Ytong-Nest mit externem Wassertank

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Ytong-Nest mit externem Wassertank

Beitragvon Alimato » 27. Februar 2013, 23:41

Hi,

Vorgeschichte:
da ich ab übernächster Woche wiedermal länger Unterwegs sein werde, musste ich mir die Frage stellen, ob ich die Ameisen bis ende April im Kühlschrank Winterruhe halten lassen oder ob ich sie lieber jetzt schon ausquartiere.

Kurz um;Als ich einen zuverlässigen Pfleger/Aufpasser gefunden hatte, habe ich mich entschieden sie bereits jetzt aus der Winterruhe zu holen. Allerdings kann die Person nur max. zweimal die Woche nach meinen Ameisen schauen, was zwar Nahrungstechnisch kein Problem sein sollte, aber bezüglich der Wasserversorgung, ist mir das dann doch zu unsicher.
Sowohl für Messor barbarus als auch für Formica rufibarbis ist bereits gesorgt, da beide bereits ein Trocken/Feucht-Nest bewohnen, welches nur einmal im Monat mit Wasser befüllt werden muss.(Siehe hier:Trocken/Feucht-Nest)
Auch meine Lasius flavus dürften keine Probleme bekommen, da sie immer noch ein Rg mit noch vollem Wassertank bewohnen.

Lediglich für eine Kolonie Camponotus herculeanus musste wieder eine Nest-Lösung mit Wassertank her, da der Wassertank im Rg bereits leer ist.
Naheliegen und einfach wäre natürlich einfach ein neues Rg bereitzustellen, aber als ich in meinem Keller nach einem ungenutzten Rg suchte (hab keins mehr) ist mir stattdessen ein altes Ytong-Nest mit externem Tank wieder in die Hände gefallen, welches ich schon ganz vergessen hatte.

Und da sich dieses Nest bereits früher für eine Kolonie Lasius cf. niger bewährt hat, möchte ich es hier kurz vorstellen.

Ytong mit externem Wassertank

Es handelt sich um ein übliches Ytong-Nest(die rote Farbe kommt von Seramis-Staub) mit einem Wassergraben, allerdings war es in der ersten Saison, in der ich das Nest benutzt habe oft so heiß in meiner Wohnung, dass ich zum Teil täglich das Nest befeuchten musste oder es regelrecht durchnässen musste um wenigstens 2-3 Tage Ruhe zu haben.
Also musste ein Wassertank her. Und die Lösung war überraschend einfach und effizient.
Einfach einen leeren Q-tipp Behälter mit zwei Bohrungen versehen. Eine Bohrung zum befüllen, die andere Bohrung mit Watte versehen (in Richtung Ytong natürlich), anschließend noch den Deckel mit Silikon verschließen und das ganze ebenfalls mit Silikon am Ytong befestigen(ja das hält) und fertig.
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Bei der Erstbefüllung ist es hilfreich den Ytong ebenfalls noch durch den Wassergraben zu befeuchten, da sonst der trockene Ytong den Tank bereits innerhalb einer Woche leert, ist der Ytong aber erstmal leicht befeuchtet, hält sich der Wassertank gute drei Wochen.


Zugegeben schön ist es jetzt nicht gerade geworden, aber das Prinzip funktioniert hervorragend und bestimmt lässt sich dieses Konzept auch in optisch ansprechender Weise umsetzten.

Vielleicht findet der Eine oder Andere für diese Idee ja in seinem nächsten Ytong-Nest Verwendung.

lg Alimato
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Alimato
 


AW: Ytong-Nest mit externem Wassertank

Beitragvon DermitderMeise » 1. März 2013, 23:09

Schöne Sache! Mit Seitenblick auf dieses Thema: hier ist die Bezeichnung "Wassertank" verdient! :) (werde mich dort auch noch äußern, bin gerade ziemlich eingespannt)
In der kommenden Saison werde ich ein wenig mit Vogeltränken experimentieren, da ist es gut zu wissen dass so ein Vorrat entsprechend lange reicht.
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