Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Unterfamilie: Formicinae

Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 17. August, 2017, 15:37

Die Arbeiterinnen fressen sich jetzt teilweise innerhalb einer Nacht durch 2 Bienenpuppen und zeigen sogar mildes Interesse an Superwormstücken. Honig ist dagegen nicht ihr Ding.
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Die Larven wachsen schön, es sind jetzt ne Menge große da und noch mehr Puppen.
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Neben dem zu erwartenden Abfallhaufen in der Puppenkammer konnte ich noch einen zweiten am unteren Ende des Nests entdecken (was bedeutet das ich rechts unten nicht mehr wässern werde). Hoffentlich bringen sie den Müll irgendwann raus und sammeln ihn nicht so wie im Reagenzglas.
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Im Wasser-RG gehts ziemlich geschäftig zu, die Arbeiterinnen dort umsorgen jede Menge Eier und frischgeschlüpfte Larven. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Brut hat deutlich zugelegt seit sie an einer konstanten Wärmequelle nisten, die letzten Eier müssen in weniger als einer Woche geschlüpft sein und auch die Larven wachsen praktisch von Tag zu Tag. Wenn sie so weitermachen könnten sie die von Anthouse angegebenen vier Wochen vom Ei zur Ameise tatsächlich schaffen.
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Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 21. August, 2017, 02:33

Irgendwie hab ich das Gefühl es sind mehr geworden seit ich das letzte Mal nachgeschaut hab...
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Die Mitte des Nests wurde wohl als Hauptbrutkammer ausgewählt. Die vier Arbeiterinnen halten da eine ganze Menge an Minilarven.
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Die meisten Puppen lagern immernoch in der "Dachkammer", aber es liegen auch viele verstreut in der oberen Hälfte des Nests herum. Offenbar nehmen sie es mit dem sortieren nicht mehr so genau.
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In der Wasserkammer befindet sich diesmal Brut aller Stadien. Ich vermute dass sie regelmäßig Teile der Brut in die Wasserkammer bringen und sie dann wieder zurück in wärmere Nestbereiche tragen.
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Nahaufnahme einer Major.
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Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 26. August, 2017, 00:00

25. August '17

So, heute gibt es einen Rundumschlag mit allen meinen Kolonien. Wenn die Kolonien den Winter überleben bekommen die auch eigene HBs.

Als erstes, Lazy Tube.
Sind mittlerweile ungefähr 200 Arbeiterinnen aller Größen und Formen (zur Erinnerung, Mitte März waren es noch 4 Pygmäen) und wachsen weiter.
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Die Zentralkammer (Hauptbrutlager, die ganzen jungen Larven befinden sich dort).
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Linker Flügel mit dem more-or-less-oval office (scheint die Lieblingsgegend der Königin zu sein).
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Rechter Flügel (mit der Hauptpuppenkammer).
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Eine Major wird gefüttert. Von der möchte ich nicht gezwickt werden, die Mandibeln sehen schon echt fies aus.
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Im Wasser-RG ist verdammt viel Betrieb. Wenn die weiterhin soviele Arbeiterinnen da reinstopfen überleg ich mir ein zweites RG an den leeren Port zu stecken.
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Nicht die größte Anzahl Arbeiterinnen die je draußen war, aber die meisten die ich bisher auf ein Bild bekommen hab.
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Was ich interessant finde, wenn ich mir mal anschaue wie die Ameisen vom Nest zum Futterplatz laufen ist, dass sie keinen festgelegten Weg zu haben scheinen (obwohl das Futter immer am gleichen Platz liegt).
Es gibt zwei Hauptpfade die am häufigsten benutzt werden (einer am Rand entlag und einer über die offene Fläche vor dem Eingang), aber die allermeisten Arbeiterinnen halten sich nicht wirklich oder nur teilweise daran und benutzen beliebige Abkürzungen, auch die Richtung in der sie um Hindernisse laufen ist ziemlich zufällig. DIe scheinen nicht wirklich einer Duftspur zu folgen (auch nicht im dunkeln), sondern eher eine recht genau Vorstellung zu haben wo genau das Futter zu finden ist.
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Sieht auch aus als hätten einige Arbeiterinnen mal angefangen eine Barrikade am Eingang zu errichten, waren dann aber scheinbar zu faul um es ganz durchzuziehen, so dass jetzt nur ein paar Steinchen vor dem Tunnel liegen.
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Das ist die Lasius niger Königin die hier schon ein paar Mal zu sehen war. Sie hat endlich ihre ersten Pygmäen (ungeäfähr ein halbes Dutzend, die sind superwinzig) und die haben gerade ihre erste Malzeit bekommen (ne Fruchtfliege). Die Arbeiterinnen mögen kein Licht und sind ziemlich ausgeflippt, zum Glück bliebt die Königin sehr gelassen.
Hab die noch nie draußen gesehen, aber sie haben etwas Sand ins RG geschafft und an eien der Puppen geklebt (links von der Fruchtfliege). Ich vermute, dass sie Tränke ebenfalls gefunden haben und hab sie mal aufgefüllt.
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Hab eine Weile nicht mehr richtig nach meiner Solenopsis fugax und ihren zwei Pygmäen geschaut. Die Königin hat ewig gebraucht um ihre ersten Arbeiterinnen zu bekommen (hat glaub ich im Juni angefangen Eier zu legen), als ich vor ein paar Tagen mal nen kurzen Blick reingeworfen hab dachte ich sie hätten die Brut gefressen, weil keine aufzufinden war. Die haben auch ne Fruchtfliege bekommen.
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Bei genauerem hinsehen stellte sich aber heraus, dass sie die Brut nicht gefressen haben. Stattdessen sind noch mehr Arbeiterinnen geschlüpft und haben sich ein wenig in die Watte gegraben, um einen feuchten Platz für die Brut zu finden. Angeblich sollen die ja ziemlich schnell wachsen, die Königin scheint aber so ihre Probleme zu haben die Kolonie ins rollen zu bringen, wobei ich behaupten würde sie bekommt so langsam den Dreh raus.
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Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 31. August, 2017, 22:11

30. August '17

Wie macht man einer chronisch faulen Ameisenkolonie Beine?
Indem man ihnen etwas vor die Nase setzt, das sie unbedingt haben wollen.


27ter August
Es gab ein paar Spinnen und sie waren sehr erfreut. Sie lieben Spinnen einfach.
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Zwei sehr sportliche Ameisen, jede trägt eine kleine Spinne zum Nest.
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Hab auch die erste Frucht gefunden, die zumindest mit ein paar vorsichtigen Bissen gewürdigt und nicht sofort entsetzt gemieden wurde - die Frucht einer kleinen wilden Erdbeere, die auf der Wiese vor dem Haus wächst.
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30ter August
Heute gab es zwei Goldfliegen (zufälliger Fang, mit der Elektrofliegenklatsche erlegt, stinken wie verbrannte Haare was die Ameisen aber nicht zu stören scheint) und einen unbekannten Käfer. Wow, hab sie noch nie so aktiv und aufgeregt gesehen.

Hier eine ganz besonders sportliche Ameise beim Parcourlauf (warum um den Stein herum wenn man die Fliege auch oben drüber zerren kann?).
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Erste Fliege ins Nest geschafft (naja, hat ne halbe Stunde gebraucht bis sie da waren, also nicht wirklich schnell).
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Bin mir nicht sicher was die Scherzkekse hier veranstalten. Teamarbeit ist nicht gerade ihre Stärke, normalerweise packt eine Ameise die Beute und zerrt sie ins Nest, die anderen stören dabei eigentlich nur - das heißt, falls sie nicht auf halben Weg das Interesse verliert und ihre Beute einfach fallen lässt bis eine andere Ameise darüber stoplert und den nächsten Abschnitt übernimmt. Staffellauf auf Ameisenart sozusagen.
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Ein Blick ins Nest zeigt, dass sie eine Menge Puppen und viele große Larven haben, aber nur wenige kleine Larven. Mal sehen wann sie in die Winterruhe gehen - in Spanien ist ja noch Sommer mit Temperaturen um die 30°C (20°C über Nacht), aber da die Brut 4-6 Wochen vom Ei zu Ameise braucht rechne ich mal damit, dass sie in den nächsten 2-4 Wochen die Brutaufzucht langsam zurückfahren.
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An der Wasserquelle befinden sich eine Menge Eier oder kleine Larven, mal sehen wie viele es dieses Jahr noch zur Arbeiterin schaffen.
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Hier kann man einige Arbeiterinnen sehen, wie sie gerade eine der Fliegen zerlegen. Die Fliegen war sehr beliebt, so beliebt dass ich nen Becher Goldfliegen geordert hab (die kommen als Puppen, schlüpfen aber bald so dass man adulte Fliegen hat).
Hat mir sehr gefallen wie aufgeregt und begeistert sie waren, hoffe sie mögen die bestellten genauso sehr wie die Wildfänge.
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Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 5. September, 2017, 16:18

Hab die Tage mal wieder Fruchtfliegen probiert und offenbar stehen sie jetzt wieder drauf. Werden je von einer einzelnen Arbeiterin aufgegriffen und direkt ins Nest getragen - gestern ein gutes Dutzend in der Arena verstreut, die waren innerhalb weniger Minuten weg.
Eine der Arbeiterinnen hat auch ein ganz kleines Heimchen in den Bau gezerrt, die andern waren wohl zu groß und wurden draußen bearbeitet (aber bei weitem nicht mit soviel Elan wie die Fliegen).
Mir ist außerdem aufgefallen, dass die ersten Arbeiterinnen die Beute oft nicht gleich einsacken, sondern nur angreifen (und "erlegen"), dann aber erst mehrmals in Kreisen um das erlegte Futtertier herumlaufen (vermutlich um eine Markierung zu legen, die die nachfolgenden Arbeiterinnen zum Futter führt).

Die Kolonie weist auch einen ziemlich klaren Aktivitätsrhythmus auf - jeden Tag so zwischen 9 und 10 Uhr abends kommen sie in größerer Anzahl (12-15 Ameisen) raus, um die Arena so für 2-4 Stunden nach Futter abzusuchen (hängt davon wie viel Futter verfügbar ist und von welcher Art). Danach geht die Aktivität runter und für den Rest der Nacht bis zum Morgen befinden sich nur noch wenige Arbeiterinnen draußen.
Oh, und eine der großköpfigen Medias gehört jetzt offenbar fest zum Außenteam, vermutlich Arbeiterin #6, sieht ihr jedenfalls verdächtig ähnlich (muss mal im Auge behalten wann sich weitere Medias und die ersten Majors draußen zeigen, vielleicht lässt sich da ja ein genaues "Außendienstalter" bestimmen).

Hab ihren Müllhaufen gefunden, schön unter einem der Dekostücke versteckt. Ist nur ein ziemlich kleiner Haufen, aber es scheint so als ob sie zunehmend größere Mengen an Müll rauswerfen, was ich als gut betrachte (besser als ihn im Nest zu haben).
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Über die letzten 3 Tage fiel mir eine merkwürdige Arbeiterin auf, die offenbar Tag und Nacht den Eingang zum Wasser-RG in der Arena bearbeitet hat. Gestern lag dann eine Ameisen tot im Sand, vermute mal dass es sich um dieselbe handelt, da Camponotus ja diese Tendenz besitzen sich vom Nest zu entfernen bevor sie sterben.
Heute sind mir außerdem 2-3 Arbeiterinnen aufgefallen, die den ganzen Morgen und Mittag in der Arena unterwegs waren - bin nicht sicher ob sie jetzt auch anfangen sich tagsüber draußen aufzuhalten oder ob die erste Generation Arbeiterinnen so langsam den Löffel abgibt (es sind immer noch 3 Pygmäen am Leben, die beiden anderen Verluste waren Minors).
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Die Arbeiterinnen zu zählen hab ich mittlerweile aufgegeben (200+ ist alles was ich dazu sagen kann), aber dafür versucht eine möglichst genaue Zahl der Puppen und Larven zu bekommen - es sind schätzungsweise 70-80 Puppen und 20-30 größere Larven im Nest (inklusive der Larven an der Wasserquelle).
Keine Ahnung betreffs der Menge von Eiern und Minilarven in diesem riesigen Blob, der von den senkrecht an der Wand hängenden Arbeiterinnen im oberen Mittelkorridor umsorgt wird, bin mir auch nicht sicher ob die dieses Jahr noch aufgezogen werden.
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Noch eine Nahaufnahme des oberen Quergangs mit den ganzen Eiern. Ebenfalls schön anzusehen die riesige Major in der Kammer rechts und die einzelne große Puppe links.
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Eine Aufnahme von der anderen Seite des Nests, auf der man die ganze Brut sehen kann, die auf den vorigen Bildern von den Gangwänden verdeckt wurde.
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Außerdem ein kleines Update der Lasius niger...
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...und der Solenopsis fugax.
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Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 13. September, 2017, 07:47

Meine alte Kamera ist im Prinzip kaputt (Bildschirmbeleuchtung ausgefallen), deshalb werden die Bilder ab jetzt etwas anders aussehen. Diese Kamera hat eine sehr viel höhere Empfindlichkeit bei Dunkelheit, leider aber auch einen viel schwächeren Blitz - in der Praxis bedeutet das mehr Schatten, aber auch viel realistischere Farben.
Jetzt aber zu den Ameisen...



Nach ein paar Tagen geringer Aktivität dachte ich schon sie packen ihre Sachen zusammen für die Winterruhe, aber nein, noch nicht.
Allerdings ist insgesamt schon ein deutlicher Rückgang bei der Nahrungssuche zu verzeichnen, an den meisten Tagen gibt es kein solches Gedränge. Zuckerwasser ist nach wie vor sehr beliebt, Proteinfutter nicht so sehr.
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Wie man sehen kann sind jede Menge Puppen vorhanden (die meisten Puppen auf der linken Seite sind von der Kammerwand verdeckt, es sind aber ungefähr soviele wie auf der rechten Seite), aber nur noch wenige große Larven. Der Trend wird sich vermutlich fortsetzen bis nur noch sehr wenig Brut übrig ist, abgesehen von den Paketen mit Mikrolarven, die von einigen Arbeiterinnen umhergetragen werden.
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Die Kamera ist so empfindlich, dass sie statt den Ameisen den Staub auf dem Glas fokussiert, wenn es nicht ganz sauber ist. Bei genauerem hinsehen kann man sogar Seidenfäden erkennen die von den Kokons der frischen weißen Puppe abstehen.
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Auf diesem Bild scheinen die Larven irgendwie flauschig auszusehen. Das ist mir bisher nicht aufgefallen, vielleicht aufgrund es Winkels und der starken Ausleuchtung oder der allgemeinen Bildqualität, bin mir deshalb nicht sicher ob das schon immer so war oder eine Winteranpassung darstellt. Ich hab Bilder von überwinternden Camponotus herculeanus Larven gesehen, die aussahen als hätten sie Pelz, halte es daher für durchaus möglich dass man diese Behaarung nur bei Larven findet, die sich während der kalten Jahreszeit entwickeln.
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Der Müllhaufen in der Abfallkammer wächst und wächst, aber bisher schimmelt nichts. Sie tragen ab und zu ein paar Puppenhüllenteile raus, aber der Großteil des Mülls landet noch immer hier.
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Das Wasser-RG ist mal voller Ameisen, mal komplett leer.
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Sie haben jetzt Türsteher sobald es schattig wird (was nicht immer heißt, dass sie auch tatsächlich rauskommen).
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Noch ein kurzes Update zu den Lasius (muss separaten HB anlegen). Sie entwickeln sich langsam aber stetig und scheinen sehr genügsam zu sein, nur alle paar Tage wird eine Fruchtfliege angenommen und auch Zuckerwasser trinken sie nicht viel.
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Und ein Update zu den Solenopsis fugax (muss ebenfalls separaten HB anlegen). Diese winzigen Damen entwickeln sich zu echt gefräßigen kleinen Monstern. Jede Fruchtfliege wird sofort zum Nesteingang gezerrt und bearbeitet und bei einer kleinen Bienenlarve sind sie total ausgeflippt.
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Ist aber auch nicht überraschend, sie haben ja eine Menge Brut zu versorgen (die neue Kamera ist super für so kleine Ameisen, genug Beleuchtung vorausgesetzt). Frage mich wann die vorhaben in die Winterruhe zu gehen, bis jetzt deutet absolut nichts darauf hin, im Gegenteil.
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Zuckerwasser wird auch fleißig angenommen, auch wenn das am Pegel in der Tränke nicht wirklich was ändert - die Ameisen sind einfach zu winzig. Muss an dieser Stelle auch noch mal eine Lanze für die byFormica Galileo feeders brechen, diese Tränken sind wirklich sicher, selbst so mikroskopisch kleine Ameisen wie Solenopsis fugax können darin nicht ertrinken.
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Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 13. September, 2017, 13:24

Kurzes Update weil darum:
P1020711g.JPG


(Das letzte Bild war doch tatsächlich schon 10 Tage alt!)

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Re: Camponotus barbaricus - Welcome to Lazy Tube

Beitragvon Serafine » 18. September, 2017, 15:49

Update time!
(Schonmal vorweg sorry für das uneinheitliche und teils merkwürdige Format der Bilder, aber das Forum nimmt nichts über 2MB an, da musste ich halt verkleinern und zuschneiden wo nötig)


Ein guter Teil der Puppen ist über die Woche geschlüpft, was zu weniger Puppen und mehr Arbeiterinnen geführt hat. Sie fangen langsam an das Nest auszufüllen.
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Dieses Bild hat ein paar interessante Details. Auf beiden Seiten des Nest hält sich eine Gruppe Majors auf (die auf der linken Seite springt schneller ins Auge, aber auch am Anschluss auf der rechten Seite ist eine) und ich bin mir nicht sicher was die Ansammlung in der Mitte macht - könnte eine Mampfgemeinschaft sein, die grad eine Spinne oder Fliege zerlegt.
Außerdem sind Larven über den ganzen oberen und mittleren Teil des Nests verstreut - sieht aus als ziehen sie doch nochmal eine Ladung auf.
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Die Major-Gruppe am rechten Eingang. Der Polymorphismus der Art ist wirklich extrem.
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Nahaufnahmen des oberen und mittleren Korridors, wo die meisten Eier und Minilarven aufbewahrt werden.
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Das sind bisher die größten Majors die sie aufgezogen haben - die sind fast so groß wie die Königin. Auch im unteren Gang findet sich eine kleine Gruppen Larven und eine Arbeiterin mit noch mehr Eiern/Minilarven.
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Normalerweise vernachlässige ich die Wasserquelle beim fotografieren, aber diesmal waren so viele Arbeiterinnen und Brut drin, dass ich sie mit ablichten musste.
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Der Müllhaufen steht unter Beobachtung sieht aber soweit gut aus.
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Zwei Arbeiterinnen beim Futteraustausch. Man erkennt sogar den Tropfen.
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Und zuletzt noch das Außenteam. Es gab grade ein paar Spinnen und natürlich haben sie sich alle sofort auf die beste gestürzt. Ein Bein ist schon ab und es wird zweifellos nicht lange dauern bis eine Arbeiterin die Eroberung ins Nest schleppt (falls dann noch was übrig ist).
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Oh, fast vergessen, sie haben eine Arenaerweiterung bekommen. Ist nur ein Plastikcontainer der irgendwann mit was vernüftigem ersetzt wird. Als Deko hab ich ein paar selbstgebastelte Wachtürme (ursprünglich für Tabletop gebaut) reingesetzt, um eine fremdartige, gespenstische Atmosphäre zu erzeugen. Hoffentlich benutzen sie das Becken als Müllhalde, aber soweit ich sagen kann hat sich bis jetzt noch keine Arbeiterin dorthin gewagt.
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Die kleine Kolonie Lasius niger (noch kein Name) kommt so langsam auch voran. Und ich lerne so langsam mit der Kamera umzugehen - das ist bisher das beste Bild das ich von denen hinbekommen hab.
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Der Amber Family geht's auch gut. Königin Wednesday (hab sie tatsächlich an einem Mittwoch gefunden) hat gerade erst einen großen Haufen Eier gelegt und die ersten Larven fangen an sich zu verpuppen. Die verschlingen alles was ich ihnen vorsetze - haben grad erst zwei Fruchtfliegen bekommen und schon eine zum Eingang gezerrt. Für so kleine Ameisen haben die einen erstaunlich hohen Futterverbrauch.
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