Camponotus substitutus ssp. - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Formicinae

Camponotus substitutus ssp. - Haltungserfahrungen

Beitragvon Oberst Emsig » 3. Dezember, 2006, 01:11

Bild


Hallo,

nach nun bald 4 Jahren in denen ich mich ein wenig mit einheimischen Arten beschäftigt habe, kaufte ich mir nun eine exotische Art. Meine "Ameisensammlung" war und ist immer nur auf wenige verschiedene Arten beschränkt. Ich hielt bereits Ameisen wie Myrmica sp. und Lasius sp. und habe mit ihnen Erfahrungen gesammelt und so auch schon einige Fehler gemacht. Würde also jedem raten, erstmal ein paar Jährchen mit diesen einheimischen Arten zu verbringen, um zu lernen wie man mit Ameisen umgeht. Da ist ein Ausbrechen oder Sterben einfach nicht so schlimm!

Ich wählte unter den Arten aus Argentinien die Art Camponotus substitutus, weil mir ihr Äußeres sehr gefällt und ihr Lebensraum recht gut nachzustellen ist. Ich verspreche mir außerdem eine unkomplizierte Haltung, wobei ich bewusst aufwendiger zu haltende Arten, die leichter ausbrechen können und mehr Pflege benötigen ausschloss. Ich möchte diese Ameisenart sehr lange halten (d.h. über Jahre), wobei ich nicht hoffe, dass sie mir doch über den Kopf wachsen. Möchte auch die Infektionsgefahr durch fremde Ameisenarten und ihre Untermieter erwähnt haben. Größte Sorgfalt ist also geboten.
Bestellt hatte ich die Königin dieser Art bei Christian Ludwig (Antbreeding) und möchte ihm auf diesem Wege nochmal meinen Dank aussprechen. (verkauft heute keine Ameisen mehr!)


Weitere Halter dieser Art sind bzw. waren:


Hinweis zu den Bildern des Berichts:
Auf manchen Bildern (bes. den frühen Bildern) wurde nicht auf einen korrekt eingestellten Weißabgleich geachtet. Farben können auf diesen Bildern vom Original abweichen (bläulicher Hintergrund; rötliche Ameisen).

Anregungen und Kritik bitte in den üblichen Diskussionsthread:
Zum Diskussionsthread






[size=134]Der Steckbrief zu dieser Art: [/SIZE]Informationen zu Camponotus substitutus


FUNDORT:
Der Fundort liegt weit im Norden in der Provinz Chaco von Argentinien (Südamerika) und dort nicht weit entfernt von der östlich gelegenen Stadt Resistencia (Haupstadt der Provinz). Habe des öfteren mit Christian gesprochen und er konnte mir diese sehr genauen Informationen geben. Dank google Earth konnte ich mir den Fundort sogar per Satellitenbild anschauen.
Hier eine Karte von Argentinien auf der Resistencia im Norden am Fluss Rio Parana verzeichnet ist.
Bild:Argentina map.png - Wikipedia
Und hier nochmal eine Veranschaulichung der Provinzen in Argentinen.
Liste der Provinzen Argentiniens - Wikipedia


KLIMA:
Daraufhin habe ich mir mal ein Klimadiagramm der Region angeschaut.
Klima in Resistencia
Klima und aktuelles Wetter
Im dortigen Sommer (Nov, Dez, Jan, Feb) liegen die Temperaturen bei 20-31°C.
Im Winter (Juni, Juli) liegen sie bei bei 11-21°C

Eine Winterruhe wird die Art wohl nicht benötigen. Ich werde ihren Ryhtmus um ein halbes Jahr verschieben, die Art also in unserem Sommer bei 25-30°C halten und im Winter bei Zimmertemperatur, also bei 19-21°C.
Die Schwankung zwischen Sommer und Winter ist dann zwar stark abgemildert (ich erreiche nur die maximale Wintertemperatur), aber immerhin ist eine Schwankung gegeben.


Das Becken:

Hier habe ich mich von "namahas" Becken inspirieren lassen. Die idee von YTong-Nestern, die teilweise unter dem Sand verschwinden, um dort geringere Temperaturen zu gewährleisten hat mir sehr gefallen.
Hier zur Veranschaulichung ein paar Fotos von meinem Becken:

Formicarium Frontansicht:
BildBildBild

Hier sieht man die Frontseite des Beckens (von Antstore) mit den Maßen 30x20x20cm. Ich habe es recht einfach eingerichtet und hoffe, dass es den Ameisen gerecht ist. An der Frontscheibe sieht man das kleinere von 2 YTongnestern. Es besitzt 2 feuchtere Kammern und eine trockenere.
Das Becken ist durch PTFE und auch Talkum (das PTFE reichte nicht aus), sowie durch einen Deckel mit Gaze abgesichert.


Formicarium Seitenansicht:
Bild

Hier kann man gut die 27mm Öffnung für das spätere Anschließen von weiteren Becken sehen.
Ein Stopfen verschließt sie bei bedarf.


Formicarium Ansicht von Hinten:
Bild

Hier sieht man das größere Nest, welches wohl erst viel später bezogen werden wird. Auch hier ist ein Wassertank eingebaut, so dass die oberen Kammern feuchter sind.
Mir ist bewusst, dass ich die Kammergröße etwas zu groß gewählt habe, gerade weil diese Art doch ein Stück kleiner zu sein scheint, als z.B. Camponotus barbaricus.


Formicarium Seitenansicht:
Bild

Hier nochmal ein Einblick auf die linke Seite des Formicariums.


Formicarium Aufsicht:
Bild

Und zum Schluss noch ein Bild, welches das Formicarium von oben zeigt. Hier kann man auch die Eingänge der Ytong-Nester erkennen, wenn man genau hinschaut. Sie sind seitlich eingearbeitet.
Das Reagenzglas der Königin soll in die Mitte des Beckens gelegt werden.




Haltungsbericht:



2.12.2006 - Sie ist da! (Haltungsstart)

Meine Camponotus substitutus Königin kam heute bei mir an. Sie war hervorragend verpackt und sitzt bereits in einem sauberen RG mit Wassertank, so dass ich kein neues anbieten brauchte! Schöner Service...
Das Tier ist noch schöner als auf den Fotos die ich bisher sah. Ihr müsst für Fotos erstmal eine Suchmaschine benutzen, weil ich ihr durchs Fotografieren keinen weiteren Stress machen wollte.
Ich habe auch keine Milben entdeckt, dafür aber etwa 14 Eier. ;)
Die Meise hat sich auch schnell beruhigt und liegt momentan erstmal in userem warmen Bad (noch nicht in ihrem Becken).
Einzig ein Teil ihres rechten Fühlers fehlt ihr, aber das dürfte sie nur relativ wenig beeinträchtigen.

Stand: Königin und etwa 14 Eier.

Berichte demnächst wieder, wenn sich etwas getan hat. Noch ist alles recht unspannend ;)
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9.12.2006

Beitragvon Oberst Emsig » 9. Dezember, 2006, 16:20

9.12.2006 (7 Tage nach Haltungsstart)

Eine Woche ist vergangen und leider ist noch keine Larve geschlüpft.
Allerdings scheint es so, als ob die Königin noch ein paar Eier dazugelegt hat, vllt habe ich anfangs aber auch einfach nicht richtig geschätzt.
In jedem Fall sind es jetzt etwa 20 Eier, wobei das Neströhrchen (RG) seit dem 3.12.2006 im Formicarium liegt.
Die 40W Glühbirne brennt etwa 16 Stunden am Tag.
Die YTongnester, die zu Anfang etwas Wasser abbekommen haben, scheinen immernoch genug Feuchtigkeit zu halten. In den KAmmern bildet sich immernoch etwas Kondnswasser, also werde ich sie in Zukunft kaum noch bewässern müssen, da es Camponotus substitutus trockerner mag.
Ein Feuchtwerden des Sandes erübrigt sich so wahrscheinlich.

Inspiriert von Skatefduffies Emma, habe ich meiner Königin scherzhafter Weise ebenfalls einen angemessenen Namen gegeben.
Er lautet: Isabella Leonora d'Argentina I
:rolleyes: Naja kleiner Scherz, aber würde doch passen...

Ein Foto des Beckens:
Bild

Dort liegt ihr RG seit dem 3.12.06.

Stand: Königin + etwa 20 Eier


Immernoch unspannend, aber sie kann immernoch jederzeit eingehen.



11.12.2006 (9 Tage nach Haltungsstart)

So, heute habe ich mal ein Beweisfoto meiner Königin geschossen. Man sieht ihren rechten Fühler, der auch wirklich dort endet, wo er auch auf dem Foto endet, nämlich kurz nach den ersten Geißelsegmenten (im Gegensatz zum Linken, dessen Fühlergeißel noch verschwommen sichtbar und vollständig ist).
Man sieht auch, dass die Königin im Vergleich zu z.B. Camponotus barbaricus relativ klein ist, ihr Gaster könnte aber evtl. auch gefüllter sein.
Allerdings war das eine Ausnahme heute. Das Licht hat die Königin verständlicherweise aufgeregt und so beendete ich das Shooting schnell wieder, denn an Stress soll sie auf keinen Fall sterben.
Hier also das Foto:
Bild

Am Ende der Woche gehts weiter...
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Beitragvon Oberst Emsig » 27. Dezember, 2006, 01:18


26.12.2006
(24 Tage nach Haltungsstart)

Die ersten Larven sind da!
Ich hatte schon arge Befürchtungen bezüglich der Ameiseneier, jedoch habe ich ebend erst mit der Lupe unter mäßigem Stress für die Königin (rote Folie hilft) erste Larven entdeckt!
Solch eine lange Entwicklungszeit hätte ich auf Grund der Herkunft der Camponotus substitutus Königin und dem Vorhandensein der Eier schon vor ihrer Ankunft bei mir hier nicht erwartet.
Schließlich wird sich eine etwas genauere Zeitangabe aber erst bei der 2. Generation von Eiern angeben lassen.
Die mindest Entwicklungszeit der Eier zu ersten Larven
bei etwa 23°C [size=75]beträgt also 24 Tage. Diese Angabe ist sehr ungenau und dürfte sich noch um ein paar Tage verlängern.
Habe also nun erste 3 waschechte Weihnachtslarven entdecken können.
Sie sind noch sehr klein, kaum größer als ein Ei. Nur ihr gekrümmter Körper und der typische schwarze Bestandteil im Innern der Larve macht sie erkennbar
[/SIZE][size=75] (Inhalt Verdauungstrakt)[/SIZE][size=75].
Eine Erleichterung.
Mal sehen wie schnell die Larven nun wachsen werden.
Ansonsten hat die Königin selbst nur etwas Watte gezuft und an den verschlossenen Ausgang des RG gebracht.


Stand: Königin + etwa 15 Eier + 3 Larven



28.12.2006 [/SIZE](26 Tage nach Haltungsstart)

[size=75]Eine der Larven hat gewaltig an Masse zugelegt. Es müssen so um die 50% sein.
Diese Larve ist also schon sehr gut von den Eiern unterscheidbar und es liegen bestimmt noch weitere 3 Larven zwischen den Eiern.
Die Entwicklung geht voran.


[/SIZE]
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Beitragvon Oberst Emsig » 31. Dezember, 2006, 17:09

31.12.2006 (29 Tage nach Haltungsstart)

So, eine der ersten Larven ist wie gesagt deutlich größer als die anderen. Sie dürfte das Rennen um die erste Arbeiterin im Staate machen, so hoffe ich.

Habe mal zur Feier des Tages vorsichtig ein paar Fotos gemacht.
Sie ist dabei nicht in "Panik" geraten, was mich natürlich freut.
Man sieht einige Eier und leider nur schlecht die ersten Larven. Es müssen nun min. 3-4 kleine Larven sein und natürlich die schön große Larve.
Langsam aber stetig geht es voran, bei immernoch etwa 23°C.

Hier ein Bild der Königin und Brut im RG:
Bild


Stand: Königin + etwa 15 Eier + 3-4 x kleine Larve + 1 x mittelgroße Larve

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Beitragvon Oberst Emsig » 6. Januar, 2007, 17:07

6.01.2007 (35 Tage nach Haltungsstart)

Wirklich erstaunlich...
Die auf dem Bild vom 31. zu sehende größere Larve hat mittlerweile mindestens 55% an Körpermasse zugenommen. Wirklich enorm, wenn man das als Laie so beobachtet. Da brauchen die Eier über 20 Tage, um sich zu entwickeln und eine Larve legt innerhalb einer Woche so gewaltig an masse zu. Denke es kann nicht mehr lange dauern mit der Verpuppung dieser 1. Larve.
Eine weitere Larve ist nun so groß wie die erste am 31.12. und 2 weitere sind immerhin auch schon etwas größer als die frisch geschlüpften restlichen Larven. Eier sind nun keine Eier mehr vorhanden.

Das gelinkte Bild ist vom 5.1., könnte schwören, dass die Larve danach noch gewachsen ist. In jedem Falle sieht sie auf dem Bild etwas kleiner aus:
Bild


Stand: Königin + etwa 13 frisch geschlüpfte larven + 3 größere Larven + 1 große Larve
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Beitragvon Oberst Emsig » 9. Januar, 2007, 19:15

Hoffe euch gefällt der Bericht bisher...
und weiter:

09.01.2007 - 1. Puppe
(38 Tage nach Haltungsstart)

Heute war es nun soweit. Die erste und größte Larve (zuvor als große Larve beschrieben) hat sich heute verpuppt.
Das Larvenstadium dauerte bei ihr also 14-16 Tage.
Die Temperaturen lagen und liegen tagsüber bei etwa 23-24°C und nachts bei etwa 19-20°C, weil dann die Wärmelampe für ca. 6-7 Stunden aus ist. Vllt halte ich die Meise (besonders Nachts) etwas zu kühl und die Entwicklung der Eier und Larven wird dadurch negativ beeinträchtigt (Faktor Zeit), da muss ich mich mit meinen "Mithaltern" mal kurzschließen, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es sehr schädlich sein kann (wohl nur für meine Geduld ;)).

Habe natürlich für euch auch ein paar Bilder gemacht, weil ich ja weiß, dass viele lieber blos Bilder anschauen und so bekommen diejenigen wenigstens auch die Entwicklung mit. ;)
Leider stört es die Königin, wie heute gesehen und so hat sie die Larven dabei ständig umsortiert. Sollte wohl erst wieder ein Foto schießen, wenn die erste Imago schlüpft.

Hier die Bilder im Zusammenschnitt:
Bild

Leider habe ich die ersten Bilder ohne manuellen Weißabgleich meiner Kamera (nichts besonderes, eine [nun] alte Minolta Dimage Z1) geschossen, was den "Blaustich" erklärt.
Man kann sehen, dass viele der Larven immernoch kaum größer als ein Ei sind. 2 Larven haben eine Größe von etwa 3-4mm, 1ne von etwa 7-8 mm.

Es scheint, als vergebe die Königin gezielt die Nahrung an die Larven weiter und ernährt erstmal nur wenige davon (und das in einer bestimmten "Reihenfolge"). Sehr interessant, konnte das nun zum ersten mal so genau beobachten. Damit wird wohl garantiert, dass sich wenigstens ein paar Larven zu "fertigen" Ameisen (Imagines) entwickeln, bevor die Vorräte knapp werden und es bei wenig Reserven und gleichverteilter Nahrung gar keine erwachsenen Nachkommen gibt.
Habe zwar schon Nahrung angeboten, aber die Königin gründet ja claustral, d.h. in einer verschlossenen Kammer ohne Eigenversorgung und wird wohl nichts annehmen, bis die erste Arbeiterin da ist.


Stand: Königin + 13-15 eigroße Larven + 2x4mm Larven + 1x7mm Larve + Puppe
(werde später natürlich nicht mehr so genau differenzieren bei den Larven)



11.01.2007 - 2. Puppe (40 Tage nach Haltungsstart)

Heute hat sich die größte der restlichen Larven ebenfalls verpuppt. Vermute, dass sie zu diesem Zeitpunkt etwas weniger Masse hatte als die 1. Larve, als diese sich verpuppte. Könnte also später einen Größenunterschied zwischen den ersten beiden Imagines geben.
Die 2 4mm Larven sind vermutlich (kann man schwer sagen, habe auch nur kurz nachgeschaut) auch etwas gewachsen, die kleinen Larven zeigen immernoch kaum Wachstum (kein gleichmäßiges Füttern der Brut).

Stand: zusätzliche Puppe = 2 Puppen

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Beitragvon Oberst Emsig » 14. Januar, 2007, 23:22

14.01.2007 - Puppenfraß (43 Tage nach Haltungsstart)

Diese Rabenmutter!
Ebend lege ich ihr sicherheitshalber eine zerteilte Mehlwurmpuppe ins RG und was sehe ich?
Die Ameise frisst genüßlich an der 1. großen Puppe herum! :fluchen
(es war die vom Foto s.o.)
Na toll, nun verzögert sich der Schlupf natürlich, wenn es die 2. Puppe überhaupt schafft. Die Puppe ist wie beschrieben kleiner als die erste. Der Königin scheinen die Reserven auszugehen.

Nunja dafür ist eine weitere Larve schon wieder soweit gewachsen, dass sie sich morgen verpuppen dürfte (auch die Färbung deutet darauf hin). Und nun hat die Königin ja auch wieder Eiweiß zu sich genommen. :(
Keine Gefahr für die Gründung, aber es hätte besser laufen können.

Stand: Königin + 1x kleine Puppe + 2x 4mm Larven + 1x 8mm Larve + etwa 13 - 15 kleine Larven




15.01.2007 - neue Puppe
(44 Tage nach Haltungsstart)

Wie zu erwarten war, hat sich heute die größte Larve verpuppt.
Es sind nun wieder 2 Puppen vorhanden.
Alles andere ist wohl gleich geblieben, obwohl ich noch sagen muss, dass ich die Temperatur seit ein paar Tagen wieder auf 24-25°C erhöht habe.




17.01.2007 - wieder Eier
(46 Tage nach Haltungsstart)

Beide Puppen sind noch da.
Gut so, denke es werden aber sehr kleine Imagines werden (Pygmäen).
Habe soebend auch überraschend festgestellt, dass neue Eier gelegt wurden. Dabei Füttert die Camponotus substitutus Königin nicht mal die restlichen Larven weiter, sondern bleibt bei der Strategie nur eine Larve zu füttern bis sich diese verpuppt. Deshalb sind immernoch so viele kleine Larven vorhanden, die einfach nur ihr Dasein fristen und nicht wachsen können.
Eine der 2 größeren Larven (nämlich die zur Verpuppung auserwählte) wächst gut und dürfte sich in den nächsten Tagen ebenfalls verpuppen.

Stand: Königin + 2x kleine Puppe + 1x 7mm Larve + 1x 4mm Larve + etwa 13 - 15 kleine Larven + 3 Eier
(Größenangaben sind nur ungenaue Werte; Larvenanzahl wurde nicht nochmal überprüft, könnten also weniger kleine Larven sein)




20.01.2007 - Puppenfraß geht weiter (49 Tage nach Haltungsstart)

Die Königin hat nun schon 3 Puppen völlig aufgefressen (immer mit Hülle).
Eine weitere Puppe ist aber in der Zeit entstanden.
Ziemlich mies das ganze. Ich schätze, dass ich sie zu oft störe.

Stand: Königin + kleine Puppe + 8mm Larve + 4mm Larve + Rest (kleine Larven vllt noch Eier)




23.01.2007
- (52 Tage nach Haltungsstart)

So, konnte es einfach nicht lassen.

Habe gestern wieder unter Einsatz von Rotfolie kurz in das RG geschaut.
Die momentane Puppe wurde glücklicherweise nicht gefressen.
Ist es jetzt eine ältere Puppe? Ungewiss...
Habe auch gesehen, dass sich die gößte Larve merkwürdig umherwandt. Fehlt ihr halt, um sich zu verpuppen? Habe deshalb heute einen Holzspan vorne in das RG gelegt. Tatsächlich hat die Königin die Larve nun an diesen Holzspan gelegt (anstatt den Span zu sich zu schleppen). Es ist schon etwas merkwürdig, aber nun liegt dort die große Larve weit weg von der Königin und bewegt ihren Kopf und Leib. Denke sie versucht weiterhin sich einzuspinnen.

Etwas anderes neues konnte ich nicht feststellen.




30.01.2007 - 2 weitere Puppen (59 Tage nach Haltungsstart)

Die Larve, welche Probleme beim Einspinnen hatte, blieb ohne Kokon, was mich erst wunderte. Heute konnte ich bereits bei einem kurzen Blick ins RG die Körperform einer Ameise erkennen, es handelt sich also nun um eine Nacktpuppe.
Die kleine 4mm Larve wuchs in der Zwischenzeit ebenfalls und hat sich heute verpuppt.
Die schon vorhandene Puppe wurde immernoch nicht gefressen (zum Glück) und dürfte nun langsam schlüpfen, ich warte jeden Tag darauf eine Imago zu sehen.
Ein Larvenbündel von vielen kleinen Larven (der Vorrat) ist auch noch da.

Stand: Königin + 1 Puppe + 1 kleine Puppe + Nacktpuppe + Rest (kleine Larven vllt noch Eier)
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Beitragvon Oberst Emsig » 9. Februar, 2007, 00:41

Hallo, nach langem eröffne ich mal einen neuen Post (hoffe ihr habt meine Editierungen bemerkt). Eigentlich wollte ich das erst machen, wenn die erste Imago schlüpft, aber nun gut.


08.02.2007 - Es bleibt spannend (68 Tage nach Haltungsstart)

So, musste doch mal wieder ein Foto bei euch abliefern, was wohl in in einer sehr spannenden Phase geknipst wurde. Außerdem wollte ich unbedingt noch die Nacktpuppe (wird wohl eher eine Ausnahme bleiben) auf ein Foto bannen. Die Königin hat das Knipsen sogar ohne "Panikattacke" überstanden:
Bild

Die Königin hat wohl alle ihre Reserven verbraucht. Sie füttert nun keine der vielen Larven mehr heran, sondern wartet auf den Schlupf der Imagines. Ich füttere auch nicht, denn die erste Imago sollte nun wirklich bald schlüpfen (morgen?).
Schade wirklich, dass dieser "Puppenfraß" stattfand, was etwas die Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit des Berichts schmälert, sowie natürlich die Kolonieentwicklung negativ beeinflusst hat.
Interessant ist, dass die kleinste Puppe wie gesagt nicht die letzte war, sondern von diesen 3en die erste. Man hätte es andersherum erwartet (weniger Futter für die letzten Larven).
Die Eier sind wohl mittlerweile (und verständlicher Weise) schon wieder gefressen worden.

Stand: Königin + 1 Puppe + 1 kleine Puppe + 1 Nacktpuppe + Rest (13 - 15 kleine Larven)
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