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Das erste Nest...

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Das erste Nest...

Beitragvon bemeise06 » 25. April, 2017, 20:38

Hallo,
meine kleinen Kolonien wachsen jetzt langsam über die Reagenzgläser hinaus...
Deshalb möchte ich ihnen nun größere Nester bauen. Da ich schon einmal versucht habe, ein Gips- und ein Ytongnest zu bauen, die von meinen Ameisen fleißig ignoriert wurden (wahrscheinlich waren sie zu trocken), will ich es jetzt richtig machen.
Also mein erstes richtiges Nest bauen.
Ich habe mich schon ein bisschen informiert, aber es ist immer noch viel offen. Zu diesem Thema gibt es sicherlich schon viele Beiträge, aber ich hoffe, ihr könnt mir noch Verbesserungsvörschläge zu meinen Ideen geben, die ich so konkret nicht finde.
Die Nester sollen für Lasius niger sein, bzw. für Formica fusca.
Ich habe lange zwischen Gips und Ytong überlegt und habe mich nun (fast) für Ytong entschieden, den ich dann mit Gips einstrechen möchte. Darüber soll noch eine Schicht Lehm. Kann man da auch Sandlehmmischungen, wie die als Untergrund verwendeten nehmen?
Die Bewässerung ist, glaube ich, mein größtes Problem, vor allem über die kommende Winterruhe mache ich mir jetzt schon Sorgen, dass es nicht zu trocken und nicht zu feucht wird....

Meine Idee ist folgende:
Ytongnest.jpg

Das Nest soll aus vier Teilen bestehen, die vier einzelne Scheiben haben und erst einmal mit Watte abgesperrt sind, sodass ich das Nest erweitern kann.
Dabei weiß ich aber noch nicht, wie ich den Übergang in der Mitte machen kann, sodass die Scheiben aufliegen und ich die Gänge mit Watte anständig verstopfen kann. Habt ihr Ideen?
Für die Bewässerung gibt es an der Seite zwei Tanks, bei der ersten Kammer noch unterteilt, um trockene und feuchte Teile zu gewährleisten.
Ansonsten steht immer "flach" oder "tief" in den Kammern. Der Sinn dahinter ist, das ich einige Kammern tiefer machen möchte. Wenn ich den Ytongblock in eine Wasserschale stelle, werden einige Bereich feucht, aber es bleiben auch trockene Stellen. Ich weiß nicht, welche Bewässerung besser ist und so habe ich zwei Varianten zu ausprobieren. Das Problem bei meinem letzten Ytongversuch war, dass das Wasser an der Rückwand vom Nest runterlief, aber die Kammern nicht befeuchtete. Wie kann ich das vermeiden?
Oben soll der Eingang entstehen.
Das Nest ist als externes Nest gedacht, weil in meinen Formicarien dann kaum noch Platz um das Nest wäre und für die Winterruhe soll es herausnehmbar sein.
Anders als hier dargestellt, soll das Nest liegen. Dann haben die Ameisen mehr Platz auf dem Boden.
Oder würdet ihr mir ein stehendes empfehlen?
Habt ihr sonst noch Tipps oder Anmerkungen?
Auf jeden Fall Danke für eure Hilfe!!
LG
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Re: Das erste Nest...

Beitragvon Harry4ANT » 25. April, 2017, 21:17

Ich würde es liegend machen - ist stabiler, in der Regel mehr Nestfläche und man hat bessere Einsicht von oben finde ich (außer das Nest steht relativ hoch im regal oder so etwas).

Sand/Lehm geht, kannst du auch auf den noch feuchten Gips auftragen oder sogar vorher beimischen.

Den Wassertank brauchst du eigentlich nicht unterteilen - der Übergang von feucht nach trocken ergibt sich automatisch von der einen Seite zur anderen. Es reicht ein Tank für das ganze Nest.
In der Winterruhe ab und zu mal reinschauen und ggfls.. etwas nachfeuchten im Tank.

Bzgl. den vier Teilen musst du halt einen entsprechende Steg stehen lassen um die Plexi Scheiben verschrauben zu können.



Wie wäre es das Nest gleich aus mehreren einzelnen Ytong Blöcken zu planen die per Schlauch verbunden sind ?

Also am Anfang nur einen kleineren Block mit Wassertank und einer oder zwei verschlossenen Bohrung(en) an der Seite.

Das ganze auf eine Platte / Tablett entsprechend der späteren maximalen Nestfläche setzen- so hast du alles immer am Stück transportabel bei Bedarf und auch eine Unterlage falls mal etwas Wasser rausläuft oder so.

Dann nach und nach bei Bedarf weitere Ytong Stücke fertigen / anschließen.

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Re: Das erste Nest...

Beitragvon olli8 » 25. April, 2017, 23:20

bemeise06 hat geschrieben:Da ich schon einmal versucht habe, ein Gips- und ein Ytongnest zu bauen, die von meinen Ameisen fleißig ignoriert wurden (wahrscheinlich waren sie zu trocken)

Ameisen mögen lieber "kleinere Kammern". Es könnte sein, dass sie in "große Hallen" nicht so gerne einziehen. An sowas banalem könnte es auch liegen. Außerdem sind Lasius niger ihrem Nest treu und ziehen nur ungerne um.
bemeise06 hat geschrieben:Dabei weiß ich aber noch nicht, wie ich den Übergang in der Mitte machen kann, sodass die Scheiben aufliegen und ich die Gänge mit Watte anständig verstopfen kann. Habt ihr Ideen?

Ich habe auch mal ein Zweikomponentennest gebaut. Habe damals einfach jeweils ein Loch gebohrt und diese dann aneinander "gesteckt". Dann hättest du auch kein Problem mit dem Glas. Die Frage wäre nur, wie du die Y-Tong Teile zusammenhältst. Ein stärkeres Gummiband könnte evtl. eingesetzt werden. Nur so kannst du die Teile auch auseinander bauen. Ein Gummiband, wie ich es verwende, ist im Bild unten auch drauf.
bemeise06 hat geschrieben:Das Problem bei meinem letzten Ytongversuch war, dass das Wasser an der Rückwand vom Nest runterlief, aber die Kammern nicht befeuchtete. Wie kann ich das vermeiden?

Deinen Aufbau finde ich aber bisher ganz gut. Mit den Wassertanks, wie du sie eingezeichnet hast, sollte das Bewässern kein Problem sein. 
Habe im übrigen bisher nur stehende Nester. Daher mache ich immer oben einen Wassertank mit einer Vertiefung nach hinten. Die Vertiefung hinten hat den Grund, dass ich die obersten Kammern nicht beschädige und trotzdem relativ viel Wasser einfüllen kann. Damit sind die Kammern oben feuchter und weiter unten trockener. Hier ist mal ein Foto
DSCN2429.JPG

bemeise06 hat geschrieben:Habt ihr sonst noch Tipps oder Anmerkungen?

Vergiss nicht das Y-Tong Nest nach der Bearbeitung am besten gründlich auszuspülen. Der feine Y-Tong Staub ist tödlich für die Ameisen.
Ich weiß auch nicht wie du die Gläser befestigen willst. Aber wenn du es liegend machst, brauchst du die nicht unbedingt ankleben, auflegen kann reichen. Wenn du dann eine kleine Vertiefung für das Glas ausfräsen würdest, dann würde das Glas auch nicht verrutschen. Trotzdem könntest du das Nest später öffnen und reinigen. Du musst nur schauen, dass du keinen Spalt für die kleinen Lasius niger hast.

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Re: Das erste Nest...

Beitragvon AlexM. » 28. April, 2017, 18:45

Hej Ihrs!

Zu Euren Ideen und Vorschlägen, auch mal eine meiner Fertigstellungen als Ideenbeispiel
130

Das Material ist: Y-Tong

Das Nest besitzt zwei Eingänge und ein verschließbares Zuführungsloch für mit Wasser gefüllte Reagenzgläser mit Schwammverschluss zur befeuchtung.

Hälsningar
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Re: Das erste Nest...

Beitragvon bemeise06 » 17. Mai, 2017, 21:25

Hallo und danke schon mal für eure Antworten!
Nun habe ich endlich die Zeit, das Nest zu bauen. Die groben Kammern sind dabei schon ausgestochen. Aber wie tief muss ich sie machen? Tiefer als den Wassertank? Der ist schon relativ tief geraten....
Das mit dem Einlassen der Scheiben hat nicht funktioniert... kann ich die auch einfach mit Aquariensilikon aufkleben?
Viele Grüße
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Re: Das erste Nest...

Beitragvon Sajikii » 17. Mai, 2017, 21:33

Im Normalfall versorgt der Wassertank den Großteil des Nestes. Insofern ist es egal wie tief die Kammern gemacht werden. Grundsätzlich orientiert man sich da an der Größe der Ameisen und der Kolonie. Wenn du sie rund einen Zentimeter tief machst, ist das schon ein guter Anfang.
Und ahja, klar kannst du mit Aquariensilikon die Scheibe befestigen.
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Re: Das erste Nest...

Beitragvon Harry4ANT » 17. Mai, 2017, 23:15

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