Aphaenogaster texana Anmerkungen

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Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 17. November 2018, 23:30

Aphaenogaster texana

Aphaenogaster texana _1.jpg

Ameisen gekauft und schon geht die Reise los! :rolleyes:
So wie Ihr auch, wenn Ihr Eure Ameisen kauft, alles eingesaugt was es im Internet über die Art gibt.
Irgendwie wurde ich da gleich ausgebremst.
Außer ein paar Videos eines Shops, bin ich im Nirgendwo gelandet.
Diese Angaben habe ich gefunden.
Taxonomie: Unterfamilie: Myrmicinae (Knotenameisen) Tribus: Pheidolini Stenammini
• Lat. Name: Aphaenogaster texana
• Farbe: rotschwarz/ der Thorax rot und am Gaster schwarzrot.
• Verbreitung: Süd USA u. Mexiko.
• Nahrung: Schaben, Grillen, Mehlwürmer u. andere Futtertiere sowie Zuckerwasser.
• Größe: Arbeiterinnen: 8 mm- 13,5 mm , Königin: 13-14 mm.
• Soldaten: nicht vorhanden.
• Winterruhe: nein.
• Empfohlene Temperatur: 24° Grad Abends und 27° Grad am Tag - je wärmer um so schneller wächst die Brut
• Luftfeuchtigkeit: niedrig- für die Haltung spielt die Luftfeuchtigkeit keine Rolle. Nest kann leicht feucht gehalten werden.
• Kolonie Typ: monogynl.
• Nestformen - Habitate/ Substrate: trockene Steppen, bis leicht bewachsene Habitate.Findet man aber auch dort in feuchteren Habitaten vor.
• Empfohlener Platz für die Haltung: je nach Größe ab 25 cmx 25 cm

Hört sich doch prima an, fürs Erste dürfte das doch reichen, höre ich Einspruch?
Zumindest ein paar Informationen, die Anhaltspunkte liefern.
Wie Ihr sicherlich schon nachgelesen habt, Ameisenversand geht nicht immer rund, da kann es durchaus unliebsame Überraschungen geben.
Für Ameisenhalter die Ameisen per Versand bestellen, brauche ich nichts weiter zu schreiben, es kommt nicht immer so an wie gedacht.
Gut das ist jetzt auch nicht das Thema, dass ich hier ansprechen will.

Bin immer auf der Suche nach Ameisen die richtig große Völker aufbauen und zudem trockener leben können.
Das hat für mich viele Vorteile, Schimmel und Dergleichen sind damit einfacher zu handhaben.
Zudem minimieren sich Befeuchtungen in Nestbereich und besonders in der Arena.
So bin ich auf Aphaenogaster texana gekommen, ob das was für mich ist, muss mal schauen.

Eine der Möglichkeiten, Ameisen zu ihrem Halter zu versenden, ist ein Reagenzglas.
Wassertank, Wattestopfen, Raum für die Ameisen und zum Reagenzglasabschluss nochmals ein Wattestopfen.
So wie wir es kennen.
Reagenzglaswassertank.jpg

Mit Überraschung, für mich festzustellen, alles so wie beschrieben, nur der Reagenzglasverschluss bestand aus einem Stahlgeflecht.
Stahlwolle.jpg

Wofür die Gründe dafür liegen, das dürfte Stoff für Diskussionen geben.
Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie irgendwo nachzulesen war, das dadurch Ameisen geschrettert wurden. :confused:
Für die Ameisen war das ein Segen, so wie ich es sehe, hat es den Ameisen beim Versand ermöglicht, zu überleben.
Anders wie Watte saugt sich das Metallgeflecht nicht mit Wasser voll.
Der Wassertank war ausgelaufen und nur im Bereich des Geflechtsstopfen, der kein Wasser anzog, konnten die Ameisen ihren Nachwuchs überlebensfähig lagern.

Abgesoffen, anders lässt sich ihre Ankunft nicht beschreiben.
Reagenzglas-geflutet.jpg

Was daraus machen, lässt sich was retten?

Was für mich machbar war, habe ich eingesammelt und in ein neues Reagenzglas gesteckt.
Mit viel Vorsicht, alle Ameisen umquartiert und vorhandene Larven, mit Hilfe eines Zahnstochers versucht zu retten.
Aphaenogaster-texana-Gründervolkjpg.jpg

Ob es was wird, muss sich zeigen.

Wo jetzt anzusetzen mit der Haltung, beziehungsweise in wieweit greifen die angegebenen Haltungsparameter?
Das zu ergründen, das ist das was Ameisenhaltung mit interessant macht.

Grüße Wolfgang

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Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 18. November 2018, 12:45

Wenn ich mich vorstellen darf, Aphaenogaster texana Arbeiterin.

Bild1.jpg

Mein Halter meint dass ich eine Pygmäe bin.
Dabei habe ich mich doch als Larve fast 3 Wochen angesträngt um auf Größe zu kommen.
Alles weggefuttert was ich bekommen konnte.
Womöglich lag das daran das er es mir nicht warm genug gemacht hat, 26 -28°C etwas mehr hätte mir sicherlich gut getan.
Wenn ich so überlege, geholfen hätte mir das sicherlich auch nicht, ist halt so, in der Natur sind die ersten Arbeiterinnen die eine Königin aufzieht nur klein.

Muss immer wieder Staunen, unsere Königin ist eine richtig große Dicke.
Bild2.jpg

Mit meinem jungen Leben habe ich noch viel Zeit um auch noch so groß zu werden.
Ist schade, dass ich dieses Ziel nie erreichen werde, wirklich schade.
Einmal geschlüpft, wachsen Ameisen nicht mehr.

Schaut mal hier so haben wir mal angefangen, ich und meine Schwestern.
Bild3.jpg

Nein nicht die Dicke, die Kleinen das sind wir, schön weich zwischengeparkt auf einer unserer größeren Schwestern.

Ganzschön eng so eine Eihülle, hat mich gut eine Woche gekostet um mich da raus zu arbeiten.
Aber dann ging das Leben richtig ab, jedenfalls dachte ich so.
Richtig bewegen war nicht und wie sagte mein Halter später, Pygmäe, so sah ich gerade auch nicht aus.
Bild 4.jpg

Allerdings war meine Jugend auch nicht schlecht, immer reichlich Futter ohne dafür was zu machen, das hat schon was.
Anfangs leckeren Brei und dann Fliegen- und Heimchenklein
Sowas die die hier (Fruchtfliegen), schön klein gebissen.
Bild7.jpg

Für meinen Halter wohl eher nicht, für mich ging diese sorglose Zeit viel zu schnell vorbei.
Wie ich mich eines Tages so betrachtete, hatte ich mich verändert, nicht mehr fast durchsichtig, nein milchig trübe sah ich jetzt aus, was das wohl werden soll?
Bild5.JPG

6 Tage habe ich gebraucht um mich an mein schönes, neues Kleid zu gewöhnen.
Merkwürdig in diesen Tagen gab es nichts mehr zu futtern, wenn ich ehrlich bin, hatte ich auch keinerlei Appetit mehr.
Und dann passierte es, innerhalb weniger Stunden war es soweit, mein Halter faseltete etwas von Metamorphose oder so und ich kam mir richtig verändert vor.
Bild6.jpg

Meine Erwartung, jetzt werde ich Ameise und es kann losgehen.
Denkste, bewegen ging immer noch nicht und die Farbe passte irgendwie auch nicht.
Gar nichts ging mehr, nur noch ruhen und ruhen und die nervigen Blicke meines Halters, der es nicht lassen konnte jeden Tag nach mir zu schauen.
Mit Genugtuung stellte ich fest, meiner Schwester ging es auch nicht besser.

Die Entwicklungszeiten beruhen momentan nur auf wenigen Beobachten.
So wie ich da mehr habe, passe ich diese später an.


Grüße Wolfgang

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Re: Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 20. Dezember 2018, 12:38

Was ist geschehen?

Eine traurige Geschichte, Aphaenogaster texana Arbeiterin kann nicht mehr weiter berichten.
Nachdem sie nach 16 Tagen Puppenzeit geschlüpft ist, musste sie sich bald dem Ameisenalltag stellen.
Nichts mehr mit herumlungern und gefüttert werden, raus in die Arena und selber Futter suchen und damit fing die Misere an.
Wie bei ihren Schwestern auch, die sich am Außendienst beteiligten, stellte sich nach wenigen Tagen eine Verhaltensweise ein die ich so noch nie beobachten konnte.
Unterschiedlich Schlupfzeiten führten dazu, das Arbeiterinnen zu unterschiedlichen Zeiten die Außentätigkeiten aufnahmen.
Bei allen dieselben Beobachtungen.
Nach ein paar Tagen hielten sie sich immer länger in der Arena auf, trugen Kiessteine herum, die sie übereifrig am Nesteingang deponierten.
Oftmals derart viele, das sie nicht mehr ins Nest kamen.
Machte nichts, die ließen sich auch wieder wegräumen.
Eine Beschäftigung in die sich richtig reinsteigerten.
Zwischendurch wanderten sie ausgiebig, für mich ganz normal durch die Arena, wie sonst auch bei der Futtersuche.
Zwischendurch verharrend und ausgiebig Fühler putzend.
Eine Tätigkeit die immer mehr in den Vordergrund rückte bis nichts anderes mehr machten als durch die Arena zu wandern und Fühler zu putzen.
Der Steinchenhaufen vor dem Nesteingang interessierte sie nicht mehr und Besuche im Nest wurden immer weniger.
Nach etwa 3 Tagen wurden sie ruhiger, kaum herumlaufend, immer wieder noch Fühler putzen, bis sie schließlich starben.

Was passiert da, ich war ratlos?
Futter, Haltungsparameter, womit es vorher gut lief, unverändert, woran könnte es nur liegen?
Nachdem 4 Ameisen so gestorben waren, gab es eine Radikalkur, neues Becken mit neuem Gipsboden, keinerlei weitere Einrichtung.
Abwarten, beobachten und schauen was wird.
Die Hoffnung auf Besserung, sie erfüllte sich nicht.
Arbeiterinnen die neu die Außentätigkeit aufnahmen, ereilte das gleiche Schicksal.
Die Angelegenheit wurde langsam bedenklich, wenn das so weiter ging, war abzusehen, dass die Königin bald alleine die Brut pflegen müsste.
Ob sie das noch könnte, stand auf einem anderen Blatt.
Mehrfach ging ich alles immer wieder durch, was könnte sich verändert haben, was mache ich falsch?
Mir kam ihr Gipsnest in den Sinn, das schon für andere Ameisenvölker als erstes, größeres Nest in der Gründungszeit herhalten musste.
Da gab es keinerlei Probleme, zudem lief es mit Aphaenogaster texana anfangs auch gut.
Also den Gedanken wieder verworfen.
Zum Verzweifeln, es muss doch einen Grund geben, nur mir lief die Zeit davon.
War erst die letzte Arbeiterin gestorben, rechnete ich mir keine Chancen mehr aus, das Volk noch durchzubringen.
Wieder gegrübelt, was passt nicht mehr, mir kam was ganz banales, absurdes in den Sinn.
Vorher nicht bedacht und auch als Möglichkeit für unwesentlich und nicht zutreffend gehalten.
Kurz bevor es mit dem seltsamen Verhalten losging, dem das große Sterben folgte, hatte ich die Beleuchtung ausgetauscht.
Die anfangs nur schwache funzel LED Beleuchtung durch eine kräftige, sehr helle 10 Watt LED-Beleuchtung ersetzt,
Led Beleuchtung.jpg

angebracht 20 cm über dem Arenaboden.
Da mir sonst nichts mehr einfiel, sozusagen die letzte Verzweiflungstat, musste die Funzelbeleuchtung wieder her.
Die Aphaenogaster texana Arbeiterinnen, die schon ein paar Tage Außendiensttätigkeiten verrichtet hatten, starben weiterhin.
Eine wesentliche Veränderung stellte sich ein.
Arbeiterinnen die neu in den Außendienst kamen, verhielten sich anders, Hoffnung kam auf.
Kein auffälliges Fühlerputzen, länger betrachtet, überaus selten.
Verringerung der Arenatätigkeiten, die sich hauptsächlich nur noch um Futtersuche, Futterbeschaffung drehten.
Keine der jüngeren Arbeiterinnen starb mehr.

Mit dem Schlüpfen der noch vorhandenen Puppen sind es jetzt wieder 21 Arbeiterinnen.
Auch gibt es weiterhin viel Nachwuchsaufzucht.

Anfangs wollte ich es nicht so ausgiebig beschreiben, weil ich es mir auch jetzt noch nicht vorstellen kann, dass das Licht verantwortlich war,
es noch einen anderen Faktor gegeben hat, auf den ich nicht gekommen bin.
Seht es als eine Beobachtung, die ich weiter gebe, die sicherlich nichts zu bedeuten hat.

Ein paar Bilder noch.
Aphaenogaster texana _0.jpg

Aphaenogaster texana _1.jpg

Aphaenogaster texana _2.jpg

Aphaenogaster texana _3.jpg

Wünsche allen Lesern des Ameisenforum ein geruhsames Weihnachtsfest.

Grüße Wolfgang

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Re: Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 4. Januar 2019, 18:21

Eine wilde Bande diese Aphaenogaster texana.
Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, das ich mir mit diesen überaus flinken Ameisen, was ins Haus geholt habe, das mich noch richtig fordern wird.
Kann jetzt nicht sagen, wo ich es gelesen habe, sie sollen ordentlich stechen können.
Schnell und beweglich wie sie auf ihren langen Beinen unterwegs sind, ich denke da an meine Finger.
Gut, momentan bin ich da noch guter Dinge, jedenfalls was meine Finger betrifft.

Es ist nachzulesen, dass diese Ameisen eine aggressive Lebensweise praktizieren, ist noch zu früh,
das zu bejahen, nach meinen noch kurzen Haltungserfahrungen mit dieser Art, da könnte was dran sein.

Was ich uneingeschränkt beobachten konnte, es sind Ameisen die richtig die Wärme suchen.
28 – 30°C sind keine unangebrachten Haltungsbedingungen.
Die Arena in der sie jetzt wieder leben, wird erwärmt durch eine an der Seitenwand angebrachte Heizmatte und einer die unter dem Becken liegt.
Unter dem Becken ist immer eine Gradwanderung, führt dies doch dazu, dass es in der Arena schnell austrocknet.
Wenn Ihr jetzt entgegnet, da hilft nur öfter befeuchten, liegt Ihr vollkommen richtig.
Ohne Euch zu wiedersprechen, stellt sich damit ein nicht beabsichtigtes Problem ein, das ihr sicherlich auch schon beobachtet habt, Kondenswasser.
Das sich unbrauchbarer weise an der Abdeckscheibe eines liegenden Nestes bildet, was für ein schei ….
Mit anderen Worten, was ich gerne beobachten möchte, mit Bildern zu dokumentieren, wird verdeckt von feinen Tröpfchen.
Resultierend die Idee, das Nest muss aus dem Bereich der Bodenheizung.
Gemacht und getan und schon bin ich wieder bei der Beobachtung, diese Ameisen brauchen es richtig warm.
Mit dem Sachverhalt, das es im Nest keine Fußbodenheizung mehr gibt, machen diese Ameisen das, was andere Arten auch machen.
Sie tragen ihren Nachwuchs dahin wo es passende Temperaturen gibt.
Ohne Rücksicht darauf, dass es in der Area nur durch die jetzige funzel Beleuchtung hell ist.
Puppen und Larven die sich in der Verpuppungphase befinden, ran an die warme Hinterwand.
Ist doch nachzulesen, das Ameisen ihren Nachwuchs verborgen halten, nicht offen lagern.
Ist das nicht erstaunlich wie es Ameisen verstehen, sich anzupassen oder sind das nur Notwendigkeiten?

Erfreulich, nach dem fast Untergang, es gibt keine weiteren Todesfälle.
Bilder und ein kleines Video, ich arbeite daran.

Grüße Wolfgang

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Re: Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 11. Januar 2019, 23:01

Futter?
Momentan für mich die Frage, was kann ich diesen Ameisen anbieten um sie gut voran zu bringen?
Wie geschrieben, Fruchtfliegen und kleinste Heimchen.
Wobei Heimchen auch nur gehen, wenn es keine Fruchtfliegen im Angebot gibt und die sind mir ausgegangen.
Was blieb mir übrig als Alternativen anzubieten.
Dabei stellte sich heraus, Aphaenogaster texana sind schlechte Futterverwerter.
Wenige Ameisen bringen es fertig einen ordentlichen Müllhaufen anzulegen.
Müll.jpg

Nebenbei angemerkt, das ist nur einer von Weiteren.
Gibt das nicht zu denken?
Jedenfalls für mich Anlass, mir darüber Gedanken zu machen, ob ich nicht zu viel anbiete und nicht benötigtes entsorgt wird?
Ihre rasante Entwicklung, lässt mich zweifeln, dass mein angebotenes Futter unangebracht ist.
Larven und noch mehr Larven, Puppen, ständig neue Eier, bei einem derartig kleinen Volk, das spricht für sich.
Aphaenogaster texana 11.01.2019_4.jpg

Aphaenogaster texana 11.01.2019_5.jpg

Aphaenogaster texana 11.01.2019_6.jpg

Aphaenogaster texana 11.01.2019_7.jpg

Eher als von mir erwartet, wird ihr jetziges Nest bald nicht mehr reichen.

Wie vorab schon berichtet Aphaenogaster texana, trinken in meiner Haltung, keine Kohlenhydratelösungen, egal ob Honig, Honigwasser, Ahornsirup, Invertzucker oder sonstige auf Zuckern basierenden Lösungen.
Wie nachzulesen Eiweiß für Larven, Kohlenhydrate für adulte Ameisen, daraus resultierend, wovon leben die Arbeiterinnen?
Im Diskussionsthread der Tipp, trockenen Zucker anzubieten.
Bild
Ne war nichts, kurze Untersuchungen und Schicht im Schacht.

Wie vorab geschrieben, diese Ameisen lieben die Wärme, etwas mehr kann da sicherlich nicht schaden, wobei etwas mehr bei mir bei 28°C aufhört.
Um ausreichend Einblick in ihren Nestbereich zu erhalten, habe ich eine der Heizfolien nicht mehr unter ihrem Nest platziert.
Wie Ihr in den Foren nachlesen könnt, kann eine Heizung unter dem Nest dazu führen, dass die Nestabdeckscheibe mit Kondenswasser belegt wird.
Genau das war bei meiner Haltung passiert.
Was jetzt nicht mehr im Nestbereich an der benötigten Wärme vorhanden war, sie haben es sich an einem anderen Ort gesucht.
Sie sind fündig geworden.
Im hinteren Bereich ihrer Arena, knapp hinter ihrem Nest, haben sie die Wärme der an der Seitenwand angebrachten Heizmatte gefunden.
Erstaunliches war zu beobachten, trotz Helligkeit haben sie dort ihre Puppen aufgestapelt.
Aphaenogaster texana 11.01.2019_1.jpg
Aphaenogaster texana 11.01.2019_2.jpg

Nicht nur das, auch ihre Königin hat die, wenn auch bei geringen Helligkeit, sich nicht gescheut, ein Wärmebad zu nehmen.
Aphaenogaster texana 11.01.2019_3.jpg

Ameisenhaltung ist vielfältig, mit überraschenden Beobachtungen.
Kann gut nachvollziehen, dass sich immer mehr Menschen für eine Welt begeistern, wo es gilt genauer hin zu schauen.

Grüße Wolfgang

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Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 18. Januar 2019, 21:30

Hilfe sie wollen mir an meine Finger.
Kaum noch machbar, die Nestabdeckung anzuheben, diese Ameisen sind gleich zur Stelle.
Sperren mit ihren Mandibeln, immer aufmerksam um ihr Nest zu verteidigen.
Aphaenogaster texana 18.01.2019_1.jpg

Angriffslustig und besonders aggressiv, lange wird es für mich nicht mehr machbar sein, mit den Händen in ihrer Arena zu werkeln.

Mittlerweile habe ich sie soweit umerzogen, dass sie auch andere, größere Insekten nehmen.
Aphaenogaster texana 18.01.2019_2.jpg

Na ja wird wohl eher an ihrer umfangreichen Nachwuchsaufzucht liegen.
Aphaenogaster texana 18.01.2019_3.jpg

Aphaenogaster texana 18.01.2019_4.jpg

Aphaenogaster texana 18.01.2019_5.jpg

Wie zu sehen, das Karussell dreht sich immer schneller.

Ich habe sie erwischt!
Irgendwie war es ja zu erwarten irgendwoher müssen sie Flüssigkeiten bekommen.
Aphaenogaster texana 18.01.2019_6.jpg

Wasser, sie trinken, elend langsam, nach fünf Minuten Beobachtung habe ich aufgegeben.
Eine Lasius niger hätte sich in zwei Minuten, an einer derart dünnen Flüssigkeit soweit vollgesogen, dass der Eindruck entstünde, die patzt gleich.
Nicht so bei diesen Ameisen, auch nach fünf Minuten keine Veränderung an ihren Hinterleib (Gaster).
Also gleich nochmal nachgelegt und einen weiteren Tropfen Wasser angeboten.
Enttäuschung machte sich bei mir breit, sie machten das was es bei einigen Arten zu beobachten gibt, wenn sie auf Flüssigkeiten treffen.
Aphaenogaster texana 18.01.2019_7.jpg

Gut für mich ist das nicht neu, werde es später wieder versuchen und al kleine Abwechslung dem Wasser auch mal etwas Zucker oder Honig beimischen.

In weiser Voraussicht bin ich dabei, für diese Ameisen eine neue Anlage herzustellen.
Na ja eher denke ich an meine Finger.
Aphaenogaster texana 18.01.2019_8.jpg

Mehr ist noch nicht

Grüße Wolfgang

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Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 24. Januar 2019, 14:11

Manches kommt schneller als gedacht, sie sind umgezogen.
Ein Umzug, einfach, schnell ohne Probleme, am heiligen Tag in etwa zwei Stunden.
Nachdem das alte Nest in die Arena gelegt war,
Aphaenogaster texana 24.01.2019_1.jpg

reichte eine Beheizung des neuen Nestes vollkommen aus um sie davon zu überzeugen was ihr Halter wünschte.
Kaum hatten sie das neue Nest entdeckt und ausgiebig untersucht, ging es auch schon los.
Immer mehr Arbeiterinnen furagierten zwischen alten und neuen Nest, dann folgte was kommen musste,
Puppen und Larven machten sich auf die Reise ins neue Nest.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_2.jpg

Aphaenogaster texana 24.01.2019_3.jpg

Aphaenogaster texana 24.01.2019_4.jpg

Arbeiterinnen die nicht selber laufen wollten, wurden kurzerhand gepackt und getragen.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_5.jpg

Madam Königin war mehr als reichlich irritiert, kaum aus dem alten Nest, wusste sie nicht wohin.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_6.jpg

Aphaenogaster texana 24.01.2019_7.jpg

Aphaenogaster texana 24.01.2019_8.jpg

Auch dafür fand sich eine Lösung.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_9.jpg


Jetzt sind sie da wo ich sie hinhaben wollte.
Über mehrere Nestkammern verteilt, war die Umzugsaufregung schnell wieder verronnen.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_10.jpg

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Aphaenogaster texana 24.01.2019_12.jpg

Aphaenogaster texana 24.01.2019_13.jpg

Mit jetzt etwa 60 Arbeiterinnen, zu denen in den nächsten Tagen noch einige dazu kommen, viele schon durchgefärbte Puppen vorhanden, kommen jetzt die Möglichkeiten zu experimentieren.
Eines scheint sich schon abzuzeichnen, sind bodenständige Ameisen.
Einen zu Versuchszwecken in die Arena gelegter kleiner Zweig, haben sie mehrfach untersucht,
Aphaenogaster texana 24.01.2019_14.jpg

belaufen wurde er nicht.

So gut wie gar nicht sind sie dabei zu beobachten, dass sie versuchen die Glaswände des Beckens zu belaufen.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_15.jpg

Wenn auch nicht besonders elegant, das sie es können, zeigen sie wenn sie in Panik geraten.
Letztendlich ohne Ausbruchsschutz geht es nicht.

Eine Wasserquelle haben sie auch schon gefunden, seitlich im Außenbereich des Nestblockes bildet sich Kondenswasser.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_16.jpg

Womit ich meine Vermutung bestätigt sehe, dass ihre sonstige geringe Trinkwasseraufnahme darauf zurück zu führen ist, dass sie Kondenswasser aufnehmen.

Sie haben fast immer Hunger.
Aphaenogaster texana 24.01.2019_17.jpg


Grüße Wolfgang

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Re: Aphaenogaster texana Anmerkungen

Beitragvon Erne » 25. Januar 2019, 20:19

Ein paar Bilder und ein kleines Video das ich gemacht habe

Aphaenogaster texana 24.01.2019_23.jpg

Aphaenogaster texana 24.01.2019_24.jpg

Aphaenogaster texana 24.01.2019_25.jpg

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