Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

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Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon xNec » 8. September 2019, 10:54

Moin Leute.
Bin seit diesem Jahr Pfleger einer Lasius niger und einer Camponotus ligniperda Kolonie.
L. niger mit ca. 30 Arbeiterinnen, die C. ligniperda mit 18.

Bisher verfüttert ich Fruchtfliegen aus der Zoohandlung, abgebrüht und dann eingefroren (finden die L. niger super und tragen alles direkt ein) sowie "Schuster" Spinnen aus dem Keller.
Die C. ligniperda zeigen sich, wie erwartet, die Recht inaktiv und erst ein halber Grashüpfer konnte sie motivieren.

Ich habe auch Mehlwürmer versucht, diese direkt eingefrorenen und dann nach dem auftauen überbrühet, werden jedoch verschmäht und schnell schwarz.

Was hättet ihr für eine Idee für so kleine Völker so unkompliziert wie möglich Futterinsekten zu züchten?
Das Handling von Fruchtfliegen finde ich relativ anstrengend, also eher eine Mehlwurm Zucht?
Oder doch eher Schaben oder Heimchen?
Was ist weniger aufwändig?

Und sie Mehlwürmer, erst einfrieren und dann überbrühen? Oder andersherum?
Oder aus der eigenen Zucht auch frisch getötet servieren ?

Fragen über Fragen... Freue mich über Hilfe
xNec
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Re: Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon Formicarius » 8. September 2019, 11:14

Hey,
Mehlwürmer sind ziemlich schlechte Futtertiere, das liegt daran das sie viel Fett und wenig Proteine enthalten.
Heimchen können schnell ausbrechen und sich in der Wohnung vermehren. Dann kommt noch das nervige zirpen und die Zucht ist auch nicht ganz einfach.
Die besten Futtertiere für Ameisen bleiben wohl Fruchtfliegen und Schokoschaben.
Richtig große Kolonien füttere ich dann meistens einfach mit feuchten Bio Katzenfutter ohne Sauce. Shrimps gehen auch.

Grüße
Formi
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Re: Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon xNec » 8. September 2019, 11:19

Danke für den schnellen Hinweis.
Meine lokale Tierhandlung führt leider keine Schokoschaben.
Aber werde mich Mal umsehen.
Lassen die sich auch so einfach zu Hause halten?
xNec
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Re: Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon xNec » 8. September 2019, 11:22

Ach so:
Die Schwaben dann einfrieren? Frisch füttern? Direkt vorher überbrühen?

Sind halt sehr kleine Kolonien, denke Mal eine Futtertier Zucht wäre zu viel oder?
xNec
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Re: Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon Serafine » 8. September 2019, 11:25

Schaben gehören mit Sicherheit zu den einfachsten Futtertieren. Viele Arten können keine glatten Oberflächen hochklettern, fressen praktisch alles, zirpen nicht, stinken nicht und vermehren sich recht fix.

Ich züchte Dubias in kleinem Stil, die brauchen zwar 4-6 Monate um geschlechtsreif zu werden, aber dafür sind sie lebendgebährend und jedes Weibchen wirft 30-40 Junge alle 4 Wochen, ab einer gewissen Popultion rechnet sich das. Man sollte nur sehen, dass das Becken/die Kiste groß genug ist und die Lüftung passt (damit nichts schimmelt und v.a. die Schaben nicht ersticken, wenn sie eine bestimmte Populationsgröße überschreiten) und den Bestand der Männchen einigermaßen klein halten (sonst fangen sie an zu kämpfen). Kaninchenfutter eignet sich hervorragend (weil haltbar), aber die fressen auch praktisch alles andere (v.a. Essensreste). Vorsicht beim verfüttern von gespritztem Obst & Gemüse - die Schaben überleben das wahrscheinlich, die Ameisen nicht.
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Re: Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon Safiriel » 8. September 2019, 21:15

Hallo xNec,

Bei so kleinen Kolonien lohnt sich tatsächlich noch keine Futtertierzucht. Trotzdem kann es nicht schaden, vorbereitet zu sein.

Das Futter meiner Camponotus herculeanus, immerhin eng mit deinen Camponotus verwandt, brühe ich nicht ab, sondern friere es nur ein. Ich bilde mir ein, dass sie das lieber mögen.
Stubenfliegen und Spinnen scheinen deren Leibspeise zu sein, sind aber nicht immer verfügbar.

Frisch verwende ich auch Drosophila, gerade bei kleinen Kolonien kommen die besser an, als große Insekten.
Mehlwürmer waren nicht beliebt, Pinkymaden schon eher - wobei ich die zu Fliegen werden lasse und dann einfriere.
Was gern genommen wird und keine Arbeit macht sind Mückenlarven, die ich beim Tierfachgeschäft gefroren kaufe. Die werden in ein Sieb gegeben, mit Wasser abgespült bis sie nicht mehr gefroren sind, und verteilt.
Mit Shrimps bin ich vorsichtig geworden. Vor einiger Zeit hab ich das mal versucht, sie haben es geliebt, und kurze Zeit später hatte ich einen Berg toter Ameisen auf dem Müllhaufen. Es kann Zufall sein, aber seither bin ich damit vorsichtig.
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Re: Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon Ejoy » 9. September 2019, 09:09

Ich nehme auch Schokoschaben momentan. Die kann man im Internet bestellen, kosten 4-5 Euro und sind dann so 250 Schaben. Einmal mit gutem Zeug füttern (Gemüse etc.) und dann alle einfrieren. Das reicht für das ganze erste Jahr. Nächstes Jahr musst du dann vielleicht zweimal bestellen.
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Re: Proteinquelle: Anfänger sucht Tips

Beitragvon xNec » 10. September 2019, 06:40

Werde ich machen. Danke für den Hinweis auf die Schaben
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