Anoplolepis custodiens aus Sicht eines Halters

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Erne
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#1 Anoplolepis custodiens aus Sicht eines Halters

Beitrag von Erne » 31. März 2018, 22:52

Anoplolepis custodiens

Nachdem was ich an spärlichen Informationen über diese Ameisenart zusammen tragen konnte, ist es für mich eine Herausforderung,
es mit der Haltung zu versuchen, herauszufinden was geht.

Berichte über diese Art sind kaum zu finden, über eingegangene Völker ist nachzulesen.
Auch das sie Ihr Proteinfutter aus erbeuteten Ameisen decken.
Ist da was dran, bzw. wie ist das alles zu werten?

Als ihr Verbreitungsgebiet wird Südafrika gelistet, wo ihre häufige Verbreitung, ihnen den Ruf einer Schadameise eingebracht hat.
Es sollen richtig große Völker aufwachsen können, von mehr als 10000 Ameisen ist zu lesen.
Die in den Shops gelisteten Klimaparameter, wie immer allgemein gehalten, 50 – 60%rel Luftfeuchtigkeit, Temperaturen 26 – 28°C.
Das mĂĽsste sich doch was machen lassen!

Das sich Anoplolepsis custodiens In ihrer Heimat derart gut durchsetzen und verbreiten, lässt auf eine gute Robustheit dieser Art schließen.
Schauen wir mal, ob das alles so passt.

Bei mir angekommen, ein kleines Volk, mit 32 Arbeiterinnen und 2 Königinnen.
Anoplolepsis custodiens _1.jpg
Anoplolepsis custodiens _2.jpg
Keine Brut und das meine ich auch so, im Klartext, keine Eier, Larven oder Puppen.
Ob das so in Ordnung ist, werde es herausfinden.
Verwunderlich ist das allemal, dass es die Art schon länger im Angebot des Shops gibt.
Allerdings auch Ameisen aus südlicheren Ländern, können Ruhepausen einlegen, die dazu führen, dass zeitweilig keine Brut vorhanden ist.
Wie auch immer, das ist absolut kein Grund eine Haltung nicht hinzubekommen.

Sie wurden geliefert im Reagenzglas, gut 2 Stunden nach öffnen von diesem, waren sie da raus.
Sie leben jetzt in einem Gips/Zement-Nest mit Lehmanstrich.

Erste Beobachtungen, überaus flinke Ameisen, die nicht geradeaus laufen können. :confused:
Biege links, Biege rechts und das so schnell, das ich kaum hinterher kucken kann.
Typisch fĂĽr Ameisen die nach Futter suchen, allerdings ohne Larven, kann das sein?
Ja, immer dann wenn Bedarf besteht und diesen haben sie ausgiebig am Zuckerwasser gestillt.

Weiter zu beobachten, sie sind ĂĽberwiegend morgens aktiv, so als wenn sie nach Futter suchen, das die Nacht nicht ĂĽberlebt hat.

Mir ist nicht bekannt, ob und wie lange diese Art eine Ruhepause einlegt.
Um das zu ergründen, ist es notwendig das Proteine ins Volk kommen, nur so ist es möglich das Arbeiterinnen ihre Königinnen füttern können.

Da gab es auch gleich die erste Ăśberraschung, na ja so wirklich nicht.
Sie stehen nicht nur auf Ameisen, nehmen auch Heimchen.
Bin mir sicher, da gehen auch noch andere Insekten.

Meine BemĂĽhungen blieben nicht ohne Folgen, heute die ersten Eier gesichtet.
Anoplolepsis custodiens _3.jpg
Anoplolepsis custodiens _4.jpg
DrĂĽckt mir alle Daumen, das die Haltung was wird, sonst gehe ich hier ganz schnell unter mit meinem Bericht.

GrĂĽĂźe Wolfgang
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#2 Re: Anoplolepis custodiens aus Sicht eines Halters

Beitrag von Erne » 25. Januar 2019, 21:13

Die Ameisen gibt es immer noch.
Kann allerdings nicht berichten, dass es voran geht.
Mehrfach, genauer beschrieben, immer der gleiche Ablauf.
Eier mit durchaus beachtlicher Anzahl, mit Fehlerquote an die 30.
Larven schlĂĽpfen, wachsen, mitunter auch soweit das ich der Annahme war, sie verpuppen sich bald.
Na ja und dann kam nichts mehr, alles an Larven verschwand.
So geht das jetzt schon ĂĽber die ganze Zeit.
Ab und an ist eine Arbeiterin gestorben, wird bald ein Ende haben mit der Haltung dieser Art.

GrĂĽĂźe Wolfgang
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#3 Re: Anoplolepis custodiens aus Sicht eines Halters

Beitrag von ASAMA » 15. Mai 2019, 11:30

Hallo Erne,
es ist echt Schade das sich deine Ameisenkolonie so komisch verhält, aber mal ein paar Fragen, wie hälst du so die Temperatur im Nest?
Gibt es die Kolonie ĂĽberhaupt noch ?

Einen schönen Tag ;)

ASAMA

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#4 Re: Anoplolepis custodiens aus Sicht eines Halters

Beitrag von Erne » 16. Mai 2019, 11:12

Die Beheizung war einfach zu machen.
Ein kleines Becken mit internen Nest, das mit einer Heizfolie auf Wärme gebracht wurde.

Die Ameisen gibt es nicht mehr.

GrĂĽĂźe Wolfgang

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#5 Re: Anoplolepis custodiens aus Sicht eines Halters

Beitrag von ASAMA » 16. Mai 2019, 13:48

Ok, klingt einfach und ist es warscheinlich auch gewesen.
Das tut mir sehr Leid, aber das gibt es eben immer mal. Dann beim nächsten mal:)

GrĂĽĂźe ASAMA

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