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Nächtliches Treiben

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Nächtliches Treiben

Beitragvon Chris Quinn » 13. April, 2017, 10:35

Hallo Forum,
nur für den Fall, dass es jemanden interessiert, möchte ich kurz von nächtlichen automatischen Aufnahmen meiner Ameisenfarm berichten.

Da die Entwicklung meiner Kolonien nur im Schneckentempo verläuft, wollte ich gerne wissen, ob denn wenigstens die Pygmäe gelegentlich vom Futter frisst, das ich gewissenhaft anbiete oder ob sie lieber verhungert um mich zu ärgern.

Dazu habe ich meine Kamera ohne Infrarotfilter zusammen mit 5 IR-Leds über der Futterstelle positioniert und probeweise für eine Nacht meinen Raspberry Pi angewiesen halbstündlich ein Bild zu schießen. Da der Fokus der Kamera auf ferne Objekte eingestellt ist, habe ich zwischen Futterstelle und Objektiv außerdem eine Lupe befestigt - eine krude und sehr wackelige Konstruktion, die nichts für ungeduldige Naturen ist.

Es ist wohl überflüssig zu sagen, daß auf keinem der Bilder eine Ameise zu sehen ist, aber ich bin von der Qualit\"at so positiv überrascht, insofern, daß ich meine die Pygmäe hätte entdecken können, wenn sie zufällig im Bild gewesen wäre, sodaß ich ein Bild beispielhaft hier vorzeigen möchte.

Oben links erkennt man einen Strohhhalm als Nestausgang, aus dem ein weißer Bindfaden auf eine Alufolie führt. Die hellen Flecken sind mit Zuckerwasser getränkte Watteknäuel. Die Pygmäe reibt sich die Mandibel vor Schadenfreude (nicht im Bild).

Ich möchte das ganze noch verbessern und hoffe, daß mir das über die Feiertage gelingt. Am besten wäre ein zweiter Raspi...
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Re: Nächtliches Treiben

Beitragvon Serafine » 13. April, 2017, 18:54

Bei meinen Campos ist es so dass die Pygmäe typischerweise immer so 10 Minuten nachdem abends das Licht ausgegangen ist rauskommt und etwa 10-15 Minuten die Umgebung auskundschaftet, trinkt, etc.
Schwaches rotes Licht ist ihr dabei egal, damit kann man sie gut beobachten. Wenn sie wieder drin ist kommt sie dann aber normalerweise nicht mehr raus (zumindest nicht für die nächsten 2-3 Stunden bis ich dann schlafen gehe).

Wäre eventuell einen Versuch wert das Bildintervall in den ersten 30 Minuten auf 2-3 Minuten zu senken, da ist die Chance vermutlich höher sie draufzubekommen. Die bleibt ja wahrscheinlich nicht länger draußen als nötig.
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Re: Nächtliches Treiben

Beitragvon Chris Quinn » 17. April, 2017, 17:15

Das ist ein guter Tip, den ich berücksichtigen werde. Leider ist meine Bestellung über die Feiertage nicht vollständig eingetroffen, sodaß ich nicht genau sagen kann, wann ich die Verbesserungen werde vornehmen können. Auf den Bildern der letzten Nächte ist keine Pygmäe zu sehen (nur ein etwas gruselig schrumpfendes Stückchen Birne).
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Re: Nächtliches Treiben

Beitragvon Barristan » 17. April, 2017, 18:23

Du könntest auch ein Skript programmieren, das mittels OpenCV erkennt, wenn eine Ameise ins Bild läuft und dann das Video so lange aufnimmt, bis die Ameise wieder aus dem Bild geht. Alternativ könntest Du auch nur ein Foto aufnehmen.
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Re: Nächtliches Treiben

Beitragvon Chris Quinn » 22. April, 2017, 14:00

Mittlerweile ist mir endlich eine Aufnahme der Pygmäe gelungen. Das erleichtert mich, weil ich meine, mir nun Hoffnung machen zu dürfen, daß die Gründung einen guten Ausgang nehmen kann. Außerdem zeigt es, daß meine "Ausrüstung" für Aufnahmen grundsätzlich ausreichend ist; wenngleich die Qualität noch verbessert werden sollte.

Ein wenig die Ameisen mit Hilfe von OpenCV zu beobachten und deren Entwicklung und Verhalten zu studieren, ist eines meiner Ziele. Und jetzt, da ich weiß, daß es etwas zu beobachten gibt und wonach ich Ausschau halten muß, kann ich mich auch intensiver mit der Umsetzung auseinandersetzen.
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