Blutige Anfängerin

Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Serafine » 14. November, 2017, 13:25

Saskia80 hat geschrieben:Die Koloniegröße bei Camponotos vagus soll bei 1000-4000 liegen und manchmal sollen es bis zu 10000 Tiere werden. Die Arbeiterinnen werden 6mm-13mm groß. Was würdet ihr schätzen, wie viel eine ausgewachsene Kolonie an Platz benötigt?

Meine Camponotus barbaricus (etwas größer als C. vagus, ca. 7-18mm), sitzen im Moment ein einem 18x18x2cm-Nest, und füllen es so ungefähr zur einem Drittel aus (ca. 400 Arbeiterinnen, wobei 50-80 davon immer im Wasser-RG sitzen). Würde sagen insgesamt sollten da etwa 1000 Ameisen reinpassen (mit der Brut dürfte es dann allerdings etwas eng werden).
3.jpg


Ein Nest von ca. 40x40cm Grundfläche (oder zwei von 40x20) sollte mit einer ausgewachsenen Kolonie C. vagus eigentlich ganz gut zurecht kommen - bei höherer Kammertiefe (z.B. 4cm) erhöht sich das natürlich nochmal so um 25-50% (je nachdem wieviel Wändfläche es hat), da die Ameisen auch an den Wänden sitzen können - im Extremfall läuft es vielleicht auf 2 Nester mit ca. 50x30cm Kantenlänge raus (gute Platzeffizienz im Nest vorausgesetzt), die man bei guter Bauweise sogar mit etwas Abstand übereinander stapeln kann (da würde es selbst dann nicht grob mehr Platz verbrauchen, wenn noch ein drittes Nest oben drauf käme).

Keine Ahnung wie das bei einem Holzblock in einem Acrylzylinder oder -becken aussähe, vermute aber mal die Dimensionen dürften recht ähnlich sein. Den Anschluss für das Wärmekabel muss man dann entweder irgendwie improvisieren oder man macht es rein über Wärmelampen (die Arbeiterinnen können beim Sonnenbad Wärme aufnehmen und die später im Nest als Infrarotstrahlung an die Umgebung abgeben).

Ameisen können sich allgemein erstaunlich gut stapeln und verbrauchen weniger Platz als man denkt. Die Arenen sind da eher das Problem, die kann man nämlich meist nicht aufeinanderstapeln (aber immerhin kann man den Schlauch zweimal um das Becken wickeln um effektiv größere Laufstrecken für die Ameisen zu schaffen und kleine, leichtere Arenen auf Regale über dem Hauptbecken stellen).

Saskia80 hat geschrieben:@Serafine

Vielen Dank für die Anleitung! Eine Frage habe ich dazu. Sie benötigen ja zusätzliche Wärme. Wie sollte ich das am besten machen, wenn Sie im Reagenzglas wohnen? Sollte ich da eine von diesen Heizmatten in der Nähe befestigen oder sollte ich da vielleicht mit einer Wärmelampe arbeiten?

Ich würde Ameisen im Reagenzglas ehrlich gesagt garnicht beheizen und stattdessen eher zusehen, dass der Ort an dem sie liegen (Winterruhe ausgenommen) allgemein warm ist (so 24-28°C, je nach Wetterlage).
Bei Heizmatten und -kabeln in Kombination mit Reagenzgläsern riskiert man immer Überhitzung (Stauwärme in RGs kann wirklich extrem werden) und Kondensation (selbst als ich das mit einem geknickten Pappzettel abgedeckte große RG mit ner Wärmelampe bewärmt hab bildeten sich da Kondensationstropfen, besonders bei Erwärmung von unten (Heizkabel, Heizmatte) kann das bis zur Überflutung gehen).
Was sich bei mir ganz gut bewährt hat war eine Wärmelampe auf einen Punkt ca. 10-15cm vor dem abgedeckten RG zu richten, so dass der Eingangsbereich des RGs noch was abbekommt - die Ameisen lagern dann die Puppen im Strohhalm und sitzen oft selbst am Eingang um ein Sonnenbad zu nehmen.

Hat man erstmal ein Nest ist das ganze dann ziemlich einfach, viele Nester haben mittlerweile Vorrichtungen um Wärmekabel anzubringen (mein 3D-Druck-Nest beispielsweise hat ein externes Modul für ein Heizkabel (15W), dass man statt einem "Tor" mit Schlauchanschluss anbringen kann, das erwärmt dann die komplette Seite des Nest, hab das an eine Seite montiert und auf der anderen Seite mit etwas Vinylschlauch als Halterung ein Reagenzglas mit Wasser angebracht - das bewährt sich sehr gut, da die Ameisen so die junge Brut an der Wasserquelle einlagern können, was sie auch oft und gern tun).
Nest Text.JPG

14.jpg


Bei einem Holzblock im Becken/Zylinder könnte man einfach an eines der Schlauchportale ein abgedecktes Reagenzglas mit Wasser anschließen (ggf. mit etwas abgedecktem Schlauch der ins RG ragt), das sollte auch gut funktionieren.

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Maddio » 14. November, 2017, 17:56

Hi Saskia,

ich halte seit 2015 Camponotus vagus, es sind wirklich wunderschöne Ameisen und beeindruckend groß.

Ich möchte dir meinen Haltungsbericht ans Herz legen, da kannst du erfahren, wie die ersten Schritte bei dieser Art ablaufen können:

https://www.ameisenforum.de/camponotus-vagus-maddio-s-haltungserfahrungen-t56030.html


Und ich würde dir definitv ein Holz- bzw. Korknest nahelegen, denn C. vagus nistet so gut wie immer in diesen Materialien. Das in der Haltung zu realisieren ist überhaupt kein Problem, denn C. vagus gehört zu den wenigen Ausnahmen, die auch in einem staubtrockenen Nest gut gedeihen. Und dann gibt es auch keine Probleme mit Schimmel. Ich würde dir sogar eher zu einer anderen Art raten, wenn du ihnen kein Holz-/Korknest zur Verfügung stellst!

Bis zu einer Größe von ca. 20 Arbeiterinnen solltest du sie im RG halten, danach kannst du ihnen bedenkenlos ein trockenes Holz-/Korknest anbieten; sie werden schnell ihrer Vorliebe nachkommen und es beziehen. Trinkwasser brauchen sie natürlich trotzdem, in Form einer Wassertränke in der Arena.

Eine Heizmatte ist bei dieser Art durchaus angebracht, sie sind ausgesprochen wärmeliebend.

Alles in allem ist Camponotus vagus genauso schwer oder genauso leicht zu halten, wie die meisten anderen Arten auch. Du solltest aber auf einen guten Ausbruchschutz achten, die Tiere können wie gesagt in Holz nisten, und können auch Bauschäden verursachen wenn es richtig blöd läuft. Also besser gar nicht erst entkommen lassen ;).

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 15. November, 2017, 10:18

Hi,

vielen Dank für eure ganzen Infos.

Ich hatte jetzt auch keine cm-genaue Info zu der Nest-/Arenagröße erwartet, aber durch eure Antworten kann ich mir die Größe schon deutlich besser vorstellen. Danke.

Die Haltungsberichte habe ich auch gelesen – das war auch sehr hilfreich – besonders interessant war jetzt natürlich für mich auch der Bericht zu C. vagus.
jetzt sind durch eure Antworten/Berichte allerdings auch wieder neue Fragen bei mir entstanden…

zu Ausbruch:

Muss ich denn bei dieser Ameisenart mehr beachten und mehr Vorkehrungen treffen als bei anderen Ameisenarten? Ich hatte vor einen Rahmen+Deckel drauf zu lassen und dieses Öl an den Rändern zu verwenden. Das hatte ich so in einem Youtube-Video gesehen. Ein Ausbruch wäre wirklich nicht gut bei mir. Denn ich wohne in einem alten Haus wo auch Holz und alles Mögliche verbaut wurde.

Futter:

@Maddio
Könntest du mir sagen wie viel Futter deine C. vagus bei deiner jetzigen Koloniegröße benötigen? Ich kann mich damit anfreunden den Tieren regelmäßig Insekten als Futter zu geben, wenn das ihre Hauptnahrung ist. Aber ich habe eigentlich keine Lust Futterinsekten selber zu züchten. Ich würde sie auch am liebsten hauptsächlich tot und überbrüht anbieten, weil ich Milben vermeiden möchte. Hast du vielleicht auch Erfahrung mit Trockenfutter? Gerade in Hinsicht auf Urlaub fände ich es gut, wenn man auf so etwas als Notlösung zurückgreifen kann. Denn ich finde bestimmt jemanden der mal nach den Ameisen sehen könnte. Aber jemanden zu finden der dann noch gleichzeitig Insekten auftaut und zerkleinert ist schon wieder eine andere Liga.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Harry4ANT » 15. November, 2017, 12:55

Bzgl. Ausbruchsgefahr bist du mit Rahmen & Deckel (mit entsprechender Belüftung und Ausbruchschutz) gut versorgt.
Die C. vagus gehören zu den mittelgroßen Ameisen, je kleiner desto größer die Ausbruchsgefahr.

Wenn du sorgfältig bist bei dem Aufbau und der Handhabung deines Formikariums ist ein Ausbruch so gut wie ausgeschlossen.
Davon abgesehen können Sie sich ohne die Königin nicht vermehren und ohne Zugang zu Wasser versterben die Tiere recht schnell.


Bzgl. Abwesenheit kann man sagen, dass die Tiere recht lange ohne Frischfutter auskommen können. 1-2 Wochen sind gut möglich, am Abreisetag & davor nochmal gut zufüttern.

Wichtig ist eine durchgängige Wasserversorgung - die Damen sind x-mal verdurstet bevor sie verhungern. Also bei längerer Abwesenheit die Tränke frisch befüllen und lieber noch eine Reserve Tränke oder RGs mit Wasser/Watte in der Arena platzieren.

Ich verwende zusätzlich noch getrocknete rote Mückenlarven bei Abwesenheit. Ein Fischfutter aus der Dose mit hohem Eiweißanteil.
Wird bei mir überall angenommen wenn keine frische Insekten verfügbar sind und hat den Vorteil, dass es nicht verdirbt solange es trocken bleibt.

Du kannst auch mal Hunde- bzw. Katzenfutter anbieten als Alternative zu Insekten (weiß ich jetzt nicht wie die Akzeptanz bei C. vagus ist) aber die Grundversorgung für die Kolonie sollte aus frischen, saftigen Insekten bestehen.
Wenn du nicht züchten oder so Tiere zuhause haben willst kannst du hin & wieder zum Zooladen oder Fressnapf usw. gehen und die dort 1-2 Dosen holen und diese dann direkt einfrieren.
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Kalinova » 15. November, 2017, 17:56

Wenn du deine Tiere mit Sorgfalt pflegst und entsprechend den Deckel immer richtig auflegst, sollte eigentlich nichts passieren. Bei externen Nestern oder zusätzlichen Arenen sollten die Schlauchverbindungen regelmäßig überprüft werden, falls diese mit der Zeit an Festigkeit verlieren. Einzelne ausgebüchste Tiere werden dein Haus nicht zerlegen, wie gesagt werden diese vermutlich zeitnah sterben. Am wichtigsten ist, dass die Königin nicht entkommt.
Mehr beachten musst du in dem Sinne nicht, würde ich sagen.
Von einer Haltung ohne Deckel (wie es manchmal praktiziert wird) würde ich aber abraten, diese Art der Haltung ist für meinen Geschmack aber eh nicht das Gelbe vom Ei. :rolleyes:

Eine zusätzliche Möglichkeit an Insektenfutter bieten Pinkymaden, welche im Zoohandel oder im Angelbedarf erhältlich sind. Diese kannst du auch in einem anderen Behälter bei Zimmertemperatur für einige Tage lagern. Dann verpuppen sie sich und es schlüpfen nach 1-2 Wochen Fliegen, die du bequem im Froster abtöten und lagern kannst. Von einer Packung (ca. 1-2€) kann eine junge Kolonie Monate ernährt werden. Mücken und andere uneingeladene Hausgäste bieten dann etwas Abwechslung.
Es gibt noch weitere Möglichkeiten der Futterversorgung in dem dafür vorgesehenen Unterforum vielleicht findest du da noch den einen oder anderen Tipp. Hast ja noch ausreichend Zeit dich schlau zu machen und alles zu Planen :)

Gruß Kalinova
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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Maddio » 15. November, 2017, 18:16

Saskia80 hat geschrieben:Ich hatte vor einen Rahmen+Deckel drauf zu lassen und dieses Öl an den Rändern zu verwenden.


In dieser Kombination bist du auf der sicheren Seite. Nicht nur den Beckenrand mit Paraffinöl bestreichen, sondern auch den Glasrahmen von unten. Der Deckel ist die letzte Bastion, aber es kann schonmal passieren, das man vergisst ihn aufzulegen, und dann sollte auch der ölbeschmierte Rahmen lange Zeit vor Ausbrüchen schützen.

Saskia80 hat geschrieben:Ein Ausbruch wäre wirklich nicht gut bei mir. Denn ich wohne in einem alten Haus wo auch Holz und alles Mögliche verbaut wurde.


Das musst du dir selbst überlegen, ob du mit dem Risiko leben kannst, oder doch lieber eine Art wählst, die keine Schäden anrichten kann.

Wie Harry aber schon sagte, es müsste schon auch die Königin entkommen, erst dann gibt es richtig Probleme. Und das ist eigentlich leicht zu verhindern. Trotzdem kommt es manchmal vor :confused:. Da musst du dich also selbst einschätzen, wie sorgfältig du wohl auf den Ausbruchschutz achten wirst.

Saskia80 hat geschrieben:@Maddio
Könntest du mir sagen wie viel Futter deine C. vagus bei deiner jetzigen Koloniegröße benötigen? Ich kann mich damit anfreunden den Tieren regelmäßig Insekten als Futter zu geben, wenn das ihre Hauptnahrung ist. Aber ich habe eigentlich keine Lust Futterinsekten selber zu züchten. Ich würde sie auch am liebsten hauptsächlich tot und überbrüht anbieten, weil ich Milben vermeiden möchte. Hast du vielleicht auch Erfahrung mit Trockenfutter? Gerade in Hinsicht auf Urlaub fände ich es gut, wenn man auf so etwas als Notlösung zurückgreifen kann. Denn ich finde bestimmt jemanden der mal nach den Ameisen sehen könnte. Aber jemanden zu finden der dann noch gleichzeitig Insekten auftaut und zerkleinert ist schon wieder eine andere Liga.


Camponotus vagus ernährt sich überwiegend zoophag, dass heißt der Großteil der Ernährung besteht aus Insekten. Sie brauchen auch Honig, aber vergleichsweise wenig.

Auch in diesem Punkt solltest du dir überlegen, ob es wirklich die richtige Art für dich ist.

C. vagus ernährt sich wie gesagt überwiegend von Insekten, und dazu kommt, dass die Ameisen sehr groß sind und entsprechen viel Futter für die Aufzucht der ausgewachsenen Tiere benötigen. Also wir haben hier eine Ameisenart, die ausgesprochen viel Futter in Form von Insekten braucht, um ihren Bedarf zu decken.

Ich würde hier keinesfalls Kompromisse machen, sondern ausschließlich frische Insekten anbieten (eingefroren, überbrüht) und kein Trockenfutter.

Ich habe diese Saison pro Woche etwa 10-15 Insekten verfüttert.

Wenn du in den Urlaub fährst, würde ich ihnen vorher einfach eine große Menge Insekten ins Becken geben. Dann haben sie einen Vorrat. Es kommt natürlich drauf an, wie oft du so weg bist. Wenn du häufig Wochen am Stück weg bist, würde ich eine genügsamere Art empfehlen. Mit Trockenfutter würde ich sie auch im Urlaub nicht füttern.

Ob du die Insekten immer aus dem Zoohandel kaufst, oder selbst züchtest, das macht für die Ameisen keinen Unterschied ;).

LG Maddio

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Saskia80 » 15. November, 2017, 19:10

zu Ausbruch:
Wenn das mit dem Deckel, Rahmen und dem Öl ein ausreichend sicherer Schutz ist, dann ist das soweit in Ordnung für mich. Diese Sachen wollte ich ja sowieso kaufen. Ich hatte jetzt nur z.B. noch sein Wasserbecken/Wassergraben gesehn und das wäre mir jetzt etwas zu viel gewesen. Naja und bei Königin muss ich dann halt dafür sorgen, dass sie nicht ausziehen möchte und auch nicht kann. Wie oft muss man eigentlich das Öl erneuern?

zu Futter:
Also Futtertiere kaufen und die einfrieren, auftauen und meinetwegen auch durchschneiden. Das ist kein Problem - naja Schaben müssen es jetzt nicht unbedingt sein... auf die stehe ich nicht besonders, aber alles andere an üblichen Futtertieren ist ok. Aber ich hatte jetzt keine Lust Unmengen Futtertiere bei mir zu Hause lebendig in Eimern zu halten. Wenn es reicht ab und zu mal 2-3 Dosen im Zoogeschäft zu kaufen, dann ist das ja alles bezahlbar und ich muss die nicht selber züchten. Wenn das notwendig ist, würde ich mich tatsächlich für eine andere Ameisenart entscheiden. Da ich überhaupt keine Vorstellung habe wie viel Ameisen fressen, hatte ich jetz mal gefragt, um das besser einschätzen zu können. Das Trockenfutter kam mir nur für die Urlaubszeit in den Sinn und nicht für die normale Haltung. Die Pinkymaden kenne ich, davon habe ich schon das ein oder andere Mal ein paar auf einen Angelhaken gespießt.

Kalinova hat geschrieben:Es gibt noch weitere Möglichkeiten der Futterversorgung in dem dafür vorgesehenen Unterforum vielleicht findest du da noch den einen oder anderen Tipp. Hast ja noch ausreichend Zeit dich schlau zu machen und alles zu Planen :) Gruß Kalinova

Da werde ich reinschauen. :) Ich habe mir eigentlich so gedacht, dass ich ja durchaus auch ohne Ameisen schon einmal mit dem Hobby anfangen kann. Es gibt ja durchaus Sachen die man schon basteln könnte und meinen Keller kann ich ja auch schon mal nach potentiellen Futter durchsuchen und in Döschen einfrieren. :evil:

zu Urlaub:
Ich bin normalerweise 1x im Jahr für 2 Wochen weg. In den letzten 10 Jahren hatte ich einen Urlaub, wo ich Mal 3 Wochen am Stück weg war.

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Re: Blutige Anfängerin

Beitragvon Maddio » 15. November, 2017, 19:32

Saskia80 hat geschrieben:Wie oft muss man eigentlich das Öl erneuern?


So 1-2 Mal im Jahr reicht aus. Das Becken ist die meiste Zeit mit Deckel verschlossen, es kommt also nicht viel Staub auf die Ölschicht. Die Winterruhe bietet sich meist an, das Becken einmal zu reinigen und den Ausbruchschutz neu aufzutragen.

Saskia80 hat geschrieben:Wenn es reicht ab und zu mal 2-3 Dosen im Zoogeschäft zu kaufen, dann ist das ja alles bezahlbar und ich muss die nicht selber züchten.


Ja, die Kosten halten sich in Grenzen. Wichtiger ist, dass du auf die Futtertiere und das Töten klar kommst.

Saskia80 hat geschrieben:Ich habe mir eigentlich so gedacht, dass ich ja durchaus auch ohne Ameisen schon einmal mit dem Hobby anfangen kann. Es gibt ja durchaus Sachen die man schon basteln könnte und meinen Keller kann ich ja auch schon mal nach potentiellen Futter durchsuchen und in Döschen einfrieren. :evil:


Die Qualität vom Futter nimmt irgendwann ab, wenn es sehr lange eingefroren ist. Jetzt schon Futter sammeln, das hat sicher keinen Sinn.

Aber deine Idee dich jetzt im Winter schon vorzubereiten und zu basteln, da bist du auf dem richtigen Weg. Ein Formikarium lässt sich genau wie ein Aquarium auch ohne Tiere erstmal "einfahren". Bei diesen Probeläufen können dir noch viele Dinge auffallen, die es noch auszubessern gilt. Sind die Tiere erstmal drin, wird das schwieriger sein. Von daher super Idee!

Saskia80 hat geschrieben:zu Urlaub:
Ich bin normalerweise 1x im Jahr für 2 Wochen weg. In den letzten 10 Jahren hatte ich einen Urlaub, wo ich Mal 3 Wochen am Stück weg war.


Ach das ist ja nicht der Rede wert. Es ist wichtig, dass immer eine Wassertränke da ist, denn verdursten können auch Ameisen relativ schnell. Wenn du ihnen dazu vor der Abreise ein RG mit Honig- bzw. Zuckerwasser da lässt und einen großen Haufen Insekten, dann sind 2 Wochen überhaupt kein Problem.

In der Natur finden Ameisenkolonien auch nicht ununterbrochen Nahrung, und sie können ja auch Nahrung in ihren Sozialmägen speichern. Große Ameisen wie C. vagus können lange ausreichende Vorräte in Form von Repleten (=Speichertiere) anlegen.

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