Wann sind die Aktivitätenszeiten?

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Wann sind die Aktivitätenszeiten?

Beitragvon benai » 16. Mai 2007, 23:09

Ich frage mich wann man nachstehende Ameisen am besten füttern sollte. Sprich wann deren Hauptzeiten sind wo sie aktiv sind. (Es werden wohl Fatoren wie Größe, Temperatur, Feuchte, Gattung, Art eine Rolle spielen)

Formica sanguinea
Formica fusca
Camponotus herculeanus
Camponotus lateralis
Temnothorax
Messor barbarus
Messer generell (sofern man das allgemein sagen kann)

gruß
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AW: Wann sind die Aktivitätenszeiten?

Beitragvon Antastisch » 16. Mai 2007, 23:19

Gegenfrage:
1. Willst du sie mit Lebendfutter füttern?
2. Hälst du all diese Ameisenarten?

Zu 1) Denn wenn nicht, wäre es ziemlich egal, wann du ihnen die Nahrung reinlegst. Die holen sie sich schon.
Zu 2) Denn dann müsstest du doch sehen, wann ihre Hauptaktivitätszeiten sind
Messor generell: Nein, kann man nicht sagen!


Zum Threadtitel: Lustige Überschrift! Ist "Aktivitätenszeiten" einem Horrorroman entsprungen oder eine Wortneuschöpfung?
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AW: Wann sind die Aktivitätenszeiten?

Beitragvon peerteer » 18. Mai 2007, 11:23

@benai:
Es gibt bzgl. Ameisen u.a. die Arbeiten z.B. von Vijay Sharma. Er hat mit einer IR-Versuchsanordnung ein Aktivitätsprofil u.a. von Campnotus compressus angefertigt. Ein Artikel von mehreren wäre z.B. dieser [size=-1]<www.springerlink.com/index/C1D5QFH6GJFMRNBD.pdf>.

Ich denke gerade bei Ameisen werden die von Dir genannten Faktoren "[/size]...- Größe, Temperatur, Feuchte, Gattung, Art eine Rolle spielen)..." zu berücksichtigen sein.

Ich kann mir nicht vor vorstellen, dass man wegen des Füttern groß aufpassen müsste. Es wäre interessant, wenn Ameisen wie Menschen durch nächtliches Essen zunehmen würden.

@Sanguinius: Hast Du meine PM erhalten?

Grüße
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Beitragvon NuEM » 18. Mai 2007, 13:47

Auch Menschen nehmen durch nächtliches Essen nicht mehr zu. Das ist nur einer der vielen Aberglauben in Punkto "Gesunde Ernährung".
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Beitragvon Antastisch » 18. Mai 2007, 16:55

Ameisen können auch garnicht zunehmen. Schonmal eine Arbeiterin mit Schwabbel-/Bierbauch gesehen? Oder überhaupt mit irgendwelchen Fettpolstern? ;)
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Beitragvon peerteer » 18. Mai 2007, 21:18

Das ist richtig!
Interessant ist es aber schon wann, warum und wie sich die Ameisen zeitlich organisieren.
Hat schon jemand mal eine Lichtschranke an den Schlauch angebracht?
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Beitragvon Darius » 18. Mai 2007, 21:38

Hallo peerteer,

Interessant ist es aber schon wann, warum und wie sich die Ameisen zeitlich organisieren.


Die Orientierung der Ameisen und damit auch ihre zeitlich Organisation wurde schon viel erforscht. In dem Buch "Ameisen Der dutgelenkte Staat" von Wolfgang Schwenke sind die Faktoren, die Einfluss auf die Orientierung der Ameisen haben, erklärt. Unter anderem orientieren sie sich an dem Sonnenstand, optisch, an für den Menschen nicht sichtbaren Lichtbereichen, Pheromonen o.ä.. Allerdings ist dies nicht zu verallgemeinern, die Formen der Orientierung sind von Ameisenart zu Ameisenart sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Übrigens hatte ich meine Acromyrmex fast immer am Abend gefüttert. Kurz davor versammelten sich die größeren Arbeiterinnen, die für das Schneiden der Blätter verantwortlich waren immer schon an der Stelle, wo ich für gewöhnlich die Blätter hineinlegte. Die Blätter waren durch die richtige Organisation der Ameisen viel schneller geschnitten, als wenn ich sie den Ameisen mal ausnahmsweise zu einer anderen Tageszeit gab. Ob sich allerdings alle Ameisenarten so gut organisieren können ist fraglich.

Grüße, Darius
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Beitragvon peerteer » 19. Mai 2007, 11:56

Vielen Dank, Darius!
Da Buch scheint vergiffen. Mal in der Bib bestellen.

Auch einzelne Ameisen scheinen einen Rhythmus zu haben (jetzt habe ich es raus:http://www.springerlink.com/index/C1D5QFH6GJFMRNBD.pdf ).Da dürfte der z.B. der Duft nicht die ansonsten so große Rolle spielen.

Soweit ich weiss, kann man Bienen auch z.B. nach Farben trainieren und so durch Gabellabyrinthe schicken. Es macht also schon Sinn wenn Deine Acromyrmex nach einer Zeit an der Stelle warten.
So ein Rhythmus ermöglicht zusätzlich auf wiederkehrende Ereignisse resourcenschonend zu reagieren.

Gruß
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