Exoten als Anfänger?

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Beitragvon Frame » 26. Juli 2005, 03:24

Gerade bei Vogelspinnen gibt es auch so einiges zu beachten!
Angefangen hat es bei mir mit Brachypelma vagans und ging dann bis zur Teraphosa leblondie...
Die hat mich dann am ende Wahnsinnig gemacht, egal wie groß das Becken war Tag ein Tag aus sprang sie vor die Scheibe.
Solange bis ich sie abgegeben habe an einem der Händler ist und auch da hat sie weitergemacht!
Man muss auch mal sagen das man nicht immer glück hat mit den Tieren die man kauft, manchmal sind halt einige "daneben"!
Obwohl ich eine hohe Luftfeuchte hatte konnte man dennoch sehr gut erkennen wass im innern des Terrariums geschah.
Aber mal abgesehen davon, die haltung von Exoten, ob Spinne, Scorpion, Fische oder Ameisen ist in unseren breiten halt immer etwas schwieriger und mit mehr arbeit verbunden.
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Beitragvon moglie » 26. Juli 2005, 07:46

Also ich habe mit Atta angefangen, und mir sind immer die Lasius niger weggestorben.
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Beitragvon Commander Spock » 26. Juli 2005, 08:30

Nun würdet ihr sagen, dass Camponotus barbaricus eine Anfängerart ist oder nicht?
(Das ich Camponotus barbaricushalten will liegt übrigens nicht daran, dass sie aus Spanien kommen, sondern daran, dass sie mir von der Optik her einfach am besten gefallen (auch von der Größe her), und ich glaube irgendwo sogar gelesen zu haben, dass diese Art mittlerweile auch in Deutschland vorkommt.)
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Beitragvon SehtGecko » 26. Juli 2005, 09:28

was gibt es alles so für anfängerarten? kann mal jemand welche nennen?
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Beitragvon K Kris » 26. Juli 2005, 09:52

Anfängerarten: Lasius niger, Lasius flavus, Myrmica rubra. Ich würde noch definitiv Tetramorium caespitum nennen und vielleicht auch Camponotus herculeanus.
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Beitragvon jensiboy » 26. Juli 2005, 10:32

Hmm, spock wie kommts nur das die langsam auch in Deutschland vorkommen?. Die werden ja dann wohl eingeschleppt worden sein. Ameisen sind doch ne ganz andere lebensform als Skorpione da gibt es doch nen ganz schönen Unterschied.
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Nicht vergessen!

Beitragvon Wiseman » 26. Juli 2005, 12:02

Etwas sollte bei der ganzen Überlegung, exotische Ameisenarten zu halten auf gar keinen Fall vergessen werden:

Falls euch eine Kolonie irgendeiner exotischen Art entkommt und es schafft, sich zu einer invasiven Art zu entwickeln, dann werdet ihr für die daraus entstehenden Schäden zur Verantwortung gezogen. Das deckt keine Haftpflichtversicherung ab, auch keine Tierhaftpflicht, da diese, soweit ich weiß, keine Ameisen berücksichtigt.

Es würde schon reichen, wenn ihr eine als Pheidole sp. bezeichnete Kolonie kauft und diese euch eines nachts entkommt, um sich irgendwo in eurem Haus einzunisten.

Blöderweise habt ihr von den über 900 Pheidole-Arten eine erwischt, die überaus anpassungsfähig und auch noch stark polygyn und polykalisch ist. Da die Bedingungen wie Temperaturen und Feuchtigkeit einigermaßen stimmen und es reichlich Futter gibt, wächst die anfangs kaum zu bemerkende Kolonie recht schnell heran.
An warmen Sommerabenden schwärmen die Geschlechtstiere, paaren sich zwangsläufig untereinander und lassen sich überall in der Nachbarschaft nieder.

Der größte Teil der Weibchen wird sicherlich gefressen, doch eine schafft es tatsächlich, sich im Haus eures übernächsten Nachbarn einzunisten. Auch diese Kolonie wächst schnell und einen oder zwei Sommer später schwärmen auch dort die Geschlechtstiere.
Natürlich wurde die Plage inzwischen längst bemerkt, doch die Bemühungen der Kammerjäger sind vergeblich, da die Kolonien sich bereits weitverzweigt haben und im gesamten Haus sowie im Wintergarten zu finden sind.

Innerhalb von ein paar Jahren haben die Tiere nahezu jedes Haus in der Nachbarschaft befallen und lassen sich auch nicht von einem harten Winter abschrecken, da die Häuser ja schön kuschlig warm sind.
Im Sommer überfallen sie andere einheimische Ameisenarten in den Gärten und rotten sie allmählich aus. Als nächstes sind dann andere nützliche Insekten dran.
Einer euer Nachbarn ist Hobby-Imker und büßt innerhalb eines einzigen Sommers seine drei geliebten Bienenstöcke ein.
Schließlich nach etwa zehn Jahren wächst eine Pheidole-Generation heran, die sich an die kühleren Temperaturen angepasst hat und der auch ein halbwegs milder Winter nicht allzu viel anhaben kann.
Somit breiten sich die Kolonien nun auch langsam in der freien Natur aus und passen sich dabei noch weiter an.
In eurer Heimatgegend kommt es zu einem raschen Schwund von Waldameisen-Nestern. Immer mehr Imker klagen über Verluste unter ihren Bienenvölkern und Wanderer berichten wiederholt von kleinen aggressiven, schmerzhaft stechenden Ameisen, die auftauchen, sobald man sich zum Rasten auf einer Waldlichtung niedergelassen hat.


So, dieses Szenario ist, zugebenermaßen, der sogenannte "worst case", doch unrealistisch ist es keinesfalls. Viele exotische Ameisenarten haben das Potential zu genau so einer Bedrohung zu werden.
Deshalb solltet ihr euch dreimal überlegen, ob ihr unbedingt exotische Ameisenarten halten wollt.
Sollte ein solcher Fall, selbst in abgeschwächter Form, eintreten und ihr werdet als Verursacher ermittelt, könnt ihr euch im wahrsten Sinn des Wortes den Strick nehmen.

Ciao, Wiseman!
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RE: Nicht vergessen!

Beitragvon heldgop » 26. Juli 2005, 14:14

@ wiseman:

können sich Pp denn untereinander paaren? also geschlechtstiere aus der gleichen kolonie?

mfg
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