Ameisen daheim. Welche Art?

Hausameisen und ihre Bekämpfung
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Speeb
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#1

Beitrag von Speeb » 12. September 2019, 15:50

Hallo zusammen,

wir wohnen seit März diesen Jahres in einem Mietshaus mit Garten. Vor 2 Wochen haben wir neue Mitbewohner entdeckt. Am Morgen krabbelten etliche Ameisen über den Boden im Kinderzimmer im ersten Stock.

Wir waren total überrascht, da es so viele waren und am Abend zuvor noch alles "normal" war.

Ich versuchte sie aufzuregen und rauszubefördern, was aber aufgrund der Aktivität und Anzahl nicht gelang.

Musste dann auch schnell zur Arbeit. Als ich heim kam hatte die Dame des Hauses schon Köderdosen aufgestellt, für die sich die Tierchen erst nicht zu interessieren schienen. In der Nacht jedoch wagte ich einen Blick und entdeckte eine Straße aus der Fußbodenleiste zum Köder.

Bald Ruhe dachte ich und tatsächlich, am nächsten Tag waren nur noch vereinzelte zu sehen, die sich aufnehmen und rausschmeißen ließen.

Bis vor paar Tagen dachte ich wir seien sie los, doch als ich dann im Keller etliche tote Ameisen in Spinnennetzen entdeckte beschlich mich ein Verdacht.

Kurz an die Fußbodenleiste im Keller getreten und das große Krabbeln ging los. Schnell die Köderdosen runtergeholt und abgewartet. Am Abend des nächsten Tages wieder paar Tote auf dem Fußboden aber wenn ich mit dem Fuß die Leiste traktiere kommen immer noch etliche raus. Auch in unserer Sauna (ist bisher nie in Benutzung gewesen) müssen sie aktiv sein, da wir dort wegen Silberfischen eine Klebe Falle aufgestellt hatten und die Ameisen dort festklebten.

Das Foto im Anhang stammt von einer festgeklebten.

Könnt ihr anhand des Bildes sagen, um welche Art es sich handelt? Ameisen im Garten, kein Problem und super nützlich. Aus dem Haus möchte ich sie aber wirklich loswerden :/.

Danke im Voraus für eure Hilfe.

Viele Grüße

Speeb
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Ameisenstarter

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#2

Beitrag von Ameisenstarter » 12. September 2019, 17:22

Hallo und herzlich willkommen im Forum Speeb.

Hierbei handelt es sich ziemlich sicher um Lasius brunneus. Die Art nistet sich gerne in Holzbalken etc. ein und kann Schäden an der Bausubstanz verursachen (das dürfte wohl eher den Vermieter interessieren). Ob die Bekämpfung mit Köderdosen klappt ist nicht sicher. Ich selbst habe im Badezimmer diese Art und im Frühjahr werden sie aktiv. Wenn es soweit ist, stelle ich eine Köderdose auf und es werden recht bald weniger Ameisen. Trotzdem ist die Kolonie immernoch da, die Königin kann mit dem Gift nicht getötet werden, da die Arbeiterinnen sterben, bevor sie zur Königin gelangen. Entsprechend kann ich den Befall nur mindern, aber nicht komplett besiegen.


Für eine sichere und erfolgreiche Bekämpfung könnte ein Kammerjäger nötig sein.



Liebe Grüße :)


Das Thema verschiebe ich in unser Unterforum für Hausameisen.

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#3

Beitrag von DerTyp » 12. September 2019, 17:24

Hallo,
Hier handelt es sich ziemlich sicher um Lasius brunneus. Diese Art ist als Schädling bekannt und leider Schwer loszuwerden. In der Regel nutzen sie aber Bestehnde Schäden (z.B Wasserschäden) um sich anzusiedeln. Bald dürften sie eh In Winterruhe für 6 Monate sein, da habt ihr erstmal eure Ruhe.

Speeb
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#4

Beitrag von Speeb » 12. September 2019, 18:33

Hallo zusammen,

ich danke euch für eure Beiträge.

Nun weiß ich zumindest mit wem ich es zu tun habe. Wir haben die Köderdosen von Neudorff mit Spinosad. Scheint angenommen zu werden, allerdings las ich, dass Spinosad chemisch instabile sei als Fipronil.

Laut einigen verschmäht Lasius Brunneus aber Fipronilköder. Stimmt das wirklich? Der Wirkstoff sollte doch eigentlich nicht erkennbar sein sondern eher der Köder (als Lockmittel).

Meinem Vermieter hatte ich schon mal Bescheid gegeben, nach dem Auftreten im 1. OG.

Ihm war dahingehend nichts von Vormieter bekannt, wobei ich mir denke, dass die Tierchen schon länger dort siedeln müssen.

Wie würdet ihr weiter vorgehen. Das Haus ist alt und hat viele Ritze und Spalten.

Ich möchte mich nicht mit dem Gedanken anfreunden im neubezogenen Haus bald in jedem Stockwerk und Raum auf zahlreiche Ameisen zu treffen.

Über weitere Tipps bin ich euch immer dankbar.

Liebe Grüße

Speeb

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#5

Beitrag von Speeb » 14. September 2019, 13:16

Hallo nochmal,

Aufgrund des Wochenendes habe ich mich nochmal genauer im Keller umgesehen. Die Ameisen sind immer noch da, trotz einiger Toter auf dem Kellerboden.

Ich habe nun beobachtet, dass sie ihre Toten an einer Stelle aus der Fußbodenleiste tragen (S. Foto).

Soll ich dieses Loch verschließen oder dort eventuell Gel einspritzen?

Danke für eure Tipps im Voraus.



Speeb
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#6

Beitrag von Safiriel » 14. September 2019, 13:39

Das ist doch schon ein gutes Zeichen, wenn sie Tote raustragen.
Eine weile würde ich es noch beobachten, durch den Müllhaufen siehst du ja auch, ob noch Tote rausgetragen werden.
Auf Dauer wäre es ratsam, die Schäden im Baumaterial zu reparieren, allein schon damit sich nicht bei der nächsten Gelegenheit die nächste Kolonie im alten Nest ansiedelt.
Ist das nicht möglich, ist ein Verschluss aller Eingänge das Mittel der Wahl.

Speeb
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#7

Beitrag von Speeb » 18. September 2019, 07:42

Hallo zusammen,

danke Safiriel für deine Antwort.

Wollte ein kurzes Update geben:

Habe nachdem ich einen Tag nach meinem letzten Post wieder vermehrt Ameisen im Keller sah die Fußbodenleisten abgemacht und darunter etliche Tote und auch einige lebendige Exemplare gefunden, die dann wild in alle Richtungen rannten.

Staubsauger raus, alle eingesaugt und Beutel entsorgt. Zusätzlich noch ein Ködergel mit Imidacloprid und Bitex im Raum ausgebracht.

Am nächsten Tag lagen nochmal einige Tote Ameisen IM Gel. Nestwirkung schätze ich daher = Null.

Dennoch habe ich jetzt seit 2 Tagen keine einzige Ameise mehr gesehen und die neuen Gelspuren scheinen auch unberührt.

Denkt ihr ich könnte Erfolg gehabt haben oder freue ich mich zu früh.

Viele Grüße

Speeb

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