Solenopsis fugax ~ Haltungsbericht

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Re: Solenopsis fugax ~ Haltungsbericht

Beitragvon Unkerich » 16. September 2017, 18:31

Hallo zusammen,
Es geht allen Kolonien gut, und sie entwickeln sich.
Alle Kolonien haben momentan einen recht großen Larvenberg. Auch einige Puppen sind mittlerweile vorhanden.
Allerdings gibt es bei keiner der Kolonien neue Eier. Das wundert mich etwas.
Nach dem die ersten Pygmäen da waren, folgte bei jeder Kolonie ein weiteres Gelege, aus dem sich auch viele Larven entwickelten, aber das wars dann auch. Diese Larven haben jetzt alle etwa Verpuppungsgröße erreicht, neue Eier kamen nicht hinzu.
Die beiden gemeinsam gründenden Gynen vertagen sich nach wie vor super, und ihr Larvenberg ist, verglichen mit dem der Anderen, deutlich größer.
Alles in allem scheint mir die Entwicklung aller Völker doch etwas schleppend, zu einem richtigen Wachstumsschub kam es bisher nicht, und die Larven entwickelten sich auch recht langsam.
Evtl. war es ihnen mit 21-23 Grad Celsius einfach zu kühl, um sich ordentlich zu entwickeln.
Da es dieses Jahr ja bereits auf die Winterruhe zu geht, werde ich dieses Jahr wohl eher nicht mehr heizen, aber ich denke nächstes Jahr werde ich ihnen mal etwas höhere Temperaturen gönnen.
Insbesondere Zuckerwasser wird deutlich mehr angenommen als ich erwartet hatte. Die kleinen Tiere nehmen beinahe genausoviele Kohlehydrate zu sich, wie eine zahlenmäßig gleich große Lasius niger Kolonie :huh:
Weiter werden auch alle Arten von Insekten akzeptiert, am beliebtesten sind aber tatsächlich Puppen anderer Arten.
Dabei ist mir aufgefallen, dass Kokonpuppen nicht etwa ausgefressen werden, sondern erst aus der Hülle „gepellt" und dann erst zerlegt werden.


Der Duskussionsthread: topic55327.html


LG :)
Dateianhänge
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Gepellte Lasius niger Puppe als Nahrung (03.08.2017)
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Bild vom 03.08.2017
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Foto von heute
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03.08.2017
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03.08.2017
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Steckmooskolonie (16.08.2017)
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Arbeiter am Zuckerwasser
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Re: Solenopsis fugax ~ Haltungsbericht

Beitragvon Unkerich » 3. Juni 2018, 00:59

Herzlich willkommen zum ersten Update 2018!

Die Kolonien haben soweit gut die Winterruhe überstanden, jedoch sind die Wassertanks weitestgehend ausgetrocknet, was die Kolonie mit zwei Gynen scheinbar dazu bewegt hat, in diesen umzuziehen.
Die Auswinterung fand bei zwei Kolonien etwa Mitte April statt, da das Wasser, wie bereits erwähnt, zuneige ging. Seit dem hat sich die Brutmenge deutlich erhöht, was mich hoffen lässt, dass diese Saison erfolgreicher als die Letzte werden könnte.
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Brut mitte Mai


An die Reagenzgläser der polygynen Kolonie sowie einer Weiteren wurde ein Gipsnest angeschlossen, welches aber von keiner der Kolonien bezogen wurde. Nur sehr vereinzelt kann ich mal eine Arbeiterin beobachten, wie sie den Müll in eine möglichst tief im Nest gelegene Kammer transportiert :rolleyes:
Dazu war das Nest nun eigentlich nicht gedacht, aber die Kleinen haben eben ihren eigenen Kopf, immerhin wissen sie irgendetwas mit den Nestern anzufangen. Interessant ist, dass dieses Verhalten bei beiden Kolonien zu beobachten ist.

Das „Steckmoosvolk“ ist Entwicklungstechnisch noch etwas hinten dran, was aber an mir liegt, da ich es ein wenig später ausgewintert hatte. Über den Winter wurden allerdings viele kleine Gänge durch das Substrat gegraben, waren sie etwa bei gerade mal 8 °C auf Nahrungssuche? :huh:

Wie denn auch sei, Nahrung wird von allen Völkern gut angenommen, Krullfliegen, Heimchen und Mehlwürmer werden ebenso wie Brut anderer Ameisen (was der natürlichen Ernährungsweise entspricht) wunderbar angenommen. Besonders beliebt scheinen kleine Spinnen zu sein, die sofort zerlegt und, wenn möglich, abtransportiert werden.
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Die Beine einer Hauswinkelspinne werden an die Larven verfüttert

Zudem kommen kleine Tröpfchen Zuckerwasser wunderbar an.
Das im letzten Update beschrieben „Pellen“ der Puppen konnte ich in diesem Jahr übrigens seltsamerweise nichtmehr beobachten, stattdessen wurden kleine Gänge in die Puppen gebohrt, und diese dadurch innerhalb kürzester Zeit leer gefressen. :borg_ani:


Das war’s auch schon wieder, ich hoffe, dass dieses Jahr eine konstantere Entwicklung stattfinden wird!


Der Diskussionsthread: topic55327.html




LG :)
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Re: Solenopsis fugax ~ Haltungsbericht

Beitragvon Unkerich » 16. Juni 2018, 15:18

Hi,
Heute mal ein kleines Update, in erster Linie mit Fotos.
Ich berichtete im letzten Update ja davon, wie die S. fugax Löcher und Gänge durch die als Nahrung dienenden Puppen frassen, was nun auf diesem Bild schön zu erkennen ist. Viel übriggelassen haben sie nicht :rolleyes:
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Zudem hat die Aussenaktivität in den letzten Tagen massiv zugenommen, sowohl bei Zuckerwasser als auch Proteinen scheinen sie, in Relation zur Koloniegröße, sehr großen Bedarf zu haben
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Insbesondere bei der gelegentlichen Fütterung mit Puppen anderer Arten, ist eine sehr zügige Rekrutierung zu beobachten.
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Die Brutmenge beider Kolonien nimmt im Übrigen weiter zu, es werden weiterhin neue Eier gelegt. Bin gespannt, wieviele Arbeiter sie zum Ende des Jahres haben werden.
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Interessant ist auch, dass sie keinerlei Probleme mit Licht zu haben scheinen, wird die Abdeckung vorsichtig entfernt, ist keinerlei Reaktion darauf zu beobachten.
Außerdem wurde der Nesteingang mit vielen kleinen Partikeln derart verkleinert, dass er mit dem bloßen Auge nichtmehr auszumachen ist. Es wirkt, als kämen die Tiere einfach aus der Wand herausgekrochen :huh:

Zu guter Letzt möchte ich noch ein Foto der Steckmooskolonie hinzufügen, auch hier sind mittlerweile neue Eier gelegt worden, von denen einige sogar bereits geschlüpft sind. Natürlich muss die aber immernoch einiges aufholen, um mit den beiden anderen Völkern mithalten zu können.
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Liebe Grüße :)
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