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Seikilos' Ameisentagebuch

Berichte & Beobachtungen - Meinungen & Fragen [einheimische und exotische Arten]

Re: Seikilos' Ameisentagebuch

Beitragvon Seikilos » 13. April 2018, 11:36

Hier mal ein kurzes Update:

Lasius:

Ein Volk macht gar nichts, sitzt nur rum. Ebenso das Lasius flavus Volk. Sprich: Sie nehmen keine Proteine und Kohlenhydrate zu sich.
Das zweite Volk nimmt richtig was an. Wenn ich denen fünf Fruchtfliegen reinwerfe, sind die innerhalb von 30 Minuten eingetragen und restlos zershreddert.
Habe denen gestern mal ein mittelgroßes Heimchen gegeben.
Auch KH nehmen diese super an.


Crematogaster:

Die in meinen Augen früher bessere Gyne verteilt ihre Eier quer durchs ganze RG. Die andere Flügelgyne hat einen großen Haufen mit richtig vielen Larven. Da kommt demnächst was, ich freue mich drauf.


Campontus vagus:

Habe die Futtermilben grob im Griff. Ich sammle weiterhin jeden Tag zweimal ab und füttere sehr zaghaft.
Das Volk nimmt Honig an und ich sehe immer wieder Ameisen bei der Trophallaxis.
Fruchtfliegen haben sie irgendwie eingetragen, Mehlkäferlarven und -puppen haben sie nicht interessiert.

Gestern gab ich ihnen ein betäubtes Heimchen. Da sind sie abgegangen. Auf jeden Fall waren dann 10 Ameisen am Start, die versucht haben, das Heimchen zu zerreissen oder zu zerbeissen. Hat aber nicht geklappt. Sie haben es dann am Stück in den Bau geschleift. Der vermutlich wirklich in dem Holzklotz vorn liegt.

Habe, weil das so gut geklappt hat, abends noch ein Heimchen rein. Leider war das nicht tot oder betäubt und ist dann weggerannt. So ein Mist, wie beim Vorbesitzer. Ich hoffe, die Ameisen stellen es!

Weiter habe ich gestern noch Springschwänze bekommen. Ich habe die komplette Dose mit dem Zuchansatz ins Formikarium gestellt. Anschließend habe ich einiges an frischer Walderde geholt und so wie sie war (kein Backen oder Abkochen) feucht im Formikarium und besonders um die Dose verteilt. Anschließend habe ich trockenes Laub aufgebracht.
Ich hoffe so, den Springschwänzen einen dauerhaften Lebensraum anbieten zu können, dass diese einfach als Restevertilger überleben und den Futtermilben die Nahrungsgrundlage entziehen.


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