Japanische Methode der Ameisenhaltung

Allgemeine Fragen und Themen über europäische Ameisenarten.
Dulgosch
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#33

Beitrag von Dulgosch » 15. Februar 2006, 19:40

Ich finde auch, dass sich Gipsneseter genial eignen um das Zusammenleben( :evil:) zwischen z.B. Lasius und Solenopsis fugax zu beobachten.

Denn wenn man ganz normal einen Abdruck in den Gips drückt hätte man ja eigentlich eine Scheibe, die perfekt auf dem Gips aufliegt.

Wenn man aber jetzt eine kleine Schickt Erde oder Sand (bei gelben Solenopsis wegen der Sichtbarkeit eher Erde) auf den Gips aufbringt und dann die Scheibe auflegt hat man eine Ebene, in der sich nur die solenopsis bewegen können. Dort können sie ihre verästelten Gänge bauen, und man wunderbar die Raubzüge beobachten, die die Solenopsis dann wirklich gerne unternehmen.

Auch die Panikentwicklung bei den laisu bei dem eindringen der Solenopsis in eine Brutkammer.

Man sollte halt nur eine relativ große lasius Kolonie haben, die man sich ja relativ schnell zusammen adoptieren kann.



Nikolas



edit:

jetzt habe ich ausversehen zwei Beiträge hintereinander geschrieben :o

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Attafive
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#34

Beitrag von Attafive » 15. Februar 2006, 21:26

Hallo Frey !

Die von Dir vorgestellten Plastikdosen sind sehr gut geeignet für die Ameisenhaltung ! Auch in den Uni-Instituten werden ähnliche Gefässe verwendet, zumal die Ränder der sog. "Ueberfalldeckel" sehr dicht schliessen, also keine zusätzliche Abdichtung mit Silikon oder dergl. bedürfen.

Zum Ausgiessen mit Gips genügt eine Bodenschicht von 3 - 5 mm Höhe.

Ratsam ist es jedoch, in einer Ecke des Deckels ein "Luftloch" anzubringen. Dazu ist bei diesem Material ein sog. "Astlochbohrer" mit einem Durchmesser von 17 bis 20 mm aus dem Baumarkt angezeigt. Dieser schneidet dank seiner beiden seitlich angeordneten Schneiden eine Scheibe aus dem Plastik, während bei gewöhnlichen Bohrern (für Metall) das Material leicht springen könnte.

Das so entstandene Loch wird mit sehr dichtem Gitter (= Teesieb) abgedeckt und mit Silikon fixiert. Bei dieser Einrichtung entsteht im ungünstigsten Fall nur in den entfernteren Abteilungen unter dem Deckel feines Kondenswasser.

Etwas problematisch dürfte dagegen das Anbringen von Durchlässen zwischen den einzelnen Stegen sein, weil herkömmliche Bohrer ihrer Länge wegen sich leider nicht dafür eignen. Ich würde daher diese Verbindungen von der oberen Kante her mit einem Fräsenblatt/einer Trennscheibe mit dem Dremelbohrer je mit einer 6 - 8 mm breiten und gleich tiefen Auskernung versehen.

Schöne Grüsse

Ryk

Frey
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#35

Beitrag von Frey » 16. Februar 2006, 08:20

Hallo Ryk!

Ich habe bereits das Gefäss ausgegossen.
In dem längerem grösseren Bereich habe
ich ungefähr eine 1 cm dicke Schicht Gips.
In den kleinen einzelnen Kammern eine Schicht
von 0,5 cm.

Die Bohrungen verlaufen von dem grossen Bereich,
jeweils 1x in den kleinen Bereich. Und in dem kleinem
mittleren Bereich ist eine Öffnung für den Anschluss
an die Farm.
Bewässerung läuft so ab :

Eine seitliche Bohrung in den 1 cm dicken Block. Ein
PVC Schlauch angeschlossen und dann kann man
dadurch bewässern. Ich habe es bereits ausprobiert
und das Wasser zieht sich kurz durch den einen Block.
So ist nur der grosse Block befeuchtet und die anderen
sind trocken.

Ich habe das Nest mal an meinen Messor structor- Bereich
angeschlossen und die Ameisen scheinen es
sehr interessant zu finden :)
Zu mindest laufen immer 5-10 Ameisen herum und erkunden es.
Es wurde ebenfalls schon ein wenig Sand hineingetragen und
1-2 Körner. Mal schauen was jetzt weiter passiert.
Ich denke ich werde deinem Ratschlag nach noch 2 Luftlöcher
im Decken anbringen.
Ein einfacher Bohrer reicht, denn er macht ein sauberes Loch!
Zumindest bei mir... ;)

So ,

Grüsse

Philipp

Dulgosch
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#36

Beitrag von Dulgosch » 22. Februar 2006, 18:18

Hi,

@chreisben: hast du rausbekommen wie die Japaner ihre Nester sauber halten?





Nikolas

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Suisse-Ants
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#37 AW: Japanische Methode der Ameisenhaltung

Beitrag von Suisse-Ants » 23. Oktober 2013, 20:30

Chreisben hat geschrieben:Tag Zusammen

Ich wollte euch hier mal kurz zeigen, wie die japanischen Halter ihre Lieblinge unterbringen. Ich persönlich finde diese Art der Haltung sehr interessant und sie bringt auch einige Vorteile mit sich, die ich später noch erwähne.

Hier nun erstmal ein Bild:


Hab diesen Beitrag durch zufall gefunden. Leider fehlem mir die Bilder dazu! Es hört sich interessant an, aber es fehlt das Bildmaterial.

Kann da jemand weiterhelfen?
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trailandstreet
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#38 AW: Japanische Methode der Ameisenhaltung

Beitrag von trailandstreet » 24. Oktober 2013, 08:55

ich seh leider kein Bild, aber das klingt ja schon sehr labormäßig.
Naja, die Japaner sind ja auch sehr technikverliebt...
lorem ipsum

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Suisse-Ants
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#39 AW: Japanische Methode der Ameisenhaltung

Beitrag von Suisse-Ants » 24. Oktober 2013, 09:12

trailandstreet hat geschrieben:ich seh leider kein Bild, aber das klingt ja schon sehr labormäßig.
Naja, die Japaner sind ja auch sehr technikverliebt...


Wird wohl etwas 0815 sein. Aber würde mich sehr interessieren.
POSITIVE Bewertungen sind gerne gesehen.

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Gaster
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#40 AW: Japanische Methode der Ameisenhaltung

Beitrag von Gaster » 24. Oktober 2013, 10:18

Ich habe vor meinem Umzug eine Kolonie Camponotus substitutus über Monate in einem System von Kunststoff-Dosen gehalten, das der japanischen Methode prinzipiell ähnelt. Es hatte sich jedoch herausgestellt, dass die Ameisen bei genügender Koloniegröße selbst für genügend Luftfeuchtigkeit sorgen und eine Bewässerung des Nestes oder ein Speicher aus Gips gar nicht nötig ist.
Als Feuchtigkeitsquelle habe ich in der oberen Auslauf-Dose stets Wassergel angeboten.
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