Koloniegründung in einer Petrischale

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Re: Koloniegründung in einer Petrischale

Beitragvon FureFix » 10. Juli 2018, 20:08

Jetzt habe ich mir eine gute Woche Zeit genommen, um die Neuerungen an meiner Ameisenhaltung, zu beobachten.
Was habe ich getan?
1. Als erstes habe ich die Petrischale auf einen Brett an der Wand zu den Büchern getan.
Folgen: Weniger Erschütterungen und der Arenabereich ist nun licht ausgesetzt.
2. Unter der Petrischale wurde eine schaummatte angebracht.
Folge: Weniger Erschütterung.
3. Der Nestbereich wurde mit einem Pappdeckel versehen. (Rote Farblichtfolie wird leider erst gekauft, wenn mein Terraristikshop nebenan seine Ameisenecke endlich eigerichtet hat.)
Folge: Dunkles Nest für ruhe.
4. Das Nest mit 1ml Wasser befeuchten.
Folge: Viel zu viel Wasser! Habe die Menge nun auf 4 Tropfen aus der Pipette reduziert.

BildBild

Was wurde nicht umgesetzt?
Das Nest mit dem Kapillareffetkt zu befeuchten hat leider nicht funktioniert, da das Wasser wegen dem Knick des Deckels unter die Petrischale gelaufen ist. (Macht euch keine Sorgen über die Ameisen. Getestet habe ich es mit meiner Ersatz Petrischale. In weiser Voraussicht, habe ich 2 Petrischalen gekauft.^^)
Meine Überlegung war, weitere Petrischalen aus Plastik zu kaufen. Ich kann dann den Deckel auf meine Glasspetischale tun und danach den Deckel mit Löchern bearbeiten, um das Nest mit Wasser zu versorgen und eine Belüftung zu gewährleisten. Komme aber auch an die nur schwer ran.
Folge: Belüftung und Bewässerung finden immer noch mit einer Störung statt, in dem ich den Deckel öffne.

Was hat das nun gebracht?
Das was ich umgesetzt habe hat schon gereicht damit meine Gyne viel entspannter wurde! Wirklich viel entspannter! Die ersten Tage, hat sie ihre Zeit damit verbracht ihr Nest weiter aus zu Bauen. 3 Tage konnte ich sie beobachten, wie sie immer wieder ins Nest gekrabbelt ist uns Sand aus dem Nest in die Arena abgeladen hat. Licht und meine Anwesenheit haben sie überhaupt nicht gestört und sie hat es komplett ignoriert. Meine Gyne so entspannt zu sehen hat mich sehr glücklich gemacht ;-)

[youtube]https://www.youtube.com/embed/KGvlt-_eSE8[/youtube]

Seit ein paar Tagen, hat sie ihr Nest verschlossen und ist in ihr Nest geblieben.
Beim Bewässern des Nestet ist mir noch etwas aufgefallen. Immer wenn ich den Deckel auf mache um das Nest zu befeuchten flitzt die Gyne SOFORT nach dem ERSTEN Tropfen zu der befeuchteten Stelle. Sie hat auch zu den Löchern einen Weg gegraben.

Nun habe ich eine WICHTIGE Frage. Die Gyne hat sich nun in ihrem Nest eingeschlossen. Draußen gibt es aber eine Tränke für sie. Ich weiß aber nicht ob sie diese benutzt und zum Trinken sich ausbuddelt und danach wieder alles zu macht.
Kann es sein, dass die Ameise auch ihr Wasser aus dem Sand, nach dem bewässern entnehmen können? Oder trinkt sie das Wasser in der Tränke wenn ich nicht hinschaue?

Zwischenbilanz der Kolonie mit einer Durchschnittlichen Temperatur von 25C°:
15 Eier hat sie insgesamt gelegt.
Davon sind schon 9 zu Larven entwickelt.
BildBild
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Re: Koloniegründung in einer Petrischale

Beitragvon Quader » 10. Juli 2018, 22:23

Hallo FureFix,
die Idee mit der Petrischale finde ich an sich gut, mal was anderes. Zwar stört man die Königin wirklich häufiger aber du scheinst ja relativ gut daran zu arbeiten. Denke wenn ein Deckel fertig wird dann wird das ganze wirklich an das klassische Reagenzglas rankommen.
Da Plastikpetrischalen bzw. fertige Plastikdeckel in der selben Größe vermutlich ziemlich rar sind, wäre es doch mal eine Überlegung wert, ein Stück Kunststoff (CD-Hülle?) kreisrund auszuschneiden und auf die Ersatzschale zu legen. Dann könnte man mit Silikon eine Verbindung ziehen die Deckel und Schale umschließt, um das ganze nach dem Trocknen runter zu fieseln. Dann hättest du mit Silikon quasi ein negativ der Schalenwand und der Deckel würde nur schwer rutschen. Die Löcher solltest du vorher rein machen.
Soviel zu meiner Idee.

Jetzt zu deiner Frage. Soweit ich weiß ist eine Tränke in der Gründung nicht notwendig, da Ameisen gut ihren Feuchtigkeitshaushalt durch die Umgebungsluft regulieren können. Insbesondere die Königin bei der Gründung in einem feuchten (aber nicht zu nassem!) Nest. In der Natur schließen sich die Gynen ja auch tief, bzw. nun mal weitaus tiefer als in deiner Petrischale, unter der Erde ein und überlassen es den Pygmäen das Nest zu verlassen, z.B. zum Trinken.

Grüße Quader
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