Futterinsekten

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Futterinsekten

Beitragvon Barty_Mone » 5. Januar 2008, 17:08

Hi Leute
Ich bin neu hier, und möchte mir im März eine Camponotus ligniperda-Kolonie anschaffen.
Nun interessiert mich aber wie man bei Futterinsekten feststellen kann, ob sie mit Milben befallen sind, um sie auch lebendig und unverbrüht verfüttern zu können.
Was ist überhaupt eure Meinung zur Lebendverfütterung?
Natürlich kann man sagen, es sei Tierquälerei des Futterinsektes gegenüber, wenn man es nicht vorher tötet. Aber kommt es in der Natur nicht auch immer vor, dass Camponotus ligniperda auf die Jagd nach kleinen Insekten geht?
Was ich damit sagen will ist: Ist es nicht vielleicht besser für die Kolonie ihr hin und wieder ein lebendes Insekt in die Arena zu werfen, um den "natürlichen Jagdinstinkt" nicht abstumpfen zu lassen, und bedeutet ein abgebrühtes Insekt nicht, dass wichtige Nährstoffe verloren gehen, die sich bei hohen Temperaturen zersetzen?
Ich möchte hierbei bemerken, dass ich sowas nicht mache, um zuzusehn wie sich die Tiere gegenseitig zerfleischen.....Lediglich um den Ameisen eine naturgetreue Umgebung zu geben...
Wenn ihr mich versteht: Könnt ihr mir dann Tipps geben, welche Insekten einfach zu züchten sind. Ich möchte sie selber züchten, weil ich 1tens Spass daran habe, und ich 2tens durch das Züchten besser darauf achten kann, dass die Tiere nicht durch Milben verseucht sind, die auf die Ameisen übergehn können, als wenn ich sie kaufe, bzw. von Wiesen aufsammle.
Thx schon mal fürs Durchlesen, wenn ihr es bis HIER hin geschafft habt ;-)
lg Bardey
Barty_Mone
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Beitragvon zx6 » 5. Januar 2008, 17:33

Hallo Barty_Mone,

Nun interessiert mich aber wie man bei futterinsekten feststellen kann, ob sie mit milben befallen sind, um sie auch lebendig und unverbrüht verfüttern zu können.
Wenn Du sie nicht abbrühen willst, dann mußt Du sie genau untersuchen. Große Lupe oder vielleicht Mikroskop. Das ist natürlich nervig, gerade bei lebendigen Futtertieren. Und ganz ausschließen, daß Du ein Milbenei übersehen hast, kannst Du nicht. Bleibt also immer ein gewisses Restrisiko.

Natürlich kann man sagen, es sei Tierquälerei des Futterinsektes gegenüber, wenn man es nicht vorher tötet. Aber kommt es in der Natur nicht auch immer vor, dass Camponotus ligniperda auf die Jagd nach kleinen Insekten geht?
Es geht hier um die Abwägung zweier Rechtsgüter.

Die Ameisen haben ein "Recht" darauf, daß Du sie artgerecht hältst. Und wenn bei denen das selbständige Jagen und Erlegen von Beutetieren halt an der Tagesordnung ist, dann kann man durchaus der Meinung sein, daß man das dann auch mal ermöglichen soll.

Das lebendige Beutetier hat hingegen ein "Recht" darauf, nicht gequält zu werden. Und man kann argumentieren, daß - zumindest nach menschlichen Maßstäben - das lebendige Zerteiltwerden durch eine Schar Ameisen unschöner ist als ein Überbrühtwerden.

Wenn Du diese beiden Rechtsgüter gegeneinander abwägst, mußt Du Dich für eines entscheiden. Und wirst das andere immer verletzen.

Ein Zusatzargument bei der Entscheidungsfinding ist natürlich das potentielle Einschleppen von Milben.

Gruß,
zx6
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Beitragvon Barty_Mone » 5. Januar 2008, 17:42

stimmt.....
aber wenn man die Insekten selber züchtet, dann müsste einem doch nach einer gewissen Zeit auffallen, ob die Tiere jetzt befallen/nicht befallen sind, oder etwa nicht?
Barty_Mone
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Beitragvon swagman » 5. Januar 2008, 18:06

Hallo Barty-Mone.

Herzlich willkommen im Forum.

Zum Thema Milben und Futtertierzucht findest du einiges mit der Suchmaschine dieses Forums. Auch bei AmeisenWiki kannst du einiges finden.

Bei eigener Zucht dürfte das Risiko sehr gering sein, solange du die Zucht sauber und umsichtig betreibst.
Ausschließen kann man es natürlich nie, dass Milben in die Zucht und somit zu den Ameisen gelangen.
Wie zx6 geschrieben hat, hilft nur genaustes untersuchen, aber auch dass mit einem Restrisiko.
Allerdings ist es nicht so, dass die Futtertiere ob gekauft oder gefangen, immer mit Milben befallen sind. Es kommt eher selten vor.
Und wenn, dann öfter bei den gekauften.

Ob du nun lebende Insekten anbietest oder tote, musst du entscheiden.
Es gibt nur einige exotische Arten die auch lebende Beute brauchen, da sonst ihr Jagdinstinkt nicht anschlägt und tote Insekten selten beachtet werden.
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Beitragvon Connor » 5. Januar 2008, 20:10

Hallo Leuts,
gibt es auch Futteinsekten die keine Milben haben????
Wen ja welche den???
Connor
 


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Beitragvon The_Paranoid » 5. Januar 2008, 22:15

Mückenlarven ;)

Im Aquaristikhandel gibts so Frostfutter ... so gefriergetrocknete Blöcke aus Mückenlarven .. oder Daphnien oder Cyclops ... wird von meinen Ameisen auch recht gern angenommen.
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Beitragvon Barty_Mone » 5. Januar 2008, 22:35

hey das ist eine gute idee....nur ich glaub nich das das in der freien natur standartfutter für ameisen ist^^
Kann mir denn jemand Tipps geben, welche Insekten man züchten kann, die aber nicht so hohe Ansprüche haben?
Barty_Mone
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Beitragvon Connor » 5. Januar 2008, 22:58

Mehlwürmer habe ich gehört .
Man brauch einen Behälter mit Sand und eine Abdeckung , als Futter Apfel oder anderes Obst. Wen die Würmer sich verpuppt haben nimmt man die Puppen raus und tut sie in einen anderen Behälter wo sie schlüpfen und zu Käfern werden diese Käfer paaren sich dann und die Weibchen legen Eier in den Boden und daraus werden Mehlwürmer . Wen man dann genügend hat kann man immer welche raus nehmen und abkochen oder überbrühen und fertig ist das Mahl.
Wen etwas falsch ist soll er es korrigieren!
Connor
 


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