Wo nach Königinnen suchen

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Re: Wo nach Königinnen suchen

Beitragvon Yggdrasil16 » 18. April, 2017, 11:29

Messor structor ist in der Schwarmflugtabelle nicht kursiv


habe ich mich auch drüber gewundert.
Messor in Deutschland wäre mir neu, ich habe noch nie Messor gesehen und wenn sie vorkommen dann vermutlich sehr sehr vereinzelt.
[Muss dabei sagen das ich mich in Nordwestfalen befinde]
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Re: Wo nach Königinnen suchen

Beitragvon Kalinova » 18. April, 2017, 14:37

Wie schnell ein Ameisenvolk wächst und wie groß es letzten Endes wird liegt nicht zwingend daran dass viele Königinnen (oder gar Arbeiter) Eier legen. Dies ist hauptsächlich Artabhängig.
Wird die Königin gut versorgt legt sie mehr Eier, für die Versorgung sind Arbeiter notwendig. Ein Kreislauf der die Königin (je nach Art) am ende in eine Eierlegemaschiene verwandelt die wirklich viele Eier legen kann.

Wenn ich richtig informiert bin, würden aus Eiern welche von Arbeitern gelegt wurden eh nur männliche Geschlechtstiere schlüpfen da diese unbefruchtet sind. Wobei es mich auch nicht wundern würde wenn es bei der Artenvielfalt auch Ausnahmen (von Urameisen mal abgesehen) gibt ;) .

Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du selbst eine Königin fangen und diese zu einem Volk aufziehen und dies sollte dann auch relativ zügig gehen.

Abraten würde ich in dem Fall von Camponotus ligniperda da diese in der Gründung etwas schwieriger sind. Lasius niger Königinnen sind da im allgemeinen leichter durchzubringen.

Dazu sei noch gesagt, dass die Gründungsphase nicht immer erfolgreich verläuft (selbst unter optimalen Bedingungen). Außerdem dauert es (meines Wissens nach bei allen? einheimischen Arten) gut 2-3 Jahre bis die Kolonie eine Größe erreicht wo ordentlich Aktion in der Arena ist. Ameisenhaltung hat viel mit Geduld und Langzeitmotivation zu tun. Bringst du beides mit und ziehst eine Kolonie auf diese Größe auf, wird sie dir dies aber auch mit der gewünschten Aktivität danken.
Meine erste Ameise: Lasius niger -> weisellos abgegeben für Chthonolasius Gründungsversuch
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Re: Wo nach Königinnen suchen

Beitragvon trailandstreet » 18. April, 2017, 17:00

Messor structor kommt in D schon vor, allerdings eher begrenzt. Man vermutet sogar eher eine Unterart zu den in südlicheren Gefilden vorkommenden M structor.

Bei manchen Arten können die Arbeiter schon Eier legen, anscheinend auch bei Myrmica, wobei es sich aber meist um trophische Eier handelt, also solche, die zu Ernährung der Larven gedacht sind.

Also bei Lasius niger ist im zweiten Jahr nach der Gründung sicher schon einiges los, bei guter Pflege.
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