Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barbarus"

Unterfamilie: Formicinae

Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon Unkerich » 6. August 2018, 19:46

trailandstreet hat geschrieben:Für Menschen sind diese Milben, wenn es denn welche sind, nicht gefährlich.
Eine naheliegende Möglichkeit wäre natürlich erst mal das ganze "trockenzulegen".
Messor kommen damit Sich gut zurecht, so lange sie eine Tränke haben.



Bei einem derartigen Befall wie hier allerdings zeitlich kaum noch zu schaffen, bevor die komplette Kolonie gestorben ist.
Das manuelle Entfernen der Milben und anschließende gründliche Reinigen der ganzen Anlage ist m. E. die einzige Lösung, die evtl. noch Erfolg haben könnte.

Die Anlage später dann aber möglichst trocken zu halten ist allerdings natürlich sehr vorteilhaft, um es neuen Milben möglichst schwer zu machen.

LG, ich drücke die Daumen ;)
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Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon Serafine » 6. August 2018, 21:15

Gereinigte Ameisen bitte NICHT in die verseuchte Farm zurücksetzen, sonst kann man sich die Arbeit direkt sparen. Am besten ein neues Setup (Plastikbox mit Reagenzglas drin reicht) vorbereiten und gereinigte Ameisen dort absetzen. Eine Gruppe Arbeiterinnen überlebt auch ein paar Wochen ohne die Königin, solange sie ausreichend versorgt sind. Ideal wäre natürlich die Königin und Brutpfegerinnen ebenfalls möglichst schnell zu säubern und überzusiedeln.

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Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon Erne » 6. August 2018, 23:41

Wie immer, erweckt es mein Interesse, wenn es darum geht, mehr Informationen zu erhalten, wenn es nicht mit den von mir gemachten Beobachtungen konform geht.
Dass eine mögliche, mechanische Reinigung von Ameisen, für mich nur Utopie ist, in der Realität, für mich, so gut wie nicht praktizierbar.
Gereinigte Ameisen bitte NICHT in die verseuchte Farm zurücksetzen, sonst kann man sich die Arbeit direkt sparen

Volle Zustimmung.
Eine Gruppe Arbeiterinnen überlebt auch ein paar Wochen ohne die Königin, solange sie ausreichend versorgt sind

Hier muss ich nachfragen, woraus sich derartige Erkenntnisse ableiten.
Je nach Ameisenart, (z. B. Lasius niger, Messor barbarus, Manica rubida, Formica sanguinea, Camponotus ligniperda) war schon nach wenigen Tagen die Volkszugehörigkeit nicht mehr vorhanden.

Wo ich auch noch nachfassen, nachfragen möchte, Brutpflegerinnen, wie sind die zu erkennen?

Grüße Wolfgang
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Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon Serafine » 7. August 2018, 00:17

Erne hat geschrieben:Dass eine mögliche, mechanische Reinigung von Ameisen, für mich nur Utopie ist, in der Realität, für mich, so gut wie nicht praktizierbar.

Daher auch der Vorschlag die Ameisen in einen Pott Wasser zu werfen und zu sehen ob die Milben von Bord springen. Mir wurde zumindest mal von jemandem bestätigt, dass das funktionieren soll, einen Versuch wäre es wert.

Je nach Ameisenart, (z. B. Lasius niger, Messor barbarus, Manica rubida, Formica sanguinea, Camponotus ligniperda) war schon nach wenigen Tagen die Volkszugehörigkeit nicht mehr vorhanden.

Stimmt, das kann natürlich passieren und wäre unvorteilhaft.

Wo ich auch noch nachfassen, nachfragen möchte, Brutpflegerinnen, wie sind die zu erkennen.

Garnicht. Gemeint waren einfach die Arbeiterinnen, die unten in der Farm bei der Königin sitzen (Brutpflege ist bei Ameisen ja üblicherweise Aufgabe der jüngeren Arbeiterinnen, zur Nahrungssuche werden in der Regel die älteren Arbeiterinnen rausgeschickt).
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Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon herrybo » 9. August 2018, 14:15

Hallo, ich fühle mich schlecht, wir haben so viele Ameisen wie möglich raus geholt und die Farm ist noch am Austrocknen. Allerdings leben momentan nur noch 4 Ameisen, und die Königin ist nach oben gekommen.

Die Gelegenheit habe ich genutzt.

Habe sie im Wasser gebadet, ein paar der kleinsten Milben oder Läuse haben sich gelöst, allerdings hat die Königin auch überall solche dicken stellen.

Habe die 5 überlebenden noch nicht voll mechanisch gereinigt momentan ausgelagert.
Der Rest scheint gestorben zu sein.

Soll ich einfach das Wasserbad wiederholen, oder sie lieber Überbrühen und damit töten.
Mir hat es schon in der Seele weh getan wie sie sich im Wasser anscheinend gequält hat.

Zur Reinigung der Focariums. Wie soll ich das am besten anstellen. Den Schund in eine Plastiktüte und in den normalen Müll? Oder Lieber in die Toilette. Nicht das ich irgendwas in die freie Natur lasse.

Anbei mal ein Bild im Wasserbad für die Königin.

Man sieht das sich einige kleine schwarzen Punkte gelöst haben, aber die Königin ist schon sehr stark befallen.






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Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon Formicarius » 9. August 2018, 15:14

herrybo hat geschrieben:Soll ich einfach das Wasserbad wiederholen, oder sie lieber Überbrühen und damit töten.


Überbrühen und in den Müll. Die Königin ist viel zu stark befallen und mit 5 Arbeiterinnen die auch befallen sind wird da sicher keine Kolonie mehr draus.

Übrigens noch ein Tipp. Diese T-Farmen und Ameisenfarmen generell die mit Erde gefüllt sind alles veralteter Schrott in Reinstform. Ich würde IMMER ein Y-tong,Gips,Kork,Plastik oder Holznest empfehlen. Ameisenfarmen und Erdnester haben fast nur Nachteile besonders für Anfänger. Warum immer noch versucht wird diese Dinger den Anfänger anzudrehen kann ich mir nicht erklären.

Ich kann euch nur raten. Baut oder kauft euch ein Y-tong/Gips Nest mit Arena und besorgt euch nochmal eine Messor spec. oder südeuropäische Camponotus spec.
Das halte ich so ziemlich für die beste Kombination für Anfänger.

Grüße
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Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon Unkerich » 9. August 2018, 17:25

Ich stimme Formicarius zu, ein solcher Fall ist m. E. nicht mehr behandelbar, ob du die Kolonie abtötest oder noch wartest ist wohl deine Sache, lange aushalten wird sie es wohl leider nichtmehr.
Ich empfehle den Händler zu kontaktieren, vielleicht lässt sich eine Lösung für eine neue Kolonie finden.

Von Sand-Lehmfarmen allgemein abzuraten halte ich für etwas zu vorsichtig, dennoch ist die Haltung in anderen Nestformen in vielerlei Hinsicht praktischer, da stimme ich zu. Ganz besonders trifft dies auf Messor sp. zu, da diese durch ihre granivore Ernährung nochmal speziellere Anforderungen haben, eine zu hohe Feuchtigkeit ist hier z. B. besonders ungünstig.

Solltest du die Farm dennoch weiter benutzen wollen, wäre es zu empfehlen jegliche Einrichtung zu vernichten oder gründlich abzukochen. Auch die Farm selbst würde ich so reinigen.
Die Milben (o. Ä.) auf den Tieren würde ich dann einfach mit abkochen, dann ist es letztendlich egal, wie du sie entsorgst.

Sehr schade, dass sich das Ganze so entwickelt hat. Ich kann euch nur ermutigen, es nocheinmal zu versuchen, mit komplett gereinigtem bzw. neuem Zubehör und einer neuen Kolonie. Zusätzlich ist empfehlenswert, Futtertiere vor dem Verfüttern noch kurz abzubrühen, um Milben vorzubeugen.

Viele Grüße
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Re: Unsere Ameisen sterben "Lasius niger" oder "Messor barba

Beitragvon Serafine » 10. August 2018, 02:09

Glaube auch dass es für eine Rettung zu spät ist, die Königin ist ja praktisch mit Milben überzogen.

Die T-Farm kann man nach der Reinigung einfach mit Sand-Lehm-Mischung ausfüllen und komplett durchtrocknen lassen (dürfte so 3-4 Wochen dauern bis die komplett trocken ist). Dann kann man sie als Arena zur Verfügung stellen - sollten sich Ameisen darin eingraben wäre das dann kein Problem, denn sie würden die Farm dann selbstständing befeuchten (Messor können das) und dabei nur soviel Wasser eintragen wie sie tatsächlich auch brauchen.
Mit Ytong, Kork, Gips oder Holz wäre ich bei Messor vorsichtig, die Majore können sich da problemlos durchbeißen. Wenn solche Materialen als Nest verwendet werden dann nur in einem Glasbecken. Wichtig ist auch das ganze erstmal komplett durchtrocknen zu lassen - das kann schonmal mehrere Wochen dauern (meine Arena that 0,5-1cm Bodenhöhe Sand-Lehm und war erst nach über einer Woche trocken, trotz Wärmelampe).
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