Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobarensis

Themen über exotische Ameisenarten.

Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon Serafine » 14. April 2018, 00:34

ReliAnt hat geschrieben:Danke, Serafine, für die Literaturtipps - "Auf den Spuren der Ameisen" sieht interessant aus. Beim Superorganismus kann man lesen, dass die deutsche Übersetzung schlecht sein soll und als Anfänger möchte ich weniger gerne die Fachbegriffe in englisch lernen, wenn ich sie nichtmal auf deutsch kenne.
Hast Du das Buch selbst? Was denkst Du über die deutsche Übersetzung?

Habe "Auf den Spuren der Ameisen", kann ich empfehlen. Superorganismus hab ich noch nicht (dank Biostudium sollten Fachbegriffe jetzt aber kein son Problem sein).
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Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon ReliAnt » 19. April 2018, 22:15

"Auf den Spuren der Ameisen" ist bestellt und liegt auch bereits in der Packstation :-)

419 Seiten kommen mir gerade recht für unseren bald anstehenden Urlaub.

Den habe ich extra so gelegt, dass die Kolonie noch in der Gründung ist, da sie dann bzgl. Nahrungsaufnahme einfacher zu handeln sein sollten.
Gerade bei claustraler Gründung reicht es sicher, wenn ich genügend Wasser und Kohlenhydrate in verschiedenen, flüssigen Formen anbiete für die ersten Arbeiterinnen und ein paar Fruchtfliegen.
Wir sind 11 Tage unterwegs, ein Nachbar schaut nach dem rechten aber ich habe ihm gesagt er soll in dieser zeit nicht zustätzlich irgendwas füttern, da sie alles haben sollten.

Wasser/Zuckerwasser/Honigwasser ist genug da - das ist sichergestellt.

Habt ihr sonstige Tips für mich?
Habe hier auch fast jeden Thread zu Urlaub gelesen und werde in die Arena zusätzlich noch rote Mückenlarven legen, getrocknet und bei der Abfahrt gefrohrene Drosophila sowie eine überbrühte Mehlwurmlarve. Bei 1Q 3A ist das alles eh viel zu viel. Es darf auch nicht schimmeln.
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Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon Kalinova » 19. April 2018, 22:35

11 Tage, hmm ich würde dem Nachbarn eine kleine Portion Fruchtfliegen im Tiefkühler vorbereiten die er dann zur Halbzeit in die Arena wirft und bei der Gelegenheit vielleicht auch den Mehlwurm entfernt.
Bzw würde ich den Mehlwurm auch weglassen, da ja aktuell keine Brut vorhanden ist und Eier auch erstmal 1-3 Wochen brauchen um zu Larven zu werden.
Zuckerwasser/Wasser checkt der Nachbar sicherlich. Bei den derzeitigen Temperaturen ist Verdunstung ein nicht zu vernachlässigender Faktor.
Sollte ansonsten soweit passen.

Gruß Kalinova
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Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon ReliAnt » 25. April 2018, 20:20

Hallo Kalinova,

genauso werde ich es machen.
Nun da Eier da sind, werden alle 5 Tage ca. 5-10 Fruchtfliegen in die Arena geworfen von meiner netten Urlaubspflege.
Den Mehlwurm lasse ich ganz weg.
Wasser und Zuckerwasser wird auch kontrolliert / Nachgefüllt.
Habe zudem erstmal zum Testen mehrere Jellys bestellt. Diese habe ich kleingeschnitten, 95 eingefrohen und nur einen kleinen Teil gerade angeboten - wenn sie das annehmen, wird meine Urlaubsvertetung dies auch bereitstellen.
Wird schon gut gehen. 11 Tage sind keine Ewigkeit, Urlaubsvertretung sichergestellt und Kameraüberwachung eingerichtet :-)

Laut Literatur ist die Entwicklungszeit von Ei zur Abreiterin bei Camponotus nicobarensis ca. 28 Tage.
bedeutet: Wenn wir wiederkommen sollten die kleinen kurz vor dem Schlupf stehen sofern die Zeitangabe einigermaßen stimmt.
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Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon Antman03 » 2. Mai 2018, 22:37

Hi, ich finde deinen Haltungsbericht sehr schön und freue mich auch, dass du dir so viel Mühe gibst :clap:
Dein Set up sieht echt Professionell aus. Als Tipp: gib deinen Ameisen Zeit, ehe es richtig los geht dauert das noch eine ganze Weile(ca. 1-1,5 Jahre).
Lg

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Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon Serafine » 3. Mai 2018, 08:20

C. nicobarensis vermehren sich eigentlich ziemlich schnell (sind ja auch recht kleine Camponotus), zudem halten sie keine Winterruhe (also keine 3-6 Monate Entwicklungspause). Wenn meine C. barbaricus es in 18 Monaten auf 3000 Arbeiterinnen schaffen sollten C. nicobarensis eigentlich locker das doppelte schaffen.
Ich erinnere mich auch an jemanden der hier im Forum Fotos seiner ein Jahr alten C. nicobarensis gepostet hat, die eine völlig irrsinnige Menge an Brut hatten.
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Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon ReliAnt » 3. Mai 2018, 22:40

Antman03 hat geschrieben:Hi, ich finde deinen Haltungsbericht sehr schön und freue mich auch, dass du dir so viel Mühe gibst :clap:
Dein Set up sieht echt Professionell aus. Als Tipp: gib deinen Ameisen Zeit, ehe es richtig los geht dauert das noch eine ganze Weile(ca. 1-1,5 Jahre).
Lg


Danke, Antman03!

Ja, das Thema fasziniert mich und ich informiere mich viel - lerne jeden Tag neues dazu und je mehr das ist, desto mehr bin ich wiederum fasziniert.
Ein Teufelskreis im positiven Sinne also :fettgrins:

Hab gerade auch mal Deine letzten Beiträge gelesen so gut es mit dem nicht so stabilen Internet hier im Urlaub geht.
Insbesondere jenen zur Frage nach der Campnotus Art. Wie ist die Suche eigentlich ausgegangen, oder suchst Du noch? C. nicobarensis war je in der engeren Wahl, oder?
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du auch eine Haltungsbericht beginnst und wir uns austauschen könnten zu unseren jungen Kolonien.
Ich beobachtete in den letzten Tagen vor dem Urlaub ein sehr aufmerksames und smartes Verhalten dieser Art. Sie nähern sich z.B. sehr vorsichtig sämtlichen Flüssigkeiten (ganz anders als den Drosophila hydei‘s) :rolleyes:
Einige Messoren sollen diesbezüglich weniger aufmerksam sein - wobei es da kein besser oder schlechter gibt. Meine nächste Art wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Messor sp.

Also ich würde mich echt freuen von Dir zu hören und ganz besonders mit einem Haltungsbericht von C. nicobarensis

Viele Grüße,
ReliAnt
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Re: Diskussionsthread zu Haltungsbericht Camponotus nicobare

Beitragvon ReliAnt » 3. Mai 2018, 22:45

Serafine hat geschrieben:C. nicobarensis vermehren sich eigentlich ziemlich schnell (sind ja auch recht kleine Camponotus), zudem halten sie keine Winterruhe (also keine 3-6 Monate Entwicklungspause). Wenn meine C. barbaricus es in 18 Monaten auf 3000 Arbeiterinnen schaffen sollten C. nicobarensis eigentlich locker das doppelte schaffen.
Ich erinnere mich auch an jemanden der hier im Forum Fotos seiner ein Jahr alten C. nicobarensis gepostet hat, die eine völlig irrsinnige Menge an Brut hatten.



WOW.
Bei einem Start mit einer gründenden Gyne (mal angenommen) wären das über 160 Arbeiterinnen Pro Monat im Schnitt. Wobei mir schon klar ist, dass das Koloniewachatum überproportional ist.

Wie groß war die Komonie denn zum Start und was hast Du verfüttert? Gummibeerensaft? :p

Ich werde mal Deine Beiträge durchsehen und schauen, ob ich einen Haltunsbericht von Dir dazu finde.
Würde mich sehr interessieren.

LG,
ReliAnt
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