Messor cephalotes Haltungsbericht

Unterfamilie: Myrmicinae
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Erne
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#1 Messor cephalotes Haltungsbericht

Beitrag von Erne » 7. Januar 2020, 22:44

Messor cephalotes

Die von Euch die meine Haltungsberichte mitlesen, wird es nicht erstaunen, Messor-Arten hatten schon immer einen Focus in meiner Ameisenhaltung.
Ein paar einfache Haltungsbedingungen umgesetzt, ist mir noch keine Messor untergekommen, die sich als anspruchsvoll erwiesen hat.
Voraussetzungen, das Temperaturen und Feuchtigkeiten passen, lief es.
Ameisen die durchaus auch ohne ständige Betreuung überleben, Urlaubs geeignet sind.

Natürlich, damit die Haltung gelingt, ist eine gesunde, begattete Königin unbedingte Voraussetzung.
Es ist immer ein unkalkulierbares Wagnis eine Königin zu erwerben und den Versuch einer Haltung anzugehen.
Wie in unzähligen Beiträgen in den Foren nachzulesen, ergeben sich Probleme, die darauf zurückgeführt werden, mit einer nicht begatteten Königin die Haltung angefangen zu haben.
Das kann durchaus zutreffen, schwer, eher nicht machbar, das von Haltungsfehlern abzugrenzen.

An die 400€ für ein kleines Volk dieser Art, angeboten mit 3 - 4 Arbeiterinnen plus Königinnen, sowas kann nur ein Verrückter kaufen.


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#2 Messor cephalotes

Beitrag von Erne » 9. Januar 2020, 11:16

Messor cephalotes eine Haltung nimmt ihren Anfang

Verrückter könnte auch mit Ameisenliebhaber gleichgesetzt werden.
Wie auch immer, zu diesen Verrückten kann ich mich jetzt auch zählen.

Anfang Dezember ging sie los meine Haltung von Messor cephalotes
  • Königin
  • 3 Arbeiterinnen
  • eine kleinere Puppe
  • eine kleinere und eine mittelgroße Larve
2 der Arbeiterinnen mit einer Größe die mich arg daran zweifeln ließen, dass es noch Pygmäen waren.
Mal schauen was wird.

Das Reagenzglas in dem sie geliefert wurden, ist auch heute noch ihr zu Haus.
Als besonders passend stellte sich das nicht heraus.

24- 25°C in einer kleinen Box führten schnell dazu, dass es im Reagenzglas trotz Wassertank, zu trocken war.
Anfangs hatte ich die Reagenzglasöffnung mit einem Holzstopfen verschlossen, mit einem Durchgang wo die Ameisen gut durch passten.
Behelfsweise ist das Reagenzglas jetzt mit einem größeren Wattestopfen verschlossen, auch wieder mit einem Durchgang für die Arbeiterinnen.
Der Wattestopfen ragt zu 2 Dritteln aus dem Reagenzglas, zweck der Übung, Befeuchtung.
Jeden Tag wird die Watte komplett durchtränkt.
Ist reichlich mühselig, allerdings momentan nicht besser zu machen.

Die ständigen Wassergaben zeigen auch Wirkung am Wattestopfen, Verfärbungen.
Wattestopfen.jpg
Wie auch zu sehen, schon wenige Messor cephalotes Arbeiterinnen können schon ordentlich Schweinerei machen.
Unordnung.jpg
Die dicke ist oftmals dabei zu beobachten wie zum Wattestopfen kommt um zu trinken.
Messor cephalotes  Königin.jpg
Was mir noch nie untergekommen ist bei Messor, bzw. beobachtet werden konnte, die Königin zerkaut Körner.

6 Tage nach erhalt, was für eine Freude, Nachwuchs, die Puppe ist geschlüpft.
Noch erfreulicher, die Königin hat mit der Eiablage begonnen.
Messor cephalotes _1.jpg
Messor cephalotes Eier.jpg
Alles in allen kein schlechter Start.

Wie sieht es heute aus?
Etwa 10 Eier sind es geworden, teilweise sind daraus schon Larven geschlüpft die sich zügig entwickeln.
Messor cephalotes _2.jpg
Ganz anders die beiden mitgelieferten Larven, da tut sich nichts.
Messor cephalotes Larven.jpg
Die sehen so aus wie ich Larven von Messor barbarus in der Winterruhezeit beobachten konnte.
Kein Wachstum, Erscheinungsbild, schlaf und eingefallen.

Ein immer wichtiges Thema Futter.
Im Wesentlichen besteht das aus verschiedenen Körnern, gut geeignet Körnersammlungen für kleine Ziervögel.
Körner.jpg
Leinsaat, Hirse rot, Hirse gelb, Hirse weiß, Hafer
Die sich, mit einem Löffel, auf einer harten Unterlage gut zerdrücken lassen.
Körner zerdrückt.jpg
Wichtig für kleine Völker mit nur wenigen Arbeiterinnen.

Ergänzt durch Insekten als zusätzliche Eiweißversorgung.
Was sie mögen und verwerten ist bei noch wenigen Ameisen schwierig abzuklären, sie sammeln alles ein was nicht zu groß ist.
Später wird überwiegend wieder entsorgt.
Fruchtfliegen die gehen.
Fliegen.jpg
Im Vergleich zu normalen Fliegen, gut sichtbar wie klein die sind.


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#3 Messor cephalotes Haltungsbericht

Beitrag von Erne » 15. Januar 2020, 17:38

Die Larven die aus den Eiern geschlüpft sind, welche von der Königin nach Erhalt gelegt wurden, haben sich gut entwickelt.
Etwa an die 8 neue Eier sind dazu gekommen.

Messor cephalotes _3.jpg

Die große Larve ist die welche mitgeliefert wurde.
Keine Veränderung oder Wachstum erkennbar.

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#4 Messor cephalotes Haltungsbericht

Beitrag von Erne » 18. Januar 2020, 10:58

Messor cephalotes der Nachwuchs entwickelt sich

Die erste Larve hat sich verpuppt.
Messor cephalotes  _5.jpg
Daraus resultierende Entwicklungszeiten:
  • Ei 12 Tage
  • Larve 28 Tage
Die Larvenanzahl lässt sich nicht klar zählen, etwa 8 größere und noch einige kleinere.
Die Anzahl der Eier ist unübersichtlich, darauf passt die Königin besonders auf.
Messor cephalotes  _6.jpg
Nur mit der großen mitgelieferten Larve geht es nicht voran, sieht so aus, das sie es nicht mehr lange macht.
Messor cephalotes  _7.jpg
Die Temperatur liegt weiterhin bei 24 – 25°C.
Ihr Futterangebot wurde mit zerkleinerter Walnuss, zerkleinerten Sonnenblumenkernen und Leinsamen erweitert.
Kleine zerteilte Heimchen, in ganz geringer Menge, gehen jetzt auch.

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