Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon Serafine » 18. März, 2017, 19:09

Harry4ANT hat geschrieben:Sollte an sich heben es kann aber sein (je nach Art) das sie buddeln und etwas umgestalten :baeh:

Da die Schicht nur 1cm hoch ist hoffe ich mal dass sie jetzt nicht alles umgraben. Und wenn doch dann mach ich halt Sockel für die Pflanzen, Silikonkleber und Modelliermasse ist vorhanden. :)
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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon bemeise06 » 21. April, 2017, 21:43

Hallo,
was für einen Schlauch würdet ihr mir für Lasius niger empfehlen? Was für einen Durchmesser?
Optimal wäre es, die Schläuche später für z.B. Formica fusca weiterverwenden zu können. Und brauche ich für den Schlauch noch etwas außer dem Beckenverbinder (und Mutter oder so zum verbinden)? Oder womit verbindet man Nest und Becken am besten?
Und wenn ich ein externes Nest mache, ist dann Ytong oder Gips besser?
Kann ich sie auf die gleiche Weise befeuchten? (In Wasserschale stellen?)
Und wenn ich das Nest bestreichen möchte, was nehme ich? Sand-Lehm wird doch bei Feuchtigkeit umgestaltbar für Ameisen, oder? Was habt ihr genommen?
Danke für eure Hilfe! Es wird alles auf einmal ganz schön viel, wenn die Kolonien dem RG entwachsen.... ;)
LG bemeise06
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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon Harry4ANT » 21. April, 2017, 22:10

Schlauch würde ich Innendurchmesser 10 mm aufwärts nehmen - dann gibt es keine Probleme mit Gynen und ihrem dicken pOpO oder größerem Ameisenaufkommen in beide Richtungen mit Beute im Schlepptau.

Zum Verbinden kann man z.B. auch Kabelverschraubungen (PG) aus dem Baumarkt nehmen oder eben die Sachen vom Ameisenstore. Oder präzise arbeiten und nur stecken (etwas kleiner bohren als Schlauchaußendurchmesser).

Ytong hat den Vorteil der besseren Belüftung (Stichwort Schimmel) und auch bessere Befeuchtungsmöglichkeit.
Für Lasius niger reicht hier eine Bohrung gefüllt mit Seramis als Wassertank. Dauerhaft ins Wasser stellen schießt oft übers Ziel hinaus.
Bestreichen musst du nicht aber du kannst z.B. Lehm mit Wasser mischen, oder auch Abtönfarbe (auf ungiftige Inhaltsstoffe achten) verwenden. Gips wird auch verwendet.



PS: Schau dir den Channel von dem jungen Herrn an - sind viele informative Videos zum Thema Ameisenhaltung dabei:

https://www.youtube.com/channel/UCfQh7x0Oe6f-58nDT5-pJRA/featured

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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon Genetix » 21. April, 2017, 22:20

Hallo bemeise06,

zu ein paar deiner Fragen kann ich dir was sagen.

Ich verwende für meine Messor barbarus einen Schlauch mit 14 mm Außendurchmesser. Für die großen Majore ist es kein Problem und sie können schnell hindurchrennen. An einer Übergangstelle hat der Schlauch nur einen Innendurchmesser von nur 7 mm, selbst da kommen die Majore und auch die Königin ohne Probleme durch.

Die Schläuche habe ich lediglich in die Bohrungen gesteckt, welche ich 1 mm kleiner als den Außendurchmesser des Schlauches gemacht habe. Dann den Schlauch einfach erwärmen (zb. durch kochendes Wasser) und er wird viel elastischer. Wenn der Schlauch dann in der Bohrung steckt und abkühlt, hast du eine feste Verbindung, bei der definitiv keine Ameise durchkommt.


Ich habe zwei Ytong Nester, intern und extern. Das interne ist mit einem Lehm-Sand-Gemisch angestrichen. Meine Camponotus haben lediglich kleine Stückchen abgebissen. Diese wurden dann in die kleine Spalte gelegt, wo die Plexiglasscheibe auf dem Ytong aufliegt. Dies beeinträchtigt absolut nicht die Sicht und den "nackten" Ytong kann ich auch nirgendwo im Nest sehen.
Das externe Nest wurde zuerst mit Gips ausgestrichen und danach mit Lehm. Auch hier haben die Ameisen wieder kleine Stückchen herausgerissen und zwischen die Spalte Plexiglas-Ytong gelegt. Es beeinträchtigt nicht die Sicht und auch hier kann ich den weißen Ytong noch nicht sehen. Es sind wirklich winzig kleine Stückchen, ungefähr die Größe von feinen Sand.
Aber deine Ameisen werden mit den Materialen die sie in der Arena vorfinden das Nest Umgestalten. Wahrscheinlich wird der Eingang verbaut und vielleicht auch die ein oder andere Kammer etwas gefüllt. Wenn die Arena komplett leer sein sollte kann ich mir vorstellen, dass sie durchaus mehr von der Lehm-Sand Beschichtung herausreißen werden um sich das Nest nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Das externe Nest wird von unten bewässer, dazu gebe ich alle 3 - 4 Tage ca. 20 ml auf die Unterlage. Der Ytong zieht sich voll und in der unteren Hälfte des Nestes kann man die Feuchtigkeit sehen. Ein Gipsnest hatte ich bisher noch nicht, daher kann ich dir dazu nichts sagen. Ich hoffe aber dir weitergeholfen zu haben.


Gruß

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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon HHPommesRW » 21. Juli, 2017, 18:16

Kopierfolie statt (Plexi-)Glas?

Hey moin

Irgendwo in den Weiten des Webs hab ich mal gelesen, das jemand Kopierfolie als Abdeckung an sein Nest geklebt hat! Als Handwerklich ungeschickter Mensch, dem die Benutzung eines Cutters schon in Lebensgefahr bringt, frage ich mich ob jemand hier Erfahrung damit gemacht hat!?

Klingt ja erstmal unkomplizierter als (Plexi-)Glas. Einfach zurechtschneiden (mit Schere :clap: ) und aufkleben... sollte sich nicht verziehen bei Temperaturschwankungen und relativ günstig ists auch, zudem entstehen nicht so leicht Kratzer. Und wenn ich mal dringend ins Nest greifen muss, kann ichs genauso leicht wieder aufschneiden!

Was meint ihr? Hat das evtl. schon jmd versucht?
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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon HHPommesRW » 30. Juli, 2017, 14:48

Ich denke, dann werde ich es wohl selbst versuchen müssen... :rolleyes:

Werde dann wohl eines meiner Lasius cf. niger Völkchen dafür benutzen.
Das Tetramorium Volk wird unbehelligt bleiben von solchen Versuchen. Laut einigen Aussagen hier scheinen die ja etwas empfindlicher zu sein, sodass ich dort lieber auf Altbewährtes zurückgreifen werde!

Dennoch Danke an alle, die die vorherige Nachricht gelesen haben und zumindest drüber nachgedacht haben! :) Ich werde in meinem Haltungsbericht dann evtl. davon berichten, ob Folienpapier funktioniert! ...zumindest sobald die L. niger ein größeres Nest beziehen, was erfahrungsgemäß ja dauern kann!

LG
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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon User3165 » 30. Juli, 2017, 19:43

Haha sorry, hab's tatsächlich gelesen...
Leider hab ich keine Erfahrung damit... Ob es weniger leicht zerkratzt wage ich zu bezweifeln, aber das mit dem Verziehen ist ein Argument. Kleber sollte allerdings durchgehend angebracht werden. An welche Art Nest hast du denn gedacht?
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Re: Bastel-KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitragvon HHPommesRW » 30. Juli, 2017, 20:23

Hab hier noch 2 relativ große Ytong-Stücke, die ich dann dafür heranziehen würde! Kleber oder Aquariensillikon würde ich dann natürlich durchgehend dranmachen.

Das Ding is auch, dass ich mal n Ytong-Nest hatte (n relativ großes) für Formica cf. fusca, welches mit ner Glasscheibe verklebt war. Durch Hinzugeben einer gefundenen Gyne holte ich mir allerdings einen insektenpathogenen Pilz (vermutlich Beauveria bassiana) ins Volk. Diese Gyne mit dem typischen "Wattebausch" im Mund verstarb rasch und es bildete sich im Nest um sie herum der Pilz aus! Das war super kacke, da ich keine Möglichkeit hatte sie da raus zu holen, zumal sie auch noch in einem Hauptgang zum Ausgang saß.
Das hat mich letztendlich dazu gebracht keine Glas oder Acrylplatten mehr anzukleben und daher auch meine Frage zur Kopierfolie!
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