskampf einen Glückstreffer bei der Manica gemacht haben und sie so mit in den Tod gerissen (auch der angezogen versteifte Kopf der Manica spricht dafür). Die größte tote Manica rubida maß volle 7mm in der Länge. Hab die Leichen hinaus gegeben um den Milben keinen weiteren Nährboden zu geben. Von zwei der jung gestorbenen gelblichen Manica Arbeiterinnen wurde offensichtlich die Gaster geöffnet um diese zu verwerten.

09.02. Auch wenn die Manica nur wenig aktiv sind - nehmen sie die seit einer Woche drinnen liegende lebende Mehlkäferpuppe nicht an. Vielleicht würden bei der Kälte die Larven sowieso nichts zu sich nehmen.

15.02. Checkte heute wieder das Innenleben des Formikariums - neben der Futterspritze muß hin und wieder was hinein geronnen sein - schwarze Spur verläuft bis nach unten. Genau auf der anderen Seite (der rechten) ist die Königin mit vielen Larven und Arbeitern in einer kleinen Kammer. Hinterleib noch schön dick für diese Art von Königin. Doch es wird ihnen wohl wirklich nächstes Jahr zu eng werden - deswegen werd ich sie auch gleich im Frühjahr ins neue bis jetzt größte Seitenansichtsformikarium umsiedeln lassen (hoffentlich siedeln sie auch).

16.02. Heute war es ordentlich warm geworden draußen und deswegen sind auch bei mir in der Wohnung die Ameisen aktiver geworden und haben die Mehlkäferlarve die schon ewig oben unbehelligt herum lag nach unten gebracht.

22.02. Hat jetzt öfters mal 15°C und kann sogar bis auf 17°C hinauf klettern wobei es Nachte so eher um die 14-14,5°C hat.

26.02. Die Manica waren wegen der milderen Temperaturen wieder etwas aktiver und haben kleine Grabungen gemacht - bekamen heute frisch gepressten Birnensaft hinein der genommen wurde.

05.03. Heute die Futterspritze gereinigt und gleich danach auch gesehen das sie die Müllhalde wieder ganz zugeschüttet haben und dank den seitlichen Abdeckungen auch den Berg mit zwei großen Gängen unterhöhlt haben wo sich aber nur eine Manica aufhielt. Hab dann noch eine genaue Zählung durchgeführt und kam auf ca. 250 Manica Arbeiterinnen! An Larven groß bis klein sind es leicht über 100! Der Königin geht es sehr gut und sie hält sich fast ganz unten auf.

12.03. Etliche Arbeiterinnen labten sich an der Lösung aus Mineralwasser/Honig/Multivitamin-Tablette „Supradyn“. Seitdem ich letzte Woche die neuen Abdeckungen über alles gelegt habe und mit dem vielen Schnee aus zusätzlicher Kühlung brachte ich die Temperatur auf 12-13°C runter und dies ziemlich lange. Hin und wieder sogar 11,5°C in der Nacht erreicht.

19.03. Gab heute Früh eine lebende Mehlkäferpuppe hinein die wegen der Winterruhe nur langsam von etlichen Arbeitern nach unten gebracht wurde zur Verwertung.

20.03. Heute wieder eine frisch verwandelte (noch helle) Mehlkäferpuppe hinein gegeben.

24.03. Heute die Kühlung des Formikariums langsam abgestellt bis am Abend.

25.03. Formikarium kam ins Zimmer zu Temperaturen um die 20°C - fingen verstärkt mit Grabearbeiten an. Bekamen auch schon zwei Fliegen hinein die ich bei der Paarung fing und eingefroren hatte (blieben auch noch nach ihrem tot zusammen)

26.03. Am Abend kam ich mit einer Gemeinen Seidebiene (Colletes daviesanus) an die am Abend hilflos am Boden war wegen der Kälte und wohl auch nicht die Nacht überlebt hätte. Gab sie lebend hinein um zu sehen wie schnell die Manica sie überwältigen konnten. Zweitweise waren fast 20 Arbeiter mit der Biene beschäftigt wobei unter ihnen auch die bis jetzt größte Arbeiterin war die ich je in diesem Formikarium gesehen hatte - eine 8mm Arbeiterin deren Farbgebung viel leuchtend roter war und deren scharze Hinterleib Zeichnung sich auch viel besser abhob als bei den sonst eher dunkler roten Manica zeichnete. Der Kampf der Biene um ihr Leben war immer von kleinen Entkommensminuten geprägt doch schließlich nach etlichen Minuten ließen auch ihre Kräfte nach. Entweder wirkt das Gift der Ameisen nicht so sehr bei ihr oder aber sie kamen nicht mit dem Stachel durch - obwohl die Ameisen wie ich beobachten konnte gezielt deren Chitinzwischenräume angriffen in die sie sich verbissen und mit dem Hinterleib genau den Stachel über diesen platzieren konnten. Vor allem die große 8mm Arbeiterin engagierte sich sehr bei der Überwältigung der Honigbiene. Hab dann auch noch ihre Honigwasser Futterspritze gereinigt - da das Honigwasser dort nicht mehr gut war und was ich an einer benommenen Arbeiterin sah die etwas zuvor davon getrunken hatte.

27.03. Heute am späteren Abend war der große Tag der Manica - ich schloß sie über einen um die 400mm langen Schlauch an das große neue Formikarium „Red Skyscrapper“ an. Die ersten Freiwilligen die den Gang entlang gingen gingen nur knapp über die hälfte des Schlauches und kehrten um. Dann etliche Minuten später kam schon ein Arbeiter der sich bis zum Eingang traute - hinein fühlerte und dann doch wieder schnell kehrt machte. Wohl fast nach einer Stunde des anschließens traute sich die erste Arbeiterin hinein und ich merkte wie sie wohl etwas länger mit ihrem Stachel eine Markierung in den Boden stach. Eine der nächsten Pioniere die an kam wurde von der 8mm Wolfspinne (Pardosa lugubris) einmal kurz gebissen - doch der Biss ging nicht durch den Chitin - so flüchtete die Spinne und die Ameise suchte sie aggressiv vorgehend. Immer mehr Arbeiter erkundeten das neue Land - und die Spinne wurde immer mehr hin und her geschäucht. Schließlich nahm ich sie aber doch raus umd die Arbeiter nicht bei der Arbeit zu stören. Die Biene lag noch immer im alten Formikarium und wurde auch noch immer bearbeitet (Flügel fehlten ihr bereits). Beobachtete auch den 8mm Arbeiter der nicht viel tat - jedoch als ich eine 19mm Mehlkäferpuppe hinein legte bewegte er sich bald auf sie zu - tat aber nichts bei ihr wohingegen kleinere Arbeiter schon versuchten diese zu stechen.

28.03. Heute in der Früh grub schon der erste Arbeiter fleissig an einem kleinen Loch 20-30mm links, hinter dem Red Skyscrapper-Eingang. Auch ein Arbeiter lag bewusstlos am Ende des Formikariums in einem Honigwassertropfen der neuen dort sitzenden Futterspritze (holte ihn raus und gab ihn ins alte Nest zurück). Zu meinem erstaunen war die Biene auch nach unten gebracht worden beim alten Formikarium und kann da unten wohl doch noch verwertet werden. Den kräftigen 8mm Arbeiter sah ich gestern wie heute. Auch die große 19mm Mehlkäferpuppe war weg. Als ich am Abend wieder da war wurde bereits an vielen Stellen gegraben so wie zur Mittagspause auch im neuen Formikarium - doch vor allem gruben sie noch im alten Formikarium ihr Gänge. Auch eine tote Manica wurde ins neue Formikarium getragen - nur wusste die Arbeiterin nicht genau wohin mit der Toten. Sah heute auch wieder eine Veteranin die damals vor ein paar Monaten ihren linke Fühlerhälfte verlor im Kampf gegen eine Lasius alienus Königin. Am Abend gruben sie vermehrt im neuen Formikarium weiter und ich sah schon 5 tiefere Öffnungen. Auch die große 8mm Arbeiterin die ich „Matok“ nenne grub alleine an einem Loch direkt vor der Futterspritze.

29.03. In der Früh war die Verbindung etwas abgesackt wegen dem Sandgewicht was die Manica immer mehr hinein brachten. Dabei entstanden zwei Öffnungen aus denen insgesamt 3 Arbeiter nach draußen kamen (unter ihnen auch die größte Arbeiterin - die 8mm). Gab sie alle wieder zurück wobei die 8m am verbissensten war. Später wurde die 8mm nachdem sie sich auf den Boden presste von einer Arbeiterin am Rücken und den Beinen gereinigt mit den Mundwerkzeugen. Am Abend gruben sie brav weiter - vor allem an den noch eher feuchteren Gängen gleich nach dem Verbindungseingang zum neuen Formikarium. Nachdem die Überreste der 19mm Puppe auch schon im Verbindungsgang lagen gab ich noch eine lebende eher größere Mehlkäferpuppe hinein die bald von 6 Arbeitern wild angegriffen wurde und die Puppe hatte keine Chance - da genug Reservearbeiter bereit standen falls es ihr gelingen würde eine Abzustreifen. Später half sogar „Matok“ bei dem hineintransport der großen Puppe in einen einen Nebeneingang.

30.03. Heute wurde wieder sehr viel Sand bewegt und in der neu platzierten Futterspritze war am Abend der 8mm Arbeiter mit weit aufgerissenen Mandibeln vor einer im Honigwasser abgelegten Arbeiter-Leiche (ein größerer Arbeiter). Stand ganz still und schien fast Mahnwache über den verstorbenen Kameraden zu halten. Attackierte dann sogar das Honigwasser und ich musste ihn retten. Dann stand er wieder vor dem Honigwasser und ging dann aber wieder.

31.03. Heute nach 17 Uhr lag der 8mm am Rücken reglos im Honigwasser! Ich dachte es

sei aus mit ihm - er hatte wohl wieder das Honigwasser angegriffen - vielleicht wegen einem anderen Fremdgeruch? Holte ihn raus - und er wirklich genau ein 8mm Arbeiter - der größte im ganzen Formikarium! Hab ihn gereinigt und wartete ab... nach langem warten ist er doch noch erwacht und ich gab ihn wieder hinein - sowie ein 10mm kohlschwarze Blattwespe. Die Blattwespe krallte unbehelligt herum bis sie wohl entdeckt worden war und als ich dazu kam war eines ihrer Mittelbeine schon verletzt eingeknickt - trotzdem schaffte sie es noch den Ameisen zu entkommen - doch dann geriet sie ihnen wieder vor die Kiefer und auch mit ihrer angewandten stillhalte Taktik kam sie nicht weit und wurde immer mehr attackiert. Der 8mm half nicht viel mit sondern ließ sich wie schon öfters von kleineren Arbeitern putzen. Wurde aber dann wohl wieder dreckig als die anderen Arbeiter zu mehreren die Blattwespe noch lebend Richtung altes Nest (war im neuen drinnen) schleppten.

01.04. Gab heute 5 Lasius spec. Arbeiter (eine schon kampfunfähig gewesen)hinein die alle nach one vs one kämpfen ohne Verluste erledigt wurden. Auch eine geschwächte Myrmica wurde nach anfänglichen Abtastungen (da sie passiv war) doch noch getötet.
Dann am Abend der kleine Schock - die schöne rubinrote 8mm Arbeiterin lag tot 3cm neben der Futterspritze im Sand - sie war gegangen, werden hoffentlich bald neue große Arbeiter kommen auch wenn sie nicht gerade viel arbeiten. Die harten Grabarbeiten forderten auch eine weitere tote Arbeiterin - die Manica sind extreme Grabameisen!

02.04. Gab in der Früh eine lebende kleine männliche Wolfsspinne hinein die wohl viel zu schnell für die eher langsamen Manica ist. Gab ihnen heute eine Multivitamin-Honit-Vitamintablett Lösung hinein. Zählte ganz 14 ausgehobene Löcher im neuen Formikarium!!!

03.04. Manica hatten doch die Spinne irgendwie erwischt - ist nicht mehr drinnen!

04.04. Gab noch eine Spinne hinein - diesmal eine junge weibliche Wolfsspinne. Merkte auch das etliche Arbeiter irgendwie hinaus gelangt sind aus dem neuen Formikarium wo sie schon wieder extrem starke weitere Grabungen gemacht hatten! Gab die Ausreißer wieder hinein - vermute sie sind durch die Futterspritze gekommen - deren mini Ausgang besser blockiert. Bekamen später noch eine lebende Mehlkäferlarve hinein. Bald war auch dann die Spinne erlegt - sowie der sich hefitg wehrende Mehlwurm.

05.04. Bekamen heute eine lebende Mehlkäferlarve sowie eine lebende 45mm Wanderheuschrecke (hellgelb/schwarz) hinein - die jedoch nicht angegriffen wurde. Haben extrem viel Sand ausgehoben und im neuen Formikarium entstand schon neben dem Eingang ein ordentlicher Hügel!

07.04. Bekamen heute insgesamt über 1 1/2 Dutzend Mehlwürmer als Nahrung hinein - war immer ein Gemetzel - nahm die Wanderheuschrecke hinaus (immer noch lebend).

12.04. Heute einige Lasius fuliginosus hinein gegeben - die Manica entgegneten ihnen zwar mit geöffneten Manidibeln - die Lasius blieben aber eher passiv. Nur ein paar ins alte Formikarium verirrt Lasius fuliginosus wurden getötet. Die auch hinein gegebenen Heimchen werden nicht gerne oder gar nicht genommen.

13.04. Neue Lüftungsvariante gemacht mit 2 parallelen Tixo-Streifen da zu wenig Luft rein gekommen ist und das zur weißen Schimmelbildung führt.

15.04. Heute einmal den Schlauch entlehrt - dabei fingen die vom Nest getrennten gleich wieder zu graben an obwohl sie ganz wo anders waren.

20.04. Gib ihnen immer wieder entweder Mehlkäferlarven oder Mehlkäferpuppen hinein und was zB von den C. ligniperda im anderen Formikarium übrig gelassen wird (letztens Raupe u. Steinfliege). Als ich heute bei der ordentlich vorhandenen Brut nachschaute - sah ich das von den locker über Hundert Larven aller Größen schon über ein halbes Dutzend Nacktpuppen vorhanden sind. Im neuen Formikarium wird weiter extrem schnell gebaut und jeden Tag sieht es irgendwie dort anders aus - doch die Königin ist mit der Brut noch im alten Formikarium.

16.05. Noch immer starke Aktivitäten im neuen Formikarium die Brut mit der Königin sind jedoch noch im alten Formikarium! Etliche neue Arbeiter sind bereits auch schon erwacht und noch gut an ihrer gelblichen Färbung zu erkennen. Auch viele weitere werden hinzu kommen - denn die weißen Nacktpuppen verfärben sich dann gelblich. Gab heute eine lebende 14mm Wolfsspinne T. terricola hinein die diesmal kaum eine Chance hatte im neuen Formikarium - sie war bald von zahlreichen Ameisen umringt und konnte auch nicht mehr gescheit flüchten - schließlich wurde ihr auch schon bald ein Bein abgetrennt und sie starb auch bald darauf.

20.05. Machten heute noch immer keine anstalten zum umziehen - hab sie heute Stress ausgesetzt indem ich Licht in den Brutraum scheinen ließ - doch sie wussten nicht wohin und so war es sinnlos ihre Energie so zu verbrauchen.

21.05. Gab heute einen Bandfüssler hinein - der auch attackiert wurde und sich ins innere verkroch.

23.05. Zu Früh gefreut als eine Larve im neuen Formikarium lag - sie war tot und wurde aussortiert - wahrscheinlich wegen dem langsamen austrocknem im alten Formikarium.

15.06. Endlich sind die Königin mit der Brut umgezogen in das „Skyscrapper“ Formikarium - der abgedunkelte Gang und der Zusatzschlauch hat wohl geholfen. Hab dann noch das alte Formikarium geöffnet und die restlichen (waren 130 Ameisen) per Pinzette hinüber gebracht.

17.06. Bekamen heute einen braunen Lindenschwärmer hinein mit 7cm Flügelspannweite! Daran haben sie sicher nun länger zu knabbern.

28.06. Heute gab ich eine 37mm Tagpfauenaugen-Raupe hinein die nach kurzem wehren sehr schnell fertig gefahren war - ca. 3 Dutzend Manica tummelten sich um sie herum und auch wieder eine sehr große Arbeiterin sah ich die vielleicht wieder eine 8mm ist - die Farbe ist jedenfalls wieder stark ins reine Rot gehend.

01.07. Heute nachdem ich gerade eine große Fleischfliege die nicht mehr fleigen konnte geopfert habe - sah ich beunruhigendes! Arbeiter liefen mit Körperteilen (je Kopf, Rumpf und Hinterleib) einer Manica Königin herum die nach der größe des Hinterleibs durchaus die Königin der Kolonie sein könnte! Auch beobachtete ich das andere Ameisen an denen die Träger vorbei kamen sich sogleich in die Leichenteile verbissen - so als ob sie sie töten wollten was eh schon tot war. Hab noch keine Königin im Bau finden können - meine Hoffnung ist ja, dass es nur eine Jungkönigin ist die getötet wurde oder die alte durch eine neue ersetzt wurde - werde weiterhin ausschau nach der Königin halten.

04.07. Auch nach weiteren suchen noch keine Königin gefunden - sieht ganz danach aus als ob es mit dem Volk zu Ende gehen wird in naher Zukunft. Gab heute noch eine hellgrüne Raupe hinein die trotz Gegenwehr keine Chance hatte.

06.07. Gab ihnen heute unter anderem einen 27mm (58mm Spannweite) Mondvogel Nachtfalter hinein als Futter für ihre Brut.

07.07. Erlöste heute den 12mm Kollegen von Titanio der schon angeschlagen war nach einem Kampf mit einer Schwertwespe - verlor er hälfte des Vorderbeines und ein Bein war hinten steif. Gab ihn in Spritze wo die Camponotus vagus erst mal Wasser von einer Watte aufnahm. Doch wurde dann später von einer 7,5mm Manica rubida entdeckt die sich ins Bein verbiss und nach einigem hin und her einen Fühler und 2 Beine verloren hatte sowie am Petiolus verletzt wurde. Die C. vagus flüchtete darauf aus ihrer Umgebung um gefährlich abzusteigen - schien fast so als habe sie neue Lebensenergie bekommen - doch dann stürzte sie ab und wollte ihn einen Gang flüchten wo sie bis zuletzt kämpfte. Die vagus hat mindestens noch eine Manica mitgerissen - den eine Arbeiterin trug den Hinterleib einer der ihren etwas später aus dieser Gegend weg.

20.07. Waren ur durstig tranken in Massen immer wieder Honigwassertropfen weg.

21.07. Heute an der Futterschleuse eine Box mit 5 Camponotus maculatus Ameisen befestigt. Schnell kamen immer mehr Manica rubida und griffen an - die ersten konnten noch geschlagen werden dann aber überwältigten sie die 5 C. maculatus (Ein 13mm Major, ein 12mm Major, zwei 10mm Minor und ein 9mm Minor) dabei verloren die Manica 4 Arbeiter sofort und 4 wurden tödlich verletzt - also 8 Verluste (auch zwei 8mm darunter) - ein ebenfalls 8mm verlor zwei Beine und ein paar andere Manica trugen auch noch leichte Verletzungen davon.

02.08. Gab heute eine 19mm weibl. Strauchschrecke lebend ins Formikarium die sich bis jetzt dank ihrer Kletterkünste und ihrer starken Panzerung ohne weiteres behaupten kann in einem Formikarium von über 300 Manica rubida Arbeitern.

12.08. Die Strauchschrecke wurde vorgestern erledigt und in langer Arbeit in alle Teile zerlegt - auch bekamen sie 2 Nachtfalter den einen tot und den lebenden schafften sie selbst über Nacht zu erwischen - am nächsten morgen war er nicht mehr da. Wie immer gab es zahlreiche Grabungsarbeiten. Sind einige Arbeiter dabei die sogar mehr als 8mm groß sind!!!

22.08. Bekamen in der letzten Zeit hauptsächlich große um die 27mm große Wachsmottenraupen- und puppen - sowie eher selten mal ein lebendes Heimchen.

06.09. Bekamen heute eine Strauchschrecke die die C. ligniperda nicht genommen haben.

22.10.2006 Kamen heute in die verdiente Winterruhe ins Klo!
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Dieses Riesenformikarium sollte 2006 allen Platzbedarf decken!

Beitragvon Corsair » 14. Juli 2010, 19:20

„FORMIKARIUM Red Skyscrapper“ sollte ab 27.03.2006 als neues Formikarium dienen!

Es wird wohl mein höchstes Formikarium bleiben! Hoch deshalb - weil Manica rubida unglaublich gerne gräbt und dies auch tief nach unten.

In diesem Formikarium sollten sie genug Platz nach unten dafür haben!

Aber schaut es euch selbst an.

Breite 600mm
Höhe über 800mm

Natürlich wieder selber zusammen gebaut.
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Es sollte der Weg zu Superkolonie werden - doch es endete im Müll...

Beitragvon Corsair » 14. Juli 2010, 19:23

2006 Hab sogar zum ersten Mal eine geflügelte Jungkönigin gesehen!!!

Jänner 2007
- der Winter konnte ja gar nichts von den Temperaturen her und so war es wohl um einige zu Warm - selbst bei dauer offenen Fenster. Die Manica rubida sind zwar aktiv auch im - aber hoffe trotzem das die zu Hohe Wintertemp. ihnen nichts macht!

Februar 2007 Gibt immer Massenandrang an Arbeitern wenn ich sie mit Honig versorge! Alle 2-3 Wochen feuchte ich auch den Sand leicht an.

18.03.2007 Seit Anfang März hab ich sie aus der Winterruhe gehollt - bekamen heute wieder Heimchen sowie vorige Woche die sie selbst erlegt haben innerhalb kürzester Zeit wenn sich diese in ihren Gängen verlaufen hatten. Sah auch schon vorher das die Jungkönigin mit Flügeln im Nest wohlauf ist. Graben auch wieder und haben sich auch schon mal kurz gesonnt und dabei gegenseitig geputzt.

21.04.2007 Sah heute 5 Jungköniginnen an der Oberfläche herum krabbeln sie kletterten auch an dem Glas empor - ob sie wohl nur Sonne tanken wollen oder wirklich abfliegen kann ich nicht sagen - wäre aber sicherlich viel zu früh!

15.05.2007 Trotz verlorener Königin sind immer noch sehr viele Arbeiter am leben - werde bald wieder mal den Stand der noch vorhandenen Larven kontrollieren.

20.05. Obwohl sie ja beim aussterben sind gab ich ihnen gestern und heute eine Menge Nahrung hinein und hab auch die Erde kräftig nachgefeuchtet. Bekamen innerhalb von 2 Tagen 15 Schwarzkäferlarven und 3 Steppengrillen - wobei sie die Grillen selbst erledigten!

27.05. Als heute in der Früh wieder einige Königinnen hinaus wollten ließ ich drei hinaus und brachte sie zu einem Schotterteich bei dem ich sie alle drei frei ließ. Der Wind brauste ordentlich und es war kurz nach 11 Uhr als zwei der Gynen abhoben und die dritte sich gleich vor Ort einen Unterschlupf suchte. Es waren 25°C und so hatten sie es sicher besser (eine ist ja bereits im Formikarium verstorben). Die vierte Gyne kam leider nichts aus dem Formikarium. Seitdem ich ordentlich gewässert hatte sind die Arbeiter nur noch am übermäßigem bauen!

01.07. Obwohl die Königin schon länger tot ist haben sie noch Larven zur Pflege - gab ihnen vorgestern eine große Ödlandschrecke hinein die sie über Nacht erwischt haben. Sind immer noch zahlreiche Arbeiterinnen aktiv.

02.07. Die Ödlandschrecke hielt zwar sehr lange durch beherzte Sprünge an die Decke durch wo sie sich festhielt - doch über Nacht zu diesem Tage wurde sie doch erledigt trotz ihres starken Panzers.

Brachte sie irgendwann im November ins Klo und wo ich immer das Fenster offen lies - der Winter würde heuer auch nicht sehr kalt sein und es sollte nur einmal schneien! Sie gingen aber sowieso in keine Winterruhe über - sondern arbeiten die ganze Zeit durch...

Im Jahr 2008 baute die Manica immer mehr arbeiter ab. Ab April 2008 als ich in die neue Wohnung eingezogen bin wurden sie drei Mal von Formica cunicularia überfallen wobei sie alle 3 Belgagerungen mit Verlusten überstanden.

02.08.2008 Hab heute das Formikarium geöffnet und aufgelöst. Die 7 letzten Manica rubida Arbeiter (die glorreichen 7) kamen in das F. cunicularia Formikarium wo sie einen letzten Heldenhaften Kampf bis zum Ende fochten (wobei eine die letzte kleine Larve immer verteidigen wollte!) - später fand ich noch eine Arbeiterin sowie ein Männchen die ebenfalls den gleichen Weg gingen. Das waren dann die letzten Arbeiterinnen der ausgestorbenen Kolonie.

Der Sand wurde entfernt und das Formikarium wanderte in den Müll...

Manica rubida gehalten vom 29.8.2004 bis 18.3.2008
wobei Königin bereits am 01.07.2006 verstarb!
Höchster Arbeiterstand: über 300
Königinnen: 1 (anfangs 2 - aber eine setzte sich durch)
Geschlechtstiere entwickelt: ja! Männchen & Weibchen


Dieser Haltungsbericht wurde beendet und ist daher geschlossen.

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