Bauanleitung eines externen Neblers

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Bauanleitung eines externen Neblers

Beitragvon DarkZark » 29. Mai 2005, 13:12

So hier stelle ich meinen externen Ultraschallnebler vor (hab ich zwar bereits einmal, aber noch nicht in diesem Forum :P):

Bild


Der Nebler soll dosiert für eine Veränderung der Luftfeuchtigkeit sorgen und vor allem meinen Tillandsien zu einem besseren Wachstum verhelfen (die Dosierung ist noch in der Erprobung).
Ursprünglich wollte ich den Nebler in dem geplanten Wasserlauf im Becken platzieren, aber nachdem ich gesehen habe, wie das Teil spritzt, hab ich mir etwas neues einfallen lassen...


Benötigtes Material:

-ein geeigneter Behälter (Preis und Behälterbezeichnung siehe unten)
-Aquarienluftschlauch (ca. 1,50€)
-Aquarienwasserschlauch (ca. 1,50€)
+ passende Verbindung (ebenfalls Aquarienbedarf) (ca. 2,50€)
-Ein Ultraschallnebler (hier wichtig: mit Steckleitung) [Kosten: ca. 15€ (eBay)]
-Aquarienluftpumpe (ca. 10€)


Prinzip:

Das Wasser (wenn möglich kalkarm, nicht destilliert) wird durch den Nebler im Behälter zu Nebel zerstäubt. Der Nebel wird durch einpumpen von Luft aus dem Auslassventil über eine Schlauchverbindung ins Terrarium gepumpt.


Sicherheitshinweise:

Da mit Wasser UND strombetriebenen Geräten hantiert wird, nur ins Wasser greifen wenn kein Gerät eingeschaltet ist. Die Geräte sind zwar weitestgehend abgeschirmt, aber Fehlfunktionen können vorkommen.
Die Pumpe darf nicht so eingebaut werden, dass sie mit Wasser vollgepumpt wird (Schläuche u.a. deswegen leicht durchhängen lassen)!


Zusammenbau:

Ich habe mich bei meinem Neblerbehälter für eine EMSA Clip & Close Box (1,6l Fassungsvermögen; Preis ca. 5€) entschieden.
Diese Box hat folgende Vorteile: Der Deckel ist sehr steif und wird durch vier Arretierungen auf der Box gehalten. Dadurch können die in den Deckel eingebauten Zuleitungen nicht durch ein ungeschicktes Deckelöffnen und daraus resultierende Biegung des Deckels ausreißen. Außerdem ist die Box absolut dicht!

Der Deckel wird mit drei Löchern versehen, entsprechend dem Durchmesser des Luftschlauches ,
dem Dichtungsring des Neblers (mein Standardnebler hat so etwas, ansonsten muss in diesem Punkt improvisiert werden) und dem Durchmesser des Auslassventils.

Alle Löcher besser etwas zu klein bohren, dann brauchen Schläuche und Ventile nur eingesteckt zu werden und halten sicher (blauer Schlauch: Luftschlauch; geriffeltes Ventil: Nebelauslassventil; schwarzes Kabel: Neblerstromversorgung mit Dichtung).

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Da Steckdosenstecker und Nebler einen zu großen Durchmesser haben, ist es wichtig, dass das Kabel mit einer Steckverbindung versehen ist (wenn nicht muss wiederum improvisiert werden).

Bild


Auf dem folgenden Bild sieht man den geöffneten Deckel mit allen notwendigen Versorgungsschläuchen und Kabeln.
Außerdem sieht man den um die Box herumlaufenden Luftschlauch (lang und leicht durchhängend um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in die Pumpe eindringt) der an die Luftpumpe (der graue Kasten unten links) angeschlossen ist. Die Luftpumpe ist, um alles kompakt zu halten, mit Kabelbindern an dem Wassertank befestigt.

Bild


Das ist der Nebler zusammengesetzt und in Betrieb, allerdings ist zu Demonstrationszwecken die Luftpumpe nicht eingeschaltet.
Im Tank ist deutlich Nebel zu erkennen, austreten tut dieser aber kaum.

Bild


Im Vergleich dazu der Nebler mit zusätzlich eingeschalteter Pumpe. Es tritt eine große Nebelmenge aus.

Bild


Der Nebel wird über den Aquarienwasserschlauch ins Innere des Terrariums geleitet. Zu beachten ist dabei, einen relativ kurzen Weg einzuhalten und wenig Schlauchknicke zu verursachen, da sich dadurch in der Verbindung zu viel Kondenswasser bilden kann und die Nebeltätigkeit eingeschränkt wird.

Bild


Weitere Bilder sind in folgendem Thread einzusehen:

http://ameisenforum.de/showthread.php?t=2849

Erfahrungen und Tipps:

So, nach nun mehr einem 3/4 Jahr Testphase, werde ich diesen Unterpunkt einrichten...

Zur Nebler-Membrane:
Ich habe den Nebler jeden Tag ca. eine 3/4h laufen und die Membran macht noch immer nicht den Eindruck gewechselt zu werden. Also mit dem Berliner Wasser (keine Ahnung wie das mit anderem Wasser ist) kann man so eine Membrane bestimmt fast ein Jahr betreiben.

So ein Ersatzteil kostet ungefähr 5€ aufwärts, aber wie gesagt, bisher musste ich noch nicht wechseln.


Zur Schlauchzuleitung:
Wenn man die Möglichkeit hat sollte man eventuell darüber nachdenken einen größeren Schlauchquerschnitt zu nehmen, dadurch bekommt man das Becken schneller zugenebelt und die "Nebelverluste" durch Schlauchbiegungen und Wandkontakte werden minimiert.

Direkt unter den Nebelauslasser im Becken sollte man einen Stein oder ähnliches legen, da dort ca. alle 3-5min ein Tropfen Kondenswasser in das Becken tropft. Dadurch kann dann der Sand nass werden und in nassem Sand kann, wie bekannt, gegraben werden.

Ich werde unter die Zuleitung demnächst einen Wasserlauf (Link mit Bildern folgt wenn es soweit ist) platzieren, dann sollte auch das Substrat trocken bleiben.


Zum Wassertank (EMSA Clip & Close Box (1,6l Fassungsvermögen)):
Bisher hab ich damit keine Probleme gehabt ich muss allerdings ca. alle 3-4Tage den Nebler im Behälter neu ausrichten, damit er in der optimalen Wassertiefe arbeiten kann.
Man kann dies umgehen, in dem man größere und weitere Gefäße verwendet. Auch dazu sollte man im EMSA-Programm etwas finden können.
DarkZark
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