Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Allgemeine Fragen und Themen über europäische Ameisenarten.

AW: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Safiriel » 28. August 2014, 21:45

man freut sich Riesig eine neue Königin zu finden
Oh ja, besonders wenn es eine Art ist, die man in der Gegend nicht vermutet geschweige denn gesehen hat, oder eine Gyne, die völlig anders ist, wo man erstmal keine Ahnung hat, was das ist.

@Philatelist: Finks Rat war da schon ganz gut. Mindestens einen Teil der Gynen würde ich wieder frei lassen. Bestimmen lassen kannst Du sie ja.

Edit: Ich sehe gerade: Da warst Du schneller. :clap:
Benutzeravatar
Safiriel
Moderator
 

Beiträge: 2757
Bilder: 7
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Wohnort: Wesseling
Auszeichnungen: 1
März (1)
Hat sich bedankt: 714 mal
Danke bekommen: 1422 mal

AW: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Getulio » 28. August 2014, 22:54

Das mit dem an schwärmenden Ameisen vorbeigehen habe ich zum Glück bis heute ganz gut hinbekommen. :fettgrins: Aber natürlich hab ich auch schon die Blicke mal etwas links und rechts schweifen lassen...meine Favoriten wären derzeit Camponotus herculeanus und Messor barbarus.

Aber ich bleibe standhaft und erfreue mich einstweilen erstmal an meinen Lasius niger, die für mich spannender nicht sein könnten, wie sie einerseits ihre Brut umsorgen und andererseits erste Steinchen eintragen, um ihr Nest zu verbarrikadieren...großartig. :respekt:
Getulio
Einsteiger
 

Beiträge: 55
Registriert: 3. August 2014, 14:38
Hat sich bedankt: 3 mal
Danke bekommen: 3 mal

AW: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Safiriel » 5. Oktober 2014, 12:52

Ein Update:

09/14
- Lasius niger: sind Ende des Monats auf 180 angewachsen, keine Puppen und Eier mehr vorhanden, nur noch die überwinternden Larven
- Campnotus herculeanus: haben sich den ganzen Monat lang scheinbar nicht bewegt, in 4 Wochen eine Drosophila angenommen und nur 1x eine Arbeiterin am Honig entdeckt
- Lasius flavus: hat jetzt 8 Arbeiterinnen, wohnt aber im geschlossenen Schrank um sie gar nicht erst ans Licht zu gewöhnen. Im Gegensatz zu den anderen Ameisen sind die Pygmäen aber zu klein und zu hell (gelbe Ameisen in gelbem Gipsnest) um zu erkennen ob deren Gaster schon schön voll sind
- Tetramorium cf. caespitum: Sitzt seit einem Monat auf der Watte im RG, gründet hoffentlich nächstes Jahr
Benutzeravatar
Safiriel
Moderator
 

Beiträge: 2757
Bilder: 7
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Wohnort: Wesseling
Auszeichnungen: 1
März (1)
Hat sich bedankt: 714 mal
Danke bekommen: 1422 mal

AW: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Safiriel » 2. November 2014, 15:02

10/14
Die Phase des Einwinterns war intensiver und spannender als gedacht.
Zunächst verbrachten die Ameisen nur die kühleren Nächte draußen.
(Die Gründungskolonien ohne, die Lasius niger mit Arena). Dann gab es eine Woche komplett draußen, die ich aber aufgrund der ungewöhnlich stürmischen Wetterlage mit zwei Nächten im Kühlschrank unterbrechen musste.
Am Ende des Monats wanderten dann alle Ameisen in den Kühlschrank. Der Wunsch nach Exoten hat noch nicht eingesetzt, allerdings wird seither fleißig an den Nestern und Arenen für das nächste Jahr gebastelt.

Wenn alles gut geht, werden es vier Kolonien sein. Einige davon können sehr groß werden. Nächstes Jahr wird das noch nicht zum Tragen kommen, aber werde ich wirklich alle unterschiedlichen Arten über viele Jahre erfolgreich halten können?
Benutzeravatar
Safiriel
Moderator
 

Beiträge: 2757
Bilder: 7
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Wohnort: Wesseling
Auszeichnungen: 1
März (1)
Hat sich bedankt: 714 mal
Danke bekommen: 1422 mal

AW: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Safiriel » 15. Dezember 2014, 00:10

11/14
- wurde gefragt, ob mich das Exotenfieber schon erreicht hat, da meine Kolonien alle im Kühlschrank sind. Nein, hat es nicht.
- erste Probleme wie ein unerwartet schnell leer werdender Wassertank, und Kondenswasser in dem eine Ameise ertrunken ist
Benutzeravatar
Safiriel
Moderator
 

Beiträge: 2757
Bilder: 7
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Wohnort: Wesseling
Auszeichnungen: 1
März (1)
Hat sich bedankt: 714 mal
Danke bekommen: 1422 mal

AW: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Safiriel » 27. Dezember 2014, 22:51

12/14
Keine Probleme mehr aufgetreten. Bei dem Geruch des Weihnachtsessens im Kühlschrank ist es allerdings ein Wunder, dass die Ameisen nicht aufgewacht sind und heimlich schon genascht haben.
Benutzeravatar
Safiriel
Moderator
 

Beiträge: 2757
Bilder: 7
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Wohnort: Wesseling
Auszeichnungen: 1
März (1)
Hat sich bedankt: 714 mal
Danke bekommen: 1422 mal

Re: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Safiriel » 31. Januar 2015, 13:15

01/15

Die Winterzeit neigt sich, aber doch erst sehr langsam. Das Gipsnest wurde nachbewässert, ich konnte beobachten, wie unglaublich langsam eine Bei der Kontrolle umgefallene Gyne sich wieder aufrichtet.
Sonst gibt es eigentlich nichts zu berichten. Gar nichts? Die Plätze an denen die Formicarien dieses Jahr stehen werden stehen nun fest, die Anlagen der Camponotus herculeanus und Lasius niger sind bis auf den Rutschschutz komplett an Ort und Stelle bezugsfertig, in letztem Fall gar in einem neuen Regal, die Anlage der Lasius flavus braucht nur noch die Löcher für die bestehenden Schläuche in der Arena, ist aber auch so weit.
Einzig das Tetramorium-Becken steht im Schrank. Wozu auch? Wer weiß ob die Dame überhaupt erfolgreich gründen wird?

Folgende Benutzer bedanken sich beim Autor Safiriel für den Beitrag:
Colophonius
Benutzeravatar
Safiriel
Moderator
 

Beiträge: 2757
Bilder: 7
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Wohnort: Wesseling
Auszeichnungen: 1
März (1)
Hat sich bedankt: 714 mal
Danke bekommen: 1422 mal

Re: Das erste Jahr mit (einheimischen) Ameisen

Beitragvon Safiriel » 26. Februar 2015, 11:10

02/15
So langsam kribbelt es auch bei mir: Einerseits bin ich erstaunt, dass ein halbes Jahr Winterruhe schon fast um sein soll.
Andererseits fängt es langsam an, in den Fingern zu jucken. Der Reiz zumindest die Lasius niger schon mal langsam auszuwintern ist da. Denen soll das ja nicht so viel ausmachen, kann man oft lesen. Ein Thermometer draußen, und die Tatsache dass auf meinem Balkon sich bislang nicht mal die Krokusse zeigen helfen da sehr. Mag ja sein, dass in anderen Teilen Deutschlands schon die ersten Formica sp. gesichtet wurden es draußen blüht.
Meine Haltestellennester sind noch wie unbewohnt und hier gibt es auch außer Schneeglöckchen noch nicht so viele Frühlingsboten. Also: Geduld!
Benutzeravatar
Safiriel
Moderator
 

Beiträge: 2757
Bilder: 7
Registriert: 17. Mai 2014, 15:17
Wohnort: Wesseling
Auszeichnungen: 1
März (1)
Hat sich bedankt: 714 mal
Danke bekommen: 1422 mal

VorherigeNächste

Zurück zu Europäische Ameisenarten & Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder